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Postby carne » 14 Dec 2017 08:56
Hallo zusammen

Ich hätte mal den Wünsch, bzw. die Frage, welche Pflanzen als sogenannte Zeigerpflanzen für das Anzeigen von verschiedenen Nährstoffmängel (z.B. NO3, PO4, K, Fe, Ca, Mg etc.) besonders gut geeignet sind?

Ich weiss das viele, vor allem die sehr erfahrenen unter Euch, durchaus solche kennen und nutzen.

Vielleicht bekommen wir ja eine Aufstellung zusammen?
Falls es bereits sowas in dieser Art gibt, bitte ich herzlich Nachsicht und um einen Link oder Quelle.

Vielen Dank vorab für Euren Input!
E hampfle Griess/Ne handvoll Grüsse
Sandro
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Postby Thumper » 14 Dec 2017 09:01
Moin Sandro,

die meisten Pflanzen zeigen auf die gleiche Art Mangelerscheinungen. Hier im Forum gibt ein Thread dazu, wo beschrieben wird, wie welche aussehen.
Grüße,
Bene


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Postby carne » 14 Dec 2017 09:11
Guten Morgen Bene

Danke für dein Feedback.
Solche Tabellen und Infos über Mängel kenne ich und wahrscheinlich auch die meisten, welche sich mit der Düngung auseinandersetzen.

Mir geht's hier darum, welche Pflanzen besonders schnell einen Mängel eines bestimmten Nährstoffes zeigen. Es gibt da solche die besonders gut geeignet sind, da diese eben teilweise deutlich früher als andere Pflanzen in den Mangel laufen. Ich hoffe ihr versteht wie ich das meine?
E hampfle Griess/Ne handvoll Grüsse
Sandro
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Postby unbekannt1984 » 14 Dec 2017 09:38
Hallo Sandro,

wirf doch mal einen Blick in den Thread "Mangelerscheinungen?". Wasserfreund und Wassernabel (ich kann jetzt nicht genau sagen Welche) scheinen früh auf Kalium zu reagieren und Ludwigia "Rubin" auf Eisen.

Ich hoffe das hilft dir schonmal etwas weiter.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby Plantamaniac » 14 Dec 2017 13:23
Hallo

Myriophyllum cf. aquaticum "Roraima"

Hydrocotyle leucocephala

Eichhornia crassipes

Sind bei mir sehr deutliche Mängelanzeiger.
Erstere zeigt Eisenmangel mit weißen Triebspitzen, die andern beiden konnte ich mit AR Nitrat boost GH+
überzeugen, dass sie das weiße Streifenmuster nicht brauchen...
Ich mach das immer try&error
VG Monika
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Postby uruguayensis » 14 Dec 2017 14:31
Hallo, die Wasserlinse lemna minor gilt schon seit sehr langer Zeit als Eisenindikatorpflanze, wird aber schnell zur Plage. Einmal Wasserlinsen = immer Wasserlinsen, die begleiten mich schon seit Anfang an über zehn Jahren. Losgeworden bin ich die noch nie. Immer verschleppt. Manchmal gehen die und man denkt man ist sie los und kommen dann bald wieder. Man muss sie regelmäßig mit dem Kescher entfernen von der Oberfläche damit kein Lichtmangel herrscht der die Pflanzen darunter schädigt. Eisenindikatorpflanze ist es, ich benutze Ihn aber als Mikrodünger und Makrodünger indikatorpflanze auch, wenn der zu gut grün ist, sind auch genügend Mikronährstoffe enthalten. Wenn der zu klein wird sind wenig Makronährstoffe enthalten, Wenn genügend Makronährstoffe enthalten sind, werden die Wasserlinsen auch sehr viel größer im Durchmesser. Wenn man Wassertests nicht immer Vertrauen kann, ist das ein guter Indikator. MfG Emrah
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Postby Plantamaniac » 14 Dec 2017 14:49
Hei, meinen Teichlinsen gehts eigentlich immer zu gut...da machen andere vorher schlapp.
Zb. schwimmende Wolfsmilch muß allumfassend versorgt werden, allerdings nicht zuviel Nitrat und Phosphat.
Im Mom versuche ich wieder welche auf der Fensterbank zu überwintern und als es unerfreulich wurde, habe ich einfach mal eine Tropfen S7 von Dennerle gegeben..seitdem geht es ihnen gut :grow:
Da auch Radixschnecken aus dem Sommerquartier mitgekommen sind, gibts alle paar Tage ein Brennesselblatt.
Das scheint jetzt zu reichen, das sie schön sind und auch fleißig Zuwachs bekommen. Das ist das erstemal, das ich sie längere Zeit in einem kleinen Gefäß erfolgreich halten konnte :grow:
Die sind auf jedenfall die absoluten Zicken und taugen zur Nährstoffoptimierung.
Vorrausgesetzt, es sind keine PHS im Becken, die haben sie nämlich zum Fressen gerne...
Chiao Moni
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Postby unbekannt1984 » 14 Dec 2017 14:57
Hallo Monika,

bist du dir beim brasilianischem Wassernabel sicher? Laut Beschreibung:
Ihre Blätter können sich bei Eisenmangel an den Rändern gelb färben, was jedoch durch Zugabe von Eisendünger schnell zu beheben ist.

wäre dann ein 2 in 1 Indikator.

@Emrah:
Lemna Minor würde ich mir nicht freiwillig ins Becken holen, ich bin die schon 2 mal losgeworden, man muss die nur wirklich bis auf das letzte Pflänzchen abfischen, nach Möglichkeit eine Woche lang täglich wiederholen.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby uruguayensis » 14 Dec 2017 15:12
Hallo Torsten, hatte ich schon bis auf letzte paarmal. Keine Chance, die kommen irgendwann wieder hoch, auch nach Monaten. Bei richtigen Düngerentzug gehen die weg, aber bei guter Düngung kommen die wie aus dem nichts wieder uns sagen wo waren wir stehen geblieben, aus zwei werde vier, aus vier werde acht, aus acht werde sechszehn usw. :D MfG Emrah
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Postby carne » 31 Dec 2017 10:22
Hallo zusammen

Vielen Dank Euch allen und entschuldigt bitte meine späte Reaktion, war einiges los bei mir die Tage. :sceptic:
E hampfle Griess/Ne handvoll Grüsse
Sandro
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Postby Frank2 » 31 Dec 2017 13:51
als sogenannte Zeigerpflanzen für das Anzeigen von verschiedenen Nährstoffmängel


Es ist hier immer so frappierend, dass permanent nach Mängeln gesucht wird. Pflanzen, die aus absolut nährstoffarmen Gewässern kommen brauchen hier Massen an Nährstoffen... angeblich... .

Mein Tipp in vielen Fällen - das ZUVIEL von einem Treiber reduzieren:

- weniger C02 (10.15 mg/l)
- weniger Licht
- und ganz wichtig - weniger K!

Es gibt etliche Pflanzen, die auf einen relativen K-Überschuss mit K-ähnlichen Mangelsymptomen reagieren. Hierzu gehören fast alle Hygrophilaarten, einige Ludwigien und tw. auch Alternanthera. Je stärker das Licht und je mehr C02, umso schneller kommt es zu Pseudokaliummangel.
Ich kann in einer Woche in einem 240er den gesamten Hygrophilabestand (Stricta, Siamensis, Sunset) zum Kotzen aussehen lassen, wenn ich da K> 3 aufdünge. Einfach wegen des Antagonismus zu Mg (und vermutlich auch Ca), denn sie zeigen DANN AUCH Ca.-Mangelsymtome, verlieren dann unten die Blätter (ebenso Alternanthera und Ludwigia bei mir).
Je weniger ich da mache, umso besser stehen sie da. Belaubt bis nach unten, lochfrei, perfekt im Habitus.

Aber weniger ist scheinbar nicht angesagt, ich weiß zwar nicht warum, aber manchmal vielleicht auch mal daran denken. So als Tipp. :grow:

Gruß
Frank
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Postby Plantamaniac » 31 Dec 2017 14:50
unbekannt1984 wrote:Hallo Monika,

bist du dir beim brasilianischem Wassernabel sicher? Laut Beschreibung:
Ihre Blätter können sich bei Eisenmangel an den Rändern gelb färben, was jedoch durch Zugabe von Eisendünger schnell zu beheben ist.

wäre dann ein 2 in 1 Indikator.



Hallo, wenn ich schreibe, das der AR Nitrat GH+ das Problem sofort behebt, dann meine ich das auch so.
Das Becken ist Dennerlegedoopt, mit V30 und E15 und dann müßte das normal in den ersten Wochen nach Düngung zumindest nicht in der Art auftreten. Bringt allerdings keinerlei verbesserung. Außerdem ist jedes Becken anders...das kann man nicht pauschal sagen, ob Eisen oder Magnesiummangel schuld ist.
Try&error :glaskugel: :grow:
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Postby Frank2 » 31 Dec 2017 15:18
Moni das ist auch so beim bras. Wassernabel. Ich denke dass dieses Kraut aus sehr nährstoffreichen Gewässern kommt. Hier gilt mal wirklilch N03=10. Der kümmert bei meinem N03=5 immer rum, wächst verhalten. Und er wird dann auch chlorotisch. Sobald ich N03 nachkippe kommt er in die Gänge. Ganz klarer Fall.

Gruß
Frank
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Postby carne » 31 Dec 2017 16:05
Hallo zusammen

hier kommt ja wieder Schwung rein - danke! :thumbs:

Frank2 wrote:
als sogenannte Zeigerpflanzen für das Anzeigen von verschiedenen Nährstoffmängel


Es ist hier immer so frappierend, dass permanent nach Mängeln gesucht wird. Pflanzen, die aus absolut nährstoffarmen Gewässern kommen brauchen hier Massen an Nährstoffen... angeblich... .


Hallo Frank
Genau das ist ja eben nicht meine Absicht, ich versuche meine Düngung stets nach unten zu optimieren.

Frank2 wrote:Es gibt etliche Pflanzen, die auf einen relativen K-Überschuss mit K-ähnlichen Mangelsymptomen reagieren. Hierzu gehören fast alle Hygrophilaarten, einige Ludwigien und tw. auch Alternanthera. Je stärker das Licht und je mehr C02, umso schneller kommt es zu Pseudokaliummangel.
Ich kann in einer Woche in einem 240er den gesamten Hygrophilabestand (Stricta, Siamensis, Sunset) zum Kotzen aussehen lassen, wenn ich da K> 3 aufdünge. Einfach wegen des Antagonismus zu Mg (und vermutlich auch Ca), denn sie zeigen DANN AUCH Ca.-Mangelsymtome, verlieren dann unten die Blätter (ebenso Alternanthera und Ludwigia bei mir).
Je weniger ich da mache, umso besser stehen sie da. Belaubt bis nach unten, lochfrei, perfekt im Habitus.

Aber weniger ist scheinbar nicht angesagt, ich weiß zwar nicht warum, aber manchmal vielleicht auch mal daran denken. So als Tipp. :grow:

Gruß
Frank


Ich denke Du bringst mich gerade auf den Plan, was meiner H.pinatifida passiert ist. Ich hatte kürzlich, für mich vermeintlicher Kaliummangel, ich fahre K rechnerisch schon lange auf 5mg/l, Mg 10, Ca 20, kh 1.5 , K 2mg/l nachgedüngt. Beim nächsten WW hab ich K prophylaktisch auf 7mg/l gebracht. In der Folge, der kurze Zeitraum von 7-10 Tagen hat mich sehr überrascht, hat die H.pinatifida die meisten Blätter abgeworfen und für mich derbe Kaliummangel gezeigt. Da bin ich wohl reingefallen.

Danke für diesen erhellenden Input. :bier:
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Postby Frank2 » 31 Dec 2017 17:05
Hallo Sandro,

als seinerzeit der Eudrakon K auf den Markt kam habe ich in ein damals noch C02-freies absolutes Low Tec Becken den Dünger für ne Woche reingegeben. Am nächsten Tag war der komplette Corymbosabestand entlaubt,. Das ist kein Schmuh, das war so. Und das bei vielen. In C02 betriebenen Becken ging er dann aber wieder - aber auch nicht solo. Damals konnte man noch kein K messen, buw.- wenn, dann war es richtig teuer. Es gab hierzu dann viele Mutmaßungen, weil es ja vielen so ging und Nur Hygrophila und Alternanthera massiv betroffen waren, der Rest ist explodiert.
Heute weiß ich - es war das K (in sehr weichem Wasser damals -> kaum Mg)!

Du kannst K natürlich auch höher fahren bei diesen Pflanzen, dann muss aber auch Mg und Ca entsprechend stark angehoben werden. Will ich das? Nö .
Hygrophila Pin. verhält sich ähnlich wobei sie da mE toleranter ist wie manch andere.... . Die habe ich aber schon lange nicht mehr, die ist nicht so ganz mein Geschmack. bzw,. passt bei mir irgendwie nie so recht dazu:D

Gruß
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