Pflanzen lösen sich scheinbar auf und verlieren Blätter

Denver

New Member
Hallo Zusammen,

erstmal kurz zu mir, mich hat das "Aquascaping-Fieber" auch erwischt und betreibe seit guten 3 Monaten ein 28 Liter Aquarium mit Redfire Garnelen und unzähligen Posthornschnecken :)

Nun zu meinem Problem:
Es scheint irgendein Nährstoffmangel vorzuliegen, fast alle Pflanzen bekommen langsam aber sicher immer mehr Löcher. Die Ludwigia verliert untenrum auch ihre Blätter. Oben treiben die Pflanzen zwar schön aus aber unten sehen sie leider nicht mehr so gut aus. Die PHS belagern die Pflanzen und es scheint, das sie sich auch prächtig vermehren und sie ausreichend Nahrung finden, was ja dafür sprechen würde, das die Pflanzen "weggammeln". Algenwuchs ist normal, etwas Algenbelag an den Steinen sowie an der Glasscheibe, aber das wird einmal die Woche gereinigt und reicht soweit. Das Christmas Moss und Micranthemum tweediei wachsen normal würde ich sagen.

Da ich absoluter Neuling bin, stellt sich mir jetzt die Frage, was man tun kann. Noch mehr Kalium düngen, da ich das schon häufig gelesen habe, oder was für Tipps und Kniffe habt ihr noch für mich parat? :)

Die Problemkinder wären dann diese drei:
Rotala rotundifolia
Hygrophila pinnatifida
Ludwigia palustris "Super Red"

Vielen Dank schonmal!

Viele Grüße
Denver

Und hier noch zum Fragebogen:

Sind in letzter Zeit Änderungen am Aquarium erfolgt?
Nein


Allgemeine Angaben zum Becken
Standzeit des Aquariums: ca. 3 Monate
Maße des Aquariums LxBxH: 40 x 25 x 28
Bruttoliter: 28 L
~Nettoliter: ca. 22 L
Bodengrund, evtl. -aufbau: Lavagrund + 4cm Soil-Schicht
Sonstige Einrichtung, Wurzeln, (aufhärtende) Steine, etc.: 5 Seiryu Steine


Beleuchtung
Leuchtstofflampen/Reflektoren, HQI oder LED
Gesamt Lumen / Bruttoliter in lm/l :1150 / ~50
Mittelwert Farbtemperatur in K(elvin): 6500
Beleuchtungsdauer: 8h
mit Dimmphasen? Wie lange?


Filterung
Filter, Hersteller&Modell; andere Filterung? BLAU aquaristic BA-7700120 Hängefilter FM-120
Filtermaterialien? Filtermatte + siporax mini
Durchsatz lt. Hersteller in l/h? (Wenn bekannt) effektiv? 120l/h


CO2-Versorgung
Kein CO2


Trinkwasseranalyse des lokalen Wasserversorgers
KH °dH 10.1
GH °dH 13.3
Ca in mg/l 76
Mg in mg/l 11.3
K in mg/l 2.2
NO3 20.2


Wenn angegeben:
PO4 in mg/l 0.02
Kieselsäure/Silikat in mg/l
Hydrogencarbonat in mg/l


Wasseraufbereitung?
Wenn ja, bitte beschreiben wie? Entsalzung, verschneiden mit LW, Aufhärtesalze, Bittersalz, etc.
Im Haus befindet seine Entkalkungsanlage, dadurch etwas erhöhter NO3 Wert à Tetra NitrateMinus nach Wasserwechsel 5ml


Wasserwechsel, Menge/Intervall
2 Mal die Woche ca 50%


Womit wird wieviel pro Woche gedüngt
Täglich 1ml Eisen + 1ml Kalium (Aquarebell), Nach jedem Wasserwechsel 2ml Eisen und 2ml Aquarebell NPK


Ermittelte Wasserwerte im Aquarium
rechnerisch nein
Wassertests, welche / JBL - Easy Test 7in1 JBL NO3 Wassertest
pH ca 7.2
GH ca 5
KH ca 12
Fe -
NO3 ca 25
PO4-


wenn vorhanden (oder rechnerisch)
K -
Mg -
NH4 -
NO2 0


Liste Pflanzen
  • Rotala rotundifolia
  • Hygrophila pinnatifida
  • Ludwigia palustris "Super Red"
  • Micranthemum tweediei
  • Vesicularia "Christmas Moss"


"Blubbern" die Pflanzen im Laufe des Tages? z.B. nach 5 von 8h Beleuchtungsdauer?
Ab und an, aber eher weniger


Besatz
  • 10 Redfire Garnelen
  • 20 Redfire Jungtiere
  • 1 ausgewachsene PHS + 40 Nachkommen
 

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Denver

New Member
Hallo Bert,

vielen Dank für die schnelle Hilfe! Ich werde jetzt meine Kaliumdüngung für die nächste Zeit auf 3 ml erhöhen und dann mal nach 2 Wochen nochmal berichten

viele Grüße
Denver
 

Wasser-Bert

New Member
Hi Denver,

kein Problem. Wenn du die Möglichkeit hast einen Kalium Test durchzuführen, wäre das super. Dann könnte man eine genauere Düngeempfehlung geben. Aber deine Bilder sehen wirklich sehr verdächtig nach Kaliummangel aus.

Viele Grüße
 

nik

Moderator
Teammitglied
Moin ?,

ein Name zum Ansprechen ist noch besser als ein Nick. ^^ Ist hier ausdrücklich erwünscht und macht die ganze Sache gleich viel netter.
Im Haus befindet seine Entkalkungsanlage, dadurch etwas erhöhter NO3 Wert à Tetra NitrateMinus nach Wasserwechsel 5ml
Üblicherweise ist das ein Neutralaustausch, d.h. Ca und Mg werden gegen Natrium ausgetauscht. Hilft gegen eine Verkalkung von Geäten, aber für ein Pflanzenaquarium völlig ungeeignet. Der erhöhte NO3-Gehalt ist eher praktisch, als dass man den senken müsste.

Dann hast du noch ein Soil drin, bin ich im Moment völlig fantasielos inwieweit das Natrium aufnimmt. Mag ich nicht aufwändig für recherchieren.

Ich kann dir nur sagen was ich machen würde. Neu aufsetzen und mit entsalztem Wasser aus der Zoohandlung betreiben. Ich bin sowieso nicht so ein Fan von gedüngten Soils. Du hast nicht mal erwähnt welches, die werden schon unterschiedlich mit Nährstoffen beladen. Die versprechen die problemlose Aquaristik, das ist mitnichten so. Kann man machen, aber auch dann empfiehlt sich salzarmes Wasser, da das Soil sich sonst recht schnell erschöpft. Egal ob mit oder ohne Soil, an einer vernünftigen Düngung über das Wasser kommst du in keinem Fall vorbei.

Und ob das ein Problem mit Kalium ist, lässt sich dann erst sagen. Vermutlich nicht bei anzunehmenden Verbräuchen von ~0,5 mg/l K je Woche und einem unbekannt mit K beladenem Soil!

Gruß Nik
 

Wasser-Bert

New Member
Hi,Halte dein Kalium immer auf 10 und alles wird gut. LG Rene
Solche Pauschal Aussagen waren noch nie richtig, und werden es auch nie werden.
Wie alle Nährstoffe, steht auch Kalium mit anderen Elementen in einer Wechselwirkung.

Es sind immer Verhältnisse und NIE feste Werte.

@ Denver, bitte erhöhe deinen Kaliumwert erstmal auf 6-7mg/L und schau, ob deine Probleme damit beseitigt sind.
 

Wasser-Bert

New Member
Moin ?,

ein Name zum Ansprechen ist noch besser als ein Nick. ^^ Ist hier ausdrücklich erwünscht und macht die ganze Sache gleich viel netter.

Üblicherweise ist das ein Neutralaustausch, d.h. Ca und Mg werden gegen Natrium ausgetauscht. Hilft gegen eine Verkalkung von Geäten, aber für ein Pflanzenaquarium völlig ungeeignet. Der erhöhte NO3-Gehalt ist eher praktisch, als dass man den senken müsste.

Dann hast du noch ein Soil drin, bin ich im Moment völlig fantasielos inwieweit das Natrium aufnimmt. Mag ich nicht aufwändig für recherchieren.

Ich kann dir nur sagen was ich machen würde. Neu aufsetzen und mit entsalztem Wasser aus der Zoohandlung betreiben. Ich bin sowieso nicht so ein Fan von gedüngten Soils. Du hast nicht mal erwähnt welches, die werden schon unterschiedlich mit Nährstoffen beladen. Die versprechen die problemlose Aquaristik, das ist mitnichten so. Kann man machen, aber auch dann empfiehlt sich salzarmes Wasser, da das Soil sich sonst recht schnell erschöpft. Egal ob mit oder ohne Soil, an einer vernünftigen Düngung über das Wasser kommst du in keinem Fall vorbei.

Und ob das ein Problem mit Kalium ist, lässt sich dann erst sagen. Vermutlich nicht bei anzunehmenden Verbräuchen von ~0,5 mg/l K je Woche und einem unbekannt mit K beladenem Soil!

Gruß Nik

Moin Nik,

ich glaube dem Themenersteller einen Neustart mit Osmoseanlage zu empfehlen, verfehlt etwas die Frage und das Problem. Man schießt nicht mit Kanonen auf Spatzen, sagte mein Opa immer.
Alle Angaben zu Verbräuchen und Werten sind nur Schätzungen. Der gute Denver hat nämlich nicht einen einzigen Wassertest (durchgeführt), sondern beruft sich ausschließlich auf Schätzungen.
Das bedeutet einerseits: er wird sicherlich wegen einem kleinen Kaliummangel kein Becken neu aufsetzen, geschweige denn eine Osmose Anlage kaufen, da er offensichtlich auf sein Budget achtet.
Und zweitens: Dass man allein nach den optischen Anzeichen gehen muss, da die Wasserwerte die hier stehen, absolut unverbindlich sind.

Wenn ich mir die Bilder ansehe, dann ist es mehr als offensichtlich, dass hier ein Kalium Mangel vorliegt. Es sieht aus, wie aus dem Nährstoffmangel-Bilderbuch entnommen. Ja ich würde sogar meine Hand dafür ins Feuer legen, dass hier die Kaliumaufnahme das Problem ist.

Ich weiß nicht woher das generell in Foren kommt, den Leuten Ratschläge zu geben, die entweder pauschal und unzutreffend sind, oder aber eine völlig unverhältnismäßige und unpassende Lösung zu nennen, die für denjenigen mit Problemen, überhaupt nicht in Frage kommt.
Man wünscht sich für sich selbst doch auch Hilfe mit Maß und passend zu seiner Lage.

@ Denver, bitte leg dir einen K-Test für 15-20€ zu und stell deinen Kalium-Wert auf 6-8mg/L ein.

Viele Grüße,
Der Wasser-Bert
 
Zuletzt bearbeitet:

nik

Moderator
Teammitglied
Moin Bert,

hältst du ein mittels Neutralaustausch aufbereitetes Wasser für geeignet oder hast du das überlesen? Was lässt dich bei einem ziemlich verbogenen Ausgangswasser am K-Mangel festhalten? Ohne vernünftiges Ausgangswasser ist alles weitere hinfällig. Mir sieht das aus Erfahrung schon so aus, alsdass der TE - O-Ton "absoluter Neuling" - das übersehen bzw. missinterpretiert hatte.

Im Ergebnis ist das ein ungeeignetes Wasser, das du gerne "Spatz" nennen kannst, und ein durch das überreichliche Natrium mehr oder weniger verkorkstes Soil. Zur "Kanone" magst du mir bei Bedarf gerne auch ausführlich schreiben, ich verortete das Problem als ein den Umständen entsprechend zu zahlendes "Lehrgeld".

Du bist ja sehr an den Verhältnissen der Nährstoffe orientiert, ich schon auch, weiß aber in welch weiten Bereichen sich das bewegen kann und was mancher als unumstößlich empfindet, kann auch ganz anders funktionieren. Natrium haben die meisten ja nicht auf dem Schirm, aber Na und K reagieren antagonistisch in der Aufnahme. Du kannst also durchaus Recht haben, nur liegt es dann nicht am wenigen Kalium sondern am überreichlichen Natrium, das eine K-Aufnahme erschwert. Und du empfiehlst gegen das überreichliche Natrium Kalium anzudüngen! Wieviel Kalium würdest du denn empfehlen in den Verhältnissen Na:K:Ca:Mg?

Ich bin ja bekennender aquaristischer Blödmannsgehilfenanwärter - du hältst das fürn Spass, ich nicht - und selbst wenn ich das mühsam theoretisch durchdringen könnte, würde ich es mir nicht mit dem verkorksten Soil und schon gar nicht mit dem verkorksten Wasser antun! D.h. wenn der TE nicht gleich zu Beginn seiner aquaristischen Laufbahn eines der großen Mysterien lösen möchte, dann empfehle ich weiterhin einen Reset des Beckens. Das ist übrigens klein genug um das mit gekauftem demineralisiertem Wasser für 13-25 ct/l betreiben zu können! Das habe ich lange genug mit bis zu 80 l in verschiedenen Nanoaquarien so gehandhabt. Eine Umkehrosmoseanlage habe ich ihm - entgegen deiner Mutmaßung und entgegen meiner Intention - überhaupt nicht empfohlen!

Ansonsten steht es dem TE frei - falls ihm danach ist - sich von dir im Betrieb eines Pflanzenaquariums mit Soil und Wasser nach Neutralaustausch auf den Wachstumspfad zurück bringen zu lassen. Ich riete davon ab und wendete mich gleich einem funktionierenden Aquarium zu.

Blöd ist, wenn man es einfach haben will, muss man um die Zusammenhänge wissen. Ich mag es ja gerne einfach und wenn man in meinem Spoiler liest, wird schnell klar, dass einfach leider garnicht einfach ist. Ich verspreche das aber auch nicht. Bei den vorgedüngten Soils wird gerne einfaches Handling angenommen, ja vorausgesetzt, nur, die sind sogar ziemlich kompliziert, wenn die nicht in einem vergleichsweise engen, vorgeschriebenen Bereich der Anwendung genutzt werden - respektive weiß was man tut.

Mit freundlichem Gruß
Nik

edit: Ups, übersehen ...

Der Kaliumtest für kleines Geld lässt sich so bescheiden ablesen, dass von vielen die Brauchbarkeit infrage gestellt wird - zumal Kalium in seinen absoluten Gehalten kein Problem sein wird. Im Gegenteil, die täglichen K-Zugaben übertreffen schon deine Forderungen und über die Zeit ist trotz der Wasserwechsel sogar von einer K-Anreicherung auszugehen. Ich würde langsam mal deine Hand aus dem Feuer nehmen. ^^
 
Zuletzt bearbeitet:

Mummbel

Member
Hi Bert

Du weist aber auch nicht so richtig was du willst oder ? Erst schreibst du auf 6-7mg Kalium soll er einstellen und dann auf einmal in 10 min haste deine Meinung schon geändert auf 6-8mg Kalium. Ich geb offen zu ich hatte ein Schreibfehler in meinem Satz . Wenn man sein Kalium in einem Wert so um die 10 mg fährt liegt man immer gut, ob das nun 7 oder 13 mg sind is doch auch völlig egal , denn ein Wert immer gleich zu halten geht ja nicht. Deine Aussage mit 6-7 find ich persönlich auch nicht in Ordnung sind ja auch immer nur +-1 Toleranz.

@Denver ich würds jetzt mal so sagen , schau am besten dein Kalium nie unter 5mg , aber auch nicht UNbedingt dauerhaft ins unermessliche geht.

LG René
 

Thumper

Well-Known Member
Moin,

Du weist aber auch nicht so richtig was du willst oder ? Erst schreibst du auf 6-7mg Kalium soll er einstellen und dann auf einmal in 10 min haste deine Meinung schon geändert auf 6-8mg Kalium
Ich doch ganz egal, ob es nun 1mg/L mehr oder weniger ist.
Denver hat eindeutig sichtbar einen Kaliummangel und kann einfach mal nachmessen und dann erhöhen. Ob er dann bei 6mg/L oder 10mg/L oder gar 15mg/L rauskommt sei erstmal egal. Fakt ist: Er hat momentan nicht genug.
 

Wasser-Bert

New Member
Moin Bert,

hältst du ein mittels Neutralaustausch aufbereitetes Wasser für geeignet oder hast du das überlesen? Was lässt dich bei einem ziemlich verbogenen Ausgangswasser am K-Mangel festhalten? Ohne vernünftiges Ausgangswasser ist alles weitere hinfällig. Mir sieht das aus Erfahrung schon so aus, alsdass der TE - O-Ton "absoluter Neuling" - das übersehen bzw. missinterpretiert hatte.

Im Ergebnis ist das ein ungeeignetes Wasser, das du gerne "Spatz" nennen kannst, und ein durch das überreichliche Natrium mehr oder weniger verkorkstes Soil. Zur "Kanone" magst du mir bei Bedarf gerne auch ausführlich schreiben, ich verortete das Problem als ein den Umständen entsprechend zu zahlendes "Lehrgeld".

Du bist ja sehr an den Verhältnissen der Nährstoffe orientiert, ich schon auch, weiß aber in welch weiten Bereichen sich das bewegen kann und was mancher als unumstößlich empfindet, kann auch ganz anders funktionieren. Natrium haben die meisten ja nicht auf dem Schirm, aber Na und K reagieren antagonistisch in der Aufnahme. Du kannst also durchaus Recht haben, nur liegt es dann nicht am wenigen Kalium sondern am überreichlichen Natrium, das eine K-Aufnahme erschwert. Und du empfiehlst gegen das überreichliche Natrium Kalium anzudüngen! Wieviel Kalium würdest du denn empfehlen in den Verhältnissen Na:K:Ca:Mg?

Ich bin ja bekennender aquaristischer Blödmannsgehilfenanwärter - du hältst das fürn Spass, ich nicht - und selbst wenn ich das mühsam theoretisch durchdringen könnte, würde ich es mir nicht mit dem verkorksten Soil und schon gar nicht mit dem verkorksten Wasser antun! D.h. wenn der TE nicht gleich zu Beginn seiner aquaristischen Laufbahn eines der großen Mysterien lösen möchte, dann empfehle ich weiterhin einen Reset des Beckens. Das ist übrigens klein genug um das mit gekauftem demineralisiertem Wasser für 13-25 ct/l betreiben zu können! Das habe ich lange genug mit bis zu 80 l in verschiedenen Nanoaquarien so gehandhabt. Eine Umkehrosmoseanlage habe ich ihm - entgegen deiner Mutmaßung und entgegen meiner Intention - überhaupt nicht empfohlen!

Ansonsten steht es dem TE frei - falls ihm danach ist - sich von dir im Betrieb eines Pflanzenaquariums mit Soil und Wasser nach Neutralaustausch auf den Wachstumspfad zurück bringen zu lassen. Ich riete davon ab und wendete mich gleich einem funktionierenden Aquarium zu.

Blöd ist, wenn man es einfach haben will, muss man um die Zusammenhänge wissen. Ich mag es ja gerne einfach und wenn man in meinem Spoiler liest, wird schnell klar, dass einfach leider garnicht einfach ist. Ich verspreche das aber auch nicht. Bei den vorgedüngten Soils wird gerne einfaches Handling angenommen, ja vorausgesetzt, nur, die sind sogar ziemlich kompliziert, wenn die nicht in einem vergleichsweise engen, vorgeschriebenen Bereich der Anwendung genutzt werden - respektive weiß was man tut.

Mit freundlichem Gruß
Nik

edit: Ups, übersehen ...

Der Kaliumtest für kleines Geld lässt sich so bescheiden ablesen, dass von vielen die Brauchbarkeit infrage gestellt wird - zumal Kalium in seinen absoluten Gehalten kein Problem sein wird. Im Gegenteil, die täglichen K-Zugaben übertreffen schon deine Forderungen und über die Zeit ist trotz der Wasserwechsel sogar von einer K-Anreicherung auszugehen. Ich würde langsam mal deine Hand aus dem Feuer nehmen. ^^
Hi Nik,

da ich einen induzierten Mangel durch den hohen Natrium Wert auch für durchaus möglich halte, habe ich geschrieben: "Ja ich würde sogar meine Hand dafür ins Feuer legen, dass hier die Kaliumaufnahme das Problem ist."
Daher kann meine Hand noch ein Weilchen im Feuer bleiben, da die Aussage sowohl einen absoluten Mangel, als auch einen induzierten berücksichtigt.

Mir ging es einfach um den (für meinen Geschmack) unverhältnismäßigen Rat. Wenn mein Auto nicht richtig bremst, schaue ich mir ja auch erst mal die Bremsen/Reifen an, und kaufe nicht direkt einen Neuwagen. Logisch ist das Problem mit dem Neuwagenkauf abgestellt, aber es gibt dazwischen etliche Schritte, die man davor gehen sollte.

Viele Grüße
Der Wasser-Bert
 

Roby

Active Member
Hi Nik,

da ich einen induzierten Mangel durch den hohen Natrium Wert auch für durchaus möglich halte, habe ich geschrieben: "Ja ich würde sogar meine Hand dafür ins Feuer legen, dass hier die Kaliumaufnahme das Problem ist."
Daher kann meine Hand noch ein Weilchen im Feuer bleiben, da die Aussage sowohl einen absoluten Mangel, als auch einen induzierten berücksichtigt.

Mir ging es einfach um den (für meinen Geschmack) unverhältnismäßigen Rat. Wenn mein Auto nicht richtig bremst, schaue ich mir ja auch erst mal die Bremsen/Reifen an, und kaufe nicht direkt einen Neuwagen. Logisch ist das Problem mit dem Neuwagenkauf abgestellt, aber es gibt dazwischen etliche Schritte, die man davor gehen sollte.

Viele Grüße
Der Wasser-Bert
Hi Bert

Es handelt sich um 28L Teil das entspricht einem micro/nano Kleinwagen :D .
Ich würde bei so einem Teil, wenn aus dem Ruder gelaufen, auch kaum zögern es neu aufzusetzen.
Vorausgesetzt man kennt den Fehler und weiß ihn zu beheben.
Sinnvollerweise gleich mit Osmose Wasser aus dem Handel.

LG Robert
 

Denver

New Member
Hallo Zusammen,

erstmal vielen Dank an alle für die prompte Hilfe.

Wie schon gesagt ich werde jetzt als erstes mal die Kaliumdüngung etwas erhöhen und beobachten, eventuell führt das ja schon zum gewünschten Erfolg :)

Über den Rechner habe ich die Werte schon ausgerechnet, welche ich täglich düngen muss

Sollte das nicht viel bringen besorge ich mir einen Kaliumtest.

Mal angenommen ich würde auf destilliertes Wasser umsteigen, dann funktioniert das ja vermutlich nicht mit einem großen Wasserwechsel.
Mit wieviel % wäre das Wasser dann pro Wasserwechsel zu verschneiden damit sich die Bewohner des Aquariums auch gut dran gewöhnen?
10% mehr destilliertes Wasser pro Wechsel? Oder weniger.

Wenn ich dann aber reines destilliertes Wasser benutzte, muss ich das ja sicher wieder aufhärten und Mg und Calcium hinzufügen?
Aber wenn ich das machen muss, warum kann ich dann nicht einfach in mein vorhandenes Wasser Mg und Calcium zugeben um die Kaliumaufnahme zu erhöhen.

Viele Grüße und keep calm ;)
Denver
 

Roby

Active Member
Hi Denver,

für die Pflanzen wären +/- 200µs ideal, Schnecken mögen das nicht so gerne, Garnelen - keine Ahnung.
Deine GH von 13,3 entspricht ca 13,3*33=440µs Daumen mal Pi.
D. h. wenn du 50/50 verschneidest landest du bei Hausnummer ca. 220µs.

Dein Natrium-Missverhältnis Problem, so denn vorhanden, bleibt dabei allerdings bestehen,
daher sollte man überlegen 100% Osmose + Aufhärtesalze.

LG Robert
 

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