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Postby Lau.ra » 09 Dec 2016 11:29
Liebe Flowgrower,

Ich habe am 8.11.2016 elf neue Dornaugen in mein Aquarium gesetzt. Das Becken steht jetzt seit Juli. Nachdem ich die Tiere näher betrachten konnte viel mir schnell auf, dass diese zu dünn waren. Da die Tiere sich im Händlerbecken ja gerne verstecken, habe ich das so nicht wahrgenommen. Erst unter guter Ausleuchtung fiel mir der Zustand auf. Ich habe ja ein gutes Herz (was in dem Fall natürlich dämlich ist) und habe mir vorgenommen sie ordentlich zu päppeln. Mit Futtertablette und Tubifex sind die kleinen dann auch schnell runder geworden.

Seit Anfang Dezember ist der Bestand aber leider schon auf 7 Dornaugen geschrumpft und ich fürchte das Sterben hört noch nicht auf. Ich befürchte, dass die Tiere eine bakterielle Infektion mitgebracht haben, da ihre Bäuche teilweise rötlich schimmern. Ein Dornauge schwimmt mit einer klaffenden Wunde durch das Becken.
Vorher fiel mir dort ein Knubbel auf. Dieser ist wohl aufgegangen und man sieht auch dass das Dornauge dort dran "knabbert". Lange wird das wohl nicht mehr gut gehen. Ich habe Seemandelbaumblätter ins Becken getan. Die Tiere lassen sich nicht aus meinem Becken rausfangen, dafür sind sie zu flink und mein Becken zu stark bepflanzt. Medikamente kann ich auch nicht ins Becken kippen, da ich 17 Amanogarnelen halte. Salz geht auch nicht, da ich Borellis Zwergbuntbarsche halte...
Ich habe besonders Sorge, dass die Infektion auf die Barsche und meine 5 Guppys übertragen wird. Ich bin froh, dass ich mir soviel Zeit mit allem gelassen habe und der Besatz noch sehr niedrig ist.
Die Borellis balzen und benehmen sich normal, kein Flossenklemmen, hin und her schießen o.ä. Die Amanogarnelen tragen jetzt Eier, also denke ich dort ist auch alles soweit in Ordnung.

Gibt es noch irgendetwas was ich tun kann oder hilft hier nur abwarten, hoffen und die Toten bergen? Wasserwechsel ist natürlich auch klar um die Keimdichte gering zu halten. Habt ihr Tipps? Meinungen?

Meine Wasserwerte:
Temperatur: 25 Grad
KH: 4
GH 7/8
PH 6,5
NO2: 0
Leitfähigkeit: 460
NO3: 10
Eisen: 0,1-0,25
PO4:0

Ich wechsel wöchentlich 20% des Wassers mit 100% aufgesalzenem Osmosewasser. (Kupferleitungen haben mir den ersten Garnelenstamm versaut und kaltes Wasser bringt keine Besserung)

Viele Grüße, Laura
Lau.ra
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Postby Öhrchen » 09 Dec 2016 13:40
Hallo Laura,
das sieht wirklich nicht gut aus. Und es kann alles Mögliche sein, von (ausgebrochener) Fischtuberkulose über Lochkrankheit über sonstige Parasiten.
Es gibt natürlich keine Garantie - aber meine persönliche Erfahrung mit solchen Geschwür-Krankheiten ist bisher, daß sie nicht artübergreifend sind. Wenn bei meinen Tieren sowas aufgetreten ist, dann war eigentlich immer nur eine Art betroffen, einmal waren es Perlhuhnbärblinge, ein anderes Mal M. ramirezi (in verschiedenen Aquarien und Zeiträumen). Die jeweils anderen Fische in den Becken haben nichts gekriegt.
Die zweite Erfahrung ist leider, daß das nicht heilbar ist... Bisher konnte ich noch nicht einen Fisch retten, der solche Geschwüre (auch weniger große) hatte, auch mit Medikamenten oder Salz nicht.
Ich würde die Dornaugen im Becken lassen, und insgesamt auf "Wasserhygiene" achten. Das heisst, auch die Wasserwechselmenge erhöhen auf mindestens 50%, auch, wenn's nervig ist mit dem Osmosewasser.
Seemandelblätter hast du drin, die regelmäßig ergänzen oder erneuern. Und das Futter für die Fische kannst du noch mit Vitaminen anreichern.
Momentan keine neuen Fische oder Garnelen einsetzen (neue Keimbelastung für alle).
Und schauen, vielleicht hast du Glück, und es schaffen ein paar Dornaugen, sich zu stabilisieren!
Viele Grüße
Stefanie

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Postby Rue » 09 Dec 2016 13:55
Hallo Laura,

Ich empfehle dir die Rezeptur von Günter Wagenbrenner- ich habe sie selber erfolgreich bei Infektionen angewandt.

http://www.segelflosser.de/index.php?option=com_content&view=article&id=98:seemandelbaumblaetter&catid=7:wasser-a-wasseraufbereitung&Itemid=28

Der Sud ist halt doch um einiges effektiver.
gruß rue
Als ich fünf war, hat meine Mutter mir immer gesagt, dass es das Wichtigste im Leben sei, glücklich zu sein.
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Postby 4WSTSee » 10 Dec 2016 08:16
Hoi Laura
Es kann schon bakteriell sein. Bei leichterem Befall habe ich sehr gute erfahrungen mit Herbatana gemacht. Nach packungsanleitung 10 Tage anwenden. Wasserwechsel 2x woche wäre gut.
Eine andere Idee ist Leichvethärtung. Die Dornaugen müssen den Leich zwischen Kieselsteinchen ausstreichen. Ansonsten kommt es nicht raus und verhärtet mit tödlichen folgen. Es könnte sein, dass dein Kiesbodengrund zu fein ist. Du solltest kleine Kieshäufchen Steinauvauten aus grösseren und kleineren Steinchen einrichten, so dass der Fisch noch dadurch passt.
Gruss
Ingrida


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Postby Lau.ra » 17 Feb 2017 13:00
Hallo Zusammen,

Kurzes Update zu dem Thema. Von meinen ursprünglich 11 Dornaugen ist eines übrig geblieben. Seit das vorletzte gestorben ist, sind schon 1 1/2 Monate vorüber gegangen. Das letzte Dornauge ist putzmunter und macht sich gut. Ich weiß natürlich, dass das Dornauge nicht alleine bleiben kann, aber ich überstürze es mit dem neuen Besatz nun nicht. Ich habe leider definitiv kranke Tiere gekauft :( Danke trotzdem für eure Tipps. Ich habe mir nun auch noch ein zusätzliches kleines Becken zugelegt für Nachwuchs und Notfälle...

Viele Grüße, Laura
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