Cryptocoryne × purpurea

Purpur-Wasserkelch

°C
°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Hintergrund, Mittelgrund, Solitär
Schwierigkeitsgrad: mittel
Wachstum: langsam
Siehe auch: Cryptocoryne cordata var. cordata , Cryptocoryne cordata var. siamensis , Cryptocoryne griffithii
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Verbreitung und Fundorte [?]: 

C. × purpurea nothovar. purpurea: Süden von West-Malaysia, Bundesstaaten Johor und Pahang

C. × purpurea nothovar. borneoensis: Borneo: West-Sarawak, Südwest-Kalimantan


Verfügbarkeit [?]: 
  • selten oder gar nicht im Handel erhältlich
  • selten oder gar nicht von anderen Aquarianern zu bekommen

Populärnamen [?]: 
  • Purpur-Wasserkelch

Irrtümliche Namen [?]: 
  • Cryptocoryne griffithii

Pflanzentyp [?]:

  • Rosette
Botanischer Name [?]: Cryptocóryne × purpúrea Ridl.

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Alismatales - Froschlöffelartige
Familie [?]: Araceae - Aronstabgewächse
Gattung [?]: Cryptocoryne

Beschreibung: 

Dieser Wasserkelch wurde zuerst in Kota Tinggi in West-Malaysia (Malaiische Halbinsel), Bundesstaat Johor, gefunden und 1902 vom damaligen Direktor des Botanischen Gartens Singapur, H.N. Ridley, als Cryptocoryne purpurea wissenschaftlich beschrieben. Er bezeichnete sie 1904 als die am einfachsten zu kultivierende Cryptocoryne. H.C.D. de Wit schrieb im Buch "Aquarium Plants" (Ausgabe 1964), dass C. purpurea in Europa und Amerika die häufigste Aquarienpflanze sei. Farbfotos aus den 1950er Jahren zeigen die Pflanze in Aquarienkultur mit submersen Blütenständen. Sie war im Aquarienhobby auch unter dem irrtümlichen Namen Cryptocoryne griffithii (eine andere Art) bekannt.

Heute hingegen ist diese Cryptocoryne aus der Aquarienkultur praktisch verschwunden und wird nur von wenigen spezialisierten Hobbyisten meistens emers gepflegt. In Kultur gibt es einige Formen, bei denen sich Färbung und Beschaffenheit der Spatha (Blütenstands-Hochblatt) unterscheiden.

Niels Jacobsen hat im Jahr 1982 nachgewiesen, dass Cryptocoryne purpurea keine eigenständige Art, sondern eine Naturhybride zwischen Cryptocoryne griffithii und C. cordata ist. Um die Pflanze als Hybride zu kennzeichnen, wird ihr Name heute meistens Cryptocoryne × purpurea geschrieben.

Das bekannteste Wildvorkommen des Purpur-Wasserkelchs ist das Sumpfgebiet Tasek Bera im malaysischen Bundesstaat Pahang. Dort kommt die Pflanze großenteils submers wachsend vor. Sie wurde von Yuji Sasaki auch an ihrem Typus-Fundort, Kota Tinggi, wiederentdeckt.

C. × purpurea wurde später auch auf Borneo (Kalimantan) gefunden. Die Pflanzen von Borneo sind Hybriden aus C. griffithii und C. cordata var. grabowskii. SIe wurden 1992 von Jacobsen & al. als Cryptocoryne × purpurea nothovar. borneoensis beschrieben. Die "typische" C. × purpurea von der Malaiischen Halbinsel hat hingegen C. griffithii und C. cordata var. cordata als Eltern. Ihr vollständiger Name ist Cryptocoryne × purpurea nothovar. purpurea.

- Wird fortgesetzt -

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. Bastmeijer, Jan: The Crypts Pages, Cryptocoryne ×purpurea Ridley nothovar. purpurea (updated January 2003) (http://crypts.home.xs4all.nl/Cryptocoryne/Gallery/pur/pur.html, abgerufen am 29.05.2013)
  2. Bastmeijer, Jan: The Crypts Pages, Cryptocoryne ×purpurea Rideley nothovar. borneoensis N.Jacobsen, Bastmeijer & Y. Sasaki (updated January 2003) (http://crypts.home.xs4all.nl/Cryptocoryne/Gallery/bor/bor.html, abgerufen am 29.05.2013)
  3. Peter Babics (2013): cryptocoryne-lagenandra-galerie.de, Cryptocoryne x purpurea nothovarensis (http://www.cryptocoryne-lagenandra-galerie.de/plant/20, abgerufen am 29.05.2013)
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