Posthornschecken werden nicht groß und Häuser werden weiß

Aquaman85

New Member
Hallo,


obwohl ich seit zwei Jahren in der Aquaristik/im Aquascaping aktiv bin, bezeichne ich mich immer noch als Anfänger, da das Thema ja sehr komplex ist.
Deshalb bin ich wieder auf die Hilfe von Aquaprofis angewiesen.

kurz zur Vorgeschichte:
Ich hatte vor 2 Jahren mit meinem ersten Becken begonnen. Das ging leider schief weil ich die Algen nicht in den Griff bekam. Es wurde so schlimm dass die Pflanzen letztlich unter den Algen starben.
Ich hab da vieles falsch gemacht, aber daraus sehr viel gelernt. Hab dann die Notbremse gezogen, da auch gute Tipps von erfahrenen Aquarianern nichts mehr brachten.
War aber mein Fehler, es war einfach schon zu spät anscheinend.
Jetzt hab ich das Becken, nach ausführlicher Recherche neu aufgebaut, auch mit vielen hilfreichen Tipps aus diesem Forum.
Siehe da, das Becken läuft seit Anfang an Top, und ich hab die größte Freude mit meinem Aquascaping Becken.
Die Pflanzen gedeihen wunderbar, und Algen hatte ich die anfänglich die normalen Kieselalgen. Diese zwar sehr lange, aber nie übermäßig.
Hab dann lange auf die, auch normalen, Fadenalgen und Pinselalgen gewartet aber die sind die wirklich gekommen.
Nur ganz wenige Bart- oder Pinselagen am Filtereinlauf, wahrscheinlich weil meine fleißigen Putzmaschinen (Schnecken, Garnelen, Prachtalgenfresser) da wegen der Strömung nicht so gut ran kommen.
Aber wie gesagt das Becken läuft Top!


zu meinem Problem:
Ich hab das Becken jetzt seit einem dreiviertel Jahr und seit Anfang an Posthornschnecken im Aquarium. Waren 9 wunderschöne Exemplare (je 3 rot,blau und orange) da sich diese ja vermehren.
Vermehren tun sie sich auch sehr gut, allerdings sehe ich keine einzige meiner Anfangsexemplare mehr und die Nachkömmlinge werden nicht viel größer als 0,5 cm.
Auch fällt mir immer wieder auf dass die Farben nicht so schön sind wie bei denen am Anfang. Die Häuser werden weiß oder sind eher so durchsichtig.
Ich seh auch immer wieder leere farblose Häuser im Aquarium.


Zur vermeintlichen Lösung:
Nach etwas Internetrecherche bin ich auf de selbe Antwort gestoßen, die mir selbst schon in den Sinn kam: ihnen fehlt Kalk
Da wurde empfohlen Sepiaschalen ins Becken zu geben da sie so zu Calcium kommen.


aber noch zu meiner Befürchtung:
Wie gesagt das Becken läuft, die Wasserwerte sind Perfekt.
Ich mach Wasserwechsel mit Osmosewasser, da das Ausgangswasser zu viel Kalium hat. Bei diesem wird die GH und KH aufgesalzen und die Düngung angepasst, zusätzlich zur täglichen Düngung.
Und wenn ich jetzt Sepiaschalen ins Becken tue (oder zerriebene Eierschalen, was auch gehen sollte) verändert das ja die GH durch das Calcium.
Und wegen dem Ca:Mg Verhältnis sollte ich dann ja auch mehr Magnesium zugeben, oder?
Das alles erhöht dann ja wieder die GH

Ich salze die KH vom Osmosewasser auf 5 KH und hab dann immer zwischen 6 und 9 im Becken
GH hab ich immer zwischen 7 und 10, also immer etwas höher als die KH.
Ph-Wert ist immer knapp unter 7 und der CO2-Gehalt zwischen 20 und 25, eher 25.


Könnt ihr mir sagen ob ich das mit den Sepiaschalen machen soll, ich will jetzt nicht die Wasserwerte bei einem perfekt eingefahrenen Becken zerstören.
Aber mir ist leid um meine Posthörner, den Rennschnecken und Geweihschnecken dürfte das weniger machen die sehn ganz gesund aus. Ja, sie haben auch hie und da mal ein paar weiße Stellen, aber echt nicht schlimm. und auch den Fischen und Amanogarnelen gehts sehr gut.


Vielleicht hat ja jemand das selbe Problem

Also Sepiablätter ja/nein?
Wenn ja wie viele?
Oder doch zerriebene Eierschalen?


Danke für eure Hilfe,
PS: Fotos folgen noch
 

Karpador

New Member
Habe ein ähnliches Problem und irgendwo gelesen, dass es auch an zu viel CO2 im Becken liegen könnte. Ist aktuell noch in Beobachtung.

LG Robert
 

Aquaman85

New Member
Noch die versprochenen Fotos

Mein Becken am Anfang und jetzt:
 

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Aquaman85

New Member
Und ein paar Fotos der Schnecken
 

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Aquaman85

New Member
Habe ein ähnliches Problem und irgendwo gelesen, dass es auch an zu viel CO2 im Becken liegen könnte. Ist aktuell noch in Beobachtung.

LG Robert

Danke für die schnelle Antwort

ok, aber mein Co2 Langzeittest für 20- 30 g ist immer grün
und wenn ich mit KH, Co2 Test und Rechner schaue ist der Wert eher bei 20mg
 

Plantamaniac

Well-Known Member
Hei, mach mal Deinen Filter und Bodengrund öfters sauber, dann bleiben die Gehäuse auch bei KH 1 und niedrigem Ph schön. Auch ohne extra Calcium. Weil das Phosphat Calcium raubt und die Bakterien Salpetersäure produzieren.

Mulm weg=schöne Gehäuse.

Mach ich schon seit Jahren und wenn ich schlampe, sind die Schnecken versaut...

Nicht lang rumdiskutieren..einfach machen und staunen...
VG Monika
 

PHB

New Member
Hallo Monika, interessanter Ansatz- Danke für den Tipp. Das Problem habe ich auch in meinen Becken (niedrige KH, kein Co2). Habe bisher selten Mulm beseitigt und nur wenn absolut nötig, die Filter gereinigt.
Dachte bisher, es könnte nur am Futterangebot liegen.
 

omega

Well-Known Member
Hallo Monika,

was ist das denn für eine seltsame Weisheit? Kannst Du die mal näher ausführen?
und die Bakterien Salpetersäure produzieren
Na, hoffentlich tun sie das, sonst hängt die Nitrifikation beim Nitrit fest. Die produzieren aber nur so viel Salpetersäure, wie Futter etc. anfällt. Reduzierst Du die Bakterien so weit, daß weniger anfällt, gehen die Fische hopps.

Grüße, Markus
 

Aquaman85

New Member
Wenn ich ständig mulm absaugen und Filter öfters reinige um Phosphat zu reduzieren ist das irgendwie kontraproduktiv wenn ich auf der anderen Seite Phosphat zudünge um auf 0.4mg zu halten
Und zu oft Filter reinigen mach ich mir halt auch Sorgen um die ganzen guten Bakterien
 

Aquaman85

New Member
Hallo Monika,

was ist das denn für eine seltsame Weisheit? Kannst Du die mal näher ausführen?

Na, hoffentlich tun sie das, sonst hängt die Nitrifikation beim Nitrit fest. Die produzieren aber nur so viel Salpetersäure, wie Futter etc. anfällt. Reduzierst Du die Bakterien so weit, daß weniger anfällt, gehen die Fische hopps.

Grüße, Markus
Das ist mir zu hoch, sorry:p

Aber was hältst du von Sepiaschalen und wie ist da der Einfluss auf GH bzw. Calcium Gehalt im Becken?
Danke, mfg
 
Zuletzt bearbeitet:

namrehsiF

Member
Hei, mach mal Deinen Filter und Bodengrund öfters sauber, dann bleiben die Gehäuse auch bei KH 1 und niedrigem Ph schön. Auch ohne extra Calcium. Weil das Phosphat Calcium raubt und die Bakterien Salpetersäure produzieren.

Interessanter Ansatz. Ich beobachte in meinem Gesellschaftsbecken ähnliches bei PHS, wie der Threadersteller. In einem kleinen Aufzuchtbecken (für Fische), wo 2-3x die Woche 50% Wasser gewechselt wird, wachsen meine PHS enorm schnell, werden groß und zeigen eine intensive Färbung. Nach einem Wasserwechsel fülle ich aber mit Wasser aus meinem Gesellschaftsbecken auf, das im Schnitt 0.4 mg/l PO4 enthält. Die extrem unterschiedliche Entwicklung der PHS habe ich bisher immer auf das Futterangebot, das im Aufzuchtbecken doch deutlich höher ist, zurückgeführt. KH liegt bei mir meistens bei 5-6, die GH bei 8-10.
 

unbekannt1984

Well-Known Member
Hi,
was ist das denn für eine seltsame Weisheit? Kannst Du die mal näher ausführen?
Weil das Phosphat Calcium raubt und die Bakterien Salpetersäure produzieren.
Na, hoffentlich tun sie das, sonst hängt die Nitrifikation beim Nitrit fest. Die produzieren aber nur so viel Salpetersäure, wie Futter etc. anfällt. Reduzierst Du die Bakterien so weit, daß weniger anfällt, gehen die Fische hopps.
Markus, zum Phosphat kannst du dazu bei Deters in den Gastbeiträgen (hier) lesen:

5.) Mineralstoff-Entsorgung im Altwasser?​

...In den Fällen, in denen Phosphat angereichert wird, findet man selten mehr als 5 mg PO4/l, meistens nur wenige mg/l. Auch hier der Hinweis, daß Phosphat kein Schadstoff für Fische ist, möglicherweise aber für Pflanzen ein Hemmstoff!

Der Grund für das Stagnieren der Phosphatkonzentration liegt wohl an der Ausfällung als Calciumhydrogenphosphat, das dann in schwer lösliches tri-Calciumdiphosphat übergeht. Das Phosphat verschwindet zwar nicht aus dem Aquarium, aber aus dem Wasser! Es sammelt sich im Filterschlamm. Ein Teil wird auch durch Pflanzen aufgenommen und verwertet. Macht man einen kräftigen Wasserwechsel, so kann man eine Rücklösung des Phosphats beobachten! ...
Wäre zumindest eine Erklärung, wenn nicht schon ausgefälltes Eisen das Phosphat schluckt.

Zur Salpetersäure: Die Fische scheiden Ammonium/Ammoniak aus (Verteilung abhängig vom pH-Wert). Jetzt ist die Frage wieviel davon die Pflanzen direkt schlucken (was gar nicht erst zu Nitrit oder Nitrat umgewandelt wird) und was davon für die Bakterien übrig bleibt.
NH3 bzw. NH4 wird zu NO3 umgebaut, dabei bleiben dann so 3 bis 4 Wasserstoff übrig. Nitrat als Anion kann aber schlecht ohne passendes Kation bleiben, als HNO3 (Salpetersäure) kann es im Wasser sein. Die restlichen Wasserstoff-Teilchen können dann noch zu Wasser oxidiert werden.
 

Kejoro

Moderator
Teammitglied
Hallo zusammen,

auch ich führe das Schneckenwachstum auf die Ernährung zurück. Das hat nichts mit den Phosphaten zu tun. Das kommt schon gar nicht durch das Periostracum der Schnecken. Ebenso wenig wie Säuren. Das ist die natürliche Schutzschicht des Kalkhauses ggü. äußeren Einflüssen! Eine ordentliche Ernährung der Tiere vorausgesetzt... Fehlen denen die essentiellen Proteine, können diese auch keine ordentliche Schutzschicht ausbilden und Löcher können entstehen.

Aber... Schnecken sind unter anderem Aufwuchsfresser, deren reichhaltiger Biofilm besonders gut schmeckt. Ist bei Garnelen im Übrigen nicht anders. Nun habe ich in anderem Kontext schon beobachten können, dass Mulm eine erhebliche Filterleistung erzeugen kann und den Biofilm im Aquarium empfindlicher macht (Empfindlichkeit ggü. Änderungen der Wasserwerte und das Auftreten von Algen). Wenn nun ein großer Teil des Biofilms unerreichbar im Boden ist, haben es die Schnecken schwerer, an diesen zu kommen. Entfernt man die Filterleistung, bleibt das Nahrungsangebot des Biofilms vorhanden und die Bakterien, die bisher im Mulm und Filter ein bevorzugtes Milieu hatten, siedeln sich gezwungenermaßen im Becken erreichbar für Schnecken und Garnelen an.

Im Übrigen deckt sich dieses Modell auch mit den Beobachtungen, dass Filterreinigen und Mulmen positiv auf das Schneckenwachstum auswirkt.

Hey Torsten,
NH3 bzw. NH4 wird zu NO3 umgebaut, dabei bleiben dann so 3 bis 4 Wasserstoff übrig. Nitrat als Anion kann aber schlecht ohne passendes Kation bleiben, als HNO3 (Salpetersäure) kann es im Wasser sein. Die restlichen Wasserstoff-Teilchen können dann noch zu Wasser oxidiert werden.
unter der Annahme, dass der komplette Stickstoff auch wieder von den Pflanzen aufgenommen wird, ist die jede Stufe der Nitrifikation ladungsneutral. Berührt den pH also auch nicht. Interessant wird es, wenn es nicht genug Pflanzen gibt, die das Nitrat einbauen können. Unter'm Strich sinkt der pH Wert trotzdem, was gerade in Altwasser zu beobachten ist. Das sind dann andere Prozesse!

Schöne Grüße
Kevin
 

Plantamaniac

Well-Known Member
Reduzierst Du die Bakterien so weit, daß weniger anfällt, gehen die Fische hopps.
Nö, meine Becken sind das alle gewöhnt...Filter putzen und gleich danach Boden mulmen und 70-80% Wasserwechsel. Alles gut, alle munter, kein Problem.
Auch bei den Kardinalsgarnelen mit Tylos. Was man nicht machen darf, ist dabei zu wenig Wasserwechsel. Das kann in die Hose gehen.

Die seltsame Weisheit:

Ich bleib dabei...wenn die Schnecken zerfressene Gehäuse haben, regelmäßig sauber machen und alles wird gut. Warum ist eigentlich nebensächlich, Hauptsache, es funktioniert. Wenn ein Becken dieses Problem zeigt, kannst Du unmassen Sepiaschale reinwerfen und Calciumhaltiges Futter...auch Wasserwechsel helfen nicht mehr. Nur Mulm reduzieren hilft. Einfach ausprobieren, wer Probleme hat. Tut nicht weh.

Markus, erklär es mir halt besser...wäre froh, das richtig Begründen zu können. Warum werden die Gehäuse wieder gut, wenn man den Dreck entfernt?
VG Monika
 
Zuletzt bearbeitet:

omega

Well-Known Member
Hallo Monika,

Reduzierst Du die Bakterien so weit, daß weniger anfällt, gehen die Fische hopps.
Nö, meine Becken sind das alle gewöhnt...Filter putzen und gleich danach Boden mulmen und 70-80% Wasserwechsel. Alles gut, alle munter, kein Problem.
Du argumentierst unlogisch, widersprichst Dir selbst.

Markus, erklär es mir halt besser...wäre froh, das richtig Begründen zu können.
Ich will gar nichts bzgl. Schneckengehäusen erklären, sondern Dir Deine haarsträubende Salpetersäurethese widerlegen. Da dreht's mir ja die Zehennägel auf.

Grüße, Markus
 
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