Verursachen Nährstoffe wirklich Algenwachstum?

EchinodorusFan

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In der Aquaristik scheint sich nach der Entwicklung der EI-Düngemethode (Estimative Index) die feste Überzeugung durchgesetzt zu haben, dass „Nährstoffe keine Algen verursachen“. Wenn man sich jedoch wissenschaftliche Studien anschaut, zeigen viele davon, dass ein übermäßiger Nährstoffeintrag in Gewässer durchaus problematisch sein kann. Interessanterweise habe ich versucht, diese Frage in einem US-amerikanischen Forum zu stellen, und wurde dafür regelrecht angefeindet …

Ich habe in vielen natürlichen Lebensräumen beobachtet, dass Wasserpflanzen sehr gut wachsen, ohne dass extrem hohe Konzentrationen an gelösten Nährstoffen im Wasser vorhanden zu sein scheinen, da sich die meisten Nährstoffe offenbar im Bodengrund befinden. (Korrigiert mich bitte, falls ich falschliege.)

Deshalb würde mich interessieren: Wie sind eure Erfahrungen unter Aquarienbedingungen? Verursachen Nährstoffe tatsächlich Algenwachstum?
 
Hey,

definiere Nährstoffe. Ich bin nämlich mittlerweile davon überzeugt, dass von uns nicht messbare Nährstoffe einen riesigen Einfluss auf Algen und Pflanzen haben, zum Beispiel Organik (es wurde öfter beobachtet, dass Pinselalgen nach Filterreinigung zurückgingen).
Ich würde auch sagen: Es kommt auf das Becken an. Ich hatte schon Becken mit hohen dreistelligen Nitratwerten, algenfrei. Ich hatte schon Becken ohne messbare Nährstoffe (Wenn wir diese als NPK&Co. definieren), welche von Algen überwuchert wurden.
Auch können Algen wunderbar Nährstofflücken ausnutzen. Der wohl bekannteste Fall sind verschwindende Fadenalgen nach Düngung von Nitrat.

Ich würde es eher so formulieren:

Inputungleichgewichte können Algenwachstum fördern. Input deshalb, da ich auch Licht und CO2 dazuzähle.

Weiterhin würde ich darauf hinweisen, dass gereifte Becken deutlich stabiler und unabhängiger von Nährstoffen sind. Alleine das zeigt, dass auch die Biologie einen erheblichen Einfluss hat.

Mit der freien Natur würde ich ein Becken nie vergleichen. Ja, da sind Nährstoffe oft deutlich niedriger, aber immer konstant und vorhanden. Das Wasservolumen ist schlicht im Verhältnis zur Pflanzenmasse extrem viel größer, als im Aquarium. Und die Gewässer haben meist eine deutlich längere Standzeit, als unsere Becken. :D
 
Außerdem sind die Wasserpflanzen in der Natur auch nicht algenfrei. Man sieht oft Habitataufnahmen mit zwar gut wachsenden, aber völlig veralgten Pflanzen.
 
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