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Beitragvon PhiLx3 » 28 Nov 2017 11:13
Hallo,


ich bin neu im Thema Aquascaping und habe direkt eine Frage, die ich so mit Hilfe der Suche nicht finden konnte.

Ich betreibe mein Lido120 mit einer Co2-Anlage und Keramikdiffusor. Als Dauertest verwende ich einen runden "orb indicator". Testflüssigkeit ist die bereits fertig angemischte von JBL. Seit dem ich meine Nachtabschaltung mittels Magnetventil installiert habe (Co2 geht mit Licht aus und wieder an), ist mein Co2-Dauertest morgens immer blau. Das Licht und Co2 geht um 10.00Uhr an. Gegen 12-13 Uhr ist der Indikator erst grün gefärbt. Normalerweise verbrauchen die Pflanzen doch kein Co2 wenn das Licht aus ist. Geht das ganze Co2 im Wasser über Nacht in die Luft über? Beschränkt dies auf Dauer mein Pflanzenwachstum, weil morgens nicht genügend Co2 zu Verfügung steht?

Vielleicht kann mir ja jemand helfen. :greendance: :greendance:
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Beitragvon TilmanBaumann » 28 Nov 2017 11:40
Das Wäscht sich Übernacht aus dem Wasser aus. Ist bei Nachtabschaltung voll normal.

Übernacht fällt der CO2 Pegel auf den Wert den das Wasser ohne CO2 Injektion hätte.
Also abhängig von der Karbonathärte. (Die CO2 Konzentration in der Luft können wir zu diesem Zweck als Konstant ansehen)
CO2 Diffundiert sehr leicht über die Wasseroberfläche ab. Insbesondere wenn der Filter noch etwas plätschert oder du nachts einen Sprudelstein laufen hast.

Ist leider normal und führt auch zu leichten pH-Wert Schwankungen. Um das zu vermeiden müsstest du einen ph-Wert Controller benutzen um den Wert immer Konstant zu halten.

Passt schon. Aber vielleicht magst du das CO2 eine halbe Stunde oder so früher als das Licht anschalten. Dann ist der Pegel wieder hoch und die Pflanzen können loslegen.
So mache ich das in der Regel. Ich schalte etwa eine halbe Stunde vor dem Licht ab und eine halbe Stunde davor wieder an.

An meinem neuen Becken habe ich einen pH-Controller. Das ist ideal. Habe ich aber weniger wegen dem Abfall Übernacht sondern weil ich sehr viel injizieren muss und keine Lust hatte ständig der idealen Blasenzahl hinterherzuregulieren. Abends und nachts hört man dann öfter mal das Magnetventil klackern.
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Beitragvon PhiLx3 » 28 Nov 2017 12:15
Hallo Tilmann,


vielen Dank für deine enorm schnelle Antwort. Dann werde ich das erstmal so laufen lassen. Habe momentan keine zweite Zeitschaltuhr für das Magnetventil hier. Vielleicht werde ich mir bei Gelegenheit noch eine besorgen.

Ich habe gestern einen etwas älterne Beitrag gelesen, indem geschrieben wurde, dass man die Dropchecker mit Aquarienwasser füllt, vorher KH bestimmt und somit dann den optimalen CO2-Gehalt/pH-Wert bestimmt mit Hilfe des Farbumschlags. Dies entfällt doch bei mir mit der Fertiglösung von JBL, oder? Ich versuche mit Hilfe des Blasenzählers diesen möglichst immer in einem sattem grün zu halten, oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Momentan habe ich etwa 1 Blase alle 3 Sekunden bei meinem 120 Liter großen Becken.
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Beitragvon unbekannt1984 » 28 Nov 2017 12:44
Hallo,

lass mich das mal kurz einordnen: Dennerle Scapers' Tank einrichten bei ca. 10:30 Minuten kommt es zum Thema CO2...
Dort: 30 Blasen die Minute auf (wenn es hoch kommt) 50 L,
hier: 20 Blasen die Minute auf 120 L.

Eigentlich - wenn nicht zuviel Oberflächenbewegung herrscht und sonst auch kein CO2 verloren geht - sollten 12 Blasen die Minute ausreichen.

Wie Tilmann bereits sagte: Früher einschalten (und evtl. auch früher aus).

Da ich nur Bio-CO2 verwende, habe ich keine Ahnung ob Folgendes funktionieren würde: Wenn du einen druckfesten Behälter zwischen Druckminderer und Magnetventil einbaust, baut sich dort über Nacht dann etwas Druck auf? Das sollte morgens erstmal einen richtigen Schub geben (je nachdem wie groß der Behälter ist).

Also ich stelle mir da gerade eine 1 Liter Mehrweg Coca-Cola Flasche (Druckfest bis 10 Bar oder so) mit einem dieser DIY-CO2-Verschlüsse vor... Es könnte aber auch ein leerer Blasenzähler ausreichen (zumal für einen Test).
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon PhiLx3 » 28 Nov 2017 12:54
Das Magnetventil befindet sich bei mir direkt am Druckminderer, um eventuell entstehende Verlust durch Schlauch und diverse Verbindungen so gering wie möglich zu halten. Das scheint mir ein wenig aufwändig. Ich denke ich werde mein Co2 einfach eine Stunde eher einschalten. Aber ja eine Idee wäre es. Allerdings müsste es dann zu 100% Co2-dicht sein, was wie wir alle wissen sich nicht immer als einfach gestaltet. Da sonst meine Flasche viel eher leer ist als geplant :sceptic:
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Beitragvon omega » 28 Nov 2017 13:39
Hi,

TilmanBaumann hat geschrieben:Das Wäscht sich Übernacht aus dem Wasser aus. Ist bei Nachtabschaltung voll normal.Übernacht fällt der CO2 Pegel auf den Wert den das Wasser ohne CO2 Injektion hätte.

nein, nicht immer und überall. Mein Aquarium verliert nachts offenbar sehr wenig CO2, da sich über Nacht am pH-Wert nur an der 2. Dezimalstelle etwas tut. Hat was mit Strömung gegen die Wasseroberfläche und Kahmhaut zu tun.

Liegt die Beleuchtungsstärke und damit der CO2-Verbrauch nicht zu hoch, kann man das CO2 bei entsrechend moderater Zuführungsmenge die Nacht auch durchlaufen lassen. Man muß halt aufpassen, daß der CO2-Gehalt nachts nicht zu hoch ansteigt oder tagsüber zu stark abfällt. Ansonsten Licht und CO2 zeitversetzt dosieren (20min reichen bei mir) oder einen Controller anschaffen, der dann aber auch regelmäßig gepflegt werden will.

Grüße, Markus
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Beitragvon PhiLx3 » 28 Nov 2017 13:52
Mein Filter bringt an der Ausströmerseite die Oberfäche des Wassers schon ganz gut in Bewegung. Vielleicht werde ich dies nochmal nachjustieren, somit sollte weniger CO2 nachts verloren gehen.

Irgendwie muss ich einen Mittelweg zwischen zu wenig Strömung (=Kahmhaut) und zuviel (Austreiben des CO2) finden. Danke erstmal für die zahlreichen Antwroten und Anregungen. Hat mir sehr weiter geholfen.


Um nochmal auf die fertig Lösung von JBL zu kommen. Diese soll einfach immer grün sein, egal welche KH, richtig?
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Beitragvon omega » 28 Nov 2017 13:54
Hi,

PhiLx3 hat geschrieben:Diese soll einfach immer grün sein, egal welche KH, richtig?

ja.

Grüße, Markus
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Beitragvon TilmanBaumann » 28 Nov 2017 14:00
Ich hatte immer nachts einen Sprudelstein laufen. Da besteht eh keine Chance das das CO2 überlebt.
Dafür haben meine Fische und Garnelen überlebt. :lol:

PhiLx3 hat geschrieben:Ich habe gestern einen etwas älterne Beitrag gelesen, indem geschrieben wurde, dass man die Dropchecker mit Aquarienwasser füllt, vorher KH bestimmt und somit dann den optimalen CO2-Gehalt/pH-Wert bestimmt mit Hilfe des Farbumschlags. Dies entfällt doch bei mir mit der Fertiglösung von JBL, oder? Ich versuche mit Hilfe des Blasenzählers diesen möglichst immer in einem sattem grün zu halten, oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Nene, Drop-Checks werden nicht mit Wasser Verdünnt. Da bringst du was durcheinander.
Drop-Check (Auch Dauertests genannt) sind durch Luft vom Wasser getrennt. Die CO2 Konzentration wird anhand der Diffusion durch dieses Gas gemessen. (Deshalb sind die auch sehr langsam)
Die Messflüssigkeit ist ein ph-Indikator der auf die nötige CO2-Menge kalibriert. (In der Regel 20 oder 30mg/l)

Was du da ansprichst ist die Korrelation des pH-Wertes bei entsprechendem KH-Wert um indirekt CO2 Konzentration zu messen.

aquaristik/0203khco2ph.pdf Seite 4

Hieraus ekennst du auch das du pro bestimmtem KH nur ein pH-Band hast bei dem der CO2-Wert im 'grünen' Bereich ist.
Entsprechend der mögliche Bedarf den KH anzupassen um den CO2-Wert bei passendem pH zu erreichen.
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Beitragvon unbekannt1984 » 28 Nov 2017 14:53
Hallo,

TilmanBaumann hat geschrieben:Nene, Drop-Checks werden nicht mit Wasser Verdünnt. Da bringst du was durcheinander.
Drop-Check (Auch Dauertests genannt) sind durch Luft vom Wasser getrennt. Die CO2 Konzentration wird anhand der Diffusion durch dieses Gas gemessen. (Deshalb sind die auch sehr langsam)
Die Messflüssigkeit ist ein ph-Indikator der auf die nötige CO2-Menge kalibriert. (In der Regel 20 oder 30mg/l)


Ja, das ist üblich, aber ich meine von Sera gab es mal einen CO2 Dauertest, der mit Auarienwasser befüllt wurde, dann ein paar Tropfen aus einer Flasche dazu und fertig...

Das ist aber auch schon bestimmt wieder 10 Jahre her (keine Ahnung ob es den heute noch gibt)...

EDIT: gefunden
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon TilmanBaumann » 28 Nov 2017 15:34
Oh, faszinierend. Das erste mal das ich das gesehen habe.
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Beitragvon PhiLx3 » 28 Nov 2017 17:11
Ja richtig, bei den alten Co2-Dauertests wurde die Indikatorlösung mit Aquarienwasser gemischt. Da ich das irgendwo gelesen habe, war ich mir nun unsicher, da ich die reine Indikatorlösung verwende.

Meine Co2-Blasen lösen sich fast nie ganz auf, auf dem Weg nach oben. Zahlreiche Blasen bleiben unter der Wasseroberfläche "kleben". Hab den Ausströmer jetzt verändert, sodass er seitlich nach unten zeigt. Nun nimmt das austretende Wasser einen Teil (etwa ein Drittel) der Blasen auf den Weg nach unten mit. Musste die Blasenzahl heute auch erhöhen - seit dem ich mit Estimative Index dünge brauchen die Pflanzen deutlich mehr Co2....Mal sehen wie es die nächsten Tage so aussieht.

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Beitragvon unbekannt1984 » 28 Nov 2017 20:18
Hallo,

PhiLx3 hat geschrieben:Ja richtig, bei den alten Co2-Dauertests wurde die Indikatorlösung mit Aquarienwasser gemischt. Da ich das irgendwo gelesen habe, war ich mir nun unsicher, da ich die reine Indikatorlösung verwende.

Wie Tilman schon sagte: Die Indikatorlösungen sind kalibriert, was Sera da damals gebaut hat ist ungewöhnlich. Über Sinn und Zweck kann man jetzt natürlich streiten, jedoch sehe ich jetzt gerade keine Vorteile.

Was an dem Sera Test aber gut ist, ist die kleine Bauform und der niedrige Preis :)

Meine Co2-Blasen lösen sich fast nie ganz auf, auf dem Weg nach oben. Zahlreiche Blasen bleiben unter der Wasseroberfläche "kleben". Hab den Ausströmer jetzt verändert, sodass er seitlich nach unten zeigt. Nun nimmt das austretende Wasser einen Teil (etwa ein Drittel) der Blasen auf den Weg nach unten mit. Musste die Blasenzahl heute auch erhöhen - seit dem ich mit Estimative Index dünge brauchen die Pflanzen deutlich mehr Co2....Mal sehen wie es die nächsten Tage so aussieht.

Also, wenn sich das CO2 löst, dann wandern andere Gase in die Bläschen - von Dennerle werden Diese lediglich als Falschgase bezeichnet.
Wenn diese Bläschen dann unter der Oberfläche kleben bleiben, dann deutet dies auf eine Kahmhaut hin.

Ja, wenn die Pflanzen richtig wachsen, dann steigt der CO2-Bedarf.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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