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Postby Trizonas » 08 Dec 2017 22:11
Hallo!

Hab nun mein Trigon 190 schon eine ganze Zeit lang am laufen, wächst auch (fast) alles prima, keine Algen usw.
Nun habe ich aber in der Vergangenheit mehrmals vergeblich versucht, "anspruchsvollere" Pflanzen zu kultivieren, aber immer erfolglos. Da meine Beleuchtung (LED ~ 18.500lumen) und Düngung (AR Micro Spezial, AR Basic Nitrat, AR Basic Phosphat, AR Bittersalz) auch so weit passen, bleibt nur noch das Wasser selbst.
Sorgen macht mir hier der Hohe Calciumgehalt ~ 58mg/l im Verhältnis zum Magnesium ~ 5mg/l.
Die Gesamthärte gibt mein Wasserwerk mit ca. 9-10° an.
Meine Idee war nun, mir ein Voll(Teil?) entsalzer zu kaufen, jedoch hab ich keine Ahnung welches Modell/Größe/Art.
Ich möchte 2 Dinge erreichen:
1. Silikatwert senken
2. Wasser soll weicher werden (Calzium muss raus)
Das Wasser würde ich dann wieder beim TWW mit Leitungswasser verschneiden, ich möchte auf keinen Fall mit aufhärtesalzen rumhantieren. Ich mache 50% TWW, das wären ~ 1x80l/Woche.
Eine Osmoseanlage hatte ich mal, möcht ich nicht wieder haben!

Wer kann mir sagen, was ich für meine zwecke bräuchte?
Wie funktioniert überhaupt so ein Voll(?)entsalzer ? Ist der genau so "lahm" wie eine Osmoseanlage? Wie lange "hält" das Harz? welche Größe bräuchte ich?
Fragen über Fragen... :smile:
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Postby Thumper » 08 Dec 2017 22:18
Moin,

Silikat kannst du getrost im Wasser lassen.
Ein Vollentsalzer mit zwei Säulen (Kati und Ani getrennt) muss nach einiger Zeit regeneriert werden. Das geschieht mit Salzsäure und Natronlauge. Entweder machst du es selbst oder bezahlst eine Firma dafür.
Dir Kapazität eines Vollentsalzers wird in HL angegeben. Harte Liter. Ein Vollentsalzer mit der Kapazität von 1000 HL kann 100 Liter Wasser mit einer GH von 10°dH entsalzen ehe er regeneriert werden muss.

Bei deinem Ca:Mg Verhältnis im Wasser würde ich dir raten ein Fass aufzustellen und darin aufzusalzen. Dies solltest du im Idealfall machen, da das Wasser aus einem Vollentsalzer mit niedrigem pH (da viel CO2) läuft.

Pro Stunde kannst du mit 60-120 Liter Wasser rechnen. Je nach Modell.
Grüße,
Bene


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Postby omega » 09 Dec 2017 02:30
Hi,

ich möchte auf keinen Fall mit aufhärtesalzen rumhantieren.

warum?

Trizonas wrote:Eine Osmoseanlage hatte ich mal, möcht ich nicht wieder haben!

Warum?
Ohne den Grund zu sagen, klingt wie Suppenkaspar.

Wenn Du mit Leitungswasser aufhärtest, hast Du eine Variable drin, die manche Pflanze gar nicht abkann.

Grüße, Markus
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Postby Trizonas » 09 Dec 2017 11:54
Hallo,
erstmal danke für Eure Antworten.
Ich möchte daher keine Osmoseanlage, weil ich auf das Stundenlange rumgetröpfel kein Bock mehr habe, ganz einfach. Auch möchte ich in meiner eh schon kleinen Wohnung nicht noch mehr platz im Bad in Beschlag nehmen, (ganz zu schweigen von meiner Frau, die da eh nicht begeistert von wäre).
ich besaß mehrere Jahre eine Osmoseanlage und war auch von der Handhabung nicht begeistert; das ging vom Wasserverbrauch bis hin zu defekten Membranen... ich will es so einfach nicht mehr (ende)

Wie sieht denn die Handhabung eines Entsalzers aus? mit welcher "Geschwindigkeit" fließt das Wasser da durch? Wasserdruck rein=Wasserdruck raus?

Achja, das mit den Aufhärtesalzen meinte ich so, das ich genug "Salzzeugs" im Wasser habe, wozu da noch mehr reinschütten? Calzium muß raus, Bittersalz rein, fertig!
Da ich auch extreme Silikatwerte habe (was nicht weiter stört, WENN das Becken gut läuft...) würd ich den auch gern als netten Nebeneffekt reduzieren, was ist da jetzt so ungewöhnlich dran?
ich möchte halt möglichst wenig Aufwand, sooo schlecht ist mein Ausgangswasser schließlich nicht, aber eben nicht ganz optimal.

Edit:
habe gerade hier im Forum das Thema "Osmose vs. Entsalzer" gefunden, da habe ich die Antworten gefunden, die ich wollte. Ich werde es lassen, ist mir der Aufwand nicht Wert. Evtl. denke ich über Regenwasser auffangen nach, eine "einfache" Lösung gibts anscheinend nicht. :tnx:
Last edited by Trizonas on 09 Dec 2017 12:08, edited 1 time in total.
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Postby Wuestenrose » 09 Dec 2017 12:07
Mahlzeit…

Der namenloser Trizonas wrote:Ich möchte daher keine Osmoseanlage, weil ich auf das Stundenlange rumgetröpfel kein Bock mehr habe, ganz einfach.

Es gibt auch Direct Flow Anlagen, die (für den Hausgebrauch) bis zu einen Liter pro Minute machen. Ein Vollentsalzer ist auch nicht wesentlich schneller. Zudem kannst du dessen Wasser nicht direkt verwenden, weil es erhebliche Mengen Kohlensäure enthält - 16 mg/l pro Grad KH. Die muß erst raus.

Auch möchte ich in meiner eh schon kleinen Wohnung nicht noch mehr platz im Bad in Beschlag nehmen, (ganz zu schweigen von meiner Frau, die da eh nicht begeistert von wäre).

Aha. Aber ein Vollentsalzer nimmt keinen Platz weg? Und wie begeistert wird deine Frau erst sein, wenn die Wohnung voll ätzender Salzsäuredämpfe vom Regenerieren des Entsalzers hängt…

ich besaß mehrere Jahre eine Osmoseanlage und war auch von der Handhabung nicht begeistert; das ging vom Wasserverbrauch bis hin zu defekten Membranen... ich will es so einfach nicht mehr (ende)

Ich besaß mehrere Jahre einen Vollentsalzer. Das Gepritschle mit Säure und Lauge zum Regenerieren ging mir zunehmend auf den Keks, bis ich 2005 keinen Bock mehr hatte und auf eine Umkehrosmoseanlage umgestiegen bin. Das war die beste Entscheidung meines Lebens. Nie wieder Vollentsalzer!

Wie sieht denn die Handhabung eines Entsalzers aus? mit welcher "Geschwindigkeit" fließt das Wasser da durch?

Hängt von der Größe des Entsalzers ab, 60 bis 120 Liter pro Stunde sind üblich. Du brauchst also einen Durchflußbegrenzer.

ich möchte halt möglichst wenig Aufwand, …

Den hast du mit einer Umkehrosmoseanlage. Die entfernt übrigens auch 85…90 % des Silikats im Ausgangswasser.

I.d.S.
Robert
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Postby Trizonas » 09 Dec 2017 12:12
Hallo Robert!

Vielen Dank für deine Ausführungen! Ja, ein Entsalzer scheint nicht gerade weniger Aufwand zu sein, deshalb nehme ich von der Idee auch Abstand. Ich hatte halt noch nie einen in Gebrauch, deshalb wollt ich mich hier Informieren. Laut der "Läden" im Internet, schien mir die Handhabung (Mischbettentsalzer) einfacher und schneller, das ist wohl aber nicht so...
Werde erstmal mit dem leitungswasser leben müssen.

Noch ein Edit:
Habe gerade nach deinem Vorschlag "DirectFlowAnlage" geschaut, das klingt sehr vielversprechend!
Permeat/Abwasserverhältnis 1:1 und bis zu 79l/Std.... für ca. 400€... da komm ich ins Grübeln :?

guck mal, was meinst du?
https://www.osmoseanlagen-shop.de/osmoseanlagen-umkehrosmose/Profi-Umkehrosmose-Wasserfilter/product-139.html?language=de
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Postby nik » 10 Dec 2017 15:39
Hallo ?,

magst du anderen auch die Gelegenheit geben dich mit Namen anzusprechen? Name wäre nett. ^^

Vom Mischbett war bisher nicht die Rede. Wenn du überhaupt erst mal eine brauchbare Gelegenheit für einen Mischbettentsalzer findest und bereit bist die höheren Kosten für das Regenerieren lassen zu tragen, dann ist das komfortabel. Damit bringst du auch die Kieselsäure sehr weitgehend raus, die wird allerding mit als erstes wieder durchbrechen. Kieselsäure bekommst du sonst nur mit einem stark sauren und stark basischen Harz raus. Das ist eine Sonderanfertigung, weil sich der Mengenbedarf für das basische Harz deutlich erhöht.

Eine UOA ist bezüglich Kieselsäure unproblematischer. Wenn dein Wasser zum Verschneiden taugt und du weißt was du tust, kannst du das machen. Ich verwendete auch eine UOA und um es der Vollständigkeit halber erwähnt zu haben, wäre mir nach Reinstwasser, dann schaltete ich ein Mischbett hintendran. Das hält dann lange.

Gruß, Nik
nik wrote:
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