A family affair: the betta compromise

(Wie wird diese Bewertung berechnet?)
Gestalter: Family Affair
Größe (L × H × T): 30 × 35 × 30 cm
Volumen: 31,5 l
Glasart: Floatglas
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Story: 

+++++++++++++++++++++++++ UPDATE AM 24.05.2016 (s.u.)+++++++++++++++++++++++++

____________________________ 20.03.2016 - 15.04.2016 ____________________________

Mietwohnung, nicht allzuviel Platz, designorientierte Ehefrau und Kleinkind - wie kann man(n) da die lange gehegten Aquariensehnsüchte realisieren? Da es ohnehin mein erstes Wasserglas ist, bot sich an, die zahlenmäßig überschaubare Familie möglichst früh zu integrieren.

Die Aquarienbücher stehen einigen Jahren zwischen den anderen Büchern; zumindest die Tochter betrachtete sie regelmäßig gerne. Da sie in diesem Jahr 4 wird, erscheint mir ein Aquarium nun geeigneter: weniger Risiko und mehr Wahrnehmungsvermögen. Nach diversen Recherchen von Jan-Feb standen für mich dann folgende Anforderungen:

* visuell ansprechend für alle 3 Familienmitglieder

* immer im Blick- und dennoch sicher

* spannend zu betrachten

* platzsparend

* pflegeleicht

... und folgender Lösungsansatz:

+ Dennerle Cube als Basis

+ Position: "totes Ende" unseres Küchentischs

+ Besatz: nanotaugliche(r) Fisch(e)

+ Stabilität: auf dem Küchentisch soll kein Ekel (ent-)stehen (Algen, totes Getier, Gestank)

Die 30l erschienen mir als akzeptabler Kompromiss zwischen Platz für die Fische auf dem und die Menschen am Tisch.

Anfang März habe ich einen 30er Cube auf den Esstisch gestellt, damit wir schauen konnten, ob das passt. Ich habe ihn zunächst verpackt stehen gelassen; wir haben ihn etwas hin- und hergerückt. Da die Stimmungslage positiv blieb, habe ich schon mal Licht und Luft bestellt. Nach ca. 1,5 Wochen erhielt ich das Go zum Auspacken und Befüllen: bessere Eindrücke, wie es später vielleicht aussehen könnte. Und ob's dicht ist.

Da mir die biologische Stabilität wichtig war, und ich mich schon vor Jahren darauf eingeschossen hatte, war für mich ein HMF die klare Präferenz. Zudem pflegeleicht und von vielen Bettafans verwendet - nur optisch ein echter Albtraum (weiße oder braune Plastikklemmleisten mit blauem Schaumstoff). Wie erleichtert war ich, dass es da endlich akzeptable Lösungen gibt; als Hintergrund war schwarz ohnehin gesetzt - und der HMF mit schwarzem Filtermaterial und transparentem Plastik fügt sich da gut ein.

Schwieriger und unsicherer war die Entscheidung "Twinstar - ja oder nein?" Da wir gerne und mit Genuss essen und kochen, wollte ich hier auf Nummer sicher gehen- und hab das Teil bestellt. Bislang nur minimalste Algen. Die eingeschleppten Schnecken machen den Rest.

Beim Aquascaping wollte ich eine Lösung, die aus allen 3 Betrachtungsrichtungen attraktiv, also auch unterschiedlich wirkt. Eine von vorne links nach oben rechts verlaufende S-Kurve zwischen zwei Felsen erschien mir geeignet. Dauerhafte, nicht mehr beeinflussbare Dauereinträge durch vorgedüngten Boden erschienen mir irgendwie riskant; stattdessen suchte ich eine Soil, der halbwegs passend ist und mit schwarzem Hintergrund, Holz und Stein harmonieren kann - und fand ihn im Ada Aqua Gravel. Der Ast, den wir anfangs drin hatten ist jetzt raus. Der Buddha ist ein Kompromiss an die Gattin; ich kann damit gut leben.

Bei den Pflanzen orientierte ich mich am o.g. "S", nur dass der "Weg" eben nach und nach zuwächst.

Den Fisch haben Frau und Tochter ausgesucht, am 10. April landete die Maschine aus Thailand. Er wurde vom Nachwuchs "Rosa M.S. Einhorn" getauft...

Aktuell scheinen sich alle 4 Familienmitglieder damit sehr gut zu fühlen. Ich hoffe, dass das so bleibt und wir noch viel Freude daran haben werden.

____________________________ 16.04.2016 - 07.05.2016 ____________________________

Fisch gut angekommen und nimmt nach anfänglichem Zögern das angebotene Futter an.

Das Verhalten ist lebhaft und neugierig. Die ausdrucksvolle Körpersprache und die nach Lichtverhältnissen und Gemütszustand leicht variierenden Farbschattierungen bleiben interessant und ansprechend zu betrachten.

1xWoche gibt es Herz-/Kreislauftraining durch Vorhalten eines Spiegels. Ebenfalls wöchentlich: Fangen spielen mit Lebendfutter (Daphnien).

Die Wasserwerte sind weiterhin prima:

- Anfangs hatte ich Sorge wegen pH7,8; ist durch CO2 aber dauerhaft auf 7,2-7,4.

- Versuchsweise Streckung des Wasserwechsels auf 14 Tage zeigt weiter stabile Werte: erste Urlaubssimulation erfolgreich.

Schneckenpopulation stabil bei ca. 15 St. Zusammen mit dem Twinstar bleibt für Algen derzeit weiterhin keine Chance. Der Fisch lässt sie in Ruhe - aber die Eier scheint er sich zu holen...

Pflanzenwachstum insgesamt gut. Erster umfassenderer Beschnitt. Die Vallisneria Nana will jedoch noch immer nicht so recht. Daher haben wir ihren Freiraum jetzt mit Ludwigia palustris super red gefüllt. Passt optisch prima.

Explizite Schwimmpflanzen verkneifen wir uns weiter; die Riccia fluitans passt uns gut: das Wachstum ist üppig aber gut kontrollierbar. Von den Felssteinen haben wir sie entfernt; dort nur Phönixmoos in einigen Spalten. Der HMF ist davon mittlerweile großflächig besiedelt worden - man sieht fast nur noch den grauen Auslass. Das ganze Filter-/Lufthebe-/Pumpensystem arbeitet übrigens völlig geräuschlos.

Fazit bislang: Spitze! Schöner und interessanter Fisch in klarem Wasser in abwechslungsreicher Pflanzenwelt. Allen geht's erkennbar gut und keiner hat Stress :-)

____________________________ 08.05. - 24.05.2016 ____________________________

Einige weitere Erkenntnisse gemacht:

1- Der Twinstar ist hervorragend! Nach einem verlängerten Wochenende haben wir gestaunt: ein dezenter aber unverkennbarer Algenwuchs, der sich am Aquarienglas in alle Richtungen fröhlich ausbreitete. Erst nach einigen Stunden realisierte ich was geschehen war - der Twinstar war von Donnerstagabend bis zum Sonntagabend nicht an. Ich hatte ihn im Zuge des Futterautomatenanschliessens vom Netz genommen, und vergessen ihn nach dem Wiederanschliessen auch einzuschalten. Naja, so kam der Scheibenreinigermagnet zu seinem ersten Einsatz- viel mehr werden es hoffentlich auch nicht.

Wow .... wir kennen nur das glasklare Wasser; ich beginne zu ahnen, wie trüb und arbeitsintensiv es ohne Twinstar wäre!?!

2 - Ein Kampffische kann seine Ernährungsgewohnheiten schnell ändern. Nachdem die Schneckenpopulation der ausgewachsenen Tiere bei ca. 15 stabil war, war nach dem Wochenende nur noch 1 Exemplar zu finden. Schnief. Gespannt, ob sich das auf die Algen auswirkt.

Fazit: noch immer viel Freude am Becken; die kleinen Schneckenracker werden mir aber fehlen.

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Evolutionsbilder (6):