Algenschleim Filter-Attacke! 2 Eheim Filter Professionel3 setzen sich regelmäßig nach 1 Woche massiv zu, 2 ECCO Pro aber nicht.

Chryorn

Member
Hallo,

ich habe an meinem Becken einen BioMaster Thermo 350. Keine nennenswerten Algenprobleme. Ein paar Grünalgen auf den Lavasteinen, aber nichts dramatisches. Allerdings habe ich hinter meinem Filter einen Außenreaktor, chinesisches Modell, an dem vorübergehend unten am Outflow einen Oase Vorfilterschwamm angebracht hatte, um zu verhindern, dass große CO2-Blasen ins Becken gelangen. Obwohl der Vorfilter des BioMasters weitgehend sauber war (Vorfilterschwämme werden bei jedem Wasserwechsel kurz ausgedrückt) und im Hauptfilter keine Ablagerungen waren (bis auf etwas Soil-Staub), war der kleine Schwamm im Außenreaktor nach ein paar Wochen derart mit einer gräulich-bräunlichen Masse zugesetzt, dass beinahe kein Wasser mehr durch den Filter ging.
Was immer es auch war, ich habe es weder vor noch nach meinem Schwamm-Experiment im Filterkreislauf gesehen. Auch nicht in dem 30-ppi- Schwamm, der bei Oase ganz oben im Filter sitzt. Ich habe leider kein Foto davon gemacht.

Gruß Christoph
 

nik

Moderator
Teammitglied
Moin zusammen,

wie es halt so ist ...
Mein Prof 3 250T, den ich spaßeshalber mit Originalbestückung an einem 90 l Cube laufen lasse, d.h. incl. blauem Vorfilterschwamm, MECHpro, Substrat pro und Feinfiltervlies, läuft jetzt genau 7 Wochen an dem Becken. Heute hatte ich drüber nachgedacht, ob ich den mal aufmache und nachsehe. Kann aber nicht sonderlich dicht sein, da ich einen Hydor BioFlo am Auslauf verwende und dem sehe ich an, wenn der Durchfluss nachlässt. Allenfalls geringfügig.
... das war letzten Samstag, am Sonntag hat der Durchfluss merkbar nachgelassen, genau 7 Wochen Standzeit. In den folgenden Tagen ging der Durchsatz weiter runter. Das Vlies ist halt dicht, das Wasser dafür glasklar. Gestern, Mittwoch, habe ich den Filter aufgemacht.
Die angehängten Bilder sind selbsterklärend.
Den Umständen entsprechend bin ich soweit zufrieden. Ein Bild vom Vorfilterschwamm (10 ppi) habe ich nicht gemacht, in dem hing ähnlicher "Schlamm" wie im Vlies, der geht aber nicht zu.
Fazit: Für eine Trübung ist Vlies durchaus tauglich, allerdings lief auch ein UV-C. Im Vlies ist eine erkleckliche Menge an "Schlamm". Lässt sich auch nicht vermeiden, denn das ist wohl vor allem angeschwemmter Mulm und das, d.h. die damit einhergehende Nährstoffbindung, ist genau das was ich im Filter nicht haben will!

Das SUBSTRAT pro kommt raus, wobei das wohl keinen sonderlichen* denitrifizierenden Effekt hatte, hatte ich auch schon anders. Das Vlies kommt sowieso raus. Der Vorfilterschwamm bleibt erstmal drin, der fliegt das nächste Mal wohl raus. Notwendig ist der sowieso nicht, da ein Filterguard sowieso gröbere Teile aufhält. Den musste ich anfangs mit dem Prof 3 250T öfters säubern, weil der mit deutlich stärkerer Strömung das Becken, den Mulm intensiver aufrührte. Das ist ein klarer Vorteil von mehr Strömung. Der Hydor BioFlo mini macht die weich und verteilt sie sehr schön.
Interessanterweise ist das Becken schon weitgehend algenfrei. Es gibt nur noch einen dunkelgrünen Algenbelag, der aber auch deutlich nachlässt. Die Scheiben bleiben völlig sauber. Problem war eine schleimig, flockige Alge, die immer wieder auftauchte.
Nährstoff sind interessant! Habe ich falsch eingeschätzt, weil das Becken low carb läuft, d.h. der CO2 Dauertest ist blau, d.h. bei einem JBL Blasenzähler sind das 2 Blasen/Minute auf brutto 91 l. ^^ Das war limitierend und Eisenvolldünger, den ich wegen des UV-C erst gar nicht zugegeben habe. Können nur "Reste" gewesen sein. Chlorosen hatte es aber keine, CO2 wird limitierend gewesen sein. NO3 und PO4 hat mir Kevin (Kejoro) gemessen. *NO3 bewegt sich um 35 mg/l und die verdünnte PO4 Probe ergab ~4 mg/l. Kalium hat Bene gemessen, Danke dafür, wird sich zwischen 10 und 20 mg/l bewegen.
Momentan sind es 6 Blasen/Minute CO2. Jetzt gibt es erst mal einen Bauchrutscherwasserwechselreset mit kompletter rechnerischer Aufdüngung. Die Rotundifolia spec. "green" ist vergleichsweise CO2-bedürftig, die hätte das auf Dauer nicht überstanden. An deren Wachstum werde ich den CO2-Gehalt anpassen, d.h. nur soweit steigern, dass die sauber wächst.

Ich mache schon so lange in Geringfilterung, da musste ein voller, konventioneller Filter zum Abgleich einfach mal sein. ^^
Eigentlich ist mir nur eine Frage offen geblieben. Beim Sera Siporax weiß ich, dass das den Silikatgehalt erhöht, beim Substratpro ist das noch nicht raus.

Gruß Nik
 

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Thumper

Well-Known Member
Moin,

Kalium hat Bene gemessen, Danke dafür, wird sich zwischen 10 und 20 mg/l bewegen.
du meinst nicht mich, oder?

Aber interessant, wie fein dein Mulm ist. In meinen Filtern ist er meistens etwas dicker und bildet größere/längere Stückchen.
 

nik

Moderator
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borchi

Member
Mahlzeit in die Runde,

ich reihe mich mal mit ein, da auch mr der Gedanke kam, mein SubstratPro in Rente zu schicken. In meinem Gesellschaftsbecken, 200l, habe ich einen Nitratwert von ca. 20 mg/l, den ich aber nur durch Düngung erreiche. Mein Nitratstaubsauger Limnophila sessiliflora ist immer ein guter Indikator dafür.

Letztens hatte ich alte Fotos vom Becken betrachtet, noch vor den Kindern und 2 Umzüge vorher... Seit dem versucht mein Gehirn die Erinnerungen an "...da war nur blauer Schwamm im Filter, bis er kaputt gegangen ist...", "...ich habe regelmäßig Pflanzen abgegeben, sind irre gewachsen..." und "...Dennerle oder Easylife, was anderes gab es im Baumarkt nicht, damit wurde gedüngt..." einzuordnen.

Aktuell ist mein Eheim folgendermaßen bestückt: Unten die Tonröhrchen, dann feiner Schwamm, oben das SubstratPro+Vließ und ganz oben der grobe blaue Schwamm von Eheim. Der Plan wäre nun, den feinen Schwamm den Platz SubstratPro einnehmen zu lassen und in den freien Korb in der Mitte dann groben Schwamm zu packen. Je nach dem, wie ich den Nitratgehalt dann einregel über die Abfallprodukte der Fische, könnte ich den groben noch durch feinen Schwamm ersetzen oder einen Teil vom SubstratPro zurück in den Filter geben.

Hier nun die Quizfrage: Kann ich das SubstratPro wiederverwenden, wenn es einige Wochen trocken gelegen hat oder ist es dann nur Bakterienfriedhof und muss entsorgt werden?

 

nik

Moderator
Teammitglied
Moin Christian,
Letztens hatte ich alte Fotos vom Becken betrachtet, noch vor den Kindern und 2 Umzüge vorher... Seit dem versucht mein Gehirn die Erinnerungen an "...da war nur blauer Schwamm im Filter, bis er kaputt gegangen ist...", "...ich habe regelmäßig Pflanzen abgegeben, sind irre gewachsen..." und "...Dennerle oder Easylife, was anderes gab es im Baumarkt nicht, damit wurde gedüngt..." einzuordnen.

Aktuell ist mein Eheim folgendermaßen bestückt: Unten die Tonröhrchen, dann feiner Schwamm, oben das SubstratPro+Vließ und ganz oben der grobe blaue Schwamm von Eheim. Der Plan wäre nun, den feinen Schwamm den Platz SubstratPro einnehmen zu lassen und in den freien Korb in der Mitte dann groben Schwamm zu packen. Je nach dem, wie ich den Nitratgehalt dann einregel über die Abfallprodukte der Fische, könnte ich den groben noch durch feinen Schwamm ersetzen oder einen Teil vom SubstratPro zurück in den Filter geben.
welcher Eheim? Ich frage wegen der Anzahl Körbe. Sorry, Lesen hilft, 3 Körbe. ^^

Im Grunde braucht es nur Filtersubstrat für eine ausreichende Nitrifikation. Da die Rede von Pflanzen und Gesellschaftsaquarium ist, wird es schon nicht viel brauchen. Darüber hinaus lässt sich der Filter - bei Bedarf - noch für für die Klarheit des Wassers nutzen. Kann man Schwamm nutzen oder Vlies - oder UV-C. Bringt aber alles den Nachteil der Beeinflussung der Nährstoffe mit. UV-C zerstört Chelate, Schwamm und Vlies sind Schlamm-/Nährstofffänger. Bewegt sich also in diesem Spagat. Kann aber auch ohne das alles klar sein.
Ein Korb mit Tonröhrchen ist pflegeleicht und macht nichts kaputt. Wenn einen die Angst umtreibt oder erhöhte Nitritwerte ^^, kann man einen weiteren Korb mit Tonröhrchen verwenden. Will man Vlies verwenden, muss der obere Korb gefüllt sein, sonst würde ich (von) unten (nach oben) füllen.
Feinen Schwamm verwendete ich nie! Zum SUBSTRATpro habe ich schon geschrieben. Das ist mit einem potenziellen Nitratabbau im Pflanzenaquarium schon grundsätzlich entbehrlich. Beim Siporax weiß ich, dass das den Gehalt an Kieselsäure erhöht, kann aber nicht sagen ob das eine allgemeine Eigenschaft von Sinterglas - eben auch SUBSTRATpro - ist.

Gruß Nik
 

nik

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