Sich zersetzende Biomasse für Algen verantwortlich?

MaikundSuse

Member
Hallo!

Ich habe immer noch Probleme mit meinem 209er Becken.
Die Pflanzen wachsen nicht schlecht.
Trotz nahezu optimaler Bedingungen werden die Algen aber immer mehr.
(KH:4, CO2:30, PO4:1, NO3:10, Leitwert: 320, 115 Watt über 209 Liter (840+860), 8 Stunden Beleuchtung,
Düngung mit Easy Carbo, Easy Life Pro Fito, PMDD, 2 WW pro Woche 84 Liter, nur 1 Filtermatte im Außenfilter)
Unter dem Micranthemum umbrosum "Berg" ist eine Menge abgestorbenes Pflanzenmaterial.
(welches sehr stark abgeschattet war/ist)
Kann das das Wasser belasten und so den Algenwuchs fördern?
Das Becken ist recht schwach besetzt.
In dem Becken leben nur die letzten 10 jungen Skalare und ein paar Orgitterharnischwelse.
Gefüttert wird 1 mal täglich sparsam.
Trotzdem habe ich bei jedem Wasserwechsel sehr viel Mulm.
Das einzige Auffällige sonst an dem Becken ist eine sehr starke Schwankung des pH Wertes.
Weis langsam nicht mehr weiter. :(



















Viele Grüße
Maik
 

gartentiger

Active Member
Hallo Maik,

wieviel vom ProFito gibst du hinzu? Würde da als erstes Ansetzen und die Zugabe erhöhen.

Besteht die Möglichkeit NO³ separat zuzugeben? Wenn ja, würde ich den Wert auf 20mg/l anheben.


Wären die Algen nicht würde das Becken sehr nett aussehen :wink:
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi Maik,

hört sich nach Terror an und nach einem dieser Fälle, die man nicht begreift.

Hatte vor einiger Zeit ein ähnliches Problem. Habe recht anständig aufgedüngt, jedoch bildeten sich trotz guter Wasserwerte (laut Hobbywassertests) genau solche Grünalgen wie bei dir. Durch mehr Eisen bzw. Volldünger konnte ich noch mehr davon produzieren.
Irgendwie hat zumindest mein NO3 nicht ausgereicht, obwohl massig vorhanden war. Keine Ahnung wieso die Pflanzen nicht genügend davon aufgenommen haben (trotz ca. 10mg/l). Hatte zu der Zeit zumindest meine "extra Eisendosis pro Tag" weggelassen und den Volldünger recht bescheiden dosiert. Zusätzlich habe ich die Stickstoffzufuhr etwas erhöht.
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo Maik,

na prima, jetzt hast du Pech, denn in diesem Fall bin ich anderer Meinung. Grüne Pelzalgen gehen nicht so schnell weg, trotzdem bin ich mir ziemlich sicher, dass sich das Problem über eine Profitozugabe, bei Fe immer > n.n., in etwa 8 Wochen vollständig und rückstandsfrei erledigt hat.
Bei den Makros sehe ich keinen Handlungsbedarf. Es braucht nicht 1mg/ PO4, 30mg/l CO2 für ein algenfreies Becken! NO3 nachweisbar ist ebenfalls genügend und hat IMHO nichts mit Grünalgen zu tun.

Du kannst auch sofort die Beleuchtungsdauer auf 10-12 std. erhöhen - immer unter der Bedingung Fe konsequent > n.n.! Über eine bessere Strömung im Becken würde ich mir evtl. noch Gedanken machen, das war's dann aber auch schon.

Gruß, Nik
 

MaikundSuse

Member
Hallo!

Erstmal vielen Dank für die Antworten.
Ich sitze momentan an meinem Prüfungsprojekt.
Deshalb ist außer dem täglichen Düngen nicht viel mehr drin.
Dementsprechend hat sich die Situation im Becken auch nicht wirklich gebessert.
Die Pflanzen wachsen ja nicht unbedingt schlecht.
Hier mal ein Vergleichsbild von knapp 2 Wochen:



Von weitem sieht es nicht schlecht aus, man darf nur nicht zu nah ran gehen,
sonst sieht man das:

















Zur Zeit dünge ich täglich:
- 4 ml ProFito (empfohlen wären etwa 3 ml)
- 2 ml Easy Ferro
- 8 ml EasyCarbo
- 8 ml PMDD Lösung

Dadurch ergeben sich folgende Werte:
- 10 mg/l NO3
- 1 mg / l PO4
- 0,05 mg/l Fe
bei einer KH von 4 und einem pH von 6,9 Nachts und 6,5 Tags
Der Leitwert beträgt 363 µs

Sollte ich nun NO3 erhöhen? (hätte KNO3 hier)
Und den EasyFerro erstmal weg lassen?
Aber verursacht Eisen nicht eher Pinselalgen als Grünalgen?
Und warum Beleuchtung wieder hoch fahren?
Sonst liest man doch überall Beleuchtung reduzieren?
(die Pflanzen wachsen ja)
Das mit der Strömung ist ja auch ein interessaner Ansatz.
Auf dem untersten Bild die Wurzel steht rechts vom Filterauslauf.
Die Algenbüschel zeigen also von der Strömung weg.
Leider hat mein JBL CP 250 von Haus aus schon eine recht geringe Strömung.
Da non noch der Außenreaktor im Kreislauf hängt wird er noch zusätzlich gerdosselt.
Hab gerade etwas mit einer kleinen Eheim Compact 300 experimentiert, aber die Strömung wird zu punktförmig.
Vielleicht bekomme ich da noch irgendwie ein Düsenstrahlrohr dran gebastelt.
Oder was meint ihr?

Verzweifelte Grüße
Maik
 
Ich würde versuchen das Posphat runter zu bringen.
In der Natur ist das der Hauptauslöser von Grünalgen. (Zuviel ebenso wie zuwenig)
Es werden je nach Pflanzen unterschiedlich viel der Stoffe aufgenommen.

Bei dir ist wohl der PO abbau nicht gross genug.


Mir scheint das offensichtlich. Aber ich kann mich auch irren.

Grüsse Jens vom See
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo Maik,

MaikundSuse":208h4ofc schrieb:
Zur Zeit dünge ich täglich:
- 4 ml ProFito (empfohlen wären etwa 3 ml)
- 2 ml Easy Ferro
- 8 ml EasyCarbo
- 8 ml PMDD Lösung

Dadurch ergeben sich folgende Werte:
- 10 mg/l NO3
- 1 mg / l PO4
- 0,05 mg/l Fe
bei einer KH von 4 und einem pH von 6,9 Nachts und 6,5 Tags
Der Leitwert beträgt 363 µs

Sollte ich nun NO3 erhöhen? (hätte KNO3 hier)
Und den EasyFerro erstmal weg lassen?
Aber verursacht Eisen nicht eher Pinselalgen als Grünalgen?

mir ist die Düngerei ein wenig unübersichtlich. :wink:
In der Reihenfolge der Bedeutung machte ich folgendes:
- Für den EasyFerro sehe ich keine Notwendigkeit, ich düngte nur mit Profito auf 0,1mg/l Fe.
- das Easycarbo reduziert ich auf unter die Menge, die du an Profito zu gibst. Eigentlich denke ich auch darüber nach EC erst mal ganz sein zu lassen.
- PMDD dosierte ich geringer um nicht zu sagen gering - auch wegen der Veringerung der EC-Zugabe.
- Licht muss es die 10-12h vertragen, sonst zeigt es nur einen zu beseitigenden Missstand auf - IMHO zu wenig Volldünger.

Gruß, Nik
 

gartentiger

Active Member
Hallo Maik,

in eine ähnliche Richtung wie Nik sie einschlug würde ich auch tendieren, mit dem Unterschied das ich Fe auf 0,2 mg/l aufdüngte.
 

GeorgJ

Active Member
Hi,

ich würde sagen Skalare raus und Amanos rein - so 40-50 Stück und dann sind die Algen (im wahrsten sinne des Wortes) gegessen :D

Hilft ja aber nicht zur Bekämpfung der Ursache...

Wie oft wechselst du das Wasser?
 

diditsch

Member
Hallo Maik,

du scheinst ein ähnliches Problem zu haben wie ich. Dein Becken sieht von weitem wirklich klasse aus.
Bei mir sieht es mit den Algen nicht ganz so heftig aus wie bei dir, aber die Mooskugelalge und immer wieder auftauchende Fadenalgen nerven mächtig.
Ich habe schon fette und magere Düngung ausprobiert, PPS pro, ständiges Messen und Nachdüngen der Einzelkomponenten Fe, Mg, K, NO3 und PO4. Einzig allein hat eine Radikalkur mit der ca. 4fachenMenge EC die Algen zum Absterben gebracht. Leider gingen dabei auch ca. 60 CR's drauf und ich kann deshalb davon dringend abraten. Seit 4Wochen versuche ich es wieder ohne EC und die Algen kommen wieder. Versuche es jetzt wieder mit Magermakrodüngung bei gleichzeitiger Gabe von wöchentloich ca.15gr. Preismineralsalz um mehr Spurenelemente zuzufühern. Den Fe-Wert versuche ich mit der 2-3 fachen Menge ProFito , oder Ferrdrakon auf 0,05 zu halten.
Wie hoch ist dein Fe-Verbrauch? Bei mir wird es soooo weggesaugt, obwohl mein Außenfilter leer ist und ich außer Bacopa australis keine wirklich schnellwachsenden Pflanzen habe.

Gruß

Dieter
 

Roger

Active Member
Hallo,
es ist schon erstaunlich! :shock:
Gerade in den letzten Tagen häufen sich die Berichte von Algenbildung in Becken die schon lange laufen und an denen nichts geändert wurde.
Z. B. lese ich hier von Maik, Ben, Dieter und Walter recht ähnliche Probleme.
Auch ich schließe mich jetzt diesem Kreis an. Lange Zeit lief mein AQ mit gleichbleibender Düngung konstant gut. Nun auf einmal fängt es mit Grün- und Fadenalgen an. Alle Nährstoffe sind ausreichend vorhanden und ich bin jetzt dabei die einzelnen Komponenten rauf und runter zu fahren.
NO3 Erhöhung von 5 auf 15 mg/l hat keinen Erfolg gebracht. Preis Mineralsalz ebenfalls nicht. Jetzt versucht Fe von 0,1 auf 0,2 zu erhöhen was noch mehr Grünalgen auslöste. Ich senke jetzt mal PO4 wieder unter 1mg/l und werde das mit der Fe-Erhöhung nochmal versuchen.

Bei mir wird es soooo weggesaugt, obwohl mein Außenfilter leer ist und ich außer Bacopa australis keine wirklich schnellwachsenden Pflanzen habe.
Dito! :shock: Ich möchte mal wissen wo das ganze Eisen bleibt. Normalerweise hat 1/7 der Wochendosis Ferrdrakon täglich immer gereicht. Jetzt bin ich schon fast bei einer kpl. Wochendosis TÄGLICH!!!
 

diditsch

Member
Hallo Roger, :)

es ist interessant was du da schreibst. Vor allem deine ähnliche Erfahrung vom Eisenschwund.

Gruß

Dieter
 

MaikundSuse

Member
Hallo Leute!

Erstmal vielen Dank für die große Resonanz!
Das Problem trat ja nicht von gestern auf heute auf.
Ein paar Algen gab es in dem Becken schon immer.
Hatte das eigentlich immer auf den Besatz geschoben.
Bis vor wenige Wochen lebten in dem Becken noch über 50 junge Skalare.
Auf Grund ihrer Anzahl in dem kleinen Becken wuchsen sie recht langsam.
Sie mußten aber erst eine gewisse Größe erreichen, damit mein Zooladen sie mir abnimmt.
Nun wo die meisten Skalare raus sind, dachte ich alles wird besser, aber es wird eher schlimmer.

@Jens_Bodensee1
Ich könnte die PMDD Düngung reduzieren.
Die Ursache wird das aber sicherlich nicht sein.
Das Becken lief mit dieser Düngung ja Anfangs recht gut.
Ich denke ich werde mal versuchen die Dosierung von 8 auf 6 ml täglich zu senken.
Dann sinkt zwar auch NO3 aber ich denke solange etwas davon nachzuweisen ist, ist das okay.

@nik&gartentiger
Und wie liegt ihr mit der Dosiermenge bei dem Pro Fito?
Ich erreiche ja momentan mit 4 ml ProFito + 2 ml EasyFerro 0,05 mg/l Fe.
Wenn ich diesen Wert allein mit Pro Fito erreichen wollte, dann müßte ich 13 ml ProFito auf gut 200 Liter düngen.
(errechnet an der Menge Fe, die ich momentan mit EasyFerro einbringe)
Bei einem Zielwert von 0,1 mg/l entsprechend mehr.
Wär das nicht ganz schön heftig?
Mein Becken scheint das Fe auch zu fressen.
Der Filter ist ja wie gesagt nur zu einem drittel befüllt.
(dünge Lage Keramikröhrchen & Filterschwamm)
Ich habe ihm gestern gerade sauber gemacht.
Der Filterschlamm hatte die gleiche grau/grünliche Farbe wie des EasyFerro.
Leider war er aber viel zu trüb um einen Eisentest zu machen. :x
Die hohe EasyCarbo Dosierung fahre ich wegen der algiziden Wirkung, die ihm nachgesagt wird.
Da merke ich allerdings momentan wenig von.

@Fischeversenken
Die gut 100 € hab ich leider nicht über, obwohl - bei der Menge muss es ja einen guten Rabatt geben. ;)
Normalerweise habe ich 2 mal die Woche 84 Liter Wasser gewechselt.
Die letzten 2 Wochen aus Zeitmangel nur noch ein mal.

@diditsch
Also hat du die Ursache auch noch nicht heraus gefunden?
Mein Eisenverbrauch beträgt berechnet etwa 0,09 mg/Tag&Liter.
Erscheint mir recht viel!?

@RogersPark
Das möchte ich auch wissen... :(

Zasammenfassend sollte ich also die Düngung ändern auf
PMDD: 6 ml tägl
Pro Fito: 6 ml täglich (will ja nicht gleich übertreiben)
dafür Ferro senken auf 1 ml täglich und EasyCarbo ganz weg lassen.
Dazu die Beleuchtungszeit langsam erhöhen?

Gute Nacht
Maik

PS: Sorry wegen der Rechtschreibung - ist schon spät. :oops:
 

Beetroot

Active Member
Hallo,

Dadurch ergeben sich folgende Werte:
- 10 mg/l NO3
- 1 mg / l PO4

Maik, hast du die Werte auch gemessen oder sind das nur ermittelte anhand der Düngung?


Gerade in den letzten Tagen häufen sich die Berichte von Algenbildung in Becken die schon lange laufen und an denen nichts geändert wurde.


Vielleicht sollten wir das Forum in "Algaegrow" umbenennen? :lol:


Vor allem deine ähnliche Erfahrung vom Eisenschwund.

Ja echt, doofes Eisen, das geht mir auch voll auf'n Puffer! :evil:
Da erhöhe ich den Volldünger und habe in letzter Zeit das Gefühl es trübt das Wasser. :evil:
Und mit dem JBL Fe-Test stehe ich auch etwas auf Kriegsfuß. :evil:

Gruß
Torsten
 

Roger

Active Member
Hallo!

es ist interessant was du da schreibst. Vor allem deine ähnliche Erfahrung vom Eisenschwund.

Gruß

Dieter

Ja, finde ich auch. Vor allem zeigen mir die Pflanzen Mangelerscheinungen besonders in Form von Krüppelwuchs und vermehrter Luftwurzelbildung. Trotz der relativ hohen Nährstoffwerte und den deutlich erhöhten Düngergaben.
Ich habe bei mir den Bodengrund als Nährstofffresser in Verdacht. Im Filter befindet sich ja nur noch eine Filtermatte und etwas Watte, so das der wohl eher unauffällig ist.
Aber ich habe relativ viel Kies mit 2-3mm im Becken und noch Lava-Lehm-Gemisch darunter, so das ich auf eine insgesamt ca. 10cm dicke Substratschicht komme.
Der Bodengrund soll auf jeden Fall gewechselt werden und der "neue" ist auch schon da! Es wird dann Sand mit 0,4-0,8mm Körnung werden. Ich hoffe, dann ist endgültig Schluß mit unkontrollierbaren Nährstoffausfällungen.
 
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