Algen gegen Algen einsetzen - geht das?

Aqualung

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Hallo zusammen!
Ich habe immer wieder mal mit Fadenalgen zu kämpfen. Bisher konnte ich noch kein Patentrezept ausfindig machen, dass reproduzierbar hilft. Ich habe die meisten Hilfsmittel ausprobiert, welche mal mehr, mal weniger halfen. In meinen letzten Becken habe ich mir aus den biologisch eher harmlosen (?) Fadenalgen nichts gemacht und hab sie gewähren lassen und nur ab und zu mal abgesammelt. Das Becken lief überaus stabil und konnte letztendlich als Altwasseraquarium betrieben werden.
In einem Scape stören sie natürlich schon - und nach einigen Wochen habe ich wieder einige Ansätze.

Mir kam nun folgender Gedanke:
Algen (Grünalgen) gehören in einem gewissen Maß zu einem Ökosystem dazu - sonst gäb es sie ja nicht.
Ist es unter dieser Annahme überhaupt sinnvoll, sie komplett, unter Zuhilfenahme der chemischen Keule, aus dem Aquarium zu verbannen? Letztlich entstehen sie ja dann, wenn die Bedingungen für Algenwachstum gegeben sind. Dies dürfte ja grundsätzlich in jedem Becken der Fall sein, indem auch höhere Pflanzen wachsen sollen. Fast alle Maßnahmen (beispielsweise lange Dunkelpausen, chemische Mittel....)die ich bisher gegen Algen unternommen habe, haben gleichzeitig auch die anderen Pflanzen in Mitleidenschaft gezogen.

Die Idee ist nun:
Wäre es möglich, Algen ,in meinem Fall z.B. die Fadenalge, gezielt und im Becken örtlich begrenzt in hoher Dichte zu kultivieren, sodass sie dem Wachstum ihrer eigenen Art in den anderen Bereichen des Beckens durch Nährstoffentzug entgegenwirken? Ich stütze diese Idee auf meine Beobachtung, dass die Algen bei konstanten Beckenvolumen und Bepflanzung nur eine bestimmte Masse annehmen können und sich bei Überschreiten dieser Masse nicht weiter vermehren. Wenn ich diese Masse an Algen nun an einer unwichtigen Stelle im Becken enstehen lasse, beispielsweise hinter dem HMF, kann ich damit rechnen, dass dann an anderer Stelle keine neuen Algen entstehen?

Viele Grüße,
Sören
 

unbekannt1984

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Hallo Sören,

mit Fadenalgen bekomme ich es nur zu tun, wenn ich zu viel Nitrat (oder allg. Stickstoff) dünge, Probleme gibt es dank unzähliger (100 aufwärts) Zwerggarnelen in dem Becken nicht - die Lebenserwartung der Fadenalgen ist äußerst gering.
Jetzt kann man probieren durch gezielte Zugabe von Kalium und Phosphat den Nitratgehalt etwas zu reduzieren (funktioniert manchmal), ansonsten könnte man an dieser Stelle Siporax für eine gute Idee halten (wenn es dann nicht vermehrt Probleme mit anderen Algen geben würde).

Also für mich brauche ich keine Algen um Fadenalgen zu verdrängen.
 

Aqualung

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Hallo Torsten,
früher habe ich in meinen Becken gar nicht aktiv gedüngt und einen geringen Fischbesatz und hatte dieses Problem auch. Das Leitungswasser hier soll recht nitrathaltig sein - zumindest laut Aussage örtlicher Aquarianer.
Derzeit habe ich 27 Garnelen auf 160 Liter - die aber, so wie es momentan aussieht, nicht gegen den Algenwuchs anfressen können.
Die Fadenalgen bilden sich akutell übrigens im Wesentlichen auf meinen Drachensteinen kurz unter der Wasseroberfläche. Die Pflanzen selbst sind noch nicht stark betroffen.
Ich habe früher mit Filtereinsätzen zur Nitratentfernung gearbeitet - das ist aber auf Dauer ein Kampf gegen Windmühlenflügel.
Die Algen selbst fungieren ja als Nitratsenker - deswegen kam mir die Idee sie kontrolliert zu kultivieren.
Meine Pflanzen befinden sich noch alle im Aufbau - vielleicht renkt sich das Ganze später ja noch von selbst wieder ein.

VG
Sören
 

unbekannt1984

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Hallo Sören,

Aqualung":1c4o9fso schrieb:
Das Leitungswasser hier soll recht nitrathaltig sein - zumindest laut Aussage örtlicher Aquarianer.
eine Trinkwasseranalyse von deinem Versorger gibt es nicht? Üblicherweise findet Die sich auf der Homepage.
Die Algen selbst fungieren ja als Nitratsenker - deswegen kam mir die Idee sie kontrolliert zu kultivieren.
Ja, aber deine Pflanzen fungieren ebenfalls als Nitratsenker - wenn du die gezielt kultivierst hast du ein schönes Aquarium und keine Probleme mit Nitrat oder Fadenalgen mehr :p

Die Nitrataufnahme der Pflanzen kann halt durch Kalium und Phosphat erhöht werden (mit den 3 Makroelementen, Licht, CO2 und Mikronährstoffen kommt es dann üblicherweise zum Pflanzenwuchs).
 

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