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Postby wilderHecht » 13 Jul 2010 16:48
Hallöchen,

habe seit einigen Tagen ein paar neue "Mitbewohner" entdeckt, die ich bisher (die letzten 10 Jahre) noch nie gesehen habe. Welche Algenart ist das?

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Postby HanSolo78 » 13 Jul 2010 20:34
Hallo wilder Hecht?!

Sieht mir ziemlich nach einer Art der Rotalge aus. Schwer zu bekämpfen.
Gruß
Gunnar

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Postby wilderHecht » 13 Jul 2010 22:13
Nabend,

ob die Kollegen schwer zu beseitigen sind sehe ich die Tage. Sie sind erst mit dem Wechsel von EL Profito auf Flowgrow-mikro und NPK-macro entstanden. Ich werde also die neuen Sachen von AR vorerst absetzen.

Habe nach Rotalgen gegoogelt, aber konnte diese Form nicht finden. Ich habe auch auf "Algen-Seiten" keine passenden Vergleichsbilder gefunden. Mich erstaunt diese feinfiedrige und verzweigte Wuchsweise. So komplexe Algen kenne ich bisher nur aus dem Meerwasser.

Da ich keinen reinen Alkohol zu Hause habe, fällt der Test auf Rotfärbung leider aus.
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Postby jörg » 13 Jul 2010 22:45
Hallo Christoph,
also das Aussehen und die Form das sagt mir schon mal was, versuch es mal nicht mit einer Alge sondern Google mal nach Süßwassermoostierchen, sind zwar selten anzutreffen aber selbst ich hatte sie, und hielt sie auch zuerst für ne Algenart.
Beim Googeln mußte ein wenig suchen, da es verschiedene Formen von Moostierchen gibt unter anderem auch diese Form.
So nun zur Lösung des Problems falls es denn welche sein sollten, mir hat man im Zoohandel ein Mittel gegeben mit der Zusage das hilft auf jedenfall, was ich leider oder gottseidank nicht beantworten kann, denn sonst wären vieleicht die Tierchen hinüber, aber leider hätte es auch Schnecken und andere Pflanzen in mitleidenschaft gezogen.
Den gewünschten Erfolg, hatte ich durch den Rat von Bernd Kauffmann, von Dennerle bekommen ,die befallenen Gegenstände rausnehmen und reinigen, und befallene Pflanzen ersetzen (bei mir waren es Valisnerien, hatte Sie zwar nicht ersetzt, aber radikal gekürzt)einige Reste verblieben im Aquarium, verschwanden aber mit der Zeit von selbst oder ich hatte sie beim WW mit dem Schlauch eingesaugt, und die Pflanzen sind wieder kräftig gewachsen.Die 2 te Möglichkeit wäre, so hat man mir auch gesagt freu dich das du sie hast, schaden tun se nicht und beobachte sie was sie machen (übrigens die Teile können zu einem schönen, kleinen Fächer werden vom Aussehen her und siedeln sich meist am liebsten nahe dem Filterauslass an, bei mir ist es ein Innenfilter).
ich hoffe ich konnte dir damit ein wenig helfen, und wie gesagt ,es ist eine Vermutung, das es sich um diese Tierchen handeln könnte.

Viele Grüße

Jörg
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Postby jörg » 13 Jul 2010 22:53
.... noch was vergessen habe :D das mit dem Dünger absetzen, hab ich auch zuerst gemacht, gebracht hat es bei den Teilen nichts, nur meine Pflanzen hatten darunter gelitten.Die Farbe der Tierchen ist weiss und sind stabiler gebaut, als ne Algenart also nicht weich( wie die Fadenalgen z.B.) .

Ich hoffe ich konnte dir damit etwas helfen.

Viele Grüße

Jörg
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Postby Brot » 13 Jul 2010 23:07
Hi,

ich denke auch das es eine Rotalgenart ist. Sicherlich liegt es nicht da dran das du AR benutzt, sondern weil du eine plötzliche Veränderung vorgenommen hast mit welcher die Pflanzen erstmal klar kommen müssen egal was du veränderst ob es Aufhärtesalz oder Dünger oder Licht oder Leitungswasser auf VE(Osmosewasser) ist. Die Pflanzen müssen sich ersteinmal dran gewöhnen, und in dieser harten Zeit machen sich die Algen breit. (Egal ob von Porsche auf Trabi oder umgekehrt, sollte man sich auch erst dran gewöhnen)
Das war bei mir auch so seit 7Jahren hatte ich nie Bartalgen mit Leitungswasser und unmittelbar 2Tage nach einem Umstieg auf VE Wasser,in der Hoffnung auf besseren Pflanzenwuchs, sind tausende aufgetaucht. Erst nach einem Monat konnte ich alle Algen samt Rotalgen bezwingen weil ich Geduld hatte. Von einem Tag auf den andern wirst du sie nicht los auch wenn du jetzt wieder auf das alte Produkt zurückgreifst.

Die Rotalgen sind 100% nicht gekommen weil deine Pflanzen kein AR Dünger mögen oder dein Wasser es nciht verträgt :lol: . Wenn du dich entschieden hast ein anderes Prosukt zu nehmen würde ich das durchziehen.
Licht würde ich reduzieren für 2 Wochen.

Grüße

Kris
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Postby wilderHecht » 13 Jul 2010 23:09
Hi Jörg,

Ich bin gerade fleißig am googlen nach den Moostierchen, mal schauen ob sich da was findet.

Farblich sind sie aber wie auf dem Bild, nicht weiß, eher eine Art british racing green :lol:
Sie belagern bei mir auch nicht den Filterausgang sondern die hellsten Äste in mittlerer Höhe, mäßige Strömung. Ich muss morgen nochmal das restliche Becken inspizieren, ob ich weitere Vorkommen erspähen kann. Den Dünger setze ich trotzdem mal komplett ab, da mir nach knapp zwei Wochen nach dem Wechsel kein Wachstumsschub aufgefallen ist und ich mal sehen möchte, wie das Becken mit CO2-only läuft. Die Düngereinstellung also unabhängig vom, ich nenns jetzt einfach mal so, grünen Dingsbums :bier:

@Kris: ich verteufel die AR Produkte auch garnicht, wollte aber angemerkt haben, dass es fast zeitgleich mit der Düngerumstellung gekommen ist und wie oben geschrieben werde ich wohl für die nächsten Wochen schauen, wie der Pflanzenwuchs ganz ohne Dünger, nur mit CO2 und Fisch-AA ( :mrgreen: ) aussieht


Edit: wenn mir jmd einen Link zu einer Rotalgenart geben könnte die so aussieht.. ich brauche nämlich noch die Entscheidungsfindung, ob ich die Teile entferne oder mir die Sache anschaue.. habe gestern beim WW nur testweise ein paar entfernt (ging relativ gut) und bin mir da noch unschlüssig, häßlich finde ich sie nämlich nicht :!:
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Postby jörg » 14 Jul 2010 06:00
... genau das ist ein nennen wir es hinweis für die Kleinen (hellsten Äste in mittlerer Höhe, mäßige Strömung)
http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BC%C3 ... ostierchen

Die Süßwassermoostierchen sind meist in stehenden Gewässern zu finden, sei es als Überzug auf Steinen, an der Unterseite von See- und Teichrosenblättern oder auf ins Wasser hängenden Zweigen. Von den über 5000 rezenten Arten der Moostierchen, die insgesamt bekannt sind, gehören nur rund 74 zu den Süßwassermoostierchen, von denen 19-20 in Europa heimisch sind
Ich hatte auch kaum Wasserbewegung in meinem Aquarium und die Teile waren meist oberhalb anzutreffen.
Google einfach mal im Inet rum und wie gesagt es gibt da viele Erscheinungsbilder

Viele Grüße

Jörg
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Postby Stefan76 » 14 Jul 2010 08:09
Hallo Christoph,

sind die Algen/Tierchen bei Dir auch schleimig?
Ich habe etwas, was genauso aussieht, vielleicht etwas dichter als bei Dir, aber im Detail genauso.
Wächst auch oben im Licht, bevorzugt auf Wurzeln bzw. auf dem Heizstab. Anfänglich wollte ich das mit den Fingern entfernen, was aber nur schwer ging, denn es fühlt sich schleimig an. Wie rohes Eiweiß; rinnt durch die Finger.
Entferne die Algen/Tiere inzwischen mittels Pinzette. Woher sie kamen weiß ich auch nicht. Habe sie mir ggf. durch neue/getauschte Pflanzen eingeschleppt.

Weiß jemand, wie die sich vermehren/ausbreiten?

Viele Grüße
Stefan
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Postby GeorgJ » 14 Jul 2010 09:14
Stefan76 wrote:Hallo Christoph,

sind die Algen/Tierchen bei Dir auch schleimig?
Ich habe etwas, was genauso aussieht, vielleicht etwas dichter als bei Dir, aber im Detail genauso.
Wächst auch oben im Licht, bevorzugt auf Wurzeln bzw. auf dem Heizstab. Anfänglich wollte ich das mit den Fingern entfernen, was aber nur schwer ging, denn es fühlt sich schleimig an. Wie rohes Eiweiß; rinnt durch die Finger.
Entferne die Algen/Tiere inzwischen mittels Pinzette. Woher sie kamen weiß ich auch nicht. Habe sie mir ggf. durch neue/getauschte Pflanzen eingeschleppt.

Weiß jemand, wie die sich vermehren/ausbreiten?

Viele Grüße
Stefan


Huhu,

ich hatte ebenfalls solche Algen, waren recht interessant, weil sie beim rausholen richtige Schleimhaufen waren. Dafür würde auch dieses perlschnurartige Erscheinungsbild sprechen... ich hatte meine damals vor einer Beckenneugestaltung massenweise gesichtet, danach aber nicht mehr und hatte mich leider auch nicht um Bilder oder Infos gekümmert...
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Postby wilderHecht » 14 Jul 2010 14:00
Mahlzeit :lol:

Habe das ganze Becken untersucht und konnte die "Dingsbumse" nur an der zentralen verästelten Wurzel entdecken (es gibt noch andere Wurzeln in einer dunklen strömungsberuhigten Ecke, dort ist nichts). Trotz teilweise aufliegenden und aufgebundenen Pflanzen wächst es bisher ausschließlich auf dem Holz. Edit: auf einem sonnigen Stein ist auch ein Fächer zu erkennen.

Habe auch gleich mal die "Schleimprobe" gemacht und mit der Pinzette ein großes Exemplar abgezupft, konnte es aber auch nach einer Minute ausserhalb des Wassers nicht zwischen den Fingern zerreiben! Es ist ziemlich fest, vergleichbar mit Javamoos. Es ist geruchsneutral.

Zum Thema Moostierchen konnte ich bisher nichts in Erfahrung bringen, habe leider auch mein altes Schülermikroskop nicht mehr.

Garnelen und Schnecken scheinen sie nicht zu interessieren, da diese fleißig darauf vorbei putzen/schleimen.


Vllt. findet sich noch jmd der genau meine "Dingsbumse" im Becken hat/hatte. Bis dahin dürfen sie bleiben, solange sie nicht auf Pflanzen übergehen. Die Entfernung ist wie ja schon erwähnt recht einfach.
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Postby Stefan76 » 14 Jul 2010 14:24
Hi,

lt. dem Wikipedia-Link weiter oben können die Dingsbumse (wir nehmen das jetzt mal als offizielle Bezeichnung :D ) sowohl gallertige als auch krustenartige Überzüge bilden (und somit fest sein), aufgrund des Chitins.

Die Moostierchen als Dingsbumse sind daher noch nicht aus dem Rennen...

Viele Grüße
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Postby wilderHecht » 18 Jul 2010 12:55
es werden nicht gerade weniger, Pflanzen sind weiterhin nicht betroffen :)
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Postby Sumpfheini » 18 Jul 2010 13:26
Hallo,
solche Dingsbumse hatte ich auch schon öfters :D
Ich schließe mich der Rotalgenbefürworterfraktion an und meine, dass es wahrscheinlich eine Batrachospermum-Art (Froschlaichalge) ist. Christophs Beschreibung des Dingsbumses als glitschig und das Perlenketten-artige Aussehen der Äste passen dazu. Die "Perlen" sind Büschel von verzweigten Zellfäden, die von einem dickeren Strang ausgehen. Hier Mikroskopbilder von verschiedenen Froschlaichalgen:
http://www.aquanet.de/Magazine/DetailAr ... 23a08e026b
http://www.aquamax.de/HG06UG12.htm

Gruß
Heiko
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Postby Bernd Kaufmann » 18 Jul 2010 17:06
wilderHecht wrote:es werden nicht gerade weniger, Pflanzen sind weiterhin nicht betroffen :)


Hallo Christoph,

pack mir zwei oder drei Exemplare in ein Plastiktütchen mit Druckverschluss, nur gut feucht, nicht tropfnass. Das schickst Du mir als normalen Brief an diese Adresse: http://www.aquamax.de/HG22.htm
Dann sollten wir bald wissen, was es ist.
Viele Grüße
Bernd ©¿©
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