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Postby java97 » 17 Jan 2013 11:18
Hallo,
Ich betreibe meine CO2-Anlage mit einer Nachtabschaltung, die das CO2 3 Stunden vor dem Lichteinschalten ein- und 2 Stunden vor dem Lichtausschalten abschaltet.
So liegt der CO2-Gehalt während der Beleuchtungsphase bei ca. 30 mg/l ( KH3, Ph 6.5) aber nachts sinkt er dann bis zum Morgen auf ca. 9 mg/l ab (Ph 7,0). Eine Ph-Steuerung ist nicht vorhanden.
Nun bin ich gerade in diesem Thread algen/mal-wieder-pinselalgen-t25994-15.html
über die Empfehlung gestolpert, dass auch nachts der CO2-Gehalt und damit der Ph-Wert möglichst konstant bleiben sollte, was den Rotalgen, die sich bei mir immer mal wieder bei mir an den Farnen blicken lassen, das Leben etwas erschweren soll. Ist das so?
Falls ja, müsste ich also meine mechanische Zeitschaltuhr so programmieren, dass auch nachts in gewissen Abständen immer etwas CO2 eingebracht wird. Was für Erfahrungen habt ihr dazu?
schöne Grüße
Volker
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Postby RobertS » 17 Jan 2013 11:44
Hallo Volker,

ich würde andersrum argumentieren: Sofern man einen PH-Controller hat macht eine Nachtabschaltung keinen Sinn bzw. es wäre doppelt gemoppelt, denn der Controller passt die Einbringung bereits an den niedrigeren Verbrauch an.

Ohne Controller würde ich Nachts keine Intervalle schalten, weil ich erstens keine Lust hätte, das nachzumessen :kaffee2: und zweitens sollte der positive Effekt auf die Rotalgen eher klein sein. Tobias Ratschlag im genannten Thread bezieht sich ja auf ein Becken mit Controller...

Mein Nano hat weder das eine noch das andere, jedoch liegen die Gründe eher im mangelnden Platz und der Rucksackfilter sorgt für genügend Ausbringung.
Gruß
-Robert

PS: Laut Anton Gabriel könntest du deine CO2-Schaltung noch etwas optimieren: http://anton-gabriel.at/04_09.html
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Postby java97 » 17 Jan 2013 12:08
Hallo Robert
und danke für die Antwort.
Die CO2-Einleitung ist so optimiert, dass der Co2-Gehalt bereits beim Einschalten bei 30 mg/l liegt und bis zum Abschalten auf diesem Niveau bleibt. Das habe ich durch Messungen ausgelotet. Da gibt´s meiner Meinung nach nichts zu optimieren.
Was die nächtliche intervallartige CO2-Zufuhr betrifft:
Das am Anfang häufiger Messen des Ph-Wertes ist für mich kein Problem. Außerdem ist ja ein Dauertest vorhanden.
Die Lichtphase geht von 14-23 Uhr. Ich würde also um 1 Uhr nachts, morgens um 8/9 Uhr und um 12/13 Uhr messen um einen Überblick zu bekommen, wie sich der PH-Wert in der Dunkelphase verhält. Das ist doch fix erledigt.
schöne Grüße
Volker
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Postby kurt » 17 Jan 2013 12:11
Hallo Volker,

java97 wrote:So liegt der CO2-Gehalt während der Beleuchtungsphase bei ca. 30 mg/l ( KH3, Ph 6.5) aber nachts sinkt er dann bis zum Morgen auf ca. 9 mg/l ab (Ph 7,0). Eine Ph-Steuerung ist nicht vorhanden.

zum optimalen Aquarium gehört auch Beständigkeit…

java97 wrote:Falls ja, müsste ich also meine mechanische Zeitschaltuhr so programmieren, dass auch nachts in gewissen Abständen immer etwas CO2 eingebracht wird. Was für Erfahrungen habt ihr dazu?

was spricht dagegen wenn keine Regelung vorhanden ist, musst nur die Einstellung finden.
CO2 Nachts komplett abschalten?
CO2 sparen wird man kaum, der niedrige Kohlensäurewert muss ja Morgens wieder hochfahren werden.
Die bewegte Wasseroberfläche zum O2 Eintrag Nachts(= CO2 Austrieb)ist auch ein Kompromiss.
Gruß Kurt
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Postby java97 » 17 Jan 2013 12:26
Hallo Kurt,
kurt wrote:
java97 wrote:So liegt der CO2-Gehalt während der Beleuchtungsphase bei ca. 30 mg/l ( KH3, Ph 6.5) aber nachts sinkt er dann bis zum Morgen auf ca. 9 mg/l ab (Ph 7,0). Eine Ph-Steuerung ist nicht vorhanden.

zum optimalen Aquarium gehört auch Beständigkeit…

Das denke ich nämlich auch. Ein konstanter PH-Wert ist sicher nicht von Nachteil...

java97 wrote:Falls ja, müsste ich also meine mechanische Zeitschaltuhr so programmieren, dass auch nachts in gewissen Abständen immer etwas CO2 eingebracht wird. Was für Erfahrungen habt ihr dazu?

was spricht dagegen wenn keine Regelung vorhanden ist, musst nur die Einstellung finden.

Da werde ich mich dann mal herantasten. Ich habe jetzt mal für die "Nacht" alle 45 Min 15 Min Co2 programmiert.
CO2 Nachts komplett abschalten?
CO2 sparen wird man kaum, der niedrige Kohlensäurewert muss ja Morgens wieder hochfahren werden.

Sehe ich genau so. Dadurch, dass ich nachts den CO2-Gehalt auf Niveau halte, muss ich erst kurz vor dem Lichteinschalten selbiges in voller Dosis zuführen und nicht schon 3 Stunden davor.
Die bewegte Wasseroberfläche zum O2 Eintrag Nachts(= CO2 Austrieb)ist auch ein Kompromiss.

Die Wasseroberfläche ist leicht bewegt.
schöne Grüße
Volker
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Postby Sauron » 17 Jan 2013 12:44
Hallo Volker,

bei mir hängt das Magnetventil an einem pH-Controller, sprich ProfiLux Computer, was dann einen sägezahnartigen pH-Wert Verlauf ergibt. Die kleineren Zwischenpeaks ergeben sich aus einer 4stündigen Mittagspause, in denen das Becken, wie auch nachts, durchlüftet wird. Mir ist klar, dass ein solcher pH-Wert-Verlauf/CO2-Gehalt nichts mit den natürlichen Vorgängen im Amazonas zu tun hat, aber ich denke, dass ein Aquarium immer eine sehr künstliche Sache ist, mit der man versucht, Natur zu imitieren, und nicht nachzubilden.
Rotalgen habe ich zumindest keine, musste allerdings auch noch keine bekämpfen. Mir ist aufgefallen, dass Dein morgendlicher pH-Wert mit 7 ziemlich hoch liegt, und Du dann Gefahr läufst, dass sich Ammonium bildet. Ob der pH-Wert nun konstant ist oder nicht, ob Du nun auch nachts CO2 einleitest oder nicht, würde ich darauf achten, die 6,8/6,9 Grenze nicht zu überschreiten.

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Schöne Grüße aus der Hauptstadt
Thomas


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Postby java97 » 17 Jan 2013 12:56
Hallo Thomas,

Ich habe eher wenig Fische und reichlich Pflanzen, füttere sparsam und dünge weder Urea noch Ammonium.
Ich kenne zwar den momentanen Ammoniumgehalt meines Wassers nicht, das war aber eigentlich immer nahezu n.n. .
In so fern halte ich die Gefahr der Ammoniak (meinst Du sicherlich, nicht Ammonium :wink: ) -Bildung für sehr gering.
Danke aber trotzdem für den Hinweis. Noch ein Grund mehr, auch nachts etwas CO2 einzuleiten.
schöne Grüße
Volker
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Postby RobertS » 17 Jan 2013 12:57
Hallo nochmal,

ich fände es auf jedenfalls interessant, wenn du weiter darüber berichten würdest - vielleicht stimmst du mich noch um und ich programmiere die Schaltleiste von meinem großen entsprechend. Ich würde an deiner Stelle allerdings jeweils vor und nach den 15 Minuten messen, um die Spitzen besser beurteilen zu können.

Den Link zu Anton Gabriel hatte ich reingeschrieben, weil ich nicht davon ausging, dass du nachgemessen hast. Aber so hast du ja schon die optimale Zeitspanne für dein Becken ermittelt.

@Kurt: Der Dauerbetrieb in Kombination mit Wasserbewegung ist sicherlich ein Kompromiss, der nur unter gewissen Umständen sinnvoll ist. Ich habe es nicht als ein besonders schönes Beispiel guter Aquaristik erwähnt :smile:
Gruß
-Robert
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Postby java97 » 17 Jan 2013 13:13
Hallo Robert,
Ich leite das CO2 nicht über einen Atomizer sondern über einen JBL-Taifun ein, d.h. der Anstieg findet langsamer statt und die Wasseroberfläche ist nur moderat bewegt, daher wird es wohl kurzfristig keine großartigen CO2-Spitzen nach oben/unten geben aber ich werde das im Auge behalten. Die Zugabe findet außerdem, wenn die Nachtabschaltung geöffnet ist, auch nur (durch das Nadelventil) gedrosselt statt und nicht "volle Pulle". :wink:
schöne Grüße
Volker
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Postby Ebs » 17 Jan 2013 16:06
Hallo Volker,

java97 wrote:
Ich habe eher wenig Fische und reichlich Pflanzen,


dann würde ich mal die leichte Oberflächenbewegung des nachts weglassen, weil meiner Erfahrung nach diese nicht notwendig ist.
Einfach ausprobieren, ob deine Fische morgens dann an der Oberfläche nach Luft schnappen. Meine machen es nicht. :lol:

Mein Becken gleicher Größe ist schon immer mit Fischen überbesetzt.

Nachts ist CO2 immer aus und ich habe morgens, trotz einer dann nachts laufenden kleinen Belüftung (wegen des Überbesatzes), keine Oberflächenbewegung, morgens nur einen kaum messbaren Abfall des CO2- Gehaltes.

Gruß Ebs

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Aquarium von Eberhard:ca.100 l Netto, KH 6; GH 13; PH 6,8/6,9; CO2 25/30; NO2 n.n; NO3 10/15; PO4 um 0,5; K um 8; Fe 0,1; Ca/Mg 7 :1; Bel. ca. 5000 Lumen LED; 15 Std. Bel. ; keine sichtb. Algen
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Postby kurt » 17 Jan 2013 18:11
Hallo zusammen,

RobertS wrote:@Kurt: Der Dauerbetrieb in Kombination mit Wasserbewegung ist sicherlich ein Kompromiss, der nur unter gewissen Umständen sinnvoll ist. Ich habe es nicht als ein besonders schönes Beispiel guter Aquaristik erwähnt :smile:
Gruß
-Robert

@ Robert,
hmm… Missverständnis? Worauf bezieht sich das, ich finde die Verbindung nicht (letzter Satz).

Ebs wrote:Einfach ausprobieren, ob deine Fische morgens dann an der Oberfläche nach Luft schnappen. Meine machen es nicht. :lol:

@ Ebs,
das war ja mein Hintergedanke bei der Oberflächenbewegung,
es geht aber nicht nur um Fische sondern auch Mikroorganismen.
Die Oberflächenbewegung bringt im Pflanzenaquarium Nachts die nötige Sicherheit bezüglich Sauerstoff.
Schwankungen im Aquarienmillieu lassen sich nicht gänzlich vermeiden,
sei es durch Pflanzen einkürzen, Filterreinigung, Wasserwechsel.
Kontrollieren, Beobachten, die richtigen Schlüsse ziehen(Einstellungen),überlegtes sinnvolles ausprobieren.
Selbst gemachte Erfahrungen sind da nicht zu toppen… :D
Gruß Kurt
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Postby RobertS » 17 Jan 2013 18:29
Hallo Kurt,

ja, offensichtlich ein Missverständnis. Ich dachte, dass du dich auf meine Anmerkung zum Nano mit Rucksackfilter beziehst. Mein Fehler.
Gruß
-Robert
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Postby kiko » 17 Jan 2013 21:49
Hallo,
über die Empfehlung gestolpert, dass auch nachts der CO2-Gehalt und damit der Ph-Wert möglichst konstant bleiben sollte, was den Rotalgen, die sich bei mir immer mal wieder bei mir an den Farnen blicken lassen, das Leben etwas erschweren soll. Ist das so?


Co2 leite ich durchgängig ein,
hatte aber auch mal ein kleines Nano wo ich Co2 mittels Mineralwasser eingebracht hatte was natürlich einen "sofortigen" Peak verursacht. Rotalgen hatte ich deswegen in betreffendem Nano aber nie gehabt.

Grundsätzlich denke ich auch das Algen sich nur wenig durch Co2 Einleitung beeindrucken lassen und wenn Co2 etwas bringt, dann betrifft das primär Becken wo vorher die Pflanzen ein Defizit hatten, die dann aufgrund des zugeführten Co2 natürlich schneller wieder besser dastehen und rein in cm gemessen idr. somit natürlich auch mehr als die meisten Algen wachsen. Trimmt man das ganze dann öfters = trägt man somit auch schneller/mehr anpappende Algen wieder aus.
grüße Olaf-Peter
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Postby java97 » 17 Jan 2013 22:05
Hallo

und danke für euer Input!

@Kurt + Ebs (Wie heißt Du wirklich??):
Ich werde die Oberflächenbewegung beibehalten weil ich nachts im Gegensatz zu Dir, Ebs, nicht belüfte, aus den von Dir,Kurt, genannten Gründen und weil das Wasser dann schlicht "lebendiger" wirkt.

@Olaf: Da wirst Du sicherlich Recht haben. Ich versuche halt nur noch ein wenig zu optimieren.
Die betroffenen alten Farnblätter habe ich ja bereits entsorgt.
schöne Grüße
Volker
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Postby kunzi » 17 Jan 2013 22:21
Hi Volker,

also mit Werten usw. kann ich dir jetzt nicht dienen.

Aber ich hab jetzt ein gutes Jahr ohne Nachtabschaltung, das Co2 durchgehend laufen lassen. Seit gut 1,5 Monate jedoch wieder mit Magnetventil.

Ich lass es 3 Stunden vor Licht einschalten laufen und 2 Stunden vor Licht abschalten ist es wieder aus.

Bisher kann ich keinerlei Unteschied feststellen. Kann nicht behaupten, dass das eine oder andere für die Pflanzen besser wäre. Oder Algen beeinflusst werden!

Mom nutze ich zusätzlich sogar noch das härtere Wasser aus der Leitung (Kh9) und vorher hatte ich Kh 4, dennoch habe ich keine Probleme trotz nur 7 Std. Co2-Zugabe, den Dauertest in nem guten Grün erstrahlen zu lassen. Vorher hab ich ihn natürlich leichter gelb bekommen wie jetzt, wobei das ja auch nicht unbedingt sein muss.

lg Sebastian
Grüße
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