Was hat meine Eriocaulon sp. 'Australia'?

Steffen

Member
Hallo,
ich pflege seit etwa 3-4 Monaten eine Eriocaulon sp. 'Australia' am Anfang ist sie auch gut gewachsen,
nur seit etwa 3 Wochen macht sie mir Sorgen.
Als estes wuchs sie nicht weiter, dann bildeten sich verkrüpelte Blätter und seit etwa 2 Wochen bildet sich im Herzen der Pflanze ein weißer Konten (wenn man das so nennen kann :? ).
Da hier im Forum ja einige Experten in Sachen Eriocaulon unterwegs sind, wollte ich mal fragen was ihr davon haltet und um was es sich bei dem weißen Gebilde nun handelt?

Ich hab mal ein paar Bilder gemacht, ich hoffe man kann erkennen was ich mein, sorry für die Bildqualität sind nur Handybilder.







Eckdaten des Beckens:
Maße: 100x40x50 (LxBxH) = 200l
Licht: 4x39W T5 mit einzell Reflektor
Bodengrund: Aqua Soil NEW Amazonia

Wasserwerte:
KH: 2-3
CO2: 20-25 mg/l
PH: 6,5
N03: 10-15 mg/l
PO4: 1 mg/l
K: 10 mg/l
Fe: 0,03-0,1 (je nach Tageszeit)

Ich hoffe jemand ist trotz des schönen Wetters aktiv und kann mir helfen, wäre echt schade wenn diese schöne Pflanze eingehen würde.
 

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Sumpfheini

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Teammitglied
Hallo Steffen,

sieht für mich so aus wie ein ganzes Bündel von jungen Blütenständen, die demnächst austreiben werden.
Unter der ziemlich generischen Bezeichnung 'Australia' scheinen ja verschiedene Erios unterwegs zu sein (es gibt viele Eriocaulon-Arten in Australien), vielleicht ist deine Pflanze die gleiche wie E. sp. 'Australis' von Matthias/Matz. Von dieser kenne ich es, dass sie eine Menge Tochterrosetten bildet und man sie durch Splitten vermehren kann, blühend habe ich sie noch nicht gesehen.
Ich weiß auch nicht, ob sie evtl. an submers bleibenden Blütenköpfen Adventivpflanzen bildet, wie es z.B. bei Eriocaulon sp. 'Goias' der Fall ist.
Hoffentlich melden sich hier noch Erio-Auskenner...

Gruß
Heiko
 

Matz

Moderator
Teammitglied
Hallo Steffen, hallo Heiko,
sowas, wie auf den Bildern habe ich bislang bei mir noch nicht gesehen; bei keiner der bislang von mir gepflegten Erios.
Deine These, Heiko, halte ich nicht wirklich für richtig: bislang sind bei allen Sorten, die ich hatte, die Blütenstängel einfach so nach und nach aus der Mitte der Rosette herausgewachsen. Es gab nie einen solchermassen "geballten" Ansatz dazu.
Pflanzen, die aus irgendwelchen Gründen eingingen, sahen dem schon eher ähnlich, aber halt auch nur ähnlich: die Blatter wurden von aussen nach innen gelblich/glasig, anfangs ist noch grünes Wachstum in der Mitte der Rosette zu erkennen, aber dann wird alles, auch der Neuaustrieb recht schnell (innerhalb von 2-4 Tagen) ganz weislich, durchsichtig und glibberig/faserig. Dann ist die Pflanze hinüber, auch wenn das Wurzelwerk und das "Herz" noch recht lange gut aussehen. Bei meinen ist da nie wieder was draus gewachsen, egal, ob im Boden gelassen (nach "Säuberung" des oberirdischen Teils) oder an der Oberfläche schwimmen gelassen.
Steffen, ich bin mal gespannt, was das wird, bin allerdings eher skeptisch :( .
Die Pflanze sieht allgemein nicht so gut aus (lässt die "Blätter hängen", hat gelbliche Blätter, ...). Und es ist gerade das "Herz" der Pflanze, welches recht großflächig keinen Neuaustrieb produziert, das ist meines Erachtens nach kein gutes Zeichen (sehe auch keine Tochter-/Nebenrosetten).
Tut mir echt leid, das sagen zu müssen (und ich lass' mich gerne vom Gegenteil überzeugen :besserwiss: ): ich glaube nicht, dass da noch was zu retten ist.
Ein paar schärfere Bilder der "Mitte" wären evtl. noch ganz hilfreich, wenn möglich.
Nochmals sorry für mein "Unken" :nosmile: und ich drücke selbstverständlich trotzdem die Daumen!!!
Bis bald,
:bier:
 

Steffen

Member
Hallo Heiko,
an Büten habe ich auch schon gedacht aber bisher habe ich noch nicht gesehen das Blüten bei Eriocaulon-Arten als so ein Bündel auftreten. Vielmehr wuchsen Blüten bei mir einfach so aus den Pflanzen heraus und die eigentliche Rosette (das Herz) blieb erhalten, bei der "Australia" jetzt ist das Herz der Pflanze vollständig verschwunden und wurde durch dieses weiße Gebilde ersetzt. :-/
Zur Herkunft dieser Eriocaulon kann ich nicht viel sagen, nur so viel dass sie aus Italien von Massimo stammt (http://www.rareaquaticplants.com) und das Massimo sie als Eriocaulon sp. 'Australia I' bezeichnet, "I" warscheinlich für Type 1.

Hallo Matthias,
ich glaube nicht das die Pflanze auf die übliche Art eingeht, die man von Eriocaulon-Arten kennt, damit musste ich leider auch schon Erfahrung machen :( , die Pflanzen werden glasig und die Blätter sterben recht schnell ab (2-4 Tage).
Dies ist bei dieser Eriocaulon nicht so, auch wenn die Pflanze momentan nicht gut aussieht (gelbe Blätter, leichte Grünalgen), so dauert diese Phase schon etwa 4 Wochen an, in denen sie keine neuen Bläter gebildet hat und dieser weiße Konten immer größer wurde.
So bin ich auch der Meinung das die Pflanze die Bläter nicht hängen lässt, es sieht eher so aus als würde das weiße Gebilde die Bläter zu Seite und nach unter drück. Von der Konsistez ist der weiße Teil recht hart und fest, ich weiß momentan nich wie ich es sonst besser beschreiben sollte.

"Unken" darfst du selbsverständlich und schon gerade bei Eriocaulon-Problemen, da neheme ich auch immer gleich das schlimmste an, denn diese Pflanzen sind wirklich ein wenig "tricky" in der Pflege.
Ich werde mal versuchen bessere Bilder zu machen und vielen Dank fürs Daumen drücken.
 
G

Gelöschtes Mitglied 395

Guest
Hallo Steffen, Heiko, Matthias,, :lol:

Ich habe solche Pflanzen bei mir schon gesehen und die sind immer eingegangen. Eine Ursache dafür konnte ich nicht sicher ausmachen, aber ich habe immer auch Phasen gehabt in dehnen ich wenig Zeit für die Pflege hatte. Momentan auch wieder :? . Ich wollte immer mal versuchen eine zu teilen, um zu sehen, ob sie innen schon zersetzt ist (das Herz). Ich denke also das auch Deine Pflanze uber kurz oder lang stirbt.
Bisher habe ich das ausschließlich bei Australe gesehen.

Tut mir leid um die Pflanze. :(

Gruß
Thilo

P.s. Das von Matthias beschrieben Sterben habe ich auch scho gesehen und dauert meist nur wenige Tage.
 

Steffen

Member
Hallo Thilo,
wäre natürlich schade wenn die Pflanze jetzt eingeht aber es sieht nicht ganz danach aus.
Bin ebend von der Arbeit nach Hause und was sehe ich da, es sieht so aus als ob aus dem weißen Ding kleine neu Pflänzchen wachsen, vieleich gerade mal 1-2 mm groß aber es steckt noch leben in der Pflanze. :eek:
Allso Handy raus und ein Bild gemacht, leider nicht besonders gut geworden und meine Kompacktkamera kann das leider auch nicht besser, hat einer nen Tip wie man mit einem Handy (Samsung Galaxy S2) bessere Bilder hinbekommt? (vieleicht ne App oder so was??)



Da die Austriebe sehr klein sind hab ich mal in Paint zwei Kreise rumgezeichnet.



Was meinen die Profies dazu?
Ich hoffe dass das ein gutes Zeichen ist und die Pflanze doch nicht eingeht, werde auf jedenfall weiter berichten für alle die es interessiert wie die Sache sich weiter entwickelt.
 

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Gelöschtes Mitglied 395

Guest
Hallo Steffen,

na, da wünsche ich Dir viel Glück. sieht für michauch so aus als würde sichdas etwas entwickeln. :thumbs:
Ich finde es übrigens recht gue Fotos von einem Handy.

Gruß
Thilo
 

Matz

Moderator
Teammitglied
Moin Steffen :),
vielleicht hat Heiko ja doch recht :hut: ! Ich sollte vielleicht das Urteil unseres Experten in Zukunft mal nicht zu früh in Frage stellen, nur weil ich das so noch nicht gesehen habe :roll: .
Könnte wirklich was werden, da am Rand. Wenn sich da kleine Tochterpflanzen entwickeln ist das schon mal gut :grow: . Ich hatte bei meinen Erios bislang nur eine, bei deren Blüte(n) an den Köpfen direkt Jungpflanzen gewachsen sind (submers), das war bei der E. sp. "Japan needle leaf". Vielleicht wird das ja bei den sich aus diesem "Nest" entwickelnden was :? :glaskugel: .
Daumen drück'!
Bis bald, halte uns auf dem Laufenden.
:bier:
 

Sumpfheini

Active Member
Teammitglied
Moin Matthias,
also ich glaube inzwischen doch, dass du recht hast und es zumindest keine Blütenstände in Arbeit sind. Das Eingekreiste sieht mir auch nach Tochterrosetten aus. Das weiße Zeug nach irgendwie sehr kurz geratenen Blättern (grüne Spitzen zu sehen), mit breiter heller Blattbasis.

Gruß
Heiko
 

Steffen

Member
Hallo,
es ist wieder ein bischen Zeit vergangen und ich wollte mal wieder berichten was sich so getan hat.
Als estes es geht Berg auf!! :gdance:
Es waren anscheinend doch kleine Pflänzchen die sich da gebildet hatten, denn in der Zwischenzeit sind diese schön gewachsen und messen jetz ca. 1 cm. Ich kann jetz ca 5-8 einzelne kleine Rosetten ausmachen die sich aus dem weißen Gebilde entwickelt haben und bereits Wurzeln bilden.
Was meint Ihr kann man die Pflanzen ab einer bestimmten Größe teilen (und wenn JA ab welcher Göße?) oder sollte man sie so im ganzen wachsen lassen?
 

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Gelöschtes Mitglied 395

Guest
Re: AW: Was hat meine Eriocaulon sp. 'Australia'?

Hallo Steffen,

Das freut mich aber dass die überlebt hat. Es lohnt sich also solche Pflanzen aufzuheben. :)
Wenn Du die Rosetten sicher erkennst kannst Du sie teilen. Am Besten mit einem Cutter in einem Schnitt. Es müssen immer Wurzeln an den einzelnen Rosetten sein. Da kann dann aber eine zum überleben auch reichen. Die Wurzeln noch um wenigstens die Hälfte kürzen. Eriocaulon haben oft riesige Wurzelbüsche. Die kann man ruhig auf zwei bis drei cm kürzen. Das pflanzt sich auch leichter ein.
Wenn Du mal eine Pflanze teilen möchtest die keine Ableger hat kannst Du die einfach mit einem Cutter in der Mitte durchschneiden. In der Mitte ist Wurzel meist Lila-rosa. Wurzeln kürzen, beide Teile einpflanzen fertig.

Alles gute mit den Pflanzen. Die können richtig Spaß machen.
Thilo
 

Steffen

Member
Hallo in die Runde,
ist ja schon eine Weile her das ich was von mir hören lassen habe, deshalb wollte ich mal wieder berichten was sich so getan hat.

Die Pflanze selbst gibt es nicht mehr, die letzten verbliebenen Blätter haben sich etwa Mitte September vollständig aufgelöst.
Daraufhin habe ich die kleinen Pflänzchen geteilt (mit einer Größe von rund 1,5-0,5 cm je Pflanze),
leider hat das nich so gut geklappt wie ich mir das vorgestellt habe da die einzelnen Rosetten sehr dicht gewachsen waren. So war es nur möglich immer nur zwei und dreier Gruppen zu teilen, nach der Teilung etwickelten sich die einzelnen Pflanzen sehr langsam aber es gab bis heute keine Verluste!
Es stellte sich herraus das sich einige Pflanzen schneller etwickelten als andere und dass die Wuchsgeschwindigkeit mit dem größer werden der Pflanzen zunahm.
Letztes Wochenende habe ich dann noch einmal einen Teil der Pflanzen geteil, so das der Großteil der Pflanzen jetzt einzeln steht und sich hoffentlich dadurch noch besser entwickelt.
Insgesamt sind aus einer Pflanze, 20 Stück geworden :shock:, ich hoffe das sich alle Pflanzen gut entwickeln und werde euch auf den Laufenden halten.

So zum Schluss noch ein paar Bilder:
Die kleineren Pflanzen die ich letztes Wochenende geteilt habe.


Und die vier größeren Pflanzen.
 

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Matz

Moderator
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Hallo Steffen :),
meinen Glückwunsch! Das hast du gut gemacht :thumbs: .
So wie das bei den 4 größeren Pflanzen aussieht, sind die bald reif für eine weitere Teilung. Je länger man damit wartet, desto schwieriger wird es, die einzelnen Rosetten sauber voneinander zu trennen. Das heißt: es gibt dann mehr "Abfall" (in Form von verlorenen Blättern) und einige der abgetrennten Rosetten haben meist recht wenig/ zuwenig Wurzeln. Also lieber früher als später trennen (wenn man sie gerne so vermehren möchte; man kann sie aber natürlich auch schadlos wachsen lassen!).
Eine Beobachtung noch von mir zu den meisten Erios, die ich bislang pfleg(t)e: ich erachte es mittlerweile als sicherer und "überlebens steigernder", wenn man beim pflanzen die Wurzelansätze gerade noch so oberhalb des Soils sehen kann. Das ist nun wirklich nicht zwingend, es sind auch tief gesetzte weiter gewachsen. Aber insgesamt gesehen erlebe ich die wie oben beschrieben Eingepflanzten als immer kräftiger und schneller und die Häufigkeit des weiteren gesunden Wachsens als größer (subjektive Einschätzung! Thilo: was meinst du dazu?)!
Ich drück' weiter die Daumen für die weitere Vermehrung.
Ich hab' meine "Australis" damals (vor etwa 4 Jahren oder so) von Roland von Wasserpflanzenfreunde bekommen.
Gerne würde ich ein kleines Pflänzchen deiner Massimo-"Australis" neben meine pflanzen, um zu sehen, ob's da Unterschiede gibt. Gerne auch umgekehrt, nur ist bei meiner momentan keine Tochterrosette zu sehen/in Bildung (obwohl sie schon eine stattliche Größe hat). Müsste aber bald mal wieder so weit sein :roll: .
Im Anhang noch ein Bild von meiner "Australis":

Falls du daran Interesse hast, schreib' mir mal 'ne PN, wir können auch gerne gegen was anderes tauschen.
Ich wünsch' dir noch einen schönen Abend,
bis bald,
:bier:
PS: ich find's schön, dass da noch jemand mit gesteigertem "Erio-Interesse" zu unserem kleinen Kreis/Duo der diese auch länger pflegenden hinzugekommen ist!!! Schön, dass du das weiter dokumentierst/kommentierst, was da so bei dir passiert.
 

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Gelöschtes Mitglied 395

Guest
Hallo Steffen,

wenn ich schon so explizit dazu aufgefordert werde mal etwas dazu zu schreiben :eek:ps: :? .
Ich denke auch man pflanzt die Erios am besten nicht zu tief. Ich ziehe sie auch immer noch ein wenig höher wenn ich sie einsetze. Die schnell wachsenden Arten wachsen meist sowieso nach einiger Zeit höher hinaus und bilden dann auch immer neue Wurzeln. Die Pflanzen die tief im Substrat stecken wachsen aber auch gut an. Nach meinem Gefühl brauchen die aber wirklich etwas länger.
Finde ich toll das Deine Pflanzen so gut gedeihen.

@Matthias: Von Deiner Australis hätte ich auch gerne mal eine (in ferner Zukunft).
Ich werde mich in Zukunft wohl eher auf die sehr kleinen Arten aus Sulawesi konzentrieren. Habe aber noch einige Samen da und wenn ich die Zeit finde werde ich versuchen die Keimen zu lassen.

Grüße von
Thilo :bier:
 

Matz

Moderator
Teammitglied
Hey Thilo :),
schön, dass du dich meldest!
Wir müssen bald mal wieder ausgiebig PN'en :-D.
Ich werd' mich (hoffentlich) im Lauf der Woche mal melden.
Bis bald,
:bier:
PS: hast du noch die Sulawesi Big? Oder waren meine Exemplare die letzten? :(
 

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