Osmocote schädlich für Wasserorganismen

Biotoecus

Active Member
Moin,
jedenfalls sind die Gehäuse nicht durch Kupferoxidationsprodukte so gefärbt worden.

Kupferpatina ist die typische grünliche Schicht, die sich auf der Witterung ausgesetzten Kupferdächern aber auch auf gebeiztem Kupfer oder Kupferlegierungen (Bronze) bildet. Sie bildet sich aus unterschiedlichen basischen Kupferhydroxid-Gemischen. Eines der bekanntesten Beispiele der Kupferpatina ist die Freiheitsstatue. Doch die Patina hat neben ihrer optischen Attraktivität durchaus ihren Sinn. Sie schützt das darunter liegende Metall. Kupferdächer haben so eine Lebensdauer von mehreren Jahrhunderten.

Nicht verwechseln sollte man die Patina mit Grünspan. Grünspan ist ein grünes Kupferacetat (Spanisches Grün). Das Farbpigment dient sowohl als mäßig giftiges Fungizid (pilztötendes Mittel), als auch als Zwischenprodukt zur Herstellung des giftigen Farbpigments Schweinfurter Grün. Auch die grüne Flamme von bengalischem Licht und Feuerwerken wird mit Kupferacetat erreicht.

Gruß Martin
 

moskal

Well-Known Member
Hallo,

[offtopic]
Ob man Ton im Sand einbringt, das ist jedem selbst überlassen. Man muss sich nur im Klaren sein, dass man einen Nährstoffpuffer mit seinen Vorteilen (?), nämlich (manche) Nährstoffe zu puffern, respektive seinen Nachteilen, eben nur teilweise Nährstoffpufferung, verzögerte Wirkung durch Be- und Entladung und "Verschlammung" des Aquariums durch feinen Ton in Kauf nimmt/einbringt. Man möge mir weitere Vorteile nennen, ich sehe mehr Nachteile und präferiere mit der Nährstoffdiffusion einer beliebig einstellbaren Nährstofflösung von unten durch den Sand einen anderen, kontrollierteren Weg.
wegen irgendwelchen Ionentausch oder Pufferwirkungungen verwende ich den Ton nicht sondern völlig geradeaus zum düngen. Ich verwende allerdings keinen Ton aus dem Laden sondern sehr feinen Sand mit Tonanteil aus Biotopen. Also Lehm. Ich dünge sogar manchmal ein löffelchen nach. Ist dann zwar ein Weichlen trüb aber ich betreibe ja keine Skapes. Biotoplehm bringt auch Mikroflora nach vorne, wenn man z.B. Daphnien, Feenkrebse oder Triops ansetzt hilft er sehr um das von anfang an stabil zu haben. Für z.B. meine Aldrovanda ist ein wenig lehm und ein paar Blätter getrocknetes Binsenlaub der einzige Dünger[/offtopic]

Gruß, helmut
 

Plantamaniac

Well-Known Member
Hallo, klar weiß ich nicht, ob es wirklich Grünspan ist, aber ich hab einen alten Wasserhahn, an dem sich offensichtlich Grünspan am Siebchen gebildet hat. Das hat 1:1 die gleiche Farbe, wie das was die Schnecken in ihr Gehäuse eingebaut haben.
Was soll das sonst sein?

Hier mal Mineralien mit Kupfer gegoogelt, weil die ja im Bergwerk auch so grünlich sind.
http://www.steine-und-minerale.de/artikel.php?topic=4&ID=230&keywords=Kupfer,%20Kupfermineral,%20Azurit,%20copper,
Hier kommt der Begriff Kupfercarbonat vor, mit dem man einiges finden kann, beim Weitergoogeln...
Denkemal sowas ist das...
VG Monika
 

moskal

Well-Known Member
Morgen und ein frohes neues Jahr,

ich habe da auch noch was das Kupfer in Wasserunlöslicher Form, ionisierung und so betrifft. Die Zitate sind aus dem Sicherheitsdatenblatt von Kupferpulver für Echtmetallbeschichtungen von Möbeln:

Löslichkeit in / Mischbarkeit mit
Wasser: Nicht bzw. wenig mischb

Signalwort: Achtung
Gefahrenhinweise
H400 Sehr giftig für Wasserorganismen.
H412 Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
Sicherheitshinweise
P273 Freisetzung in die Umwelt vermeiden.
P391 Verschüttete Mengen aufnehmen.
P501 Entsorgung des Inhalts / des Behälters gemäß den örtlichen / regionalen / nationalen/
internationalen Vorschriften.

3.1 Stoffe:
CAS-Nr. Bezeichnung:
7440-50-8 Kupfer
Identifikationsnummer(n):
EG-Nummer: 231-159-6
Beschreibung: Metallpulver.

Und der Kupferbestandteil der Microkomponente eine professionellen Hydro-Düngers:
Copper (Cu) .....0.01%
0,01% chelated Copper (Cu)
Gruß, helmut
 

moskal

Well-Known Member
Hallo,

folgende Bestandteile:

Total N 5 %
0,3% Ammoniacal N
4,7% Nitrate N
K2O 1%
Ca 5%
B 0,01%
Co 0,0005%
Cu 0,01%
0,01% chelated
Fe 0,1%
0,1% chelated
Mn 0,05%
0,05% chelated
Mo 0,0008%
Zn 0,015%
0,015% chelated

Derived from:
Ammonium Molybdate, Ammonium Nitrate, Calcium Carbonate, Calciumnitrate, Cobalt Nitrate, Copper EDTA, Iron DTBA-EDDHA-EDTA, Manganese EDTA, Potassium Nitrate, Zinc EDTA

Das ist der Microdünger für soft water es gibt auch eine hard water Version. Das Alles wird mit mit zwei Macro-Komponenten angewandt von denen es keine hard/softwaterversion gibt. Spannend finde ich wo überall Ammonium und Nitrat herkommen kann und daß Mn chelatiert ist.

Gruß, helmut
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Mahlzeit…

moskal":2gitoj5b schrieb:
folgende Bestandteile:
Aha. General Hydroponics FloraMicro.

Das ist der Microdünger für soft water es gibt auch eine hard water Version.
Bei dem kommt zusätzlich Harnstoff dazu. Halte ich nichts davon. In einem Micronährstoffdünger haben Makroelemente nix, sofern nicht prozessbedingt unumgänglich, nichts verloren.

Spannend finde ich wo überall Ammonium und Nitrat herkommen kann und daß Mn chelatiert ist.
Das ist eigentlich gängige Praxis. Im Vergleich zu anderen Spurenelementedüngern schneidet der FloraMicro so ab:



Grüße
Robert
 

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moskal

Well-Known Member
bevor jetzt nach googeln dieses Düngers falsche Schlüsse gezogen werden:

Bei mir wächst nichts verbotenes.

Hallo Robert,

danke für die Tabellen

Gruß, helmut
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Mahlzeit…

moskal":al372ym1 schrieb:
danke für die Tabellen
Gerne. Die blaue Linie oben in den Diagrammen ist der Mittelwert. Während ich oben den Dünger mit Gartenbaudüngern verglichen habe, kommt hier noch der Vergleich zu gängigen Aquaristikdüngern:




Viele Grüße
Robert
 

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unbekannt1984

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Hallo Robert,

ich versuche mal den Bogen von deinen Statistiken zum Osmocote zu bekommen... In den Statistiken taucht Basacote (Plus) auf, hast du das schonmal im Aquarium verwendet?
Der absolute Kupfergehalt (0,05%) ist natürlich nicht so einfach aus den Grafiken zu entnehmen, liegt aber wohl zumindest (normiert auf Eisen) unter dem Schnitt. Ansonsten scheint das Zeug wesentlich mehr Mikronährstoffe als das Substral-Osmocote zu haben.
 

chrisu

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Hallo Robert,

unbekannt1984":349z5co6 schrieb:
In den Statistiken taucht Basacote (Plus) auf, hast du das schonmal im Aquarium verwendet?
das würde mich auch interessieren! Und was ist der Unterschied zwischen Osmocote und Basacote?
 

moskal

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Hallo,

wegs Zeitmangel musste ich die Neueinrichtung für ein Aquarium immer wieder rausschieben, das Osmocote hatte ich dafür aber schon eingeweicht um das freie Kupfer auszuspülen. Das erste Waschwasser sah so richtig Kupfersulfatfarben aus und jetzt wechsle ich seit drei Wochen alle paar Tage das Waschwasser. So sieht es heute aus: immernoch deutlicher grün/blaustich. Kupfertest habe ich keinen aber ich denke das ist per Auge erkennbar. Im Aquarium hat das bisher noch keine Schäden bei Daphnien angerichtet, dort ist es auch stark verdünnt. Bei Aquascapes die gerne mal nur ein-zwei Jahre laufen wird das vermutlich auch nicht allzuschlimm sein aber als Düngekonzept über Jahre, da bin ich skeptisch. Klar wird das Kupfer auch verbraucht und irgendwelche Chelatoren, Phosphat und co werden sich auch damit befassen aber wie gesagt, auf Dauer und mit Nachdüngen bin ich skeptisch. Ich seh das eher als Starthilfe mit langsamen sanften Übergang zu anderen Düngern.

Gruß, helmut
 

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Hallo, das Prinzip von Osmocote und Basacote als Langzeitdünger finde ich gut. Über Monate düngt es übrig bleiben nur die leeren Harzhüllen. Damit könnte man z. B. Soil Böden, Nährböden, Tonkugeln unter dem Bodengrund wieder mit Nährstoffen beladen. Ich finde es auch nicht verkehrt bei so viel Licht und Pflanzenmasse wie in der Aquaristik heute dazugekommen ist ein Schritt in Richtung Wasserpflanzengärtnerei zu wagen in der Düngung mit Osmocote oder Basacote. Den höheren Nährstoffbedarf wegen sehr viel Licht einfach und langanhaltend über die Wurzeln zu decken. Was das Problem ist bei solchen Düngern ist außer Kupfer viel mehr das Ammoniumnitrat. Es würde die Nitrifikation ankurbeln, die durch die Nitrifikation entstandene Salpetersäure würde die KH fällen. Bei geringen Wasservolumen könnte das die komplette KH fressen und den pH Wert in den Keller fahren. Wenn man das Ammoniumnitrat weglassen würde beim Osmocote, Basacote und ggf. etwas weniger Kupfer verwenden würde und dann auch noch doppeltumhüllt weil es im Wasser ist, wäre das perfekt für Aquarien als Langzeitdünger. Weil weltweit Aquarianer dazu greifen müsste man vielleicht die Hersteller bitten Ammoniumnitrat wegzulassen und weniger Kupfer zu verwenden und ggf. doppelt zu umhüllen, das wäre bestimmt leicht praktikabel für die extra für Aquarien. Für Teiche gibt es ja schon Kegeln, da ist aber auch riesiges Wasservolumen. Wenn sich aber 2, 3 Aquarianer melden und darum bitten wird das eh nichts.. MfG Emrah
 

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