PH Controller - Bauweise - Impedanzwandler

moeff

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Hi,

hat jemand vielleicht einen defekten PH Controller rumstehen oder ist sich etwas technisch sicher und kann mal ein Photo der Platine eines solchen machen. Da ich wohl nicht um einen Impedanzwandler drumherum komme will ich gern einmal wissen wie das die "normalen" Hersteller lösen.

Insbesondere interessiert mich direkt die SMD Technik am Elektroden-Eingang. Das extrem hochohmige Signal (10^12 Ohm) müßte dort direkt irgendwie gewandelt werden und ich bin derzeit am überlegen wie ich das am besten ohne Leckströme oder anderen Einflüssen günstig lösen kann. Und über welche Bauteile das dort gelößt wird...

Grüße Marco
 

Roger

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Hallo Marco,

ich habe für Dich mal den "Dupla Delta PH-Controller" aufgeschraubt.
Wenn es Dir etwas nutzt? :roll:
 

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Michi

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Hi Marco,

sehr interessantes Thema, ich hatte mich mal für eine halbe Stunde mit der Auswertung solcher Systeme beschäftigt und überlegt was zu bastlen, es aber wieder verworfen. Da es in diesem Messbereich zu schnell zu Störeinflüssen kommt, werden die Hersteller wohl auf fertige integrierte Lösungen zurückgreifen die das Problem in angenehmere Regionen bewegen: http://de.wikipedia.org/wiki/Instrumentenverstärker, http://focus.ti.com/lit/ds/symlink/ina116.pdf
 

moeff

Member
Hi,

so schnell und so gut! Vielen Dank Roger! :bier:

@Roger
Kannst du mir vielleicht noch vorlesen was auf dem ersten langen IC steht (vielleicht ist es ja sogar ein INA 116), welcher sich am dichtesten am Elektroden-BNC Anschluss befindet. Dachte das ganze wäre etwas mehr geschirmt, aber dem ist ja nicht so. Es scheint nur wichtig ein sauberes Platinenlayout zu haben (zum ätzen fehlt mir derzeit aber das Equip). Mußtest du am Offset schonmal was regeln? Nochmal vielen Dank für das Bild und die Umstände ;)

Werde über Ostern wohl mal in Angriff nehmen einen Impedanzwandler zu bauen. Es fehlt nur der Verstärker. Alle restlichen Komponenten liegen bereits da zur Aufbereitung von -/+500mV auf Steuerspannungen/strom (0-10V, 0-24mA) um sie in der Siemens Logo zu verwerten.

Grüße Marco
 

Roger

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Hi Marco,

Kannst du mir vielleicht noch vorlesen was auf dem ersten langen IC steht (vielleicht ist es ja sogar ein INA 116), welcher sich am dichtesten am Elektroden-BNC Anschluss befindet.

MC74HCT14AN
CPAA0147

Mußtest du am Offset schonmal was regeln?
Was meinst Du genau? Ausser an den normalen Drehknöpfen auf der Gehäuseoberseite zur Elektrodenkalibrierung hab ich nirgends drehen müssen.

Bei Interesse kann ich morgen auch noch den Profilux aufmachen und ein Foto liefern. :?:
 

moeff

Member
Hi,

ja das wäre perfekt, versau dir aber nicht die Garantie falls die noch vorhanden ist! Danke für die IC Kennung! Ja meinte die "Drehknöpfe" ;)

Grüße Marco
 

Roger

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Hallo Marco,

wie versprochen hier die Bilder vom inneren des Profilux.



Ausser der Frontplatine ist in dem Ding nichts weiter drin. :shock:
 

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moeff

Member
Hi,

sorry für das späte Dankeschön. Super wie man den technischen Wandel zur SMD Technik erkennen kann. Und ich bin auch nun um einiges schlauer wie die "renomierten" Hersteller die Angelegenheit lösen.

Bauteile sind bestellt. Mal sehen wann ich zum löten komme.

Grüße Marco
 

Henning

Member
Hallo,
das find ich auch mal interessant.
Werd mir sowieso keinen Ph Controler kaufen können (also momentan nicht) .
Ne Co2 Anlage muss auch noch her, aber mal schauen was meine Konfirmation so mit sich bringt :wink:

Marco, wäre toll wenn du dein Ergebnis hier Posten würdest :wink:

Gruß Henning
 

moeff

Member
Hi,

wollte mitteilen das die Selbstbaulösung fertiggestellt wurde und 1a funktioniert! Zwar ist nur eine Einpunktkalibrierung möglich, aber für den aquaristischen Einsatz reicht es. Außerdem liegt die Abweichung auf der 2ten Nachkommastelle und sollte damit nicht so extrem entscheidend sein.

Die Temperatureinheit über einen PT100 funktioniert ebenfalls einwandfrei. Falls wer an einem Nachbau vom PH oder Temperaturmodul interessiert ist kann ich gern weitere Infos geben, denke aber stehe da wohl eher alleine da :bonk:

Näheres folgt auch bald in meinem Blog.

Grüße Marco
 

Diethard

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Hallo Marco

Soviel ich weiß, verlassen sich die Hersteller von pH-Metern nicht allein auf die Hochohmigkeit der Eingangsstufen. Über eine Referenzspannungsquelle wird eine Referenzspannung an der Elektrode angelegt und in winzigen Schritten verändert, bis der Stromfluß gleich null ist. (Kompensationsverfahren) In diesem Moment ist der Eingangswiderstand unendlich hoch. (Im Rahmen der Messgenauigkeit natürlich) Die eigentliche Meßspannung wird dann von der Referenzspannungsquelle abgegriffen, die wesentlich höher belastbar ist, als die EMK der Elektrode.

Mein Billig-pH-Meter, Typ PH-201 (Taiwan, Conrad) scheint ebenfalls nach diesem Prinzip zu funktionieren. Lasse ich die Elektrode am ausgeschalteten pH-Meter über längere Zeit angeschlossen, sinkt die EMK der Elektrode, erholt sich aber einige Zeit nach dem Einschalten oder Trennung vom Gerät wieder.

Freundliche grüße ... Diethard.
 

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