Düngerumstellung und Einsatz von Bittersalz

Hallo.
Ich mache Dünger selbst, alle Nährstoffen sind separat, außer Mikrodünger. Dosierung nach dem Verbrauch. Das Wasser aus einer Umkehrosmoseanlage.
MfG Alex
 
Hallo Robert,

in der Theorie mag das soweit richtig sein, die Praxis zeigt allerdings, dass auch ein Verhältnis von 100:1 funktioniert. Siehe aktueller Post von Kurt - nur ein Beispiel von vielen.

Vielleicht dann nicht mit maximalem Pflanzenwachstum - aber muss das immer das Ziel sein?
Wichtiger ist doch ein über lange Zeit stabil laufendes und möglichst algenarmes Becken.

Die Diskussion hatten wir doch schon mal - mit dem Ergebnis, dass das Nährstoffverhältnis in der Praxis keine entscheidende Rolle spielt.

Gruß
Dennis
 
Hallo...

Die Diskussion hatten wir doch schon mal - mit dem Ergebnis, dass das Nährstoffverhältnis in der Praxis keine entscheidende Rolle spielt.

Genau - Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien :). Man kann natürlich etablierte Erkenntnisse ignorieren, geht schon irgendwie, siehe aktueller Post von Kurt ;). Wissenschaftsfeindlichkeit scheint wieder in Mode zu kommen.


In diesem Sinne einen schönen Sonntag noch,
Robert
 
Hey,

ich würde gerne glauben wollen, dass es wirklich auf die Pflanze ankommt.
Um das "Praxisbeispiel" mal zu beschreiben, ohne Ergebnis, reine Beobachtung bisher.

Meine Rotala wallichii ist seit Wochen/Monaten überhaupt nicht mehr gewachsen, bzw. sehr langsam. Sehr kleine Triebe.

Also habe ich jetzt doch mal Wasser getestet, was selten ist. :D

Nitrat lag zwischen 30 und 45 mg/l, Phosphat bei 0,4 - 0,6 mg/l.

Und da fiel mir dann Roberts Post ein, den ich wie gesagt an anderer Stelle schon gesehen hatte.

Also habe ich Nitrat einfach mal halbiert. Nun wächst sie schneller. Hätte ich selbst nicht gedacht.
Die Lindernia sp. 'India' hingegen wuchs bei beiden Varianten gleich schnell.

Das Ganze beobachte ich mal noch 2 Wochen, ob es auch so bleibt.
 
Hallo Dominic,

es stellt sich doch die Frage, welche Wirkung zwischen NO3 und PO4 besteht. Ist sie einseitig gegenseitig, wechselwirkend? Ist die Grundlage ein Antagonismus (der spielt sich ja am Übergang zwischen Pflanze und Wasser ab) oder passiert da etwas in der Zelle? Was passiert hinsichtlich des Aussehens bei Phosphatmangel, -überschuss, bei Nitratmangel, -übershuss?
Eigentlich hätte ich ("so aus dem Bauch heraus") erwartet, dass da nichts passiert. Hättest du PO4 erhöht, dann wäre das Wachstum mit erhöhter Düngung direkt erklärbar gewesen.
So tippe ich eher auf Mikroorganismen, deren Gedeihen durchaus auch durch NO3 beeinflusst werden kann.
Grüße
Peter
 
Hi,

ich fahre eigentlich 1:50 bis 1:100 und bin damit zufrieden.
Vor einigen Monaten habe ich 1:15 mal getestet mit kaum sichtbaren Unterschieden. Also habe ich es wieder gelassen, aus Faulheit, um weniger messen zu müssen.

Seit ein paar Wochen habe ich neu die Rotala Macrandra „variegated“, die quasi überhaupt nicht wächst.

Ähnlich wie Dominic will ich das engere Verhältnis daher nochmal probieren. Habs grad eingestellt und kann ja mal berichten.

Sorry an den Threadersteller, wenn das hier in die falsche Richtung geht, sag Bescheid. ;)

Gruß
Dennis
 
Hallo zusammen

Erfahrungsgemäß habe ich mit dem Verhältnis von 1:15 bis 1:20 über Jahre die besten Ergebnisse erzielt.
Gerade meine Rotalas scheinen davon zu profitieren
Ich bin davon überzeugt das PO4 Werte an der Nachweisgrenze nicht ideal sind. Funktioniert aber trotzdem.
Habe auf die Jahre auch so gut wie alle Varianten ausprobiert.
Bei dem jetzigen Verhältnis sind meine Pflanzen kräftiger und auch im Umfang wesentlich größer (schöner);)

MfG Ralf
 
'N Abend...

So tippe ich eher auf Mikroorganismen, deren Gedeihen durchaus auch durch NO3 beeinflusst werden kann.

Genau (hier fehlt der Daumenhoch-Smiley). Warum evidenz- und quellenbasierte Erkenntnisse akzeptieren, wenn man sich doch so schön eigene Hypothesen zurechtzimmern kann. Ganz mein Ding...


Viele Grüße
Robert
 
Hallo zusammen,

So tippe ich eher auf Mikroorganismen, deren Gedeihen durchaus auch durch NO3 beeinflusst werden kann.
dito…
Wie stark wirken sich aber Aquarienbewohner und Fütterung auf Wasserwerte und Mikroorganismen aus?
Ich beobachte öfters mikroskopisch, sehe auch wie sich die Mikroorganismen Zusammensetzung und Populationsgrößen verändern.
Mikroorganismen haben Auswirkungen auf Pflanzen und Algenwuchs (nenne es mal Dunkelfeld) das allgemein vergleichen mit anderen Aquarien?

Vor einigen Monaten habe ich 1:15 mal getestet mit kaum sichtbaren Unterschieden. Also habe ich es wieder gelassen, aus Faulheit, um weniger messen zu müssen.
Meinerseits, ohne Wasserwechsel über Jahre.
Habe PO4 0,4 mg/l - NO3 10 mg/l = 1:25 gefahren und Probleme mit Pelzalgen bekommen.
Habe PO4 0,05 mg/l - NO3 10 mg/l = 1:200 da verschwanden die Pelzalgen, war reproduzierbar.
Zurzeit fahre ich PO4 0,1 mg/l - NO3 10 mg/l = 1:100 schon längere Zeit, passt.
 
Hallo Kurt,
weil's jetzt "off topic" laufen kann, nur ganz kurz: Gerade den Zusammenhang zwsichen Algenwuchs und für Pflanzen wuchshemmend wirkende Mikroorgansimen müssten wir kennen. Der Verdacht ist ja schon da!
Grüße
Peter
 
'N Abend...

etablierte Erkenntnisse sind nicht nur theoretischer Natur.

Natürlich nicht. Hast du dir meine verlinkten Papers überhaupt angesehen? Vermutlich nicht, denn dann hättest du erkannt, daß das kein Grüner-Tisch-Geschwafel ist, sondern die Erkenntnisse aus Beobachtungen in der Natur gewonnen wurden.

Aber, wie ich schon schrieb: Denialismus und epistemischer Populismus (ich mag dieses Fremdwort) greifen um sich und sind ein einschlägigen Kreisen en vogue (hier fehlt wieder ein Daumenhoch-Smiley)...


I.d.S.
Robert
 
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