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Postby Andric F. » 23 Sep 2008 11:08
Hallo Unterwassergärtner

Bräuchte fundiert Meinungen und Ratschläge!
Eure Meinung ist gefragt :wink:

Nach dem Gärtnern hab ich feststellen müssen, dass sich Mangelerscheinungen an meinen Pflanzen zeigen. Besonders Rotala green und Rotundifolia sind betroffen. Die Green wird an den Blättern die gut im Licht stehen von aussen nach innen weiss. Die Blattadern bleiben grün. Bei der Rotundifolia ist es ähnlich. Sie hat auch richtig blsse, junge Blätter. An den alten Blättern und teilweise jetzt auch schon am neuen Austrieb zeigen sich besonders bei der ROtundifolia durchsichtige Stellen bzw. die Blätter sind teilweise auch ganz durchsichtig, wobei diese Erscheinung besonders an alten Blättern sichtbar ist, nun aber auch die neuen Triebe zeigen. Algen habe ich keine! An chemikalien komme ich ohne weiteres ran, könnte theoretisch auch alles einzeln zugeben. Hat bisher nur nix geholfen außer exorbitant mehr Profito!
Gedüngt wird nur über die Wassersäule aber eben auch stark gefiltert. Düngung mit PPS Pro und Profito täglich, wobei ich vom ProFito die 2,4fache Menge zuführen muss, um das ausbleichen der BLätter in den Griff zu bekommen. Hab schonmal richtig fett vom Profito 2 Wochen lang die 4fache (!) Menge reingekippt und das hat was gebracht. Seit etwa 6 Woche gebe ich sogar noch jede Woche auf auf 50l eine Dennerle E15 Tablette zu. Nur ist mir das auf Dauer zu teuer.

Als Lösungsansatz, da ist eure Meinung gefragt:
> Da Nitrat genug vorhanden ist (LeiWa mit 6 mg/l + tägl. guter Fütterung) wollte ich PPS Pro-Lösung mit weniger Nitrat fahren, um die Rotala mal wieder schön rot zu kriegen. Anfangs war sie das, dann mit PPS Pro gelb bis olivgrün. Muss ich das Kalium, welches dann nicht mehr über Nitrat in der Lösung vorhanden ist als Sulfat oder Karbonat aufstocken oder kann ich das Nitrat einfach rauslassen? Was meint ihr?
> Umstieg auf anderen Volldünger --> welcher? (Microbasic, Drak o.a. was mit starker Filterung funzt)
> Düngung zusätzlich über Bodengrund, gerade im Bereich, wo betroffene Pflanzen stehen --> Sinnvoll? Welcher? Ferka Stemma? ADA Bodengrunddüngerstäbchen? Welche? ambesten in Kombi weiterhin mit PPS Pro

Bräuchte fundiert Meinungen, Erfahrungen besonders von Düngerexperten.
Bodengrund hab ich Dennerle Nährboden + Farbkies, bzw. Teicherde + Farbkies (mitTeicherde ganz geringe Nährstoffdiffizite!!)

Danke schonmal

Gruß

vom Flo
Andric F.
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Postby Roger » 23 Sep 2008 11:32
Hallo Flo,

deine Beschreibungen in Verbindung mit starker Filterung kommen mir bekannt vor. :wink:
Früher hatte ich meinen Filter auch massiv bestückt, mit allem was geht (Keramik, Zeolith usw.) und habe massiv Nährstoffe zudüngen müssen um die Wasserwerte zu halten.
Jedoch hat das im Endeffekt nicht funktioniert. Obwohl alle Nährstoffe immer ausreichend vorhanden waren, zeigten die Pflanzen Mangelerscheinungen die sich nicht beseitigen ließen. Erst nach der Umstellung auf nur noch einen Filterkorb mit Schaum bestückt wurde es deutlich besser.
Später hatte ich ähnliches noch einmal durch den Kiesigen Bodengrund, der sich mit der Zeit zum Nährstoffkiller entwickelte.

Anscheinend werden in stark bestückten Filtern auch Nährstoffe ausgefällt oder gebunden die wir mit unseren Wassertests nicht messen können und die bei Dir erhöhte ProFito Dosierung die Besserung bringt bestätigt das.
Ich würde so schnell es geht die Filtermasse reduzieren, denn auch wenn jetzt noch keine Algen sichtbar sind, dann sind sie dennoch nicht mehr weit. :wink:
Gruß
Roger
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Postby Andric F. » 23 Sep 2008 12:21
Hallo Roger

Danke für deinen Rat. Habe so gut wie alle deine Threads hierzu gelesen und das Thema bezüglich Filterung, Bodengrund und Düngung mit Spannung verfolgt.
Das hab ich mir schon fast gedacht, dass du diese Meinung hast. 8) :wink:
Bei genauer Betrachtung sehe ich persönlich 2 grundsätzlich verschiedene Herangehensweisen:
1) Fetter Bodengrund (Aquasoil), wenig Wasserdüngung + viel Filterung und
2) magerer Bodengrund (Sand), Düngung Wassersäule + Geringfilterung.
Wenn ich mir die Becken von Amano mit "fettem" Bodengrund (Aquasoil) anschaue, dann wird dort auch richtig stark gefiltert. Zudem habe ich kein Zeolith oder ähnliches in meinen Filtern. Hab sogar die Erfahrung machen müssen, dass der Filter, der zwar mit viel Filterschaum bestückt ist, schnell mit Mulm zugesetzt wird. Der Filter, indem ich nur die Eheim-Tonröhrchen drin hab ist so gut wie nie zu
Wenn ich mir nun so als Beispiel ankucke, wie amano das macht, mit vorwiegend Düngung über den Boden und aber auch gleichzeitig mit starkem Filter, wäre das bei einem eingefahrenen Becken, wie z.b. bei meinen nicht auch nachträglich möglich? So als Auffrischung des BOden, quasi.
So dachte ich eben an Ferka Stemma oder von ADA iron Bottom oder sowas. Zusätzlich zur Düngung nach PPS Pro, außerdem wollte ich den Volldünger wechseln. Da vom ProFito einfach zuviel verbraucht wird.
Wäre das nicht auch eine Möglichkeit? Denn reinen Sandboden habe ich nicht, sprich es schind schon auch tonige und torfige Bestandteile enthalten. Kann mir durchaus vorstellen, dass der Boden eben jetzt nach einem halben jahr bei gutem Bewuchs, viel Licht und CO2 ausgelutscht ist. Die Pflanzen sind es aber eben gewohnt sehr viel aus dem Boden zu holen. Denn die Mängel zeigen sich nur(!) an gut verwurzelten Stengelpflanzen. Eine gute und schnelle Verwurzelung, wie ich sie bei mir festgestellt habe deutet darauf hin, dass die Pflanze bestrebt ist Nährstoffe aus dem Boden zu holen und danach giert und sucht......
Apropos bei Bonsais ist das genauso, deshalb ist Akadama so mager, weil man eben möchte, dass die frisch gepflanzten Bäume schnell viel neue Wurzeln auf möglichst kleinem Raum ausbilden.

nochmals danke

und um meinungen wird gebeten :)

Gruß

Flo
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Postby Andric F. » 23 Sep 2008 14:18
Sooo

hab mir das alles nochmals durch den Kopf gehen lassen. Da ich bisher immmer sehr gut mit starker filterung gefahren bin, wollte ich das jetzt mal nicht ändern. Die Angst vor Algen ist zu groß! :oops: Da hab ich sehr viel Respekt vor. "Never stop a running system"
Deshalb versuche ich jetzt erstmal wider den Bodengrund gerade im Bereich, wo die Pflanzen Mängel zeigen aufzufrischen. Dazu hab ich mir folgendes überlegt:
1 x mit ADA Multi Bottom
1 x mit Ferka Stemma beides in Kombination

Parallel dazu wechsel ich den Volldünger unter Beibehaltung vom PPS Pro System:
1 x Ferrdrakon oder evtl. Daydrakon

Was meint ihr dazu? Kann ich Daydrakon zusammen mit PPS Pro-Lösung verwenden oder ist das zuviel des Guten?


Werd euch dann, wenns soweit ist auf dem Laufenden halten was passiert.
Danke schonmal

Gruß

flo
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Postby Roger » 23 Sep 2008 14:48
Hallo Flo,

Kann mir durchaus vorstellen, dass der Boden eben jetzt nach einem halben jahr bei gutem Bewuchs, viel Licht und CO2 ausgelutscht ist.

ich denke nicht das der Boden ausgelutscht ist, sondern das sich jetzt nach einem halben Jahr die biologische Filterwirkung des Substates soweit aufgebaut hat das quasi schon darin eine Überfilterung stattfindet und Nährstoffe ausfallen.
Eigentlich müßtest Du den Boden herausnehmen, reinigen und alle Bakterien z. b. durch abkochen vernichten um einen Reset herbeizuführen. Oder eben gegen neues Substrat austauschen.

Wenn ich mir die Becken von Amano mit "fettem" Bodengrund (Aquasoil) anschaue, dann wird dort auch richtig stark gefiltert.

Mir drängt sich bei Amanos Becken immer die Frage auf "wie lange läuft denn so ein Layout?". Nur für ein Foto oder zwei, drei Monate? Selbst Amano´s Layouts sind nicht immer Algenfrei aber mit der modernen Bildbearbeitung geht schon so manches.
Ich für meinen Teil möchte ein Becken das auch nach Jahren noch stabil läuft. Dies war durch starke Filterung nicht zu erreichen und auch der Kiesboden zeigte sich dafür nicht geeignet.

Zusätzlich zur Düngung nach PPS Pro, außerdem wollte ich den Volldünger wechseln. Da vom ProFito einfach zuviel verbraucht wird.

Vom Ferrdrakon wirst Du noch größere Mengen brauchen da dort weniger Fe drin ist als im ProFito. Hatte gerade vor kurzem im Drak Forum wegen der Dosierung Ferrdrakon/Daydrakon gefragt. Laut Herrn Kremser kann eine mehrfache Überdosierung von Ferrdrakon funktionieren, muß aber nicht. Die Empfehlung lautet Ferrdrakon mit maximal +50% dosieren und mit Daydrakon den Fe halten. Aber bei Deinem Nährstoffbedarf zweifle ich ob selbst das funktioniert. Ein Versuch mit Kramerdrak wäre zu überlegen. :wink:

Was meint ihr dazu? Kann ich Daydrakon zusammen mit PPS Pro-Lösung verwenden oder ist das zuviel des Guten?

Zuviel kann es nicht sein da Ferrdrakon/Daydrakon (Fe+Spurenelemente) ganz was anderes ist als PPS-Pro (NPK).

Übrigens gibt es vereinzelte Becken die mit üppiger Filterung und Kiesboden sehr gut funktionieren. Warum das so ist weiß ich nicht, aber in Deinem Fall bin ich überzeugt, das Du zumindest um einen wechsel des Bodengrundes nicht herum kommst.
Gruß
Roger
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Postby Andric F. » 23 Sep 2008 15:29
Hi Roger

Nun gut, das kann `ne Richtung sein, die ich mit Sicherheit einschlagen werde. Jedoch möchte ich dem Becken noch `ne Zeit geben. Sieht zur Zeit einfach zu gut aus, um es platt zu machen. Der nächste Bodengrund soll dann eben auch entweder gedüngtes Akadama oder Aquasoil werden

RogersPark wrote:Zuviel kann es nicht sein da Ferrdrakon/Daydrakon (Fe+Spurenelemente) ganz was anderes ist als PPS-Pro (NPK).

Übrigens gibt es vereinzelte Becken die mit üppiger Filterung und Kiesboden sehr gut funktionieren. Warum das so ist weiß ich nicht, aber in Deinem Fall bin ich überzeugt, das Du zumindest um einen wechsel des Bodengrundes nicht herum kommst.


Meinte mit PPS Pro-System, 1ml/Tag und 50l Aquarium von der PPS Pro-Lösung (NPK) + jeweils 1x Tagesdosis eines Volldüngers. Und da nehme ich statt ProFito einfach den KramerDrak. Müsste doch gehen.....
Achja und Kies habe ich nicht drin, das ist ein Farbsand (1-2mm) von Dennerle. Da hab ich mich wohl vorher verschrieben. Also es läuft schon noch in der Korngröße unter Sand. Der Deponitmix darunter bzw. die Gartenteicherde sind halt (so meine Vermutung) "ausgeleiert", da viele Stengelpflanzen, schnellwachsend drin sind und ich auch sehr viel schneiden und Gärtnern muss. Das wächst schon alles sehr, sehr gut und absolut algenfrei. Und füttern tu ich ja nebenzu auch noch.......

Also früher oder später wird der Bodengrund raus müssen, das werde ich dann aber auch gleich mit einer Neugestaltung verbinden.
Hab halt nur irgendwie die Befürchtung, dass das mit dem Bodengrund auffrischen + Düngerwechseln + PPS Pro dann doch etwas zu viel ist. Oder ich versuchs einfach.

Danke trotzdem Roger für deine Einschätzung. Denn guter Rat ist teuer. :wink:

Sind halt alles so irgendwie Experimente über die ich euch/dich aber mit Sicherheit auf dem laufenden halte.
8) alte Chemikerweisheit 8) :idea:
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Postby Tobias Coring » 23 Sep 2008 16:58
Hi Flo,

ich würde auch ein paar zusätzliche Nährstoffe in den Bodengrund einbringen.

Insgesamt gesehen kenne ich diese hellen Triebspitzen bei Rotala sp. green und auch einigen anderen Pflanzen. Ich führe das bei mir auf die nicht bioverfügbaren Nährstoffe.
Dünge ich extremer über die Wassersäule, dann werden diese Symptome sehr viel besser. Weniger Filterung hat bei mir eigentlich immer nur das Gegenteil bewirkt. Die chelatierten Nährstoffe wurden noch schlechter aufgenommen bzw. musste ich noch höhere Konzentrationen im Becken fahren.

Insgesamt gesehen kann eigentlich auch nur Eisen wirklich stark ausgefällt bzw. hochoxidiert werden. Dieses ist dann aber über die Wurzeln wieder für die Pflanzen verfügbar. Daher kann im Boden auch nicht soviel an Nährstoffen "verschwinden", da die Pflanzen genug Möglichkeiten haben an die Nährstoffe dort heranzukommen.
Wenn natürlich die Nährstoffe weg sind, dann kümmern die Pflanzen dennoch rum.

Der Profito ist generell relativ schwach chelatiert. Dadurch braucht man in Verbindung mit PO4 auch etwas mehr von dem Dünger. Die Pflanzen werden die Nährstoffe aber sicher so sehr viel schneller bekommen als bei z.b. stark chelatierten Düngern wie Ferrdrakon, Kramerdrak oder auch Mikro Basic.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

Bitte sendet mir keine geschäftlichen Anfragen als private Nachricht.
Gerne helfen wir dir telefonisch unter +49 531 2086358 (Mo.–Fr. 9–17 Uhr) oder per E-Mail unter huhu@aquasabi.de weiter.

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Postby Andric F. » 23 Sep 2008 17:33
Hi Tobi

Hab gehofft, du meldest dich auch noch zu Wort, denn bei Aquasabi hab ich mir mal die Inhaltsangaben der einzelnen Dünger reingezogen und verglichen. Da werde ich dann auch bestellen. :wink:

Tobi wrote:
ich würde auch ein paar zusätzliche Nährstoffe in den Bodengrund einbringen.

Insgesamt gesehen kenne ich diese hellen Triebspitzen bei Rotala sp. green und auch einigen anderen Pflanzen. Ich führe das bei mir auf die nicht bioverfügbaren Nährstoffe.
Dünge ich extremer über die Wassersäule, dann werden diese Symptome sehr viel besser. Weniger Filterung hat bei mir eigentlich immer nur das Gegenteil bewirkt. Die chelatierten Nährstoffe wurden noch schlechter aufgenommen bzw. musste ich noch höhere Konzentrationen im Becken fahren.

Fast so hab ich mir das gedacht. Wäre da ADA MultiBottom und Ferka Stemma zuviel oder genau richtig.
Da ich ähnlich wie du oder Werner keinen reinen Sandboden bzw. sogar vorgedüngten Boden verwende.
Knall ich innerhalb eines Tages die ganze Wochendosis ProFito rein über drei Tage, dann sind die Symptome weg. Funzt aber nur, wenn ich morgens NPK und dann abends, wenn das Licht aus ist, Profito zuführe. Die Pflanzen wachsen ja und das nicht schlecht!


[

Ja, das stimmt, zudem ist da das Eisen, soweit ich weiß nur mit EDTA komplexiert, wobei EDTA sehr lichtempfindlich ist und das ganze sodann gerade bei Starklichtbecken schnell ausfällt. V.a. es fällt sehr viel in Kurzer Zeit aus. Wenn dann noch Phosphate in der Nähe sind, dann "haben wir den Salat".
Wenn natürlich ein Becken viel braucht, weil alles sehr gut wächst, dann fehlt es halt irgendwo. Mich würde da eben auch mal interessieren, wie lange so ein ADA Boden vorhält. Aber so wie ich das sehe ist das dort nur so, dass der Boden auch irgendwann mal "leer" ist. Nur kann man das lange hinauszögern, wenn man das volle Programm von ADA verwendet inkl. Düngersystem. Denn umsonst gibts MultiBottom etc. ja nicht.....
Hab anfangs sowieso in den Bodengrund immer, egal in welchem Becken, von JBl Srtertabs reingegeben. Da steckt halt auch schon ein bisschen was drin.

So probier ich dann den KramerDrak im PPS Pro System zusammen mit einer Bodengrund-"Jungzellenkur" bestehend aus MultiBottom und Ferka Stemma. Sollte also nicht zuviel sein?
Ihr wisst ja, viel hilft viel. :D

Dank euch für eure Meinung & Erfahrung
werde berichten, wie`s gelaufen is....
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Postby Sabine68 » 23 Sep 2008 17:40
Hi Flo,

ich habe /hatte teilweise mit ähnlicher Problematik zu kämpfen.
Ein Baustein war bei mir eindeutig Magnesium. Das war aber nicht der alleinige Schlüssel.
Z.Zt. dünge ich zusätzlich Fetrilon (gegen meine Überzeugung :D) und es scheint anzuschlagen bzw. die Symptome bessern sich.
Wenn es dann immer noch nicht zufriedendstellend läuft, werde ich es auch über den Bodengrund versuchen.

Tobi wrote:Die chelatierten Nährstoffe wurden noch schlechter aufgenommen bzw. musste ich noch höhere Konzentrationen im Becken fahren.


Das ist interessant. Theoretisch sollten die Pflanzen doch auch chelatierte Nährstoffe verwenden können. Ob es für die Pflanzen einen Unterschied macht, ob es "künstliche" oder eigene Chelate sind?*lautgedacht*-Was macht der Filter mit den Chelaten, daß die Pflanzen das FE eventuell besser aufnehmen können?

P.S - Kramerdrak brachte in dem Falle bei mir nicht den gewünschten Erfolg
Viele Grüße
Sabine


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Postby Andric F. » 23 Sep 2008 18:05
Hi Sabine
Sabine68 wrote:Was macht der Filter mit den Chelaten, daß die Pflanzen das FE eventuell besser aufnehmen können?

P.S - Kramerdrak brachte in dem Falle bei mir nicht den gewünschten Erfolg


Die Filterbakterien fressen die Chelate, soweit ich weiss. Wenn wenig Futter da ist, dann gibts Chelate zum Frühstück. Die werden schlichtweg "veratmet".
Die Komplexbildner zerfallen sowieso recht schnell sei`s durch Licht oder andere oxidative Einflüsse. EDTA ist da nicht unbedingt einer der stabilsten, der häufigste evt.....
Ich denke mir eben, was direkt im Boden schon ander Wurzel liegt, dass muss die Pflanze halt nicht unbedingt über den umweg Wasser aufnehmen. Gerade gut wurzelnde Stengelpflanzen zeigen bei mir diese Symptome, bei den Moosen oder an Farnen etc... da merk ich nix bis kaum was. Ja und Magnesium das hab ich auch ausprobiert und hat was gebracht. aber langfristig muss ich da eben wieder etwas Konstanz in die Düngung kriegen, da ich halt auch nicht unbedingt groß rum messen will, denn das mus so auch gehen....
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Postby Sabine68 » 23 Sep 2008 18:18
Hi Flo,

Die Filterbakterien fressen die Chelate, soweit ich weiss. Wenn wenig Futter da ist, dann gibts Chelate zum Frühstück. Die werden schlichtweg "veratmet".


jepp - das auch :wink:
Aber scheinbar passiert da noch etwas anderes

Ich wollte hierauf hinauf

Tobi wrote: Weniger Filterung hat bei mir eigentlich immer nur das Gegenteil bewirkt. Die chelatierten Nährstoffe wurden noch schlechter aufgenommen bzw. musste ich noch höhere Konzentrationen im Becken fahren.


Das möchte ich gerne verstehen :wink:

Bob M wrote:Ich denke mir eben, was direkt im Boden schon ander Wurzel liegt, dass muss die Pflanze halt nicht unbedingt über den umweg Wasser aufnehmen. Gerade gut wurzelnde Stengelpflanzen zeigen bei mir diese Symptome, bei den Moosen oder an Farnen etc... da merk ich nix bis kaum was. Ja und Magnesium das hab ich auch ausprobiert und hat was gebracht. aber langfristig muss ich da eben wieder etwas Konstanz in die Düngung kriegen, da ich halt auch nicht unbedingt groß rum messen will, denn das mus so auch gehen....


Bei mir betrifft es die Stengelpflanzen, die im Lichtkegel der HQI stehen und richtig viel Licht abbekommen.
Stehen sie etwas daneben, tritt bei mir diese Problematik nicht auf.
Ich vermute einfach, daß ich den hohen Nährstoffbedarf nicht komplett decken kann, obwohl die Pflanzen reichlich Dünger bekommen.
Ich habs halt noch nicht über den Bodengrund versucht, weil ich einfach rausbekommen möchte, wo da der Hase begraben liegt.
Viele Grüße
Sabine


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Postby Tobias Coring » 23 Sep 2008 18:23
Hi,

ich weiß jetzt nicht genau in wiefern die Pflanzen aktive Strategien haben, um die künstlichen Chelate zu knacken.
Allgemein würde ich dies nicht so annehmen und eher davon ausgehen, dass die Chelate eben durch UV oder pH Einflüsse draufgehen und dann für kurze Zeit z.B. Eisen aktiv von den Pflanzen aufgenommen werden kann, bevor dann das Eisen ausfällt oder wieder in einen Komplex zurückkehrt. Der Vorteil an stärker chelatierten Düngern liegt ja auch in der "Depotwirkung" der Nährstoffe. Dennoch muss eben auch ein etwas höherer Pegel der Nährstoffe vorhanden sein, damit die Pflanzen auch genug abbekommen.

Organisch chelatierte Dünger können direkt von den Pflanzen aufgenommen werden. (Citrat, Gluconat usw. chelatierte Dünger). Diese sind aber auch sehr instabil und müssen daher täglich verabreicht werden.

Der eingefahrene Filter begünstigt natürlich den Chelatabbau und damit auch die freiwerdende Menge an Mikronährstoffen. Jedoch kann eben unter solchen Umständen auch mehr an Eisen ausfallen.

Den Chelatkomplex als ganzes (bei DTPA, EDTA usw.) kann die Pflanze wohl nicht bzw. will sie nicht aufnehmen. Nur unter extremen Mangelsituationen nimmt sie z.B. EDTA mit auf und dies bedeutet meist auch den Tod für die Pflanzen, da die Komplexbildner innerhalb der Pflanze sehr viel mehr Schaden anrichten.

Es muss bei solchen Problemen mit den Mikronährstoffen also primär um die Bioverfügbarkeit gehen. Genau aus diesem Grund hab ich mit geringer Filterung auch bei allen stark chelatierten Düngern (Tropica, Ferrdrakon, Kramerdrak und auch Mikro Basic) schnell diese Mikronährstoffdefizite. (=> besonders an der Rotala sp. green sieht man das)

Eine endgültige Problemlösung habe ich selber diesbezüglich auch nicht gefunden, außer ich erhöhe meine Mikronährstoffe auf ca. 0,5 mg/l+. Unter diesen Umständen wird es dann besser.

Mit z.B. Seachem Flourish hatte ich nicht solche Probleme.... dieser ist eben organisch chelatiert. es ist auch spannend zu sehen, dass solche Dünger nur mehr Eisen enthalten und die restlichen Mikronährstoffe in sehr geringer Menge. Denn nur Eisen oxidiert ja auch im Becken und wird für die Blattdüngung unbrauchbar. Die anderen Mikronährstoffe halten sich auch so in der Wassersäule.

@Sabine
bei mir tritt das Problem auch nur bei viel Licht auf.
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Postby Andric F. » 23 Sep 2008 18:46
Tobi wrote:Hi,

(=> besonders an der Rotala sp. green sieht man das)


Mit z.B. Seachem Flourish hatte ich nicht solche Probleme.... dieser ist eben organisch chelatiert. es ist auch spannend zu sehen, dass solche Dünger nur mehr Eisen enthalten und die restlichen Mikronährstoffe in sehr geringer Menge. Denn nur Eisen oxidiert ja auch im Becken und wird für die Blattdüngung unbrauchbar. Die anderen Mikronährstoffe halten sich auch so in der Wassersäule.

@Sabine
bei mir tritt das Problem auch nur bei viel Licht auf.


Das ist ja interessant! Es sind nämlich gerade bei schnellwachsern, die, die nicht mit Farbstoff "gegensteuern" können. Eben Rotala green. und genau an den Stellen, wo das Licht vorll draufknallt.
Vor kurzem hab ich noch versucht Eisengluconat fürs Labor zu bestellen aber jetzt so auf die Schnelle nicht gefunden.... Seachem Flourish, das werd ich mir mal anschauen, evtl. sogar mal Gluconat zuführen. Kann das ja alles so fürs Lab besorgen. :wink:

Interessant.
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Postby Anton_Gabriel » 23 Sep 2008 19:22
Hallo,

Paar Infos dazu: Ausgefällt und oxidiert wird nicht nur Eisen sondern alle anderen für die Pflanzen wichtige Metalle wie Mangan und Kupfer.
EDTA ist ein sehr stabiler Chelator und z.B. eine Chelatverbindung mit Eisen3 ist duch Lichteinwirkung oder Säuren keinesfalls knackbar. Auch konzentrietre Salzsäure oder starke Schwefelsäure oder starke Oxidationsmittel wie Wasserstoffsuperoxyd kann den Chelatkomplex nicht zerstören. Nur Pflanzen können aus einem Eisen-EDTA-Komplex das Eisen herauslösen ja und Bakterien können das EDTA als Futter verwenden. Verschiedene Komplexbildner dienen in der Regel dazu die Angreifbarkeit duch Bakterien zu verlangsamen. Die Pflanzen können Metalle aus den verschiedensten Komplexen verwerten.
Filter mit hoher Effizienz (hoher Filteroberfläche) können Chelate meist in einem oder zwei Durchgängen mit den Bakterien zerlegen. Das führt auch dazu, dass in der Filtermasse bei gedüngten Aquarien einige Gramm pro Liter an Eisen nachweisbar sind. Geringe Filterung verlangsamt den Chelatabbau. Ist das Chelat einmal weg, dann fällt z.B. Eisen3 praktisch sofort unlöslich aus (löst sich nur in pH etwa 2 und kleiner) und Eisen2 verbindet sich zum unlöslichen Eisenphosphat. Insofern wird z.B. freies Eisen immens rasch im Filter und Boden als unlösliches Produkt landen.

mfG Anton Gabriel
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Postby Andric F. » 23 Sep 2008 19:34
Nabend zusammen

jetzt wird spannend!

Anton_Gabriel wrote:
.... Ist das Chelat einmal weg, dann fällt z.B. Eisen3 praktisch sofort unlöslich aus (löst sich nur in pH etwa 2 und kleiner) und Eisen2 verbindet sich zum unlöslichen Eisenphosphat. Insofern wird z.B. freies Eisen immens rasch im Filter und Boden als unlösliches Produkt landen.


d.h. ein eingefahrenes Becken, das stabil läuft, mit gut besiedelter FLache und damit richtig viel Bakterien und einer guten Filterung, läßt sich am besten und am Nachhaltigsten über den Boden versorgen, da da der Kontakt aller Substanzen die zur Düngung verwendet werden mit möglichst wenig Bakterienfläche sichergestellt ist. Denn ein guter Filter ist ja nichts anderes als eine Vergrößerung der "bioaktiven" Fläche eines Aquariums, denn das was wir hinter der Scheibe direkt sehen ist ja nur ein Bruchteil von dem was biologisch an Bakterienfläche zur Verfügung steht. Alles was sozusagen in der Wassersäule "schwimmt" kommt mehr und häufer mit "biologisch aktiver" bzw. Bakterienfläche zusammen und wird dort sozusagen verstoffwechselt. Das erklärt auch, warum Amano seine Becken so stark filtern kann <-- der Boden stellt das meiste für die Pflanzen zur Verfügung und im Boden ist die Mobilität für Düngersubstanzen bedeutend geringer als in der Wassersäule.
Sehe ich das richtig? :idea: :?:

Fazit: Dann werde ich also doch vorwiegend direkt den Boden nachhaltig Nachdüngen: ADA MultiBottom + Ferka Stemma
8) alte Chemikerweisheit 8) :idea:
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