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Beitragvon Brad » 22 Mai 2018 18:58
Hallo zusammen,

mein 60L Nano-Cube läuft nun seit Januar, meine Wasserwerte sind bei jedem Test recht gut und eigentlich habe ich bisher keine wirklichen Probleme. Allerdings ist die Bevölkerung meiner vermehrungsfreudigen Garnelen von anfangs 20 Stck. auf mittlerweile geschätze 80-90 gewachsen (eine genaue Zählung ist leider fast unmöglich).

Mit zunehmender Bevölkerungsexplosion und damit ja leider auch zunehmender Menge an Exkrementen steigt jetzt natürlich die Notwendigkeit, den Bodengrund ab und zu mal zu reinigen. Dafür habe ich zwar einen recht guten Mulm-Sauger mit eigener Pumpe, aber diesen einzusetzen ist leider komplett unmöglich. Zum Einen besteht das Becken aus ca. 50% Pflanzen (incl. ca. 2cm hoher Bodendecker), was ein Herankommen an den Mulm schon mal extrem schwierig bis unmöglich macht. Ein noch größerer Showstopper ist aber, dass mindestens 60 Baby-Garnelen (die teilweise ja nur stecknadelkopfgroß sind) überall herum schwirren, natürlich auch unter und zwischen den Bodendeckern und fast jedem anderen freien Raum. Ein direkter Einsatz des Saugrohrs funktioniert also nicht, da hätte ich in wenigen Sekunden mehrere Babys im Rohr. Und wenn ich das Saugrohr entsprechend schütze (Strumpfhose o.ä.), oder die Ansaugleistung deutlich reduziere, dann wird natürlich auch kein Mulm mehr angesaugt... :nosmile:

Könnt Ihr mir bitte sagen, wie ich dieses Problem angehen kann? :?
Danke vorab für jeden Vorschlag...
Brad
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Beitragvon Wabenschilderwels » 22 Mai 2018 23:30
Hallo Brad,

Schwierige Situation, aber zu lösen.

Vorschlag:
Ein zusätzliches Becken, ein ausreichend großen Kübel (durchsichtig) und ein Feinmaschiges Sieb.
Vorgehensweise:
Bodengrund absaugen und durch das Feinmaschige Sieb in den Kübel einleiten (der Mulm sollte da noch einigermaßen durch laufen). Der Rest der im Sieb verbleibt (Grober Mulm), in das zusätzliche Aquarium (welches nicht eingerichtet ist) geben. Abwarten bis sich dort alles gesetzt hat und die sichtbaren Garnelen wieder heraus fangen und in das eigentliche Becken überführen. Gleiches machst du mit dem Kübel. Somit würdest du den Bodengrund ohne großartigen Garnelenverlust reinigen können.

Okay, zugegeben etwas kompliziert, aber durchaus wirkungsvoll. Na und alle Garnelen kannst du eh nicht retten bzw. auffangen. Ein bisschen Schwund hat man immer, es sei denn du kannst warten bis die Minis aus dem zusätzlichen Kübel / Aquarium so groß sind, dass du sie mit einem Kescher wieder einfangen kannst.
Gruß Martin
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Beitragvon Julian-Bauer » 23 Mai 2018 06:37
Morgen,

ich würde es so machen: Mulmsauger OHNE pumpe verwenden, dann kannst du viel genauer zwischen saugen und nicht saugen "umschalten" nämlich einfach mit dem Finger schließen! Ich mache es so, dass ich immer Schrittweise eine neue Stelle aussuche, mit dem geschlossenen Mulmsauger die Stelle etwas aufwirble, dann gehen die meisten Garnelen weg und dann sauge ich diese Stelle ab. Anschließend geht es weiter. Das Wasser wird dann einfach in einer Schüssel aufgefangen und die Babygarnelen können wieder entnommen werden. Beim Mulmsaugen entsteht ja nicht so viel Abwasser, der reine Wasserwechsel wird zum Schluss vollendet. Da in einem normalen Schlauch nichts scharfkantiges oder so ist passiert den Garnelen die die Rutsche nehmen auch eigentlich nichts. Bisschen aufpassen und angesaugte Garnelen wieder zurück setzen
Gruß Julian

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Beitragvon Brad » 23 Mai 2018 07:03
Danke schon mal für die ersten Tipps. Über Eure bisher genannten Möglichkeiten habe ich natürlich ebenfalls schon nachgedacht. Allerdings liegt meine Hemmschwelle, die Tiere derart zu stressen offenbar deutlich über Eurer. Die Baby-Garnelen einfach durch den Schlauch rauschen zu lassen oder sie zusammen mit Mulm durch ein Sieb zu kippen war meinem bisherigen Empfinden nach eher ein No Go :shocked: Stresst das gerade die jungen Tiere denn nicht mehr als nötig?

Zusatzfrage (auch wenn leicht OT): Woran erkenne ich denn, dass überhaupt Mulm abgesaugt werden muss, so lange die Wasserwerte in Ordnung sind und sich keine deutlich erkennbare Mulm-Schicht zeigt? Immerhin liest man ja auch öfter, dass der Mulm in einem "ausgeglichenen" Becken weitestgehend durch Bakterien am bzw. im Boden abgebaut wird.. Saugt Ihr - ähnlich gute Bedingungen vorausgesetzt - in Euren Becken trotzdem alle den Mulm ab und wenn ja, wie oft?
Zuletzt geändert von Brad am 23 Mai 2018 08:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Julian-Bauer » 23 Mai 2018 07:47
wöchentlich muss das nicht passieren, alle 4 Wochen wäre aber sicher nicht verkehrt, es muss ja nicht gleich das ganze Becken gereinigt werden.
Gruß Julian

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Beitragvon Wabenschilderwels » 23 Mai 2018 13:29
Hi,
da ich zur Zeit nicht solch ein Nano Tümpel mein eigen nenne, ist mir der Mulm fast egal. Beim Wasserwechsel wird zwischen den Pflanzen etwas gewedelt und mit dem Wasser abgesaugt. Muss dazu sagen, mein Aquarium ist zu 80 - 85 % bepflanzt und von daher gestaltet sich das ganze schon eher schwierig. Vorne im Sichtbereich, wird mal kurz mit dem Schlauch drüber gegangen und gut ist - aber auch nicht regelmäßig.
Gruß Martin
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Beitragvon Olli73 » 23 Mai 2018 15:18
Hallo Brad,

Ich habe mal im Netz ein Video gesehen, ich glaube es wurde auch hier irgendwo verlinkt, da hatte jemand an seinem Schlauch eine Braten Spritze ( eine große Kanüle mit einem Gummibalg hinten dran), befestigt.
Mit dem Balg saugte er Wasser an, und an der Stelle wo er es hin blies wurde der Mulm aufgewirbelt und konnte gleich abgesaugt werden.
Ich versuche den Link zu finden und hier zu posten.

Edit: Hab ihn gefunden. Ich muss mir auch noch eine Spritze besorgen.

https://www.youtube.com/watch?v=VQ8WmsUuLfM
Grüße aus Berlin,

André

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Beitragvon Brad » 23 Mai 2018 15:53
Na, das sind doch alles schon mal interessante Statements und Denkanstöße.. vielen Dank bis hierher! Mit dem Aufwirbeln des Mulms habe ich es ebenfalls schon versucht, das klappt, ist aber eben auch mühseliger und gerade zwischen den Pflanzen teilweise nicht möglich.
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