CO2 über Elektrolyse

Ortin

Member
Hi,

habe das hier bei Zoo Zajac von der Hausmarke endeckt:

Zac Carbo mini

http://www.zajac.de/Zac:-Carbo-Mini.htm ... &ci=000696

CO2 Düngung über Elektrolyse. Was haltet Ihr davon ? Ich finde die Idee gar nicht schlecht. Wenn ich den Anschaffungspreis mal vergleiche mit Druckgas CO2....da komme ich für kleine Becken günstiger weg (Da keine Druckminderer und Glasröhrchen). Habe aber dennoch eine gute Regelbarkeit.

Ich würde dieses System hier gerne mal zur Diskussion stellen. Leider habe ich keine Erfahrung damit aber evtl. hat einer von Euch das Gerät?

Viele Grüße
Alex
 

*AquaOlli*

Member
Hi,

ich glaube da gab's auch was mit den Kontakten, die sehr schnell vergammelten/oxidierten. Aber so wie es aussieht ist das jetzt aus Edelstahl. Edelstahl hat aber wiederum eine schlechte Leitfähigkeit...
Ma gucken was die anderen dazu sagen :?
 
Hallo Alex,

Voraussetzung, daß dieses System gut funktioniert, ist (relativ) hartes Wasser. In reinem Osmosewasser ginge garnix. Ähnlich wie bei der biogenen Entkalkung von Pflanzen entstehen Kalkablagerungen am Metall, diese fallen dann ab und sammeln sich unter dem Gerät. Man sollte also auch eine Ecke im Aquarium haben, wo das optisch akzeptabel ist. Wenn ich mich recht erinnere, macht das Wechseln der Kohle die Finger schön schwarz.

Meines Erachtens ist Gas die bessere und sauberere Lösung.
 

HansAPlast

Member
Hi,

ich habe so ein Teil in Standardgröße gehabt, ist allerdings schon einige Jahre her. Da war Zajac
noch ein Miniladen in Duisburg. Ich habe das Teil damal so schnell wie möglich weiterverkauft,
du bekommst damit zwar CO2 ins Wasser aber die hier gern genannten 20-30 mg wirst du niemals schaffen.
Da ist jede Bio CO2 Anlage effektiver..

Und günstig ist das System auch nicht, für den Preis einer Kohle bekomme ich hier fast (15 Euro) meine 10kg Flasche
gefüllt, und für ein 120 Liter Becken reicht die Jahre.

Mein Rat, Finger weg und lieber direkt auf Druckgas umsteigen....

Gerd
 

Ortin

Member
Vielen Dank für Eure Meinungen. Scheint wohl doch nicht sooo toll zu sein. Bisher reicht mir bei meinem 60er Cube eine Paffrathschale mit Hefe-CO2. Aber bei anderen Größen wäre wohl Druckgas das beste.

Viele Grüße
Alex
 

ralfausc

Member
Hallo,
gibt es in der Zwischenzeit mehr Erfahrungen zu diesem Gerät?

Ich habe mir überlegt, eins in einem 60Liter Aq einzusetzen. Eine CO2-Druckgasflasche kommt hier leider nicht in Frage.
Das Aq hat mäßige Beleuchtung. Leitungswasser. KH ist vorhanden.
Bepflanzung einige Moose, Wasserkelche und einige wenige Stängelpflanzen.
Die Pflanzen wachsen mäßig. Aq ist (so gut wie) algenfrei und läuft einigermassen stabil, pflegeleicht und unspektakulär vor sich hin.
Besatz einige Trauermantelsalmler, Welse. Schnecken und Garnelen.
Zweck des CO2s ist etwas mehr Pflanzenwachstum und gleichzeitig einen geringeren pH-Wert zu erzielen.
Hier der LINK zum Aquarium. Ich muss mal wieder ein paar aktuellere Bilder machen.

http://www.flowgrow.de/aquariengestaltung/das-kita-aquarium-t31337.html

Nun interessiert mich natürlich, wieviel KH so eine Anlage in der Lage ist, pro Woche abzubauen.
Und ob es durch die Elektrolyse zu irgendwelchen Risiken kommen kann.

Vielen Dank im Voraus.

MfG, Ralf
 

droppar

Member
Hi Ralf,

ich hatte selber solche Geräte, sowohl für 40L als auch für 240L, irgndwie war es nicht so meins.
Die KH ging bei mir von ungefähr 12 auf 4 runter und diese Schwankungen haben mich stark gestört.
Bin dann auf Druckgas umgestiegen, ist einfacher für mich.

Probleme mit der Elektrolyse hatte ich nie, halt regelmäßig Kohlenplatte wechseln.

Falls du Interesse an so einem Gerät hast, kannst du dich gerne per PM melden - ich hab wie gesagt beide noch rumliegen und würde sie auch gerne weiterverkaufen :)

Beste Grüße,
rob
 

Snailbreeder

New Member
Hallo Ralf,

hab so ein Ding auch lange Zeit genutzt.
Zunächst kann ich sagen habe ich kein offensichtlich schadhaftes Verhalten feststellen können. Aber Gedanken habe ich mir schon irgendwann gemacht, was bem Elektrolyse-Vorgang sonst noch so passiert, ausser dass CO2 aus der Kohleplatte gelöst wird.
Ich hab aus mehreren Gründen auf ein Gas-System umgerüstet und fühle mich, im nachhinein betrachtet, damit sehr viel wohler.

Mein Leitungswasser hat einen kh von 9. Ich habe nicht täglich nachgemessen aber es wird schon kräftig kh abgebaut, innerhalb einer Woche. Es kommt aber auch stark darauf an, auf welcher "Stufe" Du das Gerät laufen lässt. Hast einen stufenlosen Drehregler und eine LED-Anzeige über die Spannung/Intensität.
KH ging bei mir innerhalb einer Woche sehr zügig auf 3-4 zurück. Ist kein kh mehr da, kann das Gerät nicht effektiv arbeiten. Ich habe es damals auch benutzt um mein Leitungswasser weicher zu bekommen. Wenn man allerdings überlegt welche kh-Schwankungen man in sein Becken bringt. Gut ist das sicher nicht.

Ich hatte schon das neuere System, dennoch hatte ich mehrmals Probleme mit den Kontaktplatten. Ein Mal hatte ich auch Probleme mit dem "Reaktor". Diese Teile sind mir problemfrei von Zajac ersetzt worden.
Nervig fand ich die häufig notwendige Reinigung. Alle zwei Wochen war das Ding so verkalkt, dass man die Reaktionsplatten von einer kräftigen Kalkkruste befreien musste. Beim wieder zusammensetzen ist mir hin und wieder die Kohle ausgebröselt. Dann funktionierte es nicht mehr optimal und ich musste die Kohle daher häufiger wechseln als geplant. Das ist auf Dauer nicht billig.
Ich fand auch das Anbringen des Reaktors nicht so prickelnd. ich empfand es verhältnismäßig umständlich. Musste dadurch ständig in Pflanzenbereichen herumwühlen, die ich gerne in Ruhe hätte wachsen lassen. Der Standardreaktor ist nicht gerade klein.

Zusammengefasst:
- Es erzeugt CO2, ich weiss jedoch nicht welche Stoffe bei diesem Vorgang noch ins Wasser gelangen.
- kh wird gesenkt, der Wert sinkt jedoch niemals unter 3/4. Regelmäßige Wasserwechsel sind notwendig. Es entstehen starke kh-Schwankungen im Becken.
- Häufige Reinigung der Metallplatten, die die Kohle umgeben. (ca. alle zwei Wochen komplettes ausbauen und harte Kalkkruste abschaben). Ist man nicht vorsichtig beschädigt man die Kabelverbindung. Die Kohle leidet beim Aus- und Einbauen. Die Kontanke beginnen nach einer Weile zu rosten und man muss sie regelmäßig freikratzen, damit sie wieder gut funktionieren.
- Immer wieder kam es vor, dass nach der Reinigung das Gerät nicht richtig funktionieren wollte. Meistens lag das an den Kontaktplättchen zwischen Kohle und Reaktor die dann noch man nachgebessert, anders positioniert, gereinigt oder ausgetauscht werden mussten.
- Die Kohle wird auf Dauer teuer. Die Investition lässt sich recht bald schon mit der Anschaffung einer CO2-Gasanlage aufrechnen.
- Effektiv habe ich den Reaktor nie von den Saugnopfen abgezogen bekommen, dass ich die Saugnopfen bei jedem Ausbau des Reaktors mit ablöste. Also musste ich auch die Stelle an der ich das Gerät anbrachte regelmäßig abschrubben, damit eine Neumontage gelingt und das Ding nicht zu Boden gleitet.
- Senkrechte Montage ist ungnünstig, es entstehen Blasenbildungen im Reaktor die in recht kurzen Abständen laut an der Wasseroberfläche aufploppen und die Fische im Becken sich regelmäßg erschrecken. Also muss das Gerät zumindest schräng angebracht werden, was ein wenig Platz einnimmt. Optimal war waagerecht.

Ich bin immernoch sehr regelmäßig bei Zoo-Zajac, einfwach weil der Laden wie ein riesiger Baumarkt für Aquaristik-Basteleien ist. Es gibt nicht ein einiges Show-Becken bei Zoo Zajac in dem der hauseigene Zac-Carbo zum Einsatz kommt. ;) Sämtlich Becken werden über CO2-Gas-Systeme gedüngt.

Hatte den Zac Carbo Plus ca. 1 Jahr im Einsatz. Ich fühle mich allerdings sehr sehr viel Wohler mit einer nun verwendeten Osmoseanlage und Gas-Düngung.


LG
Mike
 
Hallo

Das Ionenspektrum verschiebt sich ständig durch die Elektrolyse , in solch einem Becken möchte ich kein Fisch sein ! Erschreckend finde ich das hier nur das hin und wieder der preislichen Sektion diskutiert wird und keiner sich über den Fisch der da drin Leben muss mal Gedanken macht ....

mfg. Heiko
 

Snailbreeder

New Member
Wasserfloh":2y0ikook schrieb:
Erschreckend finde ich das hier nur das hin und wieder der preislichen Sektion diskutiert wird und keiner sich über den Fisch der da drin Leben muss mal Gedanken macht ....

Hi Heiko,
hab ich mir gemacht. Aber erst als ich so langsam ahnte, was da passiert. Ich hab es viel zu lange hingenommen und akzeptiert, ohne darüber nachzudenken. Allerdings habe ich mir immer noch nicht die Mühe gemacht den Prozess bis ins Detail auszuleuchten. Klar ist mir aber geworden, dass die stetigen Schwankungen beteiligter Wasserwerte nicht gut sein können für die Lebewesen in diesem Milieu.
Grüße Mike
 
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