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Postby java97 » 13 Jan 2015 22:49
Hallo zusammen,
Ich habe hier einen NO3 Test von Macherey und Nagel, der seit 10/2014 abgelaufen ist.
Der Test weist tatsächlich Abweichungen auf, d.h. er zeigt zu viel NO3 an.
Also habe ich mir einen neuen Test besorgt, der, wie erwartet, korrekt funktioniert.
So weit, so gut.
Was mich umtreibt ist, dass die Reagenzien des alten Tests noch längst nicht verbraucht waren und nun suche ich einen Weg, die Haltbarkeit selbiger zu verlängern.
Ich habe herausgefunden, dass das Testpulver des alten Test noch völlig in Ordnung ist, denn in Kombination mit der Testflüssigkeit aus dem neuen NO3-Test habe ich korrekte Werte ermittelt.
Der "Schwachpunkt" ist also die Testlösung, welche sich im Laufe der Zeit leicht ins Gelbliche verfärbt hat und man somit schon ahnen konnte, dass sie sich verändert.
Ich habe hier also je eine Flasche neues und altes, noch sehr gut funktionierendes, Testpulver und eine Flasche neue Testlösung.
Mein Anliegen ist es nun, die Haltbarkeit dieser neuen Testlösung (enthält lt. Packungsbeilage10-20% Zitronensäure) zu verlängern und ich frage mich, wie ich das erreichen kann.
Ich vermute, dass das häufige Öffnen der Tropfflasche und das entnehmen der Tropfen dazu führt, dass die Reagenz evtl. Luftfeuchtigkeit aufnimmt und/oder mit dem Luftsauerstoff reagiert und dadurch "verdirbt".
Eine Maßnahme könnte sein, die Hälfte der Testflüssigkeit in die alte geleerte und gereinigte Tropfflasche umzufüllen und fest verschlossen zu lassen bis die erste Hälfte verbraucht ist (so ist es beim Kaliumtest ja auch- da sind zwei Flaschen Testflüssigkeit enthalten).
Meint ihr, das könnte helfen, die Haltbarkeit zu verlängern?
schöne Grüße
Volker
java97
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Postby DJNoob » 13 Jan 2015 23:45
Hi Volker, warum sollte es nicht machbar sein. Zwar nicht ganz, aber wohl Vergleichbar mit selbst gemachter Marmelade das so in der Konserve auch länger haltbar ist.
Ich denke ich würde es so machen aber müsste gut verschlossen werden, eventuell mit teflon band.

Offtropic@ Mal ne Frage nebenbei, hast du mal den vergleichstest zwischen dem was du da in der Hand hast ggü. Dem j*l gemacht? Habe nämlich das problem, das Pflanzen trotz 10mg/l Kalium Mangel zeigen :).
Grüße,
Bülent

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Postby omega » 13 Jan 2015 23:53
Hallo Volker,

ich weiß nicht, ob gelöste Zitronensäure hygroskopisch ist oder eher durch Verdunstung eindickt. Natronlauge z.B. konzentriert sich durch Verdunstung immer stärker, Essigsäure ist flüchtig und nimmt in der Konzentration ab. Vielleicht kann hier jemand anders aufklären.
Da Zitronensäure eine organische Säure ist (ist eine Kohlenstoffverbindung), ist sie Futter für geeignete Bakterien. Vielleicht stammt die Verfärbung durch bakteriellen Abbau? Ein bakterielles Abbauprodukt wäre Oxalessigsäure. Die ist hellgelb. Ein Umlagern in eine vermeindlich gereinigte Altflasche wäre hier kontraproduktiv, da Du das m.E. niemals keimfrei hinbekommst.
Wo bewahrst Du rel. schnell verderbliche Chemikalien auf? Ich im Kühlschrank, hab' hier allerdings auch keine Kinder. Sekundenkleber liegt sogar im Gefrierschrank.

Grüße, Markus
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Postby java97 » 14 Jan 2015 00:30
Hallo Markus,
Danke für Deine Erläuterungen!
Tja, nun habe ich die Hälfte der Lösung bereits auf die alte, ausgespülte Flasche aufgeteilt. Sollte die abnehmende Wirkung und die tatsächlich leicht gelbliche Verfärbung aufgrund bakterieller Zersetzung entstehen, war das vielleicht tatsächlich keine so tolle Idee. Dann hätte ich die Lösung wohl besser in der sterilen Spritze lassen sollen, mit der ich sie aufgezogen habe und diese mit einem sterilen Stöpsel verschließen sollen...
Ich werde das Fläschchen aber auf jeden Fall im Kühlschrank aufbewahren oder vielleicht sogar einfrieren??
Das würde die Bakterien ja am meisten hemmen.
Das Testkit inkl. Lösung habe ich bisher immer bei Zimmertemperatur aufbewahrt. Das Pulver sollte man ja auch besser nicht in den Kühlschrank stellen, denn wenn man die kalte Flasche öffnet, könnte Luftfeuchtigkeit darin kondensieren und das Pulver feucht werden lassen, richtig?

Hallo Bülent,
Hier geht´s um den NO3-Test... :wink:
Den M&N-Kaliumtest habe ich bisher nicht mit dem von JBL verglichen.
schöne Grüße
Volker
java97
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Postby omega » 14 Jan 2015 00:47
Hallo Volker,

java97 wrote:Das Pulver sollte man ja auch besser nicht in den Kühlschrank stellen, denn wenn man die kalte Flasche öffnet, könnte Luftfeuchtigkeit darin kondensieren und das Pulver feucht werden lassen, richtig?

richtig, aber das Pulverfläschchen kannst Du vor dem Öffnen auf Zimmertemperatur bringen oder für ein paar Minuten in die Hosentasche stecken (da ist's wärmer drin).

Grüße, Markus
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Postby java97 » 14 Jan 2015 00:49
Hallo Markus,
Was hältst Du denn davon, die Lösung einzufrieren?
schöne Grüße
Volker
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Postby Wuestenrose » 14 Jan 2015 09:51
Morgen…

omega wrote:Natronlauge z.B. konzentriert sich durch Verdunstung immer stärker, Essigsäure ist flüchtig und nimmt in der Konzentration ab.

Das Problem der auf Natronlauge basierenden CO2-Tropftests ist nicht die Verdunstung, sondern daß die Natronlauge mit der Zeit CO2 aus der Luft aufnimmt (auch durch die Flasche durch) und damit immer "dünner", also weniger konzentriert wird.

Ein Umlagern in eine vermeindlich gereinigte Altflasche wäre hier kontraproduktiv, da Du das m.E. niemals keimfrei hinbekommst.

Doch, kriegt man. Ich bin für solche Zwecke seit kurzem stolzer Besitzer eines Autoklaven. Der Küchenchemiker sterilisiert seine Utensilien im Schnellkochtopf.

Grüße
Robert
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Postby java97 » 14 Jan 2015 10:19
Hallo Robert,
Schnellkochtopf?? Die Tropfflasche ist aus Kunststoff... :wink:
Kann mir jemand meine Frage zum Einfrieren beantworten?
schöne Grüße
Volker
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Postby Wuestenrose » 14 Jan 2015 10:28
Morgen…

java97 wrote:Schnellkochtopf?? Die Tropfflasche ist aus Kunststoff... :wink:

Ja, und? Darin gleich auf der zweiten Seite findest Du eine Übersicht autoklavierbarer Kunststoffe.

Grüße
Robert
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Postby omega » 14 Jan 2015 15:51
Hi,

java97 wrote:Was hältst Du denn davon, die Lösung einzufrieren?

keine Ahnung. Ich würd's nicht machen.

Grüße, Markus
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Postby omega » 14 Jan 2015 15:54
Hi,

Wuestenrose wrote:Das Problem der auf Natronlauge basierenden CO2-Tropftests ist nicht die Verdunstung, sondern daß die Natronlauge mit der Zeit CO2 aus der Luft aufnimmt (auch durch die Flasche durch) und damit immer "dünner", also weniger konzentriert wird.

mag schon sein, aber hatte ich was von CO2-Test geschrieben?

Grüße, Markus
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Postby Wuestenrose » 14 Jan 2015 16:04
Servus…

Nein, aber von Natronlauge. Und wie wird eben vorwiegend beim CO2-Tröpfeltest eingesetzt.

Grüße
Robert
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Postby channaobscura » 14 Jan 2015 16:23
Hallo,

... Natronlauge. Und wie wird eben vorwiegend beim CO2-Tröpfeltest eingesetzt.

... und beim M & N Kaliumtest. Deshalb die zwei beiliegenden Tropfflaschen auch besser nacheinander verbrauchen (vorher beschriften!) und nicht parallel mal diese oder jene benutzen.

Viele Grüße,
Werner
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