Amanogarnelen sterben plötzlich nach Wasserwechseln

Dominic 02

Member
Liebe Flowgrower,

mein Becken (100x40x45cm) läuft seit 40 Tagen. Vor drei Wochen habe ich 20 Amanogranelen geholt. Sie fressen fleißig, versteckten sich nicht, waren bis heute gesund und munter.

Nachdem ich heute Nachmittag das Wasser wie jede Woche etwa 50% gewechselt habe, war plötzlich keine einzige Garnele mehr zu sehen. Erst nach einigen Stunden sind zwei kleinere Exemplare herausgekommen. Hinter einer Wurzel habe ich zwei tote Garnelen entdeckt. Außerdem sehe ich noch ein paar Garnelen, die sich entweder träge bewegen oder halbtot rum legen (ich habe den Eindruck, dass die Betroffenen meisten größer sind. Die kleineren Exemplare kommen irgendwie besser zurecht).

Ich habe dann Wassertests durchgeführt. Alles wie gewohnt: pH 6,5, KH 5 (wegen des Soils senken PH immer ein paar Tage nach dem Wasserwechsel auf 6 und KH auf 1). NO2 = <0,025, N03= zwischen 1 und 5 mg/l .

Ich habe vor der Einrichtung des Beckens das Leitungswasser von einem Aquariumladen auf Kupfer prüfen lassen (Sera Tröpfchentest). Damals war Kupfer nicht nachweisbar. Da ich keine Erklärung fand, was mit dem Garnelen passiert ist, habe ich mit einem „JBL Test Cu“ den Kupfergehalt im Leitungswasser noch mal geprüft. Und das Ergebnis ist: 0,3mg/l !!!

Ich habe das Aquarium Wasser auch getestet. Das Kupfergehalt ist <0,1.
Ich frage mich, warum das Kupfergehalt im meinen Leitungswasser so plötzlich steigt. Ich habe im Net umgeschaut und erfahre, dass so ein hoher Kupfergehalt nicht nur für die Garnelen, sondern auch für Aquarienpflanzen, Filterbakterien und sogar Fische schädlich ist. Bedeutet es, dass das Filterbakterien in meinem Aquarium auch am absterben ist?

Ich weiß nicht so recht, was ich dagegen tun kann. Hoffe, dass ich eine Lösung finde, bevor ich nächste Woche wieder das Wasser wechsle. Falls Ihr einen guten Rat für mich hätte, wäre ich sehr sehr dankbar.

Beste Grüße,
Dominic
 

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Öhrchen

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Hallo Dominic,
wenn Kupfer im Wasser ist, wirst du wohl einen Wasseraufbereiter nutzen müssen. Der bindet Kupfer und andere Stoffe. Soweit ich weiß, leider auch ein paar, die fürs Pflanzenwachstum interessant sind.
Das der Wert überhaupt nachweisbar ist, spricht schon für Bereiche, die gefährlich für Wirbellose sind.
Wurden in deinem Haus Leitungen erneuert?
 

Dominic 02

Member
Hallo Stefanie,

vielen Dank für die Antwort. :tnx:

heute früh habe ich den Kupfergehalt im Leitungswasser gemessen. Es ist sogar auf 0,8 mg/l gestiegen. Gerade eben habe ich noch mal gemessen, und die Kupferwerte liegt zwischen 0,1 und 0,2 mg/l.

In Sachen Aquaristik bin ich ein Neuling. Möchte fragen, ob du vielleicht weißt, in wie weit der Wasseraufbereiter den Kupfergehalt bindet.

Wenn ich richtig verstehe, bindet der Wasseraufbereiter die Schwermetalle zusammen. Bedeutet es, dass die gebundenen Schwermetalle trotzdem weiter im Aquarium bleiben und irgendwann wieder freigesetzt werden? (oder werden sie irgendwann sich abbauen?) Was für einen Einfluss hat diese gebundenen Schwermetalle auf die Lebewesen im Becken?

Wenn der Wasseraufbereiter Nährstoffe der Pflanzen bindet, werden die Pflanzen auf der Dauer ernsthafte Probleme bekommen?

Viele Grüße von Dominic
 

Öhrchen

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Hallo Dominic

Oh, so ganz konkret kann ich dir das nicht beantworten, nur Sachen, die ich beim Lesen in Foren so aufgeschnappt habe. Mein Chemiewissen ist eher rudimentär...Ich hoffe, es antwortet noch jemand, der sich da besser auskennt. Vielleicht spuckt auch die google Suche oder die Seiten der Hersteller solcher Produkte etwas dazu aus?

Woher das Kupfer auf einmal kommt, hast du nicht herausgefunden? Eventuell gibt es ja Leitungen, die nicht betroffen sind, manchmal sind Warmwasserleitungen/Boiler das Problem, und Kaltwasser läßt sich benutzen.
 

Dominic 02

Member
Hallo Stefanie,

danke für die Antwort.

bei der Hausverwaltung und dem Hausmeister habe ich nachgefragt. Habe die gleichen Antworten bekommen, dass sie nicht wussten, dass es etwas an den Wasserleitungen oder dem Boiler geändert wurde. Langsam denke ich, dass ich vielleicht nur Glück bisher hatte, dass es bei den vorherigen Wasserwechseln keine Garnelen oder Fisch gestorben sind. Möglicherweise ist der hohe Kupfergehalt schon immer im Leitungswasser...

Was Wasseraufbereiter betrifft, habe ich zwei interessanten Produkten entdeckt:
Easy life Flüssige Filtermedium (FFM)
naehrstoffe/erfahrungen-mit-easy-life-ffm-t1038.html
kein-thema-wenig-regeln/wasseraufbereiter-ja-oder-nein-t3202.html

Wenn ich richtig verstehe, bindet das FFM schon ziemlich alles, was die Pflanzen auch brauchen; Z.B. Kalium, Eisen, Mangan und Zink. Und was mit den gebundenen Stoffen passieren wird und, ob man entsprechend mehr düngen kann, oder, ob man es überhaupt im Pflanzenaquarium verwenden soll, wurde nicht ganz deutlich erwähnt.

An sonst fand ich das JBL Biotopol C
http://www.jbl.de/de/aquaristik-suesswasser-produkte/detail/3213/jbl-biotopol-c
Leider fand ich im Internet keine Infos über diese Produkt.

Falls jemand mir mehr über diese beiden Produtkten oder andere Wasseraufbereiter erzählen können, würde ich mich sehr freuen.

Gruß von Dominic
 

Öhrchen

Active Member
Hallo Dominic,

ich denke auch, du hast Glück gehabt bisher.

Könnte es eventuell an Warm-oder Kaltwasser liegen? Hast du beides zum Vergleich mal gemessen? Wenn Warmwasser durch einen Boiler läuft, und Kaltwasser nicht, könnte auch nur Warmwasser betroffen sein.

EasyLife FFM ist soweit ich weiß Zeolith in irgeneiner Trägerlösung.
 

Dominic 02

Member
Hallo Stefanie,

wir haben so eine Art zentrale Wassererhitzer im Keller. Habe bisher nur kaltes Wasser für Wasserwechsel benutzt. Warmes Wasser aus der Leitung habe ich auch gemessen. Es hat erschreckende 1,8 mg/l Kupfergehalt.
Dann habe ich noch das kalte Wasser mehreres Mal gemessen. Vor der Messung habe ich dass Wasser sehr lang laufen lassen. Das Kupfergehalt bleibt trotzdem zwischen 0,1 und 0,2mg/l.

Leider ist mir diese Woche noch 2 Ohrgitterharnischwels gestorben. Ich glaube, ich werde Easy Filter Powder von SaltyShrimp probieren.

Gruß von Dominic
 

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