Neue Beckengestaltung nach fast 6 Jahren Abstinenz

Hallo Johannes,
so richtig beraten kann ich dich nicht wegen der Osmoseanlage, teils, weil mir der technische Background fehlt, teils, wegen der schon erwähnten verschiedenen Bedingungen. Ich kann aber zusammenfassen, was ich für eine Anlage habe und warum, vielleicht kannst du dir daraus ableiten, was für dich infrage kommt.
Ich brauche nur ca. 30 - 50L Osmosewasser in der Woche für meine Aquarien. Trotzdem habe ich mich für eine etwas "bessere" (und damit auch teurere) Anlage entschieden, mit einer 500 GPD Membrane, automatischer Spülung und Druckverstärkungspumpe. Damit ist das Verhältnis Reinstwasser/Abwasser 1:2 und es dauert nur rund 15 Minuten, bis 10L Osmosewasser fertig sind. Die Druckverstärkungspumpe brauche ich, weil hier im 3. Stock nicht viel Wasserdruck ankommt. Und mir war es wichtig, nicht so lange auf das Osmosewasser warten zu müssen, und nicht so viel Abwasser zu haben. Es sind die drei üblichen Vorfilter verbaut (Kohle, 1 Mikron, 5 Mikron). Es wären noch Nachfilter dabei gewesen, die ich aber gleich habe ausbauen lassen, weil sie eher für Osmosewasser, das im Lebensmittelbereich genutzt wird, interessant sind.
Gekauft habe ich das gute Stück im Shop von @jgottwald, der auch hier im Forum angemeldet ist.
Die Anlage habe ich dauerhaft neben der Wanne stehen und am Anschluss für den Duschschlauch zwischengeschaltet, mit einem Hahn kann ich die Leitung entweder für die Anlage, oder die Dusche freischalten. Der Vorteil ist, ich kann die Kanister in der Wanne füllen, dann gibt es keine Überschwemmung, wenn sie mal überlaufen (lässt sich mit Wassermelder oder gestellten Timer aber auch vermeiden).

Leitwertmessgerät: Achte darauf, dass es Temperaturausgleich hat und in Mikrosiemens misst (nicht in ppm, die Umrechnung in µS ist möglich, aber lästig)

Fische: Schau dir mal Vietnamesische Kardinalfische an (Tanichtys micagemmae). Kleiner als die T. albonubes, und brauchen es nicht ganz so kühl. Sind aber trotzdem eher was für ungeheizte Becken, woran du bei der Planung des restlichen Besatzes denken musst.
 
Hallo Stefanie,

vielen Dank für die ausführliche Antwort!
Ich habe mich heute nochmals mit der Anlage beschäftigt. Natürlich wäre es besser, ein geeigneteres Abwasserverhältnis zu bekommen.
Dann habe ich mir dazu ebenfalls die Anlagen mit Druckerhöhungspumpen angesehen. Laut Hersteller ist es zwingend notwendig, einen festen Wasseranschluss zu haben und kann nicht an einer Duscharmatur angebracht werden.
Wie hast du das nochmals geregelt? Könntest du mir davon womöglich ein Bild zeigen?

Die Fische habe ich ebenfalls betrachtet, die würden mir ebenfalls gut gefallen! Danke auch hier für den Tipp.

Liebe Grüße
Johannes
 
Ok, hier meine hochmoderne und hochprofessionelle Lösung :) Die Anlage selbst steht mit ihrem Gestell (wird so geliefert) an einer Schmalseite der Wanne, und ist dauerhaft so angeschlossen, wie auf dem Foto zu sehen. Lediglich die Schläuche fürs Osmosewasser und Abwasser nehme ich bei Nichtgebrauch aus der Wanne. Ich muss natürlich aufpassen, dass der (rote) Hebel, der die Anlage von der Dusche trennt, immer zur Anlage hin geschlossen ist, wenn ich dusche. Sonst kann sich heißes Wasser in die Membran zurückdrücken, und das wäre vermutlich deren Ende. Bisher hat es immer geklappt:)
Es ist garantiert nicht die optimale Lösung, aber ich habe keine andere Möglichkeit, und es funktioniert schon seit Jahren.

20260114_191144(1)(1)(1).webp
 
Liebe Stefanie,

vielen lieben Dank! Jetzt kann ich es mir definitiv besser vorstellen und hoffe, dass das hier auch klappt.
Ich habe mich jetzt auch hinsichtlich der anderen Varianten eingelesen.

Allerdings frage ich mich, ob es denn nicht auch gereicht hätte, wenn das vordere Verteilerstück vorhanden ist. Der tote Hebel ist lediglich eine zweite Absicherung oder?

Da heißt es nun wohl auch noch etwas sparen, um die Abwassermenge ggf zu reduzieren bzw. schnellere Leistung zu erhalten.
Oder eben ich versuche zuerst die günstigere Variante und steige dann um.

Liebe Grüße
Johannes
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Tag meine Lieben,

das Aquarium wurde jetzt, wie in einem anderen Thread erfragt, in den Darkstart geschickt. Ich probiere jetzt einfach aus, ob es ebenfalls gelingt, diesen noch mit normalen Leitungswasser durchzuführen.
Im Hinblick auf den Sand/Kies ist es sowieso nahezu irrelevant, allerdings kann sich dann das Holz vollsaugen, der Bakterienrasen wachsen und dann sollte, wenn die Osmoseanlage da ist, alles anlaufen können.

Ich hoffe nun darauf, dass das Hardscape nicht aufschwimmt und die punktuelle Verklebung/Beschwerung funktioniert.

Beim Befüllen stiegen noch ein paar Blasen aus dem Boden auf. Ich hoffe, dass alles überall feucht/nass geworden ist, da es ja doch 1-2mm Körnung ist.

Der Filter läuft, Licht ist aus - ich bleibe gespannt!
Den Heizer lasse ich, aufgrund des gewünschten Besatzes, erstmal aus, um die Temperatur checken zu können.

Liebe Grüße
Johannes
 
Oben