Verrückte Idee: selbstbau Co2-Außenreaktor

Jagahansi

Member
Hallo liebe Gemeinde, :D

gestern habe ich vor meinem Aquarium gesessen und eine Blase im Filterschlauch beobachtet, die nach oben steigen wollte, aber vom Wasser wieder nach unten gedrückt wurde. Ich hatte vor, mir einen Co2-Außenreaktor zuzulegen und so kam mir die Idee:
Wieso nicht den Filtereinlauf-Schlauch anbohren, den Co2-Schlauch reinstecken (mit Rücklaufventil versteht sich), mit Heißkleber verschließen und so das CO2 in den Filter leiten, wo es durch die Strömung und den Filterschaum vollständig gelöst wird? :lol:
Hört sich jetzt verrückt und billig an, aber ich meine es ernst.
Meine einzigen Bedenken wären die Dichtheit einer solchen Konstruktion und die Gefahr einer riesen Wasserpfütze :D

Was haltet ihr von der Idee? Ich weiß ja, dass hier viele Bastler unterwegs sind. Und wenn man sich dafür dann die 30-50 Euro sparen kann wäre das doch super! :top:

LG Lukas
 

Zeltinger70

Active Member
Hallo Lukas,

ganz neu ist die Idee nicht.
Habe gelesen manche Aquarianer nutzen einen alten Außenfilter, sozusagen als Außen-Aktiv-Reaktor.
Langzeiterfahrungen konnte ich allerdings nicht finden.
Dennoch sollte es funktionieren soweit das CO2 nahezu komplett gelöst wird.
Sonst könnte es zu unliebsamen Rattergeräuschen kommen, wie wenn Luft im Filter ist.

Eine andere Variante ist ein größeres Auslaufrohr zu verwenden, die Löcher nach unten bzw. maximal rechtwinkelig auszurichten.
Das CO2 dann ins Auslaufrohr einleiten, sodaß sich eine CO2-Blase im oberen Bereich des Rohres bildet, das darunter vorbeilaufende Wasser löst dann CO2.
K. A. ob es schon jemand praktiziert, dieser Gedanke kam mir als ich eine zeitlang meinen selbstgebauten Außenreaktor
waagrecht verbaut nutzte. Da war das Prinzip identisch.

Evtl. werde ich die zweite Variante, wenn mich die Bastelwut packt, mal an meinem kleinen AQ testen.
Entsprechende durchsichtige Rohrreste verschiedener Größe warten bereits im Keller auf ihren Einsatz. :wink:

Gruß Wolfgang

Edit: stimmt bei Christian habe ich es (auch) gelesen
 

Jagahansi

Member
Hallo ihr zwei,
ich werde es morgen mal ausprobieren, den Co2-Schlauch in den Ansaugkorb zu stecken.
War ein Tipp von Tobi. Der hat zwar gesagt, dass ich es mit dem Atomizer machen soll, aber da ich keinen habe muss das erstmal so gehen. Ich probiers einfach mal und wenns nicht funktioniert isses auch nicht so schlimm. :D

Auch danke für den Link, Dirk. Das werde ich auch probieren! :)

Berichte gibts morgen. Ist ja Sonntag und ich hab Zeit ;)

LG Lukas

Edit: Ok, das mit der Injektionsnadel kann ich wahrscheinlich erst am Montag machen, da ich nicht weiß, wie ich die, die ich zuhause habe mit dem Co2-Schlauch verbinden kann. Mein Stiefvater nimmt einfach mal ein paar Sachen aus seiner Praxis mit :lol:
 

Jagahansi

Member
Hallo ihr lieben Bastelinteressierten!
Ich habe heute das mit der Kanüle mal getestet und es funktioniert prima! Bilder kommen vom fertigen Bau, musste die Kamera erst aufladen :twisted:
Ich habe zuerst eine Injektionsnadel genommen (die dünnste Größe), den Co2-Schlauch, eine Handelsübliche Arzt-Spritze und ein Rücklaufventil.
Zuerst schneidet man vorne bei der Spitze dieses dünne Stück ab, auf das die Nadel normalerweise gesteckt wird. Da habe ich die eine Hälfte in den Schlauch gesteckt, die andere auf die Nadel, sodass es wie ein Verbindungsstück fungiert. Dann das ganze einfach mit Heißkleber befestigen. Am Ende noch das Rücklaufventil montieren und fertig!
Jetzt stellt man im Aquarium die gewünschte Blasenzahl unter Wasser ein und steckt die Nadel, an der die CO2-Anlage hängt in den Schlauch, möglichst nahe am Filtereinlauf.

Es macht nur Geräusche wenn man wirklich GANZ genau hinhört. Nicht schlimm, denn wenn ich schlafe (das AQ steht neben meinem Bett) ist die CO2-Anlage ja aus :wink:
Auch wenn nicht, wäre es wirklich nicht schlimm von der Geräuschbelastung her (Ich habe atm. 1b/s)

Vorsicht: Das ganze funktioniert nur bei Filtern, die das Wasser von unten nach oben durch das Substrat pumpen, da sich sonst die Luft im Rotor sammeln kann und dieser im schlimmsten Fall stehen bleibt!

habe noch keine Langzeiterfahrungen gemacht, aber bin zuversichtlich :lol:

LG Lukas
 

Jagahansi

Member
So, hier bin ich wieder!

Hier noch das versprochene Bild. Man sieht die Nadel, die am Filtereinlauf angebracht ist. Eine hübsche und saubere Lösung ohne den blöden alten hässlichen Flipper. :top:
Bin mal gespannt, wie das An- und Ausschalten der Co2-Anlage während der Nacht klappt. Bin aber zuversichtlich. Wenn die Konstruktion die erste Nacht übersteht bin ich zufrieden! 8)
Ich hoffe, die Mehrfachposts stören nicht, aber die Editzeit ist leider abgelaufen (Wink an Tobi :lol: ).

LG Lukas
 

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Zeltinger70

Active Member
Servus Lukas,

schöne einfache Lösung,
ich hoffe es bleibt alles dicht. :wink:

Bleibe bitte am Ball und berichte weiter!

Diese Variante könnte man ja auch bei Innenfiltern anwenden,
wenn man die Nadel durchs Kunststoffgehäuse führt.

Hmm noch eine Variante ... denke ich werde es mal ausprobieren, wenn ich den Filter zwecks Reinigung eh anpacken muss.

Gruß Wolfgang
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi,

also ich hätte die Nadel einfach in den Ansaugkorb gepackt. Es gibt jetzt immer die Möglichkeit, dass die Kanüle aus dem Schlauch rutscht und du dann einen süßen kleinen Springbrunnen im Zimmer hast ;).
 

DrZoidberg

Active Member
Hallo Lukas,
mich würde auch interessieren ob Wasser austritt wenn du die Nadel im laufenden Betrieb rausziehst.

Bin mal gespannt, wie das An- und Ausschalten der Co2-Anlage während der Nacht klappt. Bin aber zuversichtlich. Wenn die Konstruktion die erste Nacht übersteht bin ich zufrieden! 8)

Bei mir funktioniert es problemlos auch ohne Magnetventil. Die Blasenzahl ist so eingestellt, dass morgens beim Einschalten des Lichts der Dauertest schön hellgrün ist, gegen Abend ist das grün etwas dunkler aber von blau noch weit entfernt. :wink: Grob geschätzt sinkt der CO2-Gehalt im Tagesverlauf von 35mg/l auf 20mg/l. Die CO2-Pulle ist noch nicht leer, aber ich bilde mir ein sogar CO2 zu sparen (alles für die Umwelt :engel: ). Die Blasenzahl liegt etwa bei 60bps pro 100 Liter, aber das muss wohl jeder selbst rausfinden je nach Blasenzähler und Blasengröße.
 

TT-Fuchs

Member
Hallo Lukas,

ich hatte dies auch mal so in Betrieb, aber mich hat dann gestört, dass sich doch immer etwas Gas im Filter sammelt und dann plötzlich mit doch größeren Geräuschen heraus gewirbelt wird. (Eheim Prof. II). Es wurde bei weitem nicht vollständig gelöst. Ich muss aber dazu schreiben, dass ich nur eine grobe Filtermatte im Filter hatte und mein Filter mit maximalem Durchsatz lief. Wenn man mehr Filtermedien hat und evtl. sogar noch dieses Feine Vlies und den Filter etwas gedrosselt betreibt, dann könnte das gehen. Dies war für mich aber nicht machbar. Ich bin dann zu einem Glasdiffusor gewechselt.

Kleiner Tip ohne Garantie: Wenn Du übrigens das mit der Nadel nicht mehr so betreiben willst, dann kannst Du das vorhandene Loch im Schlauch einfach mit einem sehr heissen Gegenstand zuschmelzen. Ich habe dazu einen Nagel über einem Feuerzeug erhitzt und das Loch quasi verschweisst. Das ist jetzt über zwei Jahre her und alles ist immer noch dicht. Aber wie erwähnt ohne Garantie. Das hängt immer auch von der Dicke des Schlauches ab (ich habe den 22/16) und vom Geschick des Bastlers :wink:
 

Jagahansi

Member
Hallo Tobi,
Hallo Christian,
Hallo Holger,

also wenn ich die Nadel rausziehe bildet sich in einer Minute ein kleiner Tropfen Wasser. Das habe ich dann einfach, wie Holger vorgeschlagen hat mit einer heißen Pinzette (macht ja keinen Unterschied) verschlossen. Achja, nen zusätzlichen Schlauch im Aquarium wollte ich nicht. Und da habe ich es dann nicht in den Filterkorb gehängt. Ist eh die schickere Lösung und kommt aufs gleiche raus. ;)

Also, Christian, bei mir ist es so, dass, wenn die Nachtabschaltung aus geht, also CO2 entweicht, ein großer Schwung CO2 entweicht. Ich weiß nicht wieso, aber damit ist mein Becken immer schon "vorgeimpft" mit Co2.

Zu dir, Holger: Selbst diesen Schwung wo in 3 Sekunden ca. 30 Blasen CO2 rausgeschossen kommen kann mein Filter verarbeiten.Ich betreibe ihn auch nur mit einer groben Filtermatte. Was bei dir das Problem sein könnte: Wenn sich Blätterreste am Ansaugrohr sammeln, bildet sich ein Unterdruck im Filter, wobei Sauerstoff oder allgemein "Luft" "ausgegast" wird, weiß aber nicht wie das jetzt physikalisch zu erklären ist. Jedenfalls war das was du beobachtet hast kein CO2, denn das löst sich (zumindest bei mir) super gut. Und ich habe auch nen Eheim Professionell II.

Also bis heute ist alles dicht! Nur so nebenbei. :D

LG Lukas
 

TT-Fuchs

Member
Hallo Lukas,

Jagahansi":15yem3u8 schrieb:
Jedenfalls war das was du beobachtet hast kein CO2, denn das löst sich (zumindest bei mir) super gut. Und ich habe auch nen Eheim Professionell II.
Ich habe gerade Deine Beckengröße nicht im Kopf, aber ich musste da schon generell mehr CO2 zuführen.
Durch mein starkes Licht muss ich soviel zuführen, dass ich die Blasen in diesem Glas-Blasenzähler von Tobi fast nicht mehr zählen kann. das müssen so um 6-10 Blasen je Sekunde sein. Da erreiche ich jetzt mit Diffusor gerade den optimalen CO2-Wert.

Und meine Vermutung fußt daruf, dass mein Filter eigentlich keine Geräusche macht. Erst als ich die Nadel in den Schlauch steckte fing das Geplätscher an. Und dann gab es diese regelmässigen "Ausbrüche" aus dem Filter. Ich denke schon, dass es ungelöstes CO2 war. Aber letztlich ist es egal. Ich hatte auch schon probiert, einen Lindenholzausströmer in den Ansaugkorb zu platzieren, aber das war auch nicht besser. Es war mir einfach zu laut. Daher dann der Versuch mit der Kanüle. Und als diese dann auch wieder raus war, hörten auch die Geräusche auf.
Ich will jetzt den Weg zum Außenreaktor gehen :D
 

Jagahansi

Member
Hallo Holger,
ok, 6-10 Blasen pro Sekunde sind natürlich krass. Ich rechne damit, dass ich vielleicht 2-3 Blasen/s zuführen muss wenn ich auf starklicht umstelle.
Aber diesen Co2-Austritt wenn die Nachtausschaltung ausgeht, den nimmt mein Filter ohne zu zucken :lol:
Aber während diesen drei Sekunden macht er schon nen ganzschönen Krach. Vielleicht liegt es ja an der dünnen Nadel.
Ja, aber ändern kann man daran jetzt nichts. Sollte jeder aber mal ausprobieren. Mir persönlich hat es sehr geholfen und ich bin den blöden Flipper los ohne 50 Euro für nen Außenreaktor hingelegt zu haben. :p
Beim Becken fasst übrigens 126L.

LG Lukas

Edit: Achja, bei solchen Blasenzahlen: Blubbert es da im Außenreaktor nicht auch? Ist ja eigentlich fast das selbe.
 
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