Woran erkenne ich Eisenausfällung

Ich frage mich da ich leider nichts passendes finde wie ich Eisenausfällung erkenne und überprüfen kann.

Ich dünge recht viel Flowgrow und Po4 und habe im Bodengrung Mulm und an der Wasseroberfläche 2 Tagen nach WW 90% eine silbrige Kahmhaut.

Es ist ein 30l cube mit 1450lm beleuchtet.
Muss einen hohen Po4 gehalt im becken haben da ich sonst direkt grüne Punktalgen bekomme.
PO4 liegt bei 0.8-1.2mg
wird täglich 0.14mg aufgedüngt.
Eisen mit Flowgrow täglich 1-2Spritzer
 

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Ich frage mich da ich leider nichts passendes finde wie ich Eisenausfällung erkenne und überprüfen kann.

Ich dünge recht viel Flowgrow und Po4 und habe im Bodengrung Mulm und an der Wasseroberfläche 2 Tagen nach WW 90% eine silbrige Kahmhaut.

Es ist ein 30l cube mit 1450lm beleuchtet.
Muss einen hohen Po4 gehalt im becken haben da ich sonst direkt grüne Punktalgen bekomme.
PO4 liegt bei 0.8-1.2mg
wird täglich 0.14mg aufgedüngt.
Eisen mit Flowgrow täglich 1-2Spritzer
Besatz sind Red Bee Garnelen ca 25 ausgewachsen + Jungtiere. Werden nicht gefüttert und möchte ich demnächst wieder reduzieren.
 

Kejoro

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Hey Philipp,

man nehme eine Probe mit Mulm und misst darin PO4 und Fe.
Man kann es auch ansäuren, dürfte aber nicht nötig sein. Der Test wird schon genug lösen.
Der gemessene Wert wird bei Ausfällung über dem des im Wasser gemessenen Werts liegen.

Das haben auch schon Leute hier gemacht. @nik zum Beispiel, allerdings finde ich den entsprechenden Beitrag nicht mehr.

Schöne Grüße
Kevin
 
Hey Philipp,

man nehme eine Probe mit Mulm und misst darin PO4 und Fe.
Man kann es auch ansäuren, dürfte aber nicht nötig sein. Der Test wird schon genug lösen.
Der gemessene Wert wird bei Ausfällung über dem des im Wasser gemessenen Werts liegen.

Das haben auch schon Leute hier gemacht. @nik zum Beispiel, allerdings finde ich den entsprechenden Beitrag nicht mehr.

Schöne Grüße
Kevin
Okay das werde ich dann mal machen danke
 
Links Mulm rechts Wasser was kann ich tun um das zu vermeiden.
 

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Thiemo

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Moin,

Ich greife diesen Thread nochmal auf. Habe demletzt mal auch meinen Mulm gemessen und komme auf das gleiche Ergebnis wie Phillip.

Auf 180 Brutto Liter dünge ich täglich 1ml Flowgrow. Und ca 0,1 mg/L PO4.

PO4 kann ich generell nicht im Freien Wasser nachmessen. (JBL Tröpfchentests) zu Aquarien Startzeiten war dies noch möglich.

Jetzt die Frage, ist dieses Ergebnis nun schlecht? Was kann man dagegen tun?

Ansonsten hin ich mit dem Flowgrow etc super zufrieden.

Habe dazu auch einen anderen Artikel gefunden. Leider ohne Lösung bzw Bewertung.

 

nik

Moderator
Teammitglied
Moin zusammen,
Das haben auch schon Leute hier gemacht. @nik zum Beispiel, allerdings finde ich den entsprechenden Beitrag nicht mehr.
nicht direkt mit Mulm. An einem kleinen Seliger Niedervoltpümpchen mit 300 l/h Durchsatz ist ein grober Schwamm von 40x40x10 mm als Ansaugschutz verbaut. Den hatte ich ausgedrückt, den Schlamm sich absetzen lassen und das drüberstehende klare Wasser mit astronomischen PO4-Gehalten gemessen. Macht einfach klar welche Nährstofffänger schon grobe Schwämme sind. Hatte ich unterschätzt. Tonröllchen sind besser. Schwämme verwende ich nur mehr ausnahmsweise.

Wenn PO4 im Becken ausfällt, ist es noch lange nicht für Pflanzen unverfügbar. Zum einen findet eine mitunter nicht messbare Rücklösung des PO4 statt oder zum anderen können Pflanzen sich im Wurzelraum die ausgefällten Phosphate verfügbar machen und verwerten.
Bei ständig hohen PO4-Gehalten sind massive PO4-Depots aus Ausfällungen anzunehmen. Erkennt man an einem ständig hohen PO4 Wert und den dann deutlichen Rücklösungen, sichtbar nach einem großen Wasserwechsel, wenn sich nach dem anfänglich niedrigen PO4-Gehalt im Wasser nach relativ kurzer Zeit der alte Pegel wieder einstellt.

Gruß Nik
 
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Kejoro

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Hi Thiemo,

ob Ausfällungen gut oder schlecht sind, muss jeder für sich betrachten. Da gibt es kein klares "ja" oder "nein".
Eisen fällt recht zügig als Eisenoxid-Hydroxid aus und das wiederum bindet Phosphat ungemein gut. Verschwindet mit Schwamm o.Ä. meist im Filter, unerreichbar für Pflanzen.

Wenn man die KH (und damit den pH) entsprechend tief fährt, kann die Reaktion umgekehrt werden. Stabilere Chelate halten sorgen auch dafür, dass Eisen in Lösung bleibt.
Btw Mangan ist auch so ein Kandidat, der gerne ausfällt...

Schöne Grüße
Kevin
 
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nik

Moderator
Teammitglied
Moin Kevin,
Wenn man die KH (und damit den pH) entsprechend tief fährt, kann die Reaktion umgekehrt werden.
die KH ist ein indirekter Einfluss, der pH ein direkter. Ist nur ein geringer Unterschied, kann aber missverstanden werden. Der (niedrige) pH ist entscheidend, könnte auch bei höherer KH sein. Apologies for splitting caraway. War mir anderweitig ein Aha-Erlebnis.

Gruß Nik
 

Thiemo

Active Member
Hi,


Ausfällungen gut oder schlecht sind, muss jeder für sich betrachten
Die Frage wäre wohl eher. Wie und ob überhaupt man das vermeiden kann.

Ich wäre jetzt von ausgegangen, dass der Flowgrow schon chelatiert ist und es entsprechend keine Probleme geben sollte. Wäre ja schon ziemlich doof wenn der Dünger sozusagen durch die Reaktion unbrauchbar wird.

Wäre dies eine Erklärung, wieso mein PO4 Wert nicht messbar ist?
 

Kejoro

Active Member
Hi Thiemo,

verhindern kann man das Ausfallen nur, indem man unterhalb aller Löslichkeitsprodukte eines jeden Salzes bleibt, welches im Aquarium entstehen könnte. Heißt im Klartext, dass man alle Ionen mal auflistet und dann Paare bildet. Die mit der niedrigsten Löslichkeitsprodukten sind aquaristisch von Interesse. Selbst schwerstlösliche Verbindungen nach Wikipedia sind aquaristisch gesehen noch ganz gut reaktiv^^

Ein paar Zahlen kann man hier finden: https://www.periodensystem-online.de/index.php?el=26&id=mwg
pL ist hierbei das Löslichkeitsprodukt. Das entsteht, wenn man das Massenwirkungsgesetz auf Ausfällungen anwendet. Demnach hängt das Produkt von den Aktivitäten der Stoffe ab, die entscheiden, ob es zu Ausfällungen kommt oder nicht. Die Aktivitäten/Konzentrationen sind dann noch von anderen Parametern abhängig. Phosphat variiert über den pH, Eisen über pH und Eh.
Ich hab in dem Post hierzu mal ein Programm geschrieben, dass über verschiedene pH Werte die maximale Menge an Eisen(iii)-Phosphat ausgibt.
Alle Versuche, Ausfällungen zu unterbinden, basieren darauf, die Konzentration eines Stoffes im Wasser niedrig zu halten!
Hier greifen die Chelate ein. Chelate maskieren bspw. Fe(iii) und entfernen es somit aus der Reaktion und Massenwirkung.

Der Mikro Spezial Flowgrow ist schwach chelatiert. Das sind meist organische Chelate wie Citronensäure, Weinsäure,... Die können von Bakterien gut verwertet werden. Deshalb sind die Stoffe im Becken auch nicht lange nachweisbar. Letzteres wird auch bei den Produkten erwähnt, der Grund wird meist nicht erwähnt ^^
Wäre ja schon ziemlich doof wenn der Dünger sozusagen durch die Reaktion unbrauchbar wird
Das ist leider gängige Praxis.

Lange ausgeholt: Phosphat wird vermutlich durch Eisenoxid-hydroxid aus dem Wasser genuckelt. Das wiederum ist eine Absorptionsreaktion, ähnlich wie sie bei Soils/Erden/Tönen gerne auftritt. Das ist ein physikalischer Effekt.
Diese zu unterbinden, halte ich nicht für zielführend, da macht es mehr Sinn, das Trägermaterial zu entfernen, bzw. in der Entstehung zu verhindern.
Und ja, das geht! Mein Cube hatte auch mal Phosphat gefressen, mittlerweile bleibt das über Wochen nachweisbar :)
Die von Nik angesprochenen Rücklösungen durch Wasserwechsel gab es nicht.
Bei ständig hohen PO4-Gehalten sind massive PO4-Depots aus Ausfällungen anzunehmen. Erkennt man an einem ständig hohen PO4 Wert und den dann deutlichen Rücklösungen, sichtbar nach einem großen Wasserwechsel, wenn sich nach dem anfänglich niedrigen PO4-Gehalt im Wasser nach relativ kurzer Zeit der alte Pegel wieder einstellt.
und das ist ein sehr guter Hinweis! Es funktioniert aber auch andersherum. Wenn es ein Depot gibt und sich ein Gleichgewicht eingestellt hat, dann führt ein mehr an Phosphat auch zum ursprünglichen Pegel.

Schöne Grüße
Kevin
 

nik

Moderator
Teammitglied
Moin Thiemo,
Die Frage wäre wohl eher. Wie und ob überhaupt man das vermeiden kann.
in Gänze lässt es sich nicht vermeiden. Ich will diese Ausfällungen auch nur so gering wie möglich und erreiche das über einen stark chelatierten Eisenvolldünger und in der Regel nicht nachweisbares PO4. Letzteres über PO4 Stoßdüngung. Wenn PO4(/Eisen) nicht im Filter landet, ist es im Becken immer noch Pflanzen zugänglich.
Ich wäre jetzt von ausgegangen, dass der Flowgrow schon chelatiert ist und es entsprechend keine Probleme geben sollte. Wäre ja schon ziemlich doof wenn der Dünger sozusagen durch die Reaktion unbrauchbar wird.

Wäre dies eine Erklärung, wieso mein PO4 Wert nicht messbar ist?
Ja. Ist aber mehr ein Gedanke als Gewissheit. Denke eher, dass ich das nicht vollständig überblicke. So oder so ist der Flowgrow organisch stabilisiert. Die Chelate werden bakteriell zügig abgebaut. Dafür hast du mit deinem gut bestückten Riesenfilter für ein 180 l Becken genau das richtige Werkzeug. Das kann dir noch öfters auf die Füße fallen. Und mit dem freien Eisen passiert vor allem das, was Kevin schon erwähnt hatte, die Bildung von Eisenoxidhydroxid und das ist dann bezüglich PO4 sehr bindungsfreudig. Das sind nicht alle Prozesse, die da ablaufen, macht es mir aber ausreichend unübersichtlich, dass ich das so übersichtlich wie möglich gestalte. Rate mal, welche Rolle da ein dicker Filter spielt, der auch noch entbehrlich ist? ^^

Dann warte ich noch darauf den Sinn von so einem extrem weiten Fe/Mn Verhältnis in einem Dünger bei einem ausgeprägten Fe/Mn Antagonismus bei der Aufnahme durch Pflanzen verstehen zu können. Wird mir vermutlich nicht gelingen [/Ironie]

Gruß Nik
 

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