Bacopa australis

Südliches Fettblatt

°C
°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Hintergrund, Mittelgrund, Vordergrund Gruppe
Schwierigkeitsgrad: sehr einfach
Wachstum: schnell
  • Allgemein
  • Kultur
  • Gestaltung
  • Bestandsliste (7)
  • Aquarien (14)
  • Verlinken
Wo kaufen?
Verbreitung und Fundorte [?]: 

Südliches Südamerika: Süd-Brasilien und Nord-Argentinien1


Höhe: 10 - 40 cm
Breite: 2 - 4 cm

Verfügbarkeit [?]: 
  • oft im Handel erhältlich
  • oft von anderen Aquarianern zu bekommen

Populärnamen [?]: 
  • Südliches Fettblatt

Pflanzentyp [?]:

  • Stängel
Botanischer Name [?]: Bacópa austrális V. C. Souza

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Lamiales - Lippenblütlerartige
Familie [?]: Plantaginaceae - Wegerichgewächse
Gattung [?]: Bacopa

Beschreibung: 

Bacopa australis ist zwar eine relativ neue Pflanze in der Aquaristik, doch es ist bereits klar, dass sie besonders wegen ihrer Einfachheit stets eine gute Wahl bleiben wird. Auf den ersten Blick wirkt diese Pflanze aus dem südlichen Südamerika wie eine größere Version von Micranthemum umbrosum, ist aber viel einfacher als diese Art zu pflegen.

Obwohl diese Bacopa-Art in großen Mengen an Fluss- und Seeufern in Südbrasilien und Argentinien vorkommt, wurde sie erst im Jahre 2001 wissenschaftlich beschrieben, und über ihre natürlichen Lebensräume ist noch nicht viel bekannt. Sie ist unter anderem in den kalkreichen, kristallklaren, paradiesisch anmutenden Flüssen in der Umgebung von Bonito in Brasilien (Serra da Bodoquena, Mato Grosso do Sul) zu finden.

Das Südliche Fettblatt ist eine buschig wachsende Stängelpflanze, die einen sehr intensiven hellen Grünton aufweist. Bei starker Beleuchtung können die jüngeren Blätter schwach rötlich getönt sein. Diese Art unterscheidet sich mit ihren weichen, dünnen submersen Blättern und dem lockeren Wuchs deutlich von den Fettblatt-Arten Bacopa caroliniana und B. monnieri, die dickere Blätter haben und starrer wirken.

Unter guten Lichtverhältnissen wächst B. australis zuweilen am Boden entlang, vergleichbar mit Hemianthus micranthemoides. Doch auch bei mäßiger Lichtstärke wächst diese Art gut - dann eher aufrecht. Eine Zugabe von Makro- und Mikronährstoffen ist nicht unbedingt nötig, jedoch wird man bei gezielter Düngung durch stärkeren Wuchs und intensiveres Grün belohnt. Das gleiche gilt für die CO2-Zugabe, denn auch ohne diese wächst die Pflanze, aber mit CO2-Düngung steigert sich die Wuchsrate deutlich. Nährstoffreiches Substrat scheint keinen großen Einfluss auf die Pflanze zu haben.

Da sie aus subtropischen Gebieten mit relativ kühlen Wintern stammt, kann sie auch bei relativ niedrigen Temperaturen - unter 20°C - gehalten werden. Andererseits toleriert sie auch warmes Wasser von bis zu 32°C.

B. australis kann wie jede andere buschförmige Pflanze mit einer Schere zurückgeschnitten werden. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass der Busch nicht zu dicht wächst, da sonst die unteren Stängelteile wegen Lichtmangel zerfallen könnten. Die Vermehrung geschieht durch Kopf- oder Seitenstecklinge von gesunden Trieben, welche nach dem Einpflanzen schnell zu neuen Büschen heranwachsen.

Die Platzierung im Aquarium sollte im Vordergrund oder Mittelgrund erfolgen, wobei die Buschform einen schönen Kontrast zu anderen Vordergrundpflanzen und roten Pflanzen bildet. In kleineren Becken eignet sie sich auch für den Hintergrund.

Sie ähnelt im Habitus dem heimischen Pfennigkraut (Lysimachia nummularia), das sich aber im Gegensatz zu B. australis nicht für ständig hohe Temperaturen eignet.

Bacopa australis wächst in der emersen Form kriechend und bildet mit ihren Verzweigungen einen dichten, niedrigen Teppich (siehe Bild 4). Unter starkem Licht, z.B. an einem sonnigen Standort im Freiland während des Sommerhalbjahrs, bildet sie viele kleine blassblaue Blüten.

Quellen (Verbreitung und Fundorte):
  1. Kasselmann, Christel (2010): Aquarienpflanzen. 3. Auflage. - DATZ Aquarienbuch, Ulmer Verlag
Leider wurden noch keine Erfahrungsberichte verfasst. Möchtest du den ersten schreiben?