Co2 Dauertest - gibt es Unterschiede in der Reaktionsgeschwindigkeit je nach Modell und Flüssigkeit?

Beza

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Hallo,

ich versuche gerade herauszufinden ob alle Typen von CO2 Dauertests im Wesentlichen das Gleiche anzeigen, und gleich schnell reagieren, oder eventuell auch nicht?

Hintergrund ist dass ich gerade als CO2 Neuling meine CO2 Anlage das erste Mal angeworfen habe, um noch während des Darkstarts zu probieren ob alles funktioniert. Ich benutze diesen Orb Checker (Grösse Nano) und 20mg/l Flüssigkeit von Aqua-Noa. Es hat dann gute 5h gebraucht bis sich der Test von frisch gefüllt und tiefblau endlich mal Richtung dunkelgrün verfärbt hat. Ok, ich dachte es liegt an meinem Setup, hab die Strömungsrichtung geändert und nach weiteren ~6h war der Test dann eher mittelgrün, Hurra. Dann abends gegen 22h CO2 ausgestellt, morgens um 11h mal wieder reingeschaut - und der Test war immer noch dunkelgrün, trotz reichlicher Oberflächenbewegung durch den Filterauslauf und ohne CO2 Zugabe. Ausser Filter, Heizung und Bodengrund (Lava, Kies) ist noch nichts weiter im Becken.

Mir ist klar dass es einige Zeit braucht um ausreichend CO2 ins Wasser einzuleiten, aber nachdem das Becken die ganze Nacht und den halben Vormittag umgerührt wurde, sollte doch das CO2 im wesentlichen wieder futsch sein?

Mir kommt es so vor als ob es extra lange dauert bis dieser Test mal reagiert, laut Beschreibung auf der Flasche sollen es nur 1-2h sein. Oder kann es daran liegen dass der Orb Checker nur eine so kleine Öffnung unten hat? Denn es muss ja doch eine ausreichende Menge Gas hinein diffundieren um die Flüssigkeit umzufärben - denke ich mal so. Oder?
 
Hi,

nachdem das Becken die ganze Nacht und den halben Vormittag umgerührt wurde, sollte doch das CO2 im wesentlichen wieder futsch sein?
kommt drauf an. Als ich noch ein pH-Meter dran hatte, sankt bei abgeschalteter CO2-Zufuhr über Nacht der pH, wohl teilweise bedingt durch Rest-CO2 im Reaktor, aber auch nur 300l/h Umwälzung bei 390l brutto und nahezu unbewegter Wasseroberfläche. Die Mineralisation tat den Rest.

Wie schnell ein Drop Checker reagiert, hängt von den Kontaktflächen Aquarienwasser/Innenraum und Innenraum/Testflüssigkeit (größer = schneller), der Menge der Dauertestlösung (geringer = schneller), dem Volumen des Innenraums (geringer = schneller) und dem Konzentrationsgradienten (höher = schneller) ab.

Z.B. für morgens/abends-Vergleiche taugt ein Drop Checker nicht. Dazu wäre ein kalibriertes pH-Meter angesagt.

BTW: Ich hab' mal einen 30er Drop Checker in frisch gezapftes Leitungswasser (München, 15°dKH) gehängt und mehrfach Wasser getauscht: wird auch grün, ganz ohne CO2-Zufuhr. Bei Weichwasser wird sich nichts tun.

Grüße, Markus
 
Hi Markus,

ja dass der Drop Checker nicht super genau ist ist mir klar. Aber ich habe deutlich mehr Umwälzung in meinem Becken als Du derzeit in dem genannten 390l, da würde ich schon erwarten dass das CO2 relativ zügig wieder ausgetrieben wird. Ich dachte ja sogar anfangs dass meine Oberflächenbewegung eventuell zu stark ist um einen brauchbaren CO2-Gehalt aufzubauen, aber dann ging es doch.

Aber danke für die Bestätigung dass anscheinend die Geometrie des Dropcheckers da eine Rolle spielt. Da meiner so klein ist, ist auch nicht viel Flüssigkeit drin, ich versuche mal das noch etwas zu verringern, vielleicht hilft das ja. Heute morgen zeigt er nun ein dunkles blau-grün, kommt mir 'blauer' vor als gestern morgen, aber da mag ich mich auch irren.

Wie praktisch dass bei Dir das Wasser gleich mit CO2 aus der Leitung kommt :)

Nochmal zum Thema messen - um eine genauere Idee bzgl CO2 zu haben hatte ich mir auch den JBL Test CO2 direkt zugelegt. Aber ich muss sagen ich finde den sehr schwierig zu benutzen, bis ich die Farbe auf dem Vergleich erreiche habe ich da gefühlt die halbe Flasche reingetröpfelt, und komme da auf abstruse Werte. Selbst beim ersten Blindtest, bevor ich CO2 angestellt hatte, hätte ich da laut Test irgendwas um 30mg/l drin - kennt sich jemand mit diesem Test aus und kann mir sagen was da falsch läuft? Irgendwo anders habe ich gesehen dass man angeblich gar nicht die Vergleichsfarbe (kräftiges Pink) erreichen muss, sondern nur einen leichten aber dauerhaften Umschlag nach Blass-Pink. Ist das so?
 
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