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Postby Patfried » 24 Jun 2020 19:36
Hallo liebe FlowGrow-Community,

ich heiße Patrick, bin 25 Jahre alt und bin - mitunter durch das Forum hier - auf eine neue Welt gestoßen. Ich möchte euch ein paar Einblicke in den derzeitigen Bau meines ersten Paludariums geben. Ich konnte hier bis jetzt wahnsinnig viele neue und interessante Infos mitnehmen und habe aber trotzdem bestimmt noch die ein oder andere Frage. :lol:

Angefangen hat alles mit der Corona-Zeit und Homeoffice - viel Zeit auf einmal. Dazu kam ein kurzes Youtube Video, wie ein Paludarium aussehen kann. Ich mag Pflanzen sehr und ich habe in der Vergangenheit schon das ein oder andere kleine Biotop in Gläsern umgesetzt. Darauf hin habe ich mich ein wenig erkundigt (ich bin hier schon seit Anfang stiller Mitleser :smile:) und zum Geburtstag bekam ich eine Pumpe und einen Vernebler gescheckt. Das hat alles ins Rollen gebracht und los gings.
Vorgestellt habe ich mir einen Wasserfall mit Vernebler und eine kleine Höhle. An der Rückwand soll der Wasserfall plaziert werden und man sollte von 3 Seiten draufschauen können. Hintergrund mit den 3 Seiten ist folgender: bei einem Hardscape in Terassenform habe ich gesehen, dass man eigentlich immer von links oder rechts durch das Aquarium "unter" den Hardscape schauen kann. Das gefiehl mir nicht so. Technik ist außer einer Pumpe und dem Vernebler nichts geplant (außer evtl. Licht).

Als Paludarium arbeite ich mit einem Dennerle Nano Cube (60l), die Platten für den groben Aufbau des Landteils sind aus ABS Kunststoffplatten. Diese habe ich dann passend zugeschnitten und zunächst eine Art "Trennwand" ins Aquarium gebaut (welche den späteren Übergang vom Land zum Wasserteil darstellt). Jedes Teil der Trennwand hat ein Loch mit einem Gitter davor, sodass Wasser hindurch, aber Steine etc. nicht hindurch kommen. Es sollte auch ein Gehäuse für die Pumpe mit ins Layout, sodass ich später im Betrieb auch, ohne alles hops zu nehmen, zur Pumpe komme. Nach einiger Zeit bin ich dann hier angekommen:

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Hier musste ich das erste Mal auch auf die "harte" Tour erfahren, welch Art Platten sich besser zuschneiden und verarbeiten lassen, ein Fehler, der mir beim nächsten mal nicht mehr passiert :D Wie ihr seht, hat es schon ein wenig Formen angenommen. Mittig der Wasserfall, rechts und links davon "Bergflanken" mit Platz für Bepflanzung, neben dem See das Pumpengehäuse mit oben aufgesetztem Behälter für weiteren Bodengrund und Pflanzen als Abdeckung. Davor dann nochmal ein recht großes, freies Feld zum Pflanzen. Idee ist, außen mit Steinen zu bekleben und schöne Wände zu formen. Innenrein (dort, wo auch der Schlauch der Pumpe das Wasser zum Wasserfall pumpt) wird mit Blähton aufgefüll, obendrauf eine Schicht Filterwolle, wo oben der Bodengrund drauf kommt. Soweit so gut. Der erste Test musste her. Alles mit Klebenband grob ins Aquarium geklebt und mit Wasser befüllt. Pumpe rein, Vernebler rein, Strom an und siehe da, es läuft fast so wie ich es mir vorgestellt habe. :gdance:


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Einige Punkte, die dem ersten Versuch geschuldet sind: Bei der (geschenkten) Pumpe handelt es sich um eine Sicce Micra Plus (400-600l/h). Selbst auf niedrigster Stufe kommt da echt viel Wasser den Wasserfall runter :eek: Halb so wild, ich hab etwas improvisiert und in den Schlauch ein T-Stück eingebaut, um Wasser zurückzuführen. Leider hat auch der Vernebler LED's verbaut, die total wild leuchten. Die kommen auf jeden Fall weg - entweder werden sie abgeklebt oder ein neuer muss her.

Gut, nächster Schritt: Steine. Wieder geschaut was gefällt und beim Händler für Aquascaping habe ich dann Lavasteine bestellt. Erster Punkt: Ich weiß nicht, ob es an Corona lag, leider habe ich aber nur "große" Steine (15cm plus) bekommen, keinen Bruch. Also musste Hammer und Meisel her, mal wieder die "harte" Tour. :D Zweiter Punkt: Ich habe natürlich am Anfang die Menge komplett unterschätzt, was zur Folge hat, dass die beiden Lieferungen der Steine unterschiedliche Farben und Beschaffenheiten haben - erster Versuch und so :lol:

Nun ja, dann gings los. Kleben von Steinen, das Aquarium drehen und wieder drehen und nochmal drehen. Aber nun bin ich mit den Steinen fast durch und es sieht so aus:


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Es gefällt mir echt verdammt gut!

Was passiert als nächstes?
Nun, die letzte Seite wird noch beklebt und den See muss ich auch noch "auskleiden". Da kommt eine Lage Silikon rein und Steinstaub oben drauf, Steine außenrum und hintenhin. Dann denke ich, werde ich nochmal einen kleinen Testlauf machen. Danach gehts dann auch "schon" an die Pflanzen - dazu habe ich mir aber relativ wenig bisher durchgelesen. Auf kurz oder lang könnte ich mir auch vorstellen, kleine Krebse einzusetzen (bin hier im Forum auf "rote Sakuras" gestoßen), aber das liegt noch in weiter Ferne, geschweige denn ob das überhaupt funktioniert :D

Aber natürlich habe ich auch die ein oder andere Frage. Eine Frage, die mir seit ein paar Tagen durch den Kopf geht ist: Mit welchem Wasser befülle ich das Becken? Wir haben hier in der Wohnung relativ hartes Wasser (was man Wasserkocher etc. auch deutlich sieht). Bekomme ich das irgendwie auf eine geeignete Qualität?

Ansonsten bin ich gespannt, was ihr dazu sagt und ob ihr vielleicht noch den ein oder anderen "Insider"-Trick für mich habt :D Achja zur Filterung: Ich bin bisher nicht davon ausgegangen, dass ich eine aktive Filterung benötige, ich hoffe das war kein Fehler. Habe mich auch erkundigt, es gäbe ja noch die möglichkeit CO2 zuzuführen. Vielleicht könnt ihr mir zur Filterungsproblematik - vielleicht aus eigener Erfahrung - mal eure Gedanken schildern, ob das so funktionieren könnte, wie ich mir das vorgestellt habe. :smile:

Liebe Grüße
Patrick
Patfried
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Postby slowgrow » 24 Jun 2020 19:49
Hey Patrick, herzlich willkommen :-)
Ich hab zwar keine Ahnung von Paludarien, aber dein Bericht ist wirklich nett geschrieben und ich bin schon gespannt wie sich dein Projekt entwickelt!

Zur Wasserfrage: Kommt drauf an wieviel du investieren möchtest um die Kalkränder am Beckenrand loszuwerden. Aufgehärtetes Osmosewasser wäre da die beste Lösung. Dazu müssest du dir allerdings ne Osmoseanlage anschaffen 50-100 Euro. An sich ist hartes Wasser kein Problem, würde ich sagen. Auch dein "rote Sakuras" Plan würde mit hartem Wasser funktionieren. Das sind Garnelen der Gattung Neocaridina, welche auch mit etwas härterem Wasser klarkommen.

Wie gesagt, ich hab keine Ahnung von Paludarien, aber ich kann mir vorstellen dass ein Filter sinnvoll wäre wenn du mit dem Gedanken spielst Tiere einzusetzen welche dann natürlich Ammonium produzieren, welches durch Filterbakterien schließlich zu Nitrat umgesetzt werden muss damit es nicht irgendwann toxisch wird in deinem Becken. Bin mal gespannt was die Kenner hier dazu schreiben :-)

Viel Erfolg noch mit deinem Becken, sind bis jetzt echt toll aus!
Max
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Postby Patfried » 25 Jun 2020 08:25
Hallo Max,

danke danke! Tatsächlich hatte ich eher Bauchschmerzen wegen der Pflanzen und dem harten Wasser. Mit Abkochen etc. komme ich da nicht weiter?

Ich habe gerade gesehen, dass ich mich im Beitrag oben verschrieben habe. Ich meine natürlich, dass ich mit keiner aktiven Filterung geplant habe - wie das dann natürlich mit Tierchen aussieht, ist wieder eine andere Geschichte :D Aber je nach dem wie das auch mit dem Wasserwechsel aussehen sollte, wäre so eine kleine Osmose-Station vielleicht sogar eine gute Investition, das muss ich mir mal genauer ansehen, danke!

Achja, oben auf die Filterwolle kommt dann das Substrat, welches bei mir eine Mischung aus Akadama Soil, JBL Pro Scape Plant Soil und Sphagnum Moss. Das wird vermischt und dient als Bodengrund. :smile:

Liebe Grüße,
Patrick
Patfried
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Postby Lixa » 25 Jun 2020 09:20
Hallo Patrick,

Sehr interessantes Projekt. Es erinnert sehr an den Stil von Serpa-Design.

Zum Wasser: Weiches Wasser ist vielfältig von Vorteil. Eine Osmoseanlage und Regenwasser sind da die wenigen sinnvollen Möglichkeiten. Manche Händler verkaufen auch Osmosewasser, aber wenn ihr die Anlage auch im Haushalt nehmt, z.B. zum Kaffeekochen lohnt sich eine Anschaffung.

Viele Grüße

Alicia
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Postby Patfried » 12 Jul 2020 14:44
Hallo zusammen,

ich konnte mein Paludarium in den letzten Tagen endlich fertig stellen und „in Betrieb nehmen“. :grow:

Was ist noch alles passiert?
Nachdem ich das Hardscape fertig geklebt und modelliert habe, habe ich den Innenbereich (der nicht sichtbare Teil) des Scapes mit ausgewaschenem Blähton aufgefüllt und eine Schicht Filterwatte oben drauf gepackt. Die Plastikkanten des Scapes haben eine Schicht Sphagnum abbekommen.

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Den Bodengrund (submers) habe ich aufgebaut aus einer Schicht Blähton, Soil (JBL Pro Scape) und ein bisschen Aquarienkies darüber. Der emerse Bodengrund besteht aus Akadama Soil, JBL Soil, Sphagnum Moss vermischt mit etwas Wasser.

Folgende Pflanzen haben Einzug bekommen:
Hemianthus callitrichoides „cuba“
Eleocharis sp. 'mini'
Ludwigia repens 'Mesakana' („vorne“)
Staurogyne repens („mitte“)
Rotala sp. „green“ (hinten oben)
Anubias barterie var. nana 'mini'
Vesicularia „christmas moss“

Pflanzen sind am Freitag gekommen und gestern habe ich sie eingesetzt. Die Staurogyne, Ludwigia und die Rotala hab ich als Topf gekauft, den Rest in-vitro. Die Steinwolle aus dem Topf habe ich sachte entfernt und die Pflanzen anschließend im Eimer mit wenig Wasser über Nacht gelagert - wie man die Pflanzen am besten Lagert habe ich leider auch etwas länger gesucht. Naja, auf jeden Fall sahen die Pflanzen schon gut aus, als ich sie aus dem Karton genommen habe. Ich habe leider nicht viele Referenzwerte, wie frisch die Pflanzen nach einer Reise mit Dhl aussehen können/sollen. :lol:

So sah das Becken direkt nach dem Bepflanzen aus:

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Und sah es dann heute aus. Ich traue mich gar nicht richtig, das zu Posten ohne eure Herzen zu verletzten - meines blutet ein wenig :(


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Die Ludwigia ist nicht abgeknickt, sondern einfach nur 'schwach'. Ebenso die Rotala ist heute wie „zusammengefallen“. Die Staurogyne, puh ja, sie ist die Definition von zusammengefallen...

Der Nebler läuft nicht die ganze Zeit, eher mal so zum anschauen. Sollte er längere Zeit laufen, wegen der Luftfeuchte?

Wie geht es weiter?
Ich hätten den Pflanzen jetzt erstmal ein bisschen Zeit gegeben (sind ja schließlich erst „eingezogen“), vielleicht etwas ausschneiden noch, dass muss ich mir aber nochmal anschauen. Ansonsten beleuchte ich 2-3 Wochen mit 6 Std/Tag und wechsle ~3 Mal die Woche Wasser.

Vielleicht hat jemand von euch einen Tipp, wo mir Fehler unterlaufen sein könnte, bzw. was nicht ganz so optimal ist. Habe mich viel zu jedem einzelnen Schritt erkundigt, aber irgendwie fühlte es sich nicht ganz so rund an.

Trotzdem freue ich mich riesiiig :D Es gefällt mir sehr sehr gut und ich freue mich darauf, in die „nächste Phase“ überzugehen!

Schönen Sonntag euch,
liebe Grüße, Patrick

PS: Danke für die Antworten zur Frage der Wasserhärte. Wegen der Frage zum Wasser: unser Wasser hat eine GesamtHärte laut Versorger von 13,5-13,9 dH. Habe mir destilliertes Wasser zugelegt, um Notfalls das Leitungswasser zu verschneiden. :smile:
Patfried
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Postby Nightmonkey » 13 Jul 2020 07:43
Moin Patrick,

Patfried wrote:Vielleicht hat jemand von euch einen Tipp, wo mir Fehler unterlaufen sein könnte, bzw. was nicht ganz so optimal ist. Habe mich viel zu jedem einzelnen Schritt erkundigt, aber irgendwie fühlte es sich nicht ganz so rund an.


nach dem bepflanzen hättest Du es am besten mit einer Folie abgedeckt um die Luftfeuchte hoch zu halten.
Diese dann in den darauffolgenden Tagen immer etwas weiter öffnen, dann gewöhnen sich die Pflanzen langsam an die neuen Bedingungen. Dann sollte es keinen Matsch geben.
Aber ich denke mal das da trotzdem was überleben wird.

Gruß Marco
*Ein Leben ohne Aquarium ist zwar möglich aber sinnlos*

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Postby Patfried » 16 Jul 2020 07:57
Hey Marco,

danke für deinen Input! Ich habe auch andere Posts von dir gelesen und konnte da auch noch die ein oder andere Info mitnehmen. :grow:

Habe das Becken jetzt mit Folie abdeckt und mittlerweile ist ein ca viertel des Beckens oben offen. Der Nebler läuft nicht mehr lange, aber dafür öfter, um die Feuchtigkeit etwas aufrecht zu erhalten. Die Pflanzen musste ich ein wenig ausschneiden, da die Blätter, welche den Boden berührt haben, braun geworden sind.
Ich hoffe, durch die Umsetzung deines Tipps kann ich noch was retten! :smile:

Auf jeden Fall danke! Mal schauen, was die nächsten ein, zwei Wochen so passiert.

Beste Grüße
Patrick
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Postby Lixa » 16 Jul 2020 09:37
Hallo Patrick,

Das Paludarium kann vielleicht Springschwänze gebrauchen. Die räumen tote Pflanzenmasse und Schimmel auf. Tropische Asseln gingen bestimmt auch sobald das Paludarium besser zugewachsen ist.

VIele Grüße

Alicia
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Postby Schischu » 18 Jul 2020 07:19
Servus

wie schaut es denn aktuell aus ?
LG Steffen
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Postby Patfried » 19 Jul 2020 15:50
Hey zusammen,

Der Tipp mit den Springschwänzen klingt super, Alicia! Habe bisher nur kurz quergelesen, schau mir das aber nochmal genauer an.

Steffen, momentan sieht das Becken so aus:

Das ist die Rotala:
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Hier hinten die Staurogyne. Die sieht wirklich am schlimmsten aus... Vorne die Ludwigia fühlt sich langsam wohler. Und die Anubias sehen recht gut aus:
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Ich glaube hinten oben (wo sich jetzt die Rotala befindet) ist es schlicht zu trocken. Der Nebel des Neblers kommt dort auch mit Abdeckung nicht hin. Ich sprühe zwar täglich mit Wasser, aber das Moos wird auch trocken. Vielleicht sollte ich die rotala nach unten setzen, wo es feuchter ist und oben eine Pflanze einbetten, welche mit der eher trockeneren Raumluft zurecht kommt? :?

Liebe Grüße,
Patrick
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Postby Lixa » 19 Jul 2020 19:25
Patfried wrote:Ich glaube hinten oben (wo sich jetzt die Rotala befindet) ist es schlicht zu trocken. Der Nebel des Neblers kommt dort auch mit Abdeckung nicht hin. Ich sprühe zwar täglich mit Wasser, aber das Moos wird auch trocken. Vielleicht sollte ich die rotala nach unten setzen, wo es feuchter ist und oben eine Pflanze einbetten, welche mit der eher trockeneren Raumluft zurecht kommt? :?

Hallo Pattrick,

Ja, das wäre eine Möglichkeit. Spontan fallen mir ein: Ficus pumila (gibt es im Terraristik Handel in vielen Sorten) und Callisia (auch viele Sorten, z.B. repens aka "Golliwoog"). Zierspargel könnte auch gut aussehen, habe ich selber aber nie getestet.

Um mehr Feuchtigkeit in die Höhe zu bringen habe ich Seramis verwendet, aber andere Hydrokultursubstrate können das vielleicht auch. Man muss aber mit viel Moos die rote Farbe verdecken :lol:

Viele Grüße

Alicia
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Postby Schischu » 22 Jul 2020 16:01
Dein Projekt läuft ja noch nicht lange emers muss man sich anfangs doch etwas in Geduld üben
ich glaub die Rotala wird noch richtig loslegen.

Ich wollt dich auch noch fragen ob du die nächsten Fotos richtig drehen könntest ist doch besser zum schauen :shock: :D
LG Steffen
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Postby Chalki1312 » 25 Jul 2020 07:12
Ich finde dein Becken sehr gut gelungen und hoffe das alles klappt wie du es möchtest. Gefällt mir sehr gut.

Ich finde aber das Nebler nicht wirklich was bringen.

Sie erhöhen die Luftfeuchte kaum bzw nur gering. Sie sind anfällig für Verschmutzung und Verkalkung. Und der für mich wichtigste Punkt: er stehlt gefahren für Lebewesen dar, da die Wasserpartikel bei dem Nebler so fein sind das sie eingeatmet werden können und so die Tiere krank werden. Natürlich kann man mit einen Nebler bombastische Bilder und Effekte erzeugen, aber das wars dann auch schon.

Um deine Luftfeuchte hoch zu bekommen fallen mir auf die schnelle ein paar Sachen ein.

Beregnungsanlage (kann man auch leicht selber bauen)

das Wasser und das Becken warmhalten ---> ohne Wärme keine Luftfeuchte!

Für den Übergang kann man zb Styrodurplatten außen an das Becken tun und mit Klebeband fixieren. Nicht hübsch aber es mindert ein wenig das ableiten der Wärme durch die offenen Glasplatten.
Eine Heizung verbauen die dir das Wasser erwärmt auf ca 26-28 C wie in einen Aquarium.

Becken abdecken

Man kann Torfplatten auf dem Boden verbauen (irgendwie versteckt da sie nicht hübsch sind)
Xaxim-Platten lassen sich bepflanzen, dienen als Wasserspeicher und werden mit der Zeit auch grün



weiterhin viel Erfolg. freu mich auf neue Bilder
Chalki1312
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Postby Patfried » 03 Sep 2020 16:55
Hey zusammen,

jetzt gibt es nach einiger Zeit mal wieder ein Update meines Paludariums. :grow:

Es hat auch sich ein bisschen was geändert: die Staurogyne repens („mitte“) ist leider (fast) komplett eingegangen. Aus einem kleinen Wurzelrest, den ich damals nicht richtig entfernt hatte, wächst ein kleines Blatt (ca. 3mm groß) im Moos - kann man leider nicht auf Bildern richtig sehen. Auf jeden Fall hat es einen Großteil von ihr erwischt. :(

Oben sind jetzt an den Steinen zwei Bucephalandra sp. „Mini red“ und eine Anubias. Das war eher als Test gedacht, aber denen gefällt es da oben ziemlich gut. :thumbs: Funktionieren soweit auch seit 4 Wochen ganz gut emers.

Die Rotala ist nach unten gewandert und sie scheint sich zu erholen. Die Ludwigia lebt sich sichtbar ein, wenn auch etwas planlos verdreht. :lol: Oben hat auch ein Ceratepteris cornuta (gehörnter Hornfarn) vor 4 Wochen Einzug erhalten. Ihm gefällt es dort oben auch ganz gut. Der lange Stängel oben, eine Lagenandra thwaitesii, war eine Dreingabe einer Bestellung. Wusste nicht so ganz wo ich mit etwas anfangen kann, habe mich auch echt schwer getan etwas über sie zu finden. Bekommen habe ich ein kleines Rhizom mit einem Blatt (auf dem Bild zu sehen) :D So richtig viel submersen Bereich gibt es bei mir ja auch nicht. Habe aber etwas mit emers gelesen gehabt und sie dort nach oben verfrachtet.

Euren Tipps folgend, habe ich dann Frischhaltefolie darüber gepackt und es erstmal zugelassen. Nach ein paar Wochen ging es den Pflanzen immer noch gut und ich habe das Becken langsam Stück für Stück geöffnet. Heute sieht es so aus:


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Wasserwechsel mache ich mittlerweile ca. ein mal die Woche. Habe vor einer Woche auch einen Aqua Rebell Micro Basic NPK und Micro Basic Fe geholt. Werde demnächst mal meine Werte messen und ggf. mit dem Düngen beginnen. Den Dünger werde ich zunächst mal über das Wasser einbringen (erstmal nicht als Sprühdünger) einbringen und schauen, wie das Ganze reagiert.

Ein zukünftiges Projekt wird eine Halterung im Selbstbau, ich welche ich den Glasdeckel des Aquariums wie in einen Backofen einschieben kann. Im Winter kann ich mir das bei unserer trockenen Luft als Hilfreich vorstellen. Dann ist sie Höhenverstellbar zum Lüften etc. Denkt ihr, das ist ausreichend oder gar nötig?

Mir gefällt es richtig gut! :gdance:
Es macht richtig Spaß, dem Ganzen beim Wachsen zuzusehen :wink:
Patfried
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Postby Lixa » 04 Sep 2020 12:16
Hallo Patrick,

Zum Deckel und Lüften: Bau ihn so, dass an den Sichtscheiben ein Spalt ist. So reduziert sich dort die Kondensation - siehe auch den Aufbau von Feuchterrarien.

Zur Filterung: ein feiner größerer Schwamm der den Ansaugbereivh der Pumpe bedeckt schützt nicht nur Garnelen, sondern sollte als Filter ausreichen.

Viele Grüße

Alicia
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