Wer rührt seinen Tank nur ohne zu filtern?

Hallo Zusammen

Wie mein Thema schon sagt,interessiert mich wer seinen Tank nur noch mit einer Strömungspumpe rührt
und wie Eure Erfahrungswerte sind.
Nik's Ausführungen zur Geringfilterung sind ja "Klare Sache"!
Wie sieht das bei Euch aus mit Schwebstoffen aller Art aus,vor allem in "Besetzten Tanks".
Ich will weg vom Aussenfilter :keule: und mache mir gerade einen Kopf,wie ich so gut wie mit dem Außenreaktor Co2 in Becken kriege.
Das ich meine Aussenfilter los werden will ist doch Klare Sache.
Betreibt jemand ein etwas grösseres Becken -->ab 300 Liter aufwärts ohne Filter?
 

omega

Well-Known Member
Hi,

ohne Garnelen und Fische, die ständig auf allen Oberflächen rumfrickeln, wird das Wasser auch ohne Filter klar bleiben, solange sich Zonen mit so wenig Strömung bilden können, daß Schwebstoffe absinken können.
Ich hab hier Garnelen (18 Amanos, >100 Red Fire auf 390l brutto, stark bepflanzt), die ständig rumfrickeln, und die 20 PPI Matte meines Hamburger Mattenfilters packt die Schwebstoffe nicht weg: nie wirklich klares Wasser. Das ging erst mit Tunze Wattepatronen an einer Tunze Turbelle e-jet 1005 zusätzlich zum HMF, hat aber nur eine kurze Standzeit und braucht viel zu viel Platz.

Ich stelle meinen HMF also als Nur-Umrühren ohne mech. Filterwirkung hin, und das Wasser wird nicht klar mit den vielen Garnelen, die rund um die Uhr überall alles aufwirbeln.

Grüße, Markus
 

Ewald

Member
Hallo Oli und Uschi,

ich habe in meinem Juwel Rio 125 (ca. 100 l Nutzliter) den entsprechend festeingebauten Bioflow vor ca. 4 Monaten ausgeleert und nach und nach alle Filter (siehe weiter unten auf der verlinkten Seite) entfernt bis auf eine dünne, weiße Fliesmatte aus Filterwatte. Damit ich die überhaupt in den Filter einlegen kann habe ich im Filter unter dem Flies einen leeren "Filterkäfig" in dem mal weißes Keramikmaterial "Citrax" war. Ich kämpfe im Moment noch mit Algenbelägen auf den Pflanzen. Diese rubbel ich regelmäßig ab und die Rückstände als "brauner Mulm" sammeln sich dann binnen Stunden bzw. längstens in einem Tag auf der Fliesmatte. Die ich danach regelmäßig je nach Zustand auswasche.

Anfangs hatte ich Bedenken, dass es Probleme mit Nitrit geben könnte, aber keine messbare Spur und auch keine anderen Schwierigkeiten. Das Wasser ist immer glasklar und wird sehr schnell wieder komplett klar nachdem ich gärtnerisch unterwegs war. Die Filterwatten-Matte ist neu 1 cm dick, nach einer Woche 0,5 cm und etwas später sogar nur noch 2 bis 1 Millimeter dick. Nach einigen Auswasch-Prozeduren ist sie so dünn und ausgelatscht, dass sie in der Mitte sogar richtig große Löcher hat, wo man durchschauen kann. Ich lege deshalb dann zwei solcher alten Watte-Fliese um 90° verdreht übereinander in den Filter. Das ist alles was ich noch im Filter habe.

Meine Panda-Wels Bande mit 5 Genossen im Kollektiv wuseln auch ständig durch's Aquarium und sorgen für Unruhe über dem Boden und mein Uralt Antennenwels (> 30 Jahre) räumt regelmäßig seine Tiefgarage vom nachfließenden Sand (Körnung so 0,8 bis 1 mm) aus und ist alle paar Wochen kräftig am graben, ausbauen und vergrößern seiner U-Bahn unter seiner großen Wurzel. Ansonsten drehen 20 rote Neons und 10 Phantomsalmler ihre Runden. Das Aquarium steht jetzt insgesamt ca. 18 Monate.

Von den Pflanzen her ist von der Art her nicht besonderes im Tank, aber es ist ziemlich zugewachsen oder wie Tobi mal meinte verkrautet :wink: als er Fotos gesehen hat. Ich will sagen es hat ziemlich Pflanzenmasse und damit viel pflanzliche Oberfläche: Ich muss immer wieder dafür Sorge tragen, dass der Fischbande ausreichend Schwimmraum bleibt.

Das Wasser ist immer klar, etwas bräunlich von der Färbung her (vermutlich von den großen Wurzeln) und abgesehen von den Algen habe ich keine Probleme. Sollte ich den Krieg gegen die Algen final gewonnen haben, hätte ich keine Bedenken die übrig-gebliebene Filterwatte ebenfalls zu entfernen. Ich habe auch darüber nachgedacht, dann das doch relativ große Filtersystem eventuell zu entfernen. Allerdings ist es eine ganz gute Kombination aus Pumpe und Heizung und abgesehen von der Arbeit das verklebte System raus zu bekommen ist es halt auch zumindest ein gedanklicher Rettungsanker, wenn man mal aus welchen Gründen auch immer, doch etwas zu filtern hätte ....

Das CO2 kommt bei mir aus der Flasche und wird durch einen Aquario Mini Diffusor der im Aquarium hinten am Boden, in der Nähe des Pumpenauslasses, liegt ins Wasser gebracht. Der CO2 Gehalt ist nach Dauertest um die 20 mg/l und meine 0,5l Flasche aus dem Wassersprudler hält mindestens 4 bis 6 Monate. Ich bin sowohl mit dem CO2 Verbrauch als auch mit dem CO2 Gehalt zufrieden und sehe keine Not hier was zu ändern.

Von meinem Eindruck her, überzeugt mich diese Vorgehensweise des Filterns oder besser "Nicht"-Filterns so sehr, dass mein geplantes, nächstes Rio 400 sicher von Beginn an zumindest Filter-Inhalts-leer sein wird. Im Moment bin ich sicher noch etliches von einem Altwasser-Becken weg, aber die 50%igen Wasserwechsel mache ich nur noch alle 4 Wochen. Als Wasser verwende ich Mischbett-Vollentsalzer Wasser, welches ich mit Münchner Wasser verschneide, so dass ich auf eine KH/GH von ca. 6° dH komme. Düngermäßig achte ich darauf das Kalium zu begrenzen und dünge alles in einzeln Komponenten. Ich schreibe all diese Details, da ich überzeugt bin, dass alles zusammen gehört und sich gegenseitig beeinflusst. "Filterlos" ist für mich mehr als nur Filter raus und man muss halt geduldig und beobachtend Schritt für Schritt machen. Eine wichtige Komponente ist sicher der Bodengrund. Bei mir Sand mit 0,8 bis 1 mm Körnung.

Ewald
 

chrisu

Active Member
Hallo,

dieses Becken wird nur gerührt. Alles läuft bestens!
 

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steppy

Member
Hallo,
ich habe mein Aquarium auch ungefiltert aufgesetzt und es hat gut funktioniert. Dann habe ich Panzerwelse eingesetzt (Corydoras Sterbai) und das Becken wurde sehr trüb:


Garnelen (Red Fire & Amano) hatte ich vorher auch in großer Zahl, die Trübung kam aber erst mit den Welsen.
Mit JBL SymecMicro war die Trübung gut rauszufiltern (das passiert grade auf dem Bild), kam aber schnell wieder. Außerdem war auf jeder Oberfläche im Aquarium ein feiner Flaum aus braunem Mulm zu sehen. Nach einem kurzen Experiment mit einem Außenfilter habe ich nun 30L Filterbecken und das Wasser ist klar.

Gruß
Stefan
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo Oli und/oder Uschi,

wenn ihr beide den Account benutzt, macht es Sinn kenntlich zu machen wer von euch beiden gerade schreibt. Schreibt eh nur eine/r, dann einfach die Sig anpassen. Danke. Und wenn ihr immer zusammen vor dem Monitor sitzt, dann nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil. :bier: ;)

Eigentlich wollte ich gar nicht antworten, weil ich seit 5-6 Jahren 180, 128, 72, 30, 25, 19, 10 und 4 l nur noch gerührt hatte respektive die derzeitigen lediglich rühre. In keinem kam es zu Trübungen. Allerdings verzichte ich auf alle Wühler. Garnelen gehören nicht dazu, mit denen hatte ich noch nie Probleme. Ein nicht unbedeutender Punkt ist Strömung, denn die konzentriert Mulm auf wenige Punkte - wo er sich dann absaugen lässt. Geringe Strömung hat verteilten Mulm zur Folge und das halte ich für die Ursache für Markus Schilderung. Mein erstes gering gefiltertes Becken (240 l) hatte (Mulm-)Trübungen trotz einiger Filterschwämme, aber die Wasserbewegung war sehr gering!

Gruß, Nik
 
Hallo Zusammen

Danke für Eure schnellen Antworten.
Bei einem Funktioniert's, bei dem anderen nicht besonders.
Das mit den Panzerknackern habe ich mir fast gedacht.Ich denke mal ich probier es aus wenn ich mein Co2 Zeug's zusammen habe und werde hier berichten.Ich bau den Filter ab und und schaue mal.
Aus meiner kleinen Truppe Corydoras pygmaeus von 25 Tieren sind mitlerweile auch so >50 geworden und aus meiner kleinen Truppe 25 Danio margaritatus sind auch schon so >50 Tiere geworden. Mal sehen wieviel Dreck sie machen und ob man ohne Filterung leben kann.Ich hoffe schon,denn ich habe momentan nur 1 Grobe Filtermatte in meinen 350T.

PS:mad: Nik (DER GERINGFILTERUNGSGURU) zumindestens für mich. Deine Ausführungen haben mich zum
nachdenken und zum nachmachen veranlasst. Danke :thumbs:
Also wir sitzen nie zusammen am Rechner....Jeder hat seinen "Eigenen" :bier: .Hab die Sig angepasst.
Ok ich werde meinen Tank mit einer Tunze 6055 rühren und da kann ich selbst entscheiden ob sich was ansammelt.
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hi Oli, :)
okidoki007":1xhmuhi6 schrieb:
Aus meiner kleinen Truppe Corydoras pygmaeus von 25 Tieren sind mitlerweile auch so >50 geworden und aus meiner kleinen Truppe 25 Danio margaritatus sind auch schon so >50 Tiere geworden. Mal sehen wieviel Dreck sie machen und ob man ohne Filterung leben kann.Ich hoffe schon,denn ich habe momentan nur 1 Grobe Filtermatte in meinen 350T.
Nur so nebenbei zwischen C. pygmaeus und C. sterbai besteht hinsichtlich ihrer Wühlerei ein schon eklatant zu nennender Unterschied! Und wegen einer groben Filtermatte lohnt das den Halles nicht. Die Matte kann einen Unterschied machen, wahrscheinlich nicht und dann würde ich einfach den Thermofilter als solchen (mit oder ohne Matte) genießen. Du kannst ein bisschen mit dem Filterdurchsatz spielen und den Topffilter sozusagen als Mulmsammler nutzen.

So habe ich das bei dem 72 l Becken mit einem (leeren) 2322 Thermofilter gemacht.
Links hinten sieht man das V2A-Ansaugsieb. Da waren allerdings keine Garnelen drin. Ob das junggarnelensicher ist, das bezweifel ich.

Gruß, Nik
 

strauch

Active Member
Hi Nik,

du machst mir Angst, am Wochenende wollte ich ein Trup Sterbai einsetzten, na da bin ich ja mal gespannt wie die mein Aquarium auf den Kopf stellen. :). Aber ich rühre auch nicht ohne Filter.

Grüße

André
 

joe rni

New Member
Hallo,

ich betreibe mein ADA 60P an einem "leeren" Eheim Experience 250T. In dem Filter befinden sich lediglich die leeren Einsätze, damit das Wasser im Filter durch das Rohr ordentlich nach unten zu dem Heizer geführt wird.
Ansaugseitig ist am Filtereinlauf wegen der Junggarnelen eine feine Schaumstoffpatrone aufgesteckt, welche hinten rechts im Ecke jedoch gut zugewachsen ist.

Ich hatte es vorher mit Soil + normales Leitungswasser + allen Eheim Filtermedien probiert, was jedoch nie so richtig funktioniert hat.

Seitdem ich auf Poolsand in Verbindung mit Osmosewasser und Aufhätesalzen umgestiegen bin und meinen Filter nach und nach ausgeräumt habe, bin ich mit dem Ergebnis ziemlich zufrieden und die Pflanzen wachsen.

Grüße
Jörn
 
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