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Postby Snehulienka » 06 Nov 2014 12:18
Liebe Fischfreunde,

wie füttert ihr eure Fische mit Lebendfutter, wenn ihr im Urlaub seid (länger als eine Woche) und niemanden zur Hand habt, der die Fütterung übernehmen kann?
Im Zuge der Bastelei meiner automatischen Düngeanlage habe ich mir die Frage gestellt, was man noch alles automatisieren kann und kam auf die Fütterung von Lebendfutter.

Hat irgendjemand den "Trick 17" entwickelt?
Habt ihr schon Erfahrungen mit dem Naupli-Star und die Eier-Einspeisung per Rondomatic gesammelt?

Ich bin auf eure Tipps und Berichte gespannt :smile:

Dass meine Dario Dario auch locker 2 Wochen ohne Futter aushalten würden ohne zu Sterben oder dass es verantwortungslos ist, das Becken längere Zeit ohne Aufsicht zu betreiben, sollte hier nicht zur Diskussion stehen :wink:

Liebe Grüße
Stephanie :hexe:
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Postby Plantamaniac » 06 Nov 2014 13:02
Hallo, niemand füttert meine lebendfutterbedürftigen Fische, wenn ich weg bin. Das ist auf jedenfall besser für das Wasser und auch für die Fische. Dario Dario und auch Elassoma sind gewöhnlich eh zu fett. Denen macht das garnichts. Ja ich hab gelesen, das Du das nicht wissen wolltest, ist aber so :besserwiss: . Die meisten Fische dieser Art sterben ehr an Fettleber als den Hungertod :pfeifen:
Am besten schon vorher für eine permanente, gesunde Begleitfauna sorgen.
Dazu eignen sich große Wasserflöhe, bei denen die Fische nur den Nachwuchs derer herrunterwürgen können.
Cyclops, dazu ist ein ausreichend großes Stück Moos von Nöten.
Microfex im Bodengrund, dann haben sie immer was zum Naschen
Adulte Muschelkrebse selbst, verlassen unbehelligt den Darm wenn sie gefressen werden, die Muschelkrebslarven dagegen sind ein sehr gutes Futter.
Dann diverse Würmchen und Teichschlangen werden gerne genommen wenn sie sich oberhalb des Bodengrundes zeigen.
Pantoffel/Räder/Rettichtierchen und Konsorten
Invasive Garnelen, wie Rückenstrich, Marmor oder Rotschwanzgarnelen wäre noch ab und zu eine Mahlzeit.

Alle diese Tiere sind im Beisein von Fischen gewöhnlich nicht auffällig, aber sie sind da :thumbs:
In reinen Garnelenbecken sind sie offensichtlicher und auch gerne gesehen :thumbs: da Garnelen so ohne viel Aufwand mit Häutungshormon versorgt werden.
Und sorgen auch dafür, das die Fische nicht verhungern.
Um diese Tiere zu fördern ruhig auchmal die Begleitfauna füttern. zb. mit zerkleinertem Flockenfutter, Staubfutter oder einer Haferflocke für die Microorganismen (Futterkette).
Insgesamt sorgen diese Tiere auch für ein blitzblankes Becken, da es Destruenten für Bakterien, Schwebealgen und diverse Beläge (Kieselalgen, Staubalgen, Kahmhaut, Mulm) sind.

Wann ich mir mehr Gedanken um die Fütterung im Urlaub mache, ist wenn meine Zwergnadeln endlich mal hier sind. Da habe ich mir schon überlegt in Anlehnung an den Naupilstar, etwas mit Wasserflöhen zu basteln.
Zb. einen schmalen Einhängekasten, mit einer Gaze, die zwar die jungen Wasserflöhe durchläßt, die alten aber zurückhält. So sollte der Nachschub über 2 Wochen gewährleistet sein. Aber wenn sie die ausgewachsenen Daphina Magna nicht fressen, ist das vielleicht nichtmal notwendig. Das entscheide ich wenn es soweit ist.

Und ja, ich hab schon mehrere Urlaube hinter mir, in dem manche Fische nichts bekommen haben.
Nur Jungfische sind auf Futter spätestens alle 2 Tage angewiesen, was sie auch bekommen, wenn mein Fischsitter nach dem Rechten sieht.

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Postby Snehulienka » 06 Nov 2014 13:53
Hallo Moni,

das sind ja ganz tolle Überlegungen :greendance: !
Dass viele Fische im Aquarium zu fett sind, steht außer Frage. Mich interessierte auch eher der technische Aspekt der Umsetzung einer Lebendfutterfütterungsmaschine.

Deine Tipps und Anregungen sind allerdings allgemein sehr interessant. An Begleittierchen, die ganz ohne Strom funktionieren :lol: , habe ich noch gar nicht gedacht. Microfex z.B. kenne ich gar nicht - wo bekommt man diese Würmchen her?
Und ob Cyclops im Becken überleben können, wäre ein Versuch wert.

Auch das Gaze-Wasserfloh-Experiment würde mich interessieren. Vielleicht versuche ich es selbst mal :thumbs:

Danke also für deine umfassenden Gedanken.

Beste Grüße
Stephanie :hexe:
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Postby Plantamaniac » 06 Nov 2014 14:27
Hallo, wann ist Dein Urlaub?
Meine Microfex machen grad nicht gut, dauert etwas, bis die wieder so in Schuss sind, das ich was abgeben kann.
In meinem 240 Literbecken gibt es noch eine Population, aber da ist im Moment kein durchkommen :putzen:
Ansonsten die Andern Lebewesen gibts hier alle in meinen Becken. Übertragung sollte kein Problem sein, falls es sie bei Dir wirklich nicht gibt. Meistens sieht man sie nach Filterreinigung oder nach Pflanzengärtnern im Wassereimer ehr als im Aquarium. Cyclops wie gesagt am liebsten in Moos.
Daphina magna will ich im Frühjahr versuchen zu bekommen, vorher macht es für mich keinen Sinn.
3 andere kleinere Wasserfloharten habe ich allerdings hier
Mach doch mal Bestandsaufnahme :thumbs:
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Postby Erwin » 06 Nov 2014 19:07
Hallo Stephanie,

ich habe vor vielen Jahren einen Lebendfutterautomaten konstruiert und auch in einer Datzausgabe 12/2007 veröffentlicht.
Bestehend aus Vorratsflasche, Lüfterpumpen, Sekunden- bzw. Intervallzeitschaltuhr.
Je nach Futtertiergröße müsste man den halt anpassen.
Das Grundgerät ist für Artemianauplien ausgelegt, für die Jungfischaufzucht - jedoch mit täglicher Reinigung und Neubefüllung.
Eine Verwendung auch für ausgewachsene Artemia (allerdings dann Salzwasser) wäre über einen längeren Zeitraum möglich. Bei Süßwasser könnte ich mir weisse, und rote ML vorstellen, ebenso Enchyträen, Wasserflöhe u.s.w.. Tubifex müsste man wegen der Klumpenbildung ausprobieren.
Wenn man die 1 Liter Vorratsflasche durch einen 5 Literkanister ersetzt, kann man damit sicherlich auch über die Urlaubszeit hinwegkommen. Die Zeit müsste man vorab testen. Wobei die herrschende Temperatur da eine Rolle spielt.
Hauptproblem für eine langfristige Urlaubsversorgung ist also die Haltbarkeit der Lebendfuttertiere und die Vermeidung von schädlicher Bakterienbildung. Diese muss natürlich gegeben sein, ansonsten geht der Schuss nach hinten los und du vergiftest eventuell deine Tiere damit.

Bei Wasserflöhen wäre auch eine ganz einfache Lösung denkbar.
Einen Behälter über/auf das Aquarium stellen, leicht belüften und mittels Sekundenzeitschaltuhr eine kleine Aquarienpumpe betreiben. Vom Aquarium wird Wasser in den Behälter gepumpt. Das dann überlaufende Wasserflöhewasser fliest ins Becken.

MfG
Erwin
Schwergängiger Magnetscheibenreiniger?
Silikonspray auf den Aussenscheiben mit einem weichen Tuch trocken wischen und es flutscht wieder.
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Postby Snehulienka » 17 Nov 2014 09:55
Guten Morgen :pfeifen:

Lieben Dank für eure Anregungen und Tipps.
Ich werde mich hier erst einmal durchprobieren und dann berichten :smile:

Anfangen tue ich mit einem Zuchtansatz von Moni. Vielleicht kann ich diesen mit Erwins Vorschlag verbinden. Im Internet habe ich noch Ideen zu einer Art "Überlaufautomaten" gefunden. Das klingt für mich auch sehr interessant, wenn auch noch abstrakt :glaskugel:

Ein Urlaub steht bei mir übrigens nicht an, ich probiere nur gerne rum :gdance:

Beste Grüße
Stephanie :hexe:
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