Strömungsbecken - welche Pflanzen geeignet?

Sterbai

Member
Hallo zusammen,

ich betreibe seit längerer Zeit ein 250L-Becken als "Strömungsbecken". Es handelt sich um ein "Kaltwasser"-Becken dessen Wassertemperatur - je nach Jahreszeit - zwischen 12° und 16° schwankt. Beleuchtet wird es mit zwei 36W-T8 Röhren (840 und 865). Die Einrichtung besteht aus unterschiedlichen Granitkiesen von sehr fein (Sand) bis Fußballgröße. Besetzt ist es mit ca. 30 Leopardbärblingen / Danio spec. frankei (sehen aus wie kleine Forellen). Gefiltert wird über einen HMF zwei sehr starken Pumpen (Leistung weiß ich grad nicht).
Ich versuche das Ganze mit etwas Grün zu ergänzen was bisher nicht langfristig von Erfolg gekrönt war.
Verschiedene Moose zwischen den Steinen sehen super aus, werden aber trotz Befestigung dann doch irgendwann von der Strömung mitgenommen und landen in einer Ecke. Ceratophyllum submersum und Ceratophyllum demersum mögen scheinbar die starke Strömung sowie den damit zusammenhängenden CO²-Mangel nicht und zerfallen komplett. Najas guadalupensis wächst zwar sehr gut und auch durchaus üppig, zerbricht aber aufgrund der Strömung ständig in kleine Teile und wirbelt dann durchs Becken - was unschön aussieht.
Hat jemand Erfahrung mit solch einer Konstellation und kann mir einen Tipp geben, welche Pflanzen für ein solches Becken noch in Frage kämen?

Gruß

Norbert
 
Hallo Norbert,
hier im Forum gibt es doch die Pflanzendatenbank, ganz oben links, und da kannst du dann doch links die Paramater für zb Temperatur und Licht genau anpassen und Dir dann was aussuchen.
Moose würde ich über einen Stein ziehen und dann mit Netz befestigen.
Es gibt im Drogeriemarkt die Duschschwämme, das ist ein sehr feines Netz durch das Moos schnell durchwächst. Die Kosten ca.1€ und sind zuschneidbar, unter dem Stein dann mit Sekundenkleber festkleben oder mit Faden vernähen.
Ist ein wenig frickelei, geht aber.
In meinem Becken wird das Moos direkt von der Pumpe im seitlichen Strom erfasst und hält schon sehr lange, also das geht. :flirt:
 

Sterbai

Member
Hallo zusammen,

zunächst mal vielen Dank euch beiden für die Antworten.
Die Sagittaria subulata "pusilla" habe ich in anderen Becken, die Vallisneria spiralis hatte ich noch nie. Ich kann jedoch keine Pflanzen verwenden, die man in den Boden einsetzen muss, da es praktisch keine Fläche dafür gibt. Der Boden besteht nur aus großen und kleinen Kieseln (D = 10 cm bis 35 cm) die tief in ein Sandbett eingelassen sind. Der Zwischenraum ist mit feinem und grobem Kies aufgefüllt. Das Hornkraut und die Najas guadalupensis hatte ich mit Bleiband gefasst und dieses in den Spalten zwischen den Steinen "versteckt".
Mit den Moosen - so auch dem Quellmoos - bin ich ähnlich verfahren. Auch hab ich schon Moose mit feiner Angelschnur auf ein Edelstahlgitter aufgebunden (mit einer flachen Steinplatte zwischen Gitter und Moos) und auf die großen Steine aufgelegt. Das Gitter kann man ja vorher an die Form der Steine ja anpassen. Sah super aus, hielt aber nicht lange, da die Moospolster größer wurden und dadurch die Kraft der Strömung größer als die Gewichtskraft von Gitter und Stein wurde....
Das mit dem Netz werde ich bei kleineren Steinen, die ich herausnehmen kann, mal versuchen. Bei den richtig Großen geht das aber nicht, da erstens viel zu schwer und zweitens die ganze Beckeneinrichtung zerstört würde.
Ich könnte mal versuchen so ein Gitter mit Silikon aufzukleben - geht das unter Wasser?

Gruß

Norbert
 

chrisu

Active Member
Hallo Norbert,

Javafarn wäre dann optimal allerdings weis ich nicht wie er mit dauerhaft kühler Temperatur zurechtkommt.
 

Sterbai

Member
Hallo Christian,

auf den bin ich noch gar nicht gekommen. Werde ich einfach mal versuchen - denn: "Versuch macht kluch".
Hab genug davon in den anderen Becken.

Hat das schon mal jemand versucht, Javafarn mit (speziellem) Silikon im Wasser zu befestigen?

Gruß

Norbert
 

Andreas M

Member
Hi,

ich habe mit JBL Haru unter Wasser z.B. Moos auf Holz geklebt, schmiert zwar aber wenn das Moos drüber gewachsen ist siehst du ja nichts mehr davon. Gut für Stellen an denen Schnur keinen Halt bekommt oder für kleine Reparaturen. Das hält dann natürlich nur an der Klebestelle, wenn deine Pflanzen keine guten Haftwurzeln ausbilden nützt dir Haru auch nichts. Die Klebestelle am besten vorher mit einer Zahnbürste vom Aufwuchs befreien.

Ich baue gerade auch ein Strömungsbecken auf. Die Pflanzen ziehe ich erst mal bei geringer Strömung mit guter Dünge- und CO2-Gabe und etwas höherer Temperatur vor, weil ich den späteren CO2-Gehalt und Düngebedarf mit voller Strömung nicht abschätzen kann. Ich habe z.B. eine größere Menge Cyperus helferi, was ja ganz ordentliche Wurzelballen bekommt und dann auch halten sollte.

HTH,
Andreas
 

Matz

Moderator
Teammitglied
Hi Norbert,
hast du schon mal an Bachpflanzen gedacht?
Die Temperatur könnte evtl. auf Dauer zu hoch sein, aber wie gesagt: Versuch macht kluch :D .
Falls du was brauchst, sag' Bescheid. Hier gibt's genug davon.
Bis bald,
:bier:
 

Sterbai

Member
Hallo,

@Andreas
Das mit dem "langsam anfahren" hab ich auch gemacht. Hat aber m. E. nichts gebracht, da sich das System nach der Erhöhung der Strömung vollkommen umstellt. Meine beiden Pumpen "hauen" das Wasser über der Wasseroberfläche ins Becken, damit der Bach natürlicher aussieht. CO2 ist somit kein Thema mehr. War wohl auch der Grund warum sich das Hornkraut verabschiedet hat. Auch der vorhandene Dünger war dann zuviel, so dass sich auf den Steinen ein - zugegeben schön anzuschauender - Grünalgenbelag bildete. Leider auch an den Scheiben. Nach zwei kräftigen Wasserwechseln hat sich das aber erledigt. Wie hast Du die Cyperus helferi "befestigt"?Wie bereits erwähnt, kann ich ja nichts im Boden einpflanzen.

@Matz
Welche "Bachpflanzen" meinst Du denn? Etwa Hornblatt, Tausendblatt, Wasserhahnenfuß, Wasserfeder, Wasserpest usw.? Meinst Du, dass die diese starke Strömung mögen?

Gruß

Norbert
 

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