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Postby Jan1985 » 25 Apr 2011 00:32
Hallo!

Trotz der vielen, vielen Threads die ich mittlerweile überflogen bis mehrfach gelesen habe, ist mir eigentlich immer noch nicht ganz klar, wie ich nach den aktuellen Wissensständen :D das Aquarium, das ich mir nächsten Monat einrichten will, düngen soll!

Rahmenbedingungen: 60x30x36 cm, viel Licht (1 W/l), 30 mg/l CO2, genug Strömung (JBL e900), 3 von 4 Filterkörben leer, AquaSoil Amazonia (ohne Zusätze), reines Osomosewasser + Duradrakon.

Jetzt hatte ich mir nach der Lektüre diverser Threads und Produktbeschreibungen folgende AR-Flaschen ausgesucht und bestellt:
- AR Makro Spezial N
- AR Makro Basic Phosphat
- AR Makro Spezial K
- AR Mikro Spezial Flowgrow
- AR Mikro Spezial Eisen (vorsichtshalber)
MarcelD hatte mir auf meine Bitte nochmal bestätigt, dass die gewählten Dünger sehr gut zueinander passen… (Danke nochmal…!)

So, jetzt geht meine Nachdenkerei los:

Mit dem Osmosewasser und Duradrakon bekomme ich ja erstmal:

…sowie ein KH von 4,26 und eine GH von von 5,3. Damit komme ich in etwa in bzw. an die empfohlenen Mg- und Ca-Werte (im Verhältnis 1:3,29). Die KH könnte aber doch eigentlich besser noch etwas niedriger sein, oder? :?

Offensichtlich muss das Wasser jetzt noch gedüngt werden – aber wie? Wenn ich mich an die Empfehlungen auf den Aquasabi-Produktseiten halte, komme ich für den ersten Tag (bzw. tgl.) auf Folgendes (Spezial K ist nicht im Rechner, also Basic Kalium):

Damit erreiche ich aber bei Nitrat, Kalium und Eisen nicht die erforderliche Mindestnährstoffkonzentration… :? Und nach einem Tag dürfte das auch alles wieder aufgebraucht sein… Also muss stärker oder stoßmäßig gedüngt werden? :? – Aber letzteres wird ja bei Spezial N nicht wirklich empfohlen (Tobi schreibt ja, es sei grundsätzlich auch möglich…) und bei Spezial Flowgrow wäre es Schwachsinn. Wenn ich nun, um diese Mindestkonzentrationen zu erreichen, aber zusätzlich auch noch Basic Nitrat und Mikro Basic zur Stoßdüngung kaufen würde, hätte ich hier 7 Flaschen Dünger für 1 (!) Aquarium stehen. :? Wie ist dieser Widerspruch aufzulösen?

Jedenfalls: Eine optimale Ausgangsdüngung sähe m.E. vielleicht so aus:

Geht man von einem tgl. Verbrauch der tgl. eingebrachten Nährstoffe aus, müssten 25 Liter Wechselwasser doch entsprechend so:

aufgedüngt werden?! Oder wäre da ein Ausgleich durch die tägliche Düngung (… dann mit Überschuss) sinnvoller?

Viele Grüße,
Jan
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Jan1985
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Postby java97 » 25 Apr 2011 08:09
Hi Jan,

Tja, Du wirst wohl viele Flachen im Schrank stehen haben... :wink:
Ich bin kein Soil-Experte aber soviel ich weiß schluckt er erstmal viel Kalium.
Warum verzichtest Du dann nicht vorerst auf den kaliumarmen Spezial N und nimmst den EL Nitro (KNO3) zum Düngen von Stickstoff? Damit könntest Du sowohl Stoßdüngen als auch tgl. nachdüngen (der Spezial N ist zum Stoßdüngen nach dem WW auch weniger gut geeignet, da er Urea enthält).
NO3 und PO4 würde ich höher ansetzen, damit es nicht so leicht in den Mangel gerät (NO3 15mg/l, PO4 0,5 mg/l)
Der Flowgrow Mikrospezial ist sehr schwach chelatiert und wird bei dieser Beleuchtungsstärke sehr schnell nicht mehr nachweisbar sein. Ich würde den Kramerdrak verwenden. Der ist für stark beleuchtete Pflanzenaquarien konzipiert und wesentlich stabiler als der Mikrospezial. Mit ihm kannst Du Stoßdüngen und tgl. nachdüngen.
schöne Grüße
Volker
Last edited by java97 on 25 Apr 2011 08:25, edited 1 time in total.
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Postby epinephrin » 25 Apr 2011 08:19
Hallo Jan,

also ich habe mich da auch erst vollkommen verrückt gemacht, da es einfach ZU viel informationen dazu gibt.

als allererstes brauchst du mal die Wasserwerte die bei dir vorherrschen, die bekommst du auf anfrage vom Wasserversorger, oder du gibst das Wasser zum Testen ab.

die Hauptnährstoffe im Makro bereich sind Nitrat Phosphat und Kalium. Für den Mikrobereich hast du ja den Flowgrow bzw. Mikro Spezial.

Jetzt schaust du nach einem Düngekonzept, heißt, willst du EI düngen oder PMDD oder anhand von Messwerten die Düngung optimieren.
Im Endeffekt geht alles, wobei ich EI als das "einfachste" konzept ansehe, da man sich die Wassertests sparen kann.
Wenn du oben auf den Reiter "Aquascaping Network" klickst, dann kommt da einiges dazu.

Da du aber schon die ganzen Flaschen hast, schaust du einfach was deine Pflanzen so verbrauchen und düngst geziehlt auf die Optimalwerte, die Methode find ich für Einsteiger aber sau schwer.

Man korrigiere mich wenn ich was falsches erzählt habe :D
Viele Grüße

Daniel
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Postby Jan1985 » 25 Apr 2011 10:23
Guten Morgen!

Vielen Dank für eure Antworten!

Richtig viel weiter bin ich dadurch allerdings noch nicht… :oops: Mal sehen:

Warum verzichtest Du dann nicht vorerst auf den kaliumarmen Spezial N und nimmst den EL Nitro (KNO3) zum Düngen von Stickstoff? Damit könntest Du sowohl Stoßdüngen als auch tgl. nachdüngen (der Spezial N ist zum Stoßdüngen nach dem WW auch weniger gut geeignet, da er Urea enthält).

Ich habe ja auch noch den Spezial K hier stehen. Theoretisch müsste ich damit ja auf jeden Fall genug Kalium ins Wasser bekommen. Zur Nitrat-Aufdüngung frage ich mich tatsächlich, ob ich noch einen zusätzlichen, Urea-freien Stickstoffdünger wie AR Basic Nitrat (oder EL Nitro) brauche. Ich hatte bei der Bestellung noch nicht richtig durchdacht, dass ich ja im Ausgangswasser überhaupt kein Nitrat habe.

NO3 und PO4 würde ich höher ansetzen, damit es nicht so leicht in den Mangel gerät (NO3 15mg/l, PO4 0,5 mg/l)

OK!

Der Flowgrow Mikrospezial ist sehr schwach chelatiert und wird bei dieser Beleuchtungsstärke sehr schnell nicht mehr nachweisbar sein.

Bei einer starken Beleuchtung bzw. optimalen Rahmenbedingungen und einer täglichen Düngung soll die schwache Chelatierung doch gerade ein Vorteil sein. Bei dir klingt das so, als ließe sich dieser Dünger überhaupt nicht verwenden… :) Die Frage ist meines Erachtens eher, wie viel davon täglich gedüngt werden sollte – ob Tobis Orientierungswerte „10 ml auf 100 l Aquarienwasser pro Woche. Je nach Aquarium kann die Dosierung erhöht oder verringert werden. Eine tägliche Dosierung von 1/7 der Wochenmenge ist sehr zu empfehlen" nicht für stärker beleuchtete Aquarien zu niedrig sind? Bzw., ob von Anfang an auch der Spezial Eisen gedüngt werden sollte.

also ich habe mich da auch erst vollkommen verrückt gemacht, da es einfach ZU viel informationen dazu gibt

Ich will das schon möglichst genau planen, damit es möglichst gut läuft… 8)

als allererstes brauchst du mal die Wasserwerte die bei dir vorherrschen

Die sind auch wegen der Umkehrosmoseanlage eigentlich egal. :wink:

Im Endeffekt geht alles, wobei ich EI als das "einfachste" konzept ansehe, da man sich die Wassertests sparen kann.

Ich habe schon nach dem EI gedüngt, hatte aber das Problem, bei meinem Ausgangswasser (kein UO-Wasser) zu viel Nitrat bzw. zu wenig Phosphat damit einzubringen. Mit dem Ergebnis war ich höchstens mittelmäßig zufrieden.

Da du aber schon die ganzen Flaschen hast, schaust du einfach was deine Pflanzen so verbrauchen und düngst geziehlt auf die Optimalwerte, die Methode find ich für Einsteiger aber sau schwer.

Also ich bin ja auch kein absoluter Einsteiger mehr, äh, jedenfalls will ich mal die Düngung mit den Einzelflaschen ausprobieren. Einfach auch, damit ich etwas besser lernen kann, was passiert, wenn bestimmte Nährstoffe stärker oder weniger stark zugegeben werden. Genug Zeit habe ich ab Ende Mai dafür. 8)

Es bleibt aber das, was sich mir mittlerweile als meine Hauptfrage darstellt, bestehen: Wie wird reines UO-Wasser + Duradrakon mit Tobis Spezialdüngern gedüngt? Geht das überhaupt? :? Oder braucht man zusätzlich zur Aufberietung des Ausgangswassers einen zusätzlichen Nitratdünger, gegebenenfalls sogar einen zusätzlichen Eisendünger?
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Postby Jan1985 » 27 Apr 2011 20:14
Hallo!

So. Aquasabi hat mir mittlerweile auch, hm, gesagt bzw. bestätigt, dass zur Aufbereitung des Wechselwassers besser ein Stickstoffdünger ohne Urea-Anteil genommen werden sollte. :| Ich werde also wohl auf jeden Fall noch sowas wie Macro Basic Nitrat nachbestellen müssen. :( Wobei EL Nitro ja eigentlich die deutlich günstigere Alternative wäre, weil doch pro Milliliter doppelt so viel Nitrat und Kalium zugegeben werden – oder gibt's da noch andere Unterschiede?

Jedenfalls würde ich dann das Ausgangs-/Wechselwasser so aufbereiten:


Die tägliche Düngung würde ich dann mit Spezial N, Spezial K, Basic Phosphat, Spezial Flowgrow u. ggf. Spezial Eisen machen (Spezial K ist nicht im Rechner, also Basic Kalium):


Oder sollte ich die täglichen Mengen etwas höher ansetzen, als auf den Produktbeschreibungen angegeben, weil ich ja mit viel Licht etc. vermutlich einen höheren Verbrauch habe? (Das hier alles hypothetisch ist, und dass jedes Aquarium anders ist, weiß ich; nehmen wir einfach einfach mal ein typisches Iwagumi im Amano-Stil mit Glosso, Helanthium tenellum und Helanthium bolivianum (latifolium) an…) Also so:

Im Hinblick auf das Eisen scheint mir das zumindest sinnvoll zu sein?! Ggf. könnte ich da ja auch Spezial Eisen statt Flowgrow nehmen?!

Meine Fragen: 1. Ist das insges. ein stimmiger Düngeplan? 2. Welche Alternative für die tgl. Düngung erscheint euch für den Anfang sinnvoller? 3. Brauche ich vielleicht zusätzlich noch einen siebten Dünger, z.B. Micro Basic oder Basic Kalium? 4. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Basic Kalium und Spezial K, abgesehen davon, dass man pro ml doppelt so viel Kalium düngt? 5. Würde es Sinn machen, weniger (oder mehr?) Duradrakon zu nehmen? :?: :?: :?:

Ich würde mich sehr über Antworten und weitere Hinweise freuen! :)

Viele Grüße,
Jan
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Postby java97 » 27 Apr 2011 22:19
Hi Jan,

Ich weiß leider nicht, wieviel Kalium bei Soilböden von Nöten ist.
die tgl. Düngung von NO3 und PO4 sollte meiner Meinung nach mindestens 2 mg/l bzw. 0,2 mg/l betragen.
Du wirst durch Messungen den Verbrauch schnell herausfinden und dann entsprechend anpassen müssen.
Ich hatte schon Verbrauchsverhältnisse von NO3:PO4 20:1, jetzt, mit anderer Bepflanzung nur 8-9:1.
Ich bin nicht gegen den Flowgrow Spezial. Du kannst ihn gerne verwenden, ich hab´s ja auch eine Zeit lang getan und es funktionierte. Ich messe halt gern mit meinem Fotometer und orientiere mich an den Werten, was sehr gut funktioniert.
Dafür eignet sich ein stabilerer Mikrodünger, der sich länger im Wasser hält, halt besser.
Was man auch machen kann, ist: mit dem Mikrobasic oder Kramerdrak nach dem Wasserwechsel aufdüngen und mit dem Mikrospezial dann tgl. düngen.
Ich habe Dir lediglich meine Lieblingsvariante erläutert. Letztendlich muss jeder selbst herausfinden, welche Düngung in seinem Becken individuell am besten funzt. Du planst das ja sehr gut und akribisch aber jetzt sollten sich mal die Soil-Experten zu Wort melden.
schöne Grüße
Volker
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Postby Jan1985 » 28 Apr 2011 00:15
Hallo Volker!

Danke für deine Hilfe!

jetzt sollten sich mal die Soil-Experten zu Wort melden

:dafuer: :-D

Also gegen die geplante Aufdüngung des Ausgangswassers scheint ja erstmal nichts zu sprechen (s. drittletzter Screenshot). Bei der täglichen Düngung geht es jetzt also v.a. noch um Kalium und Soil. Ich habe versucht zu gucken, wie das bei ADA gemacht wird. Wird da in allen Phasen täglich 1ml/20l Brighty K gedüngt? Laut Nährstoffrechner kämen mit Brighty K täglich 3,4mg/l Kalium ins Wasser. Die anderen ADA-Dünger enthalten nicht signifikant Kalium, oder? In meinem Fall (netto ca. 50 l) müsste ich dann mit dem Basic Kalium bzw. dem Spezial K dafür täglich ca. 6 bzw. 3 ml täglich düngen?! – Aus Spezial N und Flowgrow kommt ja auch etwas Kalium. Der täglich Düngeplan sähe also so aus (ganz streng 5,6 ml Basic Kalium für genau 3,4 mg/l K):


Ist das sinnvoll?

Einige der oben gestellten Fragen sind noch aktuell… :D

Viele Grüße,
Jan
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