Ein Neuling

Rüdi

New Member
Hallo alle zusammen,

hier schreibt ein Neuling der dachte es geht soo einfach.
Eigentlich habe ich schon sehr lange Aquarien, (seit 1980) aber nur bis 200 Liter.
Nun habe ich mir meinen Traum erfüllt und habe mir ein Becken selbst gebaut.
180 L x 60 B x 70 H
Früher hatte ich nie Pflanzenprobleme.
Wenn ich z. B. an den indischen Stern denke der in Kürze fast das halbe Becken zugewuchert hat.
Heute wird er immer weniger.
Ach ja - die Beleuchtung sind fünf T5 Röhren mit je 35 Watt.
Ich möchte in kürze noch zwei Röhren dazuschalten.
Seitdem ich die CO2 Zugabe von zwei Blasen in der Sek. abgeschaltet habe wachsen wieder einige Vallisnerien wie die Riesenvallinsnerie. Die Thail. Hakenlilie hat nicht überlebt.
Die Aponogeton ulvaceus wird von meinem grünen Fransenlipper angefressen,
Die Aponogeton natans kümmert (oder wird auch angefressen)
Die Dauerwellen-Hakenlilie kommt langsam...
Mein Cryptocoryne beckettii oder Cryptocoryne albida wächst dagegen wunderbar.
Langsam aber wunderhübsch.
Die Anubias barteri wächst ebenfalls langsam aber stetig.
(leider mit Algenansätzen)

Die Wassertwerte kann ich im Moment nicht genau angeben,
ich werde in zwei Wochen noch einmal testen lassen und dann kann ich da auch genaue Werte angeben.

Ich bin echt ratlos.
Was würdet Ihr denn spontan dazu sagen???

Würde mich freuen wenn ich wie früher ein hübsches Pflanzenbecken bekommen würde.

Bis dann

Rüdiger
 

MarcelD

Administrator
Teammitglied
Hi Rüdiger!

Herzlich willkommen bei Flowgrow :)

Eine Frage habe ich zur Beleuchtung: sind das die Juwel Sonderlängen, die du da verwendet hast?

175W Beleuchtung auf 756 Bruttoliter ist auch nicht wirklich viel, vor allem angesichts der Beckenhöhe von 70cm. Bei der Beschränkung auf nicht so sehr lichthungrige Pflanzen wie z.B. Cryptocoryne und Anubias kann das aber wohl gehen.

Wichtig wären vor allem die Wasserwerte (laut Versorger) und Angaben zur Düngung sowie des Bodengrunds.

Interessant finde ich deine Aussage, das es "früher" mit vergleichbaren Mitteln wunderbar funktioniert hat, mein Vater stand bei der Reaktivierung seines alten Hobbys nämlich vor dem gleichen Problem. Kann es denn sein, dass "früher" quasi Flüssigdünger aus der Leitung kam?


Schöne Grüße,
Marcel.
 

Rüdi

New Member
Hallo Marcel,

ich muss ein wenig schmunzeln bei Deiner Antwort.
Aber Du hast da schon recht.
Bei meinem 200 Liter Becken hatte ich nur Flüssigdünger aus dem Wasserhahn. :D
Als ich vor einigen Wochen zusätzlich gedüngt habe wuchsen besonders meine kleinsten Pflanzen - die Algen.
Daher habe ich mit dem düngen fast aufgehört. Eisendünger und Volldünger.
Bodengrund habe ich Tongranulat bis 3mm
Die Beleuchtung sind T5 Röhren 1500 mm lang.
Zwei fertige Lampen mit zwei und drei Röhren. Lichtfarben 2x Pflanzenlicht 3x Daylight.

Vor einigen Wochen habe ich mir übrigens bei einem jugendlichen privaten Züchter zwei Antennenwelse abgeholt und habe nicht schlecht gestaunt als ich seinen Pflanzenwuchs im Keller sah, denn er hatte über seinen Becken jeweils nur eine Röhre als Beleuchtung. Und doch wuchs von Moos bis zu Riesenvalli alles echt wunderbar.

In Dortmund haben wir eigentlich weiches Wasser, aber wie ich schon sagte, ich teste das in den nächsten Wochen noch einmal.

Bis dann - und danke für Deine wirklich schnelle Antwort.
 

MarcelD

Administrator
Teammitglied
Hallo Rüdiger,

worüber musstest du denn im Speziellen schmunzeln?

"Gutes Pflanzenwachstum" scheint ein recht breiiger Begriff zu sein, je nach Gewohnheiten und Anspruch des Autors. Über meinen Garnelenbecken zum Beipiel flimmern über jeweils 45l (50x30x30cm) je 15W T8 und halten die darin befindlichen Farne und Moose am Leben, von wirklichem Wachstum kann da keine Rede sein, auch wenn sich von Zeit zu Zeit mal ein Blatt bildet und sich die Moose ausbreiten. Diese Becken werden ebenfalls nicht gedüngt.

Meine Wohnzimmerbecken hingegen, die recht üppig beleuchtet und maßvoll gedüngt werden sind dazu absolutes Kontrastprogramm.

Licht macht wirklich einen entscheidenden Unterschied. Ich kann mir bei geringen Lichtintensitäten ehrlich gesagt kein "wunderbares" Pflanzenwachstum vorstellen.


Schöne Grüße,
Marcel.
 

Rüdi

New Member
Hallo Marcel,

schmunzeln musste ich bei den Sätzen:
mein Vater stand bei der Reaktivierung seines alten Hobbys nämlich vor dem gleichen Problem.
Kann es denn sein, dass "früher" quasi Flüssigdünger aus der Leitung kam?

Welche Pflanze auch ein Problem bereitet ist eigentlich eine Pflanze die nur sehr wenig Licht benötigt.
Das Javafarn. Ich hatte schöne große Blätter bekommen. es sind schrumpelig kleine geworden.
Einige sind braun geworden, es haben sich kaum Ableger an den Blättern gebildet.
Auch bei dieser "einfachen Pflanze" - so dachte ich bis heute - habe ich so meine Sorgen.

Nun bin ich zu dem Schluss gekommen, daß ich mir selbst ein Wassertest zulegen werde.

Schau Dir doch bitte mal die Fotos an und sag mal was dazu.
 

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MarcelD

Administrator
Teammitglied
Hallo Rüdiger,

ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht, was ich zu den Bilden schreiben soll.
Bei Javafarnen gibt es die verschiedensten Wuchsformen, von denen auch einige in unserer Wasserpflanzen-DB zu finden sind. Wenn es sich um eine emers gezogene, breitblättrige Form handelt, kann es unter Umständen normal sein, dass die Pflanze die erste Zeit unter Wasser relativ kleine neue Blätter bildet. Dieses Verhalten habe ich selbst schon bei der "Narrow" Form beobachtet, eben in jenen Garnelenbecken :)

Generell sollten den Pflanzen alle Nährstoffe zur Verfügung stehen, um wirklich wachsen zu können, dazu gehört aber nicht zuletzt auch Licht. Bei Becken mit weniger Beleuchtung ist natürlich wesentlich stressfreier ein gewisser Nährstoffpegel zu halten, der den Pflanzen ausreicht. Vor allem aber kann dieser Pegel in der Regel deutlich geringer gehalten werden, als bei Becken mit üppiger Beleuchtung.

Woran es deinen Aponogeton im Speziellen mangelt, kann ich leider nicht sagen, weil ich mit diesen Pflanzen keine persönlichen Erfahrungen habe.

Ich muss mich da auch leider wiederholen, aber die Ausgangswasserwerte deines Versorgers wären wirklich interessant, denn darauf kann man dan in Kombination mit den Gegebenheiten im Becken (Pflanzen, Besatz, CO2, ...) eine Düngeempfehlung abgeben.

Ich hoffe, wenigstens ansatzweise geholfen zu haben. :wink:


Schöne Grüße,
Marcel.
 

Rüdi

New Member
Danke Sebastian,

danke Marcel.

Ja, wie ich bereits sagte, ich bin dabei mir Teststreifen von JBL zuzulegen.
Dann schreib ich wieder.
Bis dann

Rüdiger
 

Anja

Member
Hallo Rüdiger,

bitte kaufe dir keine Teststreifen. Diese sind sehr ungenau.
Deutlich besser wären Testreagenzen.
Entweder als Sortiment z.B. Jbl Testkoffer oder einzeln.
Je nach finanzieller Möglichkeit kämen auch die Tests von Anton Gabriel in Frage.

Mit den Werten des Versorgers, meint Marcel die von deinem Wasserversorger.
Also das was direkt aus der Leitung kommt.


@ Marcel
Hier die Wasseranalyse von Rüdigers Versorger:
http://www.dew21.de/Default.aspx/g/621/ ... /P/0/LK/-1
 

MarcelD

Administrator
Teammitglied
Hi Anja,

na das ist ja mal ein Service! :D

Falls diese Werte von 2008 (!!) noch gültig sein sollten, fiele mir vor allem -wie bereits gemutmaßt- der doch recht geringe Kalium-Anteil (2,9mg/l) auf. Phosphat ist mit 0,16mg/l auch nicht übermäßig stark enthalten, hier wäre wohl wirklich ein Test des Beckenwassers sinnvoll, ob es sich nicht evtl. durch den Besatz schon im Wasser anreichert. Dagegen spräche allerdings Rüdigers Aussage, dass Nitrat öfters gegen Null tendiert, denn dieses ist immerhin mit 17,8mg/l im Trinkwasser enthalten.

Ich könnte mir hierbei durchaus vorstellen, dass der Tonbodengrund zumindest einen Teil des Nitrats weglutscht... wenn auch eher passiv.

Je nach Besatz und Wasserwechselgewohnheiten ist das aber natürlich alles möglich.


Schöne Grüße,
Marcel.
 

Rüdi

New Member
Hallo und guten Morgen

Hier mal mein Wassertest.

Ist doch etwas anders ausgefallen.

Nitrat ~50
Nitrit 0
GH ~7
KH ~5
PH ~7,6 (ich weiß gar nicht warum der so hoch ist)
ist zwar kein CO2 angeschlossen aber hmmmm

Was sagt ihr zu diesen Werten????

Ich werde am Wochenende einen 1/2 Wasserwechsel machen,
der letzte war vor drei Wochen allerdings nur 1/3

Was haltet Ihr eigentlich von einem Bodenfilter?
In Verbindung mit dem Tonboden müsste das doch gut sein, oder?

Gruß

Rüdiger
 
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