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Beitragvon Plantamaniac » 02 Jan 2018 09:41
Hallo, soetwas wollte ich schon lange machen.
Einmal die Haltung von emersen Echinodorus über das ganze Jahr dokumentieren :D
Da ist es doch naheliegend im Januar zu beginnen.
Von den Pflanzen her zwar etwas ungünstig, aber ab Februar geht es vom Licht her ja schon weiter :grow: .
Der Winter ist im privaten Bereich eine unglaubliche Durststrecke.
Es tut weh, wie ab Nov. die Pflanzen immer unansehnlicher werden :(
(wobei das bei vielen andern Pflanzen (Dahlien, Geranien, Kübelpflanzen blahblahblah) genauso ist, da akzepitert man es)
Aber nach mehreren Jahren weiß ich, das es bald wieder aufwärts geht.
Es ist sogar gut, wenn die Echis die Blätter "einziehen", weil, wenn man versucht sie lichtarm und warm durchzukultivieren, verbrauchen sie ihre Speicher im Rhizom und gehen schließlich ein.
Die Nährstoffe der gelb werdenden Blätter werden hoffnungsvollerweise im Rhizom eingelagert, wie bei vielen andern Pflanzen auch, zb. Zwiebel und Knollenpflanzen und auch Laubbäumen, die ihren Blättern erst die Zucker entziehen um sie im Holz und den Wurzeln bis zum Frühling zwischenzulagern.
Zusatzlicht und Wärme ist bei meinen vielen Töpfen, an mehreren Orten, keine Option.
Ebenso finden falsche Reaktionen im Wurzelraum statt. Durch die Lichtarmut und das fehlende Wachstum stellen die Pflanzen den Transport von Sauerstoff in die Wurzeln ein und es entstehen im relativ kleinen Topf, sauerstoffarme Zonen, mit schwarzem, nach Schwefelwasserstoff stinkendem Belag, der die Wurzeln absterben läßt. Bei kühlen Temperaturen zwischen 4 und 15° passiert relativ wenig. Die Wurzeln bleiben erhalten, das Wasser ist nicht sooo sauerstoffarm und die Rhizome bleiben erhalten und treiben, wenn es dann warm wird willig wieder aus. Die Bakterientätigkeit im Substrat ist gebremst und Fäulnis breitet sich nicht so arg aus, als wenn sie bei 20° im Wohnraum stehen würden.
Meistens sterben warm überwinterte Echis dann auf den letzten paar Metern zum Frühling. Das ist mir schon sooo oft passiert, das ist sehr, sehr traurig. Sie werden immer kleiner und haben keine Kraft mehr, im Frühling durchzutreiben.
Selbst im unbeheizten Gewächshaus, das auch kurzzeitig bis -5° kalt wird, jedoch die Mörtelkübel nie ganz zufrieren, überwintern Echinodorus. Kleinere Gefäße unter 20 Litern sind dazu allerdings nicht geeignet.
Bei extrem kalten Wetter, also auch tagsüber längere Zeit -5° helfen 3 Grabkerzen mit 7 Tage Brenndauer, das die Pötte nur oberflächlich zufrieren. Im Rhein/Maingebiet ist das zum Glück nicht so lange.

Dieser Winter ist bisher sehr erfreulich für die Echinodorus. Ich habe einen Teil in der Garage, wo sie munter weiterwachsen, bei ca. 8°-15°. Da passiert nichts mit den Wurzeln und das Wachstum ist auch so langsam, das die Rhizome nicht bis März leergesaugt sind.
Da die Frostphase erstmal vorbei ist, stehen auch einige Töpfe auf dem Balkon in einer geschützten Ecke.
Im Treppenhaus, wo die eigentlich im Jan/Feb. stehen, ist es derzeit zu warm.
Ungewolltes Wachstum und üppiger Blattlausbefall :keule: haben mich veranlasst, sie ein paar Meter weiter auf den Balkon zu stellen. Gift ist nunmal tabu. Im Sommer ist es kein Problem, durch Licht, Luft und Nützlinge, aber dazu mehr im Sommer. Im Winter kann man ihnen nichts entgegensetzen.
Dort an der Stelle am Balkon steht ein Minmimaxthermometer und meldet mir, das bei gemeldeten-2° noch etwa 5°+ zu erwarten sind.
Ständige Aufmerksamkeit ist ein absolutes Muß...Sowie es kälter wird, müssen sie schnell reingeräumt werden.
Mal mit Luftpolsterfolie zudecken, geht zwar, ist aber risikooooo.

So das soll es erstmal sein. Werde die Tage mal paar Fotos vom Winterdesaster machen und einstellen.

Außerdem möchte ich alle Echinodorusfreunde einladen, sich hier mit Wort und Bild zu beteiligen.
Vorzugsweise emerse Pflanzen und ihre Adventivpflanzen/Blütenstängel, die ich spätestens ab Nov. in die Aquarien versenke. Die trocknen im Winter gerne ein, und das ist doch extrem schade darum. Ein kleiner Backup im sicheren Aquarium ist auch so nicht schlecht. Manchmal packt es halt eine geliebte Pflanze doch nicht.

Chiao, Euer Echinodorusjunkey Moni
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Beitragvon uruguayensis » 02 Jan 2018 16:25
Hallo, genau das hatte ich auch vor. Wegen mangelnder Informationen waren mir auch einige Mutterpflanzen im Winter wegen Heizungsluft kaputt gegangen. Das ist Gift für die wie Kübelpflanzen. Ich werde im Sommer auf dem Balkon wieder Mutterpflanzen ziehen und im Winter im Keller überwintern mit 14 h Licht. Eine alte HQL Lampe habe ich dazu umgebaut und den Vorschaltgerät abgeschnitten von Kabel, so das ich den Direkt an Strom schließen kann. Eine 15 oder 20 Watt Vollspektrum Energiesparlampe kommt rein. Direkt über den Pflanzen, dass die UV Strahlung noch gut abbekommen als Ersatz für die Sonne. Dann müsste es im Keller klappen ohne Winterstress. Meine Waschingtonia Palmen überwintern so auch im Keller ohne Beleuchtung im Dunklen und sehen noch gut aus dabei bis zum Frühling. Wenn ich die z. B. in das beheizte Wohnzimmer stelle gehen die sofort kaputt und werden gelb wegen Heizungsluft. MfG Emrah
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Beitragvon Plantamaniac » 02 Jan 2018 16:50
Hallo Emrah, ja das ist tödlich.
Allerdings saufen die Echinodorus auch im Winterquartier wie Loch, solange noch einige halbwegs intakte Blätter dran sind. Habe heute wieder rundum 20 Liter Wasser verteilt. Das möchte ich im Keller nicht an den Wänden haben :shock: Treppenhaus und Garage werden ja immer zwangsgelüftet, wenn Tür/Tor aufgemacht werden...von daher stellt es dort nicht so das Problem dar.

Zwei rühmliche Ausnahmen habe ich, die belendent mit Wohnimmerluft in kalten Ecken zurecht kommen.
Das ist die Echinodorus Deep Purple und die Aquartica.
Beide wachsen moderat weiter und haben keine Probleme mit eintrocknenden Blättern und abfaulenden Wurzeln.
Die Blätter sind auch vergleichsweise dick und unempfindlich.
Cordiflorus und Obelix gehen auch super, aber meine sind so riesig und saufen ihre 1-2 Liter am Tag.
Da muß man im warmen höllisch aufpassen, das sie nicht austrocknen und das Wasser läuft die Wände runter :sceptic: Aber gerade die 2 vertragen auch super draußen kältere Temperaturen. Die hatte ich letztes Jahr auch die meiste Zeit draußen und wenns wirklich sehr kalt war, hab ich sie einfach schnell zur Balkontür rein, wenn ich abends den Rollo runter gelassen habe.
Chiao Moni
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Beitragvon uruguayensis » 02 Jan 2018 17:37
Hallo Monika, den Keller lüfte ich so auch täglich wegen den Palmen. Bei extremer Kälte entsteht sonst auch Kondenswasser an den scheiben. Da lagere ich auch getrocknete Buchen, amerikanische Eichen und Wallnussblätter sonst nehmen die zu viel Feuchtigkeit auf. Ich werde diesmal keine Töpfe mehr verwenden sondern Wannen aus Kunststoff in dem ich das Wasser in Bewegung halten werde mit Starken Strömungspumpen und Venturi Düsen wie bei Hydroponics. Das Wasser werde ich auch nicht vernachlässigen und wöchentlich wechseln und mit Compo complete Dünger nach Dosierungsanleitung auf düngen. Falls das nicht 100 % zufriedenstellend auch nur ohne einen Ausfall klappt wie in Gewächshäusern von Tropica u. Dennerle dann werde ich die Pflanzen über den Winter nur noch submers kultivieren und zum Frühling zu emers führen auf dem Balkon :smile: . Mein ziel wird bei der Kultur sein reife Nussfrüchte zu ernten um für Aquarien zu sehen. Das ist ja so ergiebig. Energiesparlampen geben ja bis 20 cm von sich aus UV Strahlungen ab das soll eigentlich nur dazu sein damit die Blütenstände nach der Sommerzeit noch reife Samen hervorbringen wie unter der Sonne. Wohnzimmer traue ich mich nicht mehr, weil ich viel heize. Conan der Echi ist dort gefallen von über 1,60 cm höhe mit Teller großen Blättern :( . MfG Emrah
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Beitragvon Plantamaniac » 03 Jan 2018 09:10
Oha..das mit Conan hat sicherlich sehr weg getan :shocked:

Man kann sie aber auch nicht in ein Folienzelt stellen...dann wird die Luftfeuchtigkeit auch zu hoch und Grauschimmel entsteht. Hab ich immer in Frühling und Herbst, wenn die Gewächshäuser mehr zu als offen sind, oder wenn solche unheimlich nassen Wochen sind. So schnell guckt man nicht, wie die Blütenstängel dann wegschimmeln.
Mittel gegen Pilze kann man aber auch nicht anwenden, weil sie ja wieder in Aquarien sollen.
Deswegen gibts dann immer Hauruckernten, ab ins Aquarim.

Chiao Moni
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Beitragvon uruguayensis » 03 Jan 2018 11:36
Hallo Monika, eine Problem Sammlung haben wir ja schon. Ich werde ein neues System entwickeln und einen Sommer Platz und einen Winter Platz bauen für emerse Echinodorus Pflanzen und auch modernste Technik dazu nutzen und melde mich dann mit Wort und Bild zu Deinen Thema im nachhinein. Das hatte ich so oder so schon vor für 2018 und hoffe das es sich bewährt, ich bin da auch ganz guter Dinge das es diesmal einwandfrei klappt. Im Keller werden sogar leichte Winde wehen um die Blätter mit 6 Fach Aquarienkühler und Trafo der noch rumliegt gegen auch nur leichten Schimmel wie in der Natur drausen. Wenn man die dann reinholt und in Wasser setzt entsteht in der Grenzzone zwischen Wasser und Luft ab und zu an den reichlichen Blattstielen eine leichte Schimmelbildung direkt oberhalb des Wassers wegen zu hoher Luftfeuchtigkeit im Kulturgefäß, das will ich auch vorbeugen damit. MfG Emrah
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Beitragvon Plantamaniac » 03 Jan 2018 15:50
Hallo, ja letztes Jahr wollte ich schon eine art Ebbe und Fluttisch im Garten bauen. Dort wo das platzmäßig hinpasst, ist aber leider nicht die sonnigste Stelle im Garten. Deswegen stehen sie dann doch wieder auf dem Rasen rum.
Wenn die Familie den ganzen Tag zuhause ist, zb. am Wochenende, können sie da halt nicht stehen :irre:
Hier scheint im Juni von 9:00 Uhr bis 20:00 Uhr die Sonne hin. Hinterm Haus, wo Platz wäre, nur bis etwa 16:00Uhr.




Dort kann ich aber sowas nicht hinbauen...Evt. probiere ich einfach mal aus, wie die Echis mit etwas weniger Sonne auskommen. Im Hochsommer ehr nicht das Problem, sehrwohl aber im Frühling und im Herbst, wo es echt um jeden Sonnenstrahl geht.
Chiao Moni
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Beitragvon wagtail » 03 Jan 2018 20:41
Hallo,

eine schöne Idee dieser "Tröööt".

Ich bin eigentlich Guppyzüchter, weniger Scaper...dennoch lese ich hier gerne mit. Ich interessiere mich ebenso für Echinodoren.

Aktuell pflege ich:

E.opacus , E.portoalegrensis, E. x "Apart", E.horizontalis, E. grisebachii 'Parviflorus', E. x "Regine Hildebrandt"

Alle davon habe ich sowohl emers indoor&outdoor (ausser die Parviflorus) sowie submers indoor&outdoor probiertgehalten bzw habe dies probiert.

E.opacus
E.portoalegrensis
E. x "Apart"
Mögen es emers nur in gespannter Atmosphäre, Rhizom untergetaucht am besten mit geschlossener Abdeckung (Spalt zum Lüften und gegen Hitze - je nach Standort). Die Abdeckung ist auch in Aussenhaltung nötig. Optimal sind sie bei mir in flachem Becken mitgedüngtem Regenwasser gewachsen, Temperaturen unter 10 °C sind kein Problem.
Also lasse ich sie solange wie es geht submers draussen und überwintere auch submers indoor. Blüteninduzierung ist scheinbar Temperatur (Absenkung) bedingt. E."Apart" schiebt gerade eine Blütenquaste, E.opacus hatte letztes Jahr eine im Herbst.

E.horizontalis
Mag es nicht unter 10°C und emers vertrocknen im Winter die Blätter , eine Abdeckung zur Luftfeuchtigkeitserhöhung schafft Abhilfe. In Aussenhaltung benötig sie viel Wasser (Säufer!), aber keine Abdeckung.
Blüten kommen sowohl emers alsauch submers, draussen und drinnen.

E. grisebachii 'Parviflorus'
Hatte ich immer nur submers - mag es aber nicht unter 10°C . Mehr Erfahrung habe ich mit der "Art" nicht.

E. x "Regine Hildebrandt"
Wächst emers auch am Fensterbrett ohne Abdeckung, kann auch Temperaturen unter 10°C vertragen, hat bei mir noch nicht geblüht. Ein Freund zieht sie in einem Wohnzimmerbecken. Submers ist sie einfach schön :)

gruß tobi
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Beitragvon wagtail » 03 Jan 2018 21:07
36410
Im Mai gehen eine Regine und ein Horizontalis submers ins Gewächshaus.

36409
Nach ein paar Wochen emers im Regenwasser+Dünger. Die Pflanzen stehen in Einweckgläsern, die in einer Glasschale stehen, wird diese Schale ganz gefüllt, flutet es auch die Gläser.

36424
Gewächshaus im Mai, die Türen sind immer geöffnet, die Erde wird nicht gegossen (wegen der Kakteen und des Kartons - beides soll ja nicht wegschimmeln :paket: ) das Haus dient zum Wärmestau und als Regenschutz.

36418
Der Horizontalis ist mittlerweile im Zimmer neben der Regine fast weggetrocknet (Blätter sind eingetrocknet) und erholt sich submers. Regine heute fotografiert.

36413
Hier "wohnt" Regine.

36423
Im Vordergrund das kleine Hellgrüne (vor der E. "Apart") ist der Horizontalis.
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Beitragvon Blub » 12 Feb 2018 09:58
Hallo,
ich bin auch gespannt was sich hier besonders im Sommer abspielen wird.
Freue mich auf Berichte und Fotos :smile:

Lieben Gruß May
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Beitragvon Frank2 » 12 Feb 2018 12:26
Hallo Moni,

Danke für den Beitrag. Ich verfolge ihn weiter. :thumbs: :grow:

Ich habe mir letzte Woche - für submers - einen E. Python gegönnt, ich kanns gar nicht abwarten was sich daraus entwickelt. Die ersten submersen Blätter sind schon vielversprechend, aber die Größenangaben (u.a.auch hier in der Datenbank) werden nie unter nimmer stimmen, ich habe 50% oben drauf kalkuliert. :pfeifen:

Ich habe momentan einen schon recht ordentlichen submersen Ableger von E. Ozelot green. Ich werde ihn entnehmen müssen. Wie stelle ich es am besten an, wenn ich ihn jetzt emers pflegen will? Going emers habe ich noch nie gemacht, aber mich brennt es jetzt. Was muss ich beachten - der Echi hat nur submerse Blätter. Seine Mum ist seit über 8 Jahren unter Wasser.

Gruß
Frank
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Beitragvon Plantamaniac » 12 Feb 2018 14:54
Hei,
@May: ja ich kanns auch nicht abwarten, das es endlich wärmer wird :grow:

Achja..ich wollte ja noch paar traurige Bilder aus dem Winterquartier zeigen...
Nehm ich mir jetzt mal für heute abend vor...
Habs jetzt doch schon gemacht...kurze Kaffeepause...

Das ist mein Winterquartier für allerhand Pflanzen in der Garage. Dort wird es gewöhnlich nicht kälter als 8°
Dieses Jahr ist es fast zu warm gewesen im Januar.
In den Regalen stehen dieses Jahr auch Balkonkästen mit Echinodorus Mutterpflanzen.
Vielleicht mach ich da auchmal ein Foto...


Zum Umgewöhnen von submers auf emers, hat es sich bewährt, auf April/Mai zu warten.
Dann die Pflanze in einen Eimer, mit soviel Wasser, das sie zwar komplett bedeckt ist, aber nicht absaufen kann, wenn sie sich nach oben rausdrückt. Quer reinlegen und in 1-2 Wochen kommen die ersten emersen Blätter :grow:
Am besten bei schönem Wetter in die Sonne stellen und abends wieder reinholen. Da kann es noch empfindlich kalt werden. Aber das echte Sonnenlicht, kann man in dem Fall durch nix ersetzen. Auch Luftbewegung und Wind ist wichtig, damit es richtig kräftige Pflanzen gibt. In der Wohnung ist die Luft auch meistens zu trocken.
Zu der Jahreszeit ist noch ein perfekter Sommer in Aussicht, im Herbst funktioniert es nicht gut, weil die Pflanzen sich keinen Speck mehr für den Winter anfressen können. Sie verausgaben sich dann und gehen meistens auf den letzen Metern zum Frühling ein :(
Warten, bis die emersen Blätter schön kräftig sind und dann die Pflanze eintopfen. Es muß ein Substrat sein, das nicht fault unter Wasser.
Also was mineralisches (Seramis, Blähton, Lehm) oder zb. Kokoserde oder gut abgelagerte Teicherde.
Alles was unter Wasser mockt, bringt die Pflanze um. Aber da hat jeder sein eigenes Rezept...
Ich würd sie in der Größe zb. in einen 20cm Teichkorb einpflanzen (Wurzeln um 2/3 zurückschneinden und damit in ein wasserdichtes Gefäß mit etwa 10cm größerem Durchmesser stellen.
Im Winter, wenn die Wurzeltätigkeit (Wurzeln transportieren Sauerstoff in den Wurzelraum) erliegt, kann es sonst zu Bildung von Schwefelwasserstoff kommen.
Daran habe ich schon viele Wasserpflanzen verloren :(

Wer sich mal wieder tapfer in der Wohnung hält, ist die Echinodorus Aquartica.
Die wächst schonwieder und am Blütenstängel hat sich ein riesen Ableger aus mehreren Pflanzen gebildet, der selbst schon den Namen Mutterpflanze verdient hätte :lol:

Wer kein Winterquartier mit 5-8° hat, ist mir der echt super bedient...
Trotzdem sieht sie jetzt relativ gerupft aus...die ist nicht immer so...Bilder aus anderen Jahren...

Das ist echt eine der dankbarsten Echis, die ich emers pflege...die hab ich jetzt bald 10 Jahre :grow:
Die kleinen Bildchen sind auch E. Aquartica
2009, als sie nach dem ersten Jahr draußen im Topfteich in einen Topf mit Seramis umgezogen ist.
Da ist sie jetzt immernoch drin.
Chiao Moni

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Beitragvon Blub » 12 Feb 2018 16:37
Huhu,
bin wirklich gespannt. Habe bisher keine Emerse Kulitivierung am laufen.
Will mich aber langsam darauf vorbereiten und wenn du schon schreibst
April-Mai ist die beste Zeit dann habe ich bis dahin Zeit mir eine schöne Echi Sorte rauszusuchen.

Vielleicht kennst du ja eine schöne Anfängersorte die recht knuffig bleibt vom Wuchs.
Also ich mag diese ganz langen Blätter nicht eher die kompakteren Sorten.
Gerne auch etwas rötlich.

Habe ich denn auf meinem komplett schattigen Balkon überhaupt eine Chance Echis zu halten?

Lieben Gruß May
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Beitragvon Plantamaniac » 12 Feb 2018 16:43
Hm, ob das auf dem schattigen Balkon geht, weiß ich nicht, aber Versuch macht kluch...
Ich hätte auch nie gedacht, das Echis im Winter auf dem Balkon wachsen :shock:
Klar sind es Sonnenkinder. Aber ich würds einfach testen...
Hast Du ein Südfenster?
Die Aquartica geht auch ganzjährig drinnen am Fensterbrett..
Die Deep Purple auch.
Beide sind etwas kompakter und bleiben emers so bei 25-30cm.
Was eine unkaputtbare Rampensau ist, ist die E. Cordiflorus.
Die wird allerdings größer. So etwa 75cm mit Topf und wenn sie Blüht, sind die Blütenstängel 1,5m lang :shock:
VG Monika
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Beitragvon Frank2 » 12 Feb 2018 17:38
Danke Moni.
Ich werde den Echi solange unter Wasser in ein Töpfchen setzen, bis Mai ist das sonst das nächte verwurzelte Monster.

Das mit der Sonne macht Sinn. :thumbs:

Gruß
Frank
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