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Postby escamoteur » 16 Mar 2015 15:06
bzw. wie wachsen dort Pflanzen oh e CO2 Düngung.

Hallo zusammen,

da auch ich jetzt mit Bio-Co2 Dünge und schon erste Erfolge sehe, kam mir die Frage, wie denn die WassePflanzen in der Natur ohne Gasflaschen oder Hefepilzen zurechtkommen?

Gruß
Thomas
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Postby Wuestenrose » 16 Mar 2015 18:44
'N Abend...

Quellgewässer besitzen teils sehr hohe CO2-Gehalte, höher, als wir üblicherweise im Pflanzenaquarium haben.

Dieser Quellbach beispielsweise hat mindestens 50 mg CO2 pro Liter, entsprechend üppig ist Pflanzenwuchs.

Grüße
Robert
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Postby Erwin » 16 Mar 2015 19:08
Hallo Robert,

ist das der Bach in der Nähe vom Kaisersee?..... der Höhgraben?

Es gibt natürlich auch Bäche und Seen mit akutem CO2-Mangel.
Die darauf spezialisierten Pflanzen wachsen dort trotzdem. Teils mit dicker Kalkkruste.

MfG
Erwin
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Postby Sauron » 16 Mar 2015 19:42
Hi Thomas,

aus "Aquarienpflanzen" von Christel Kasselmann, 3. Auflage, Seite 565 (CO2 Werte in mg/L):

Schwarzwasser
Rio Negro: viel (?)
Rio Copal: ~ 1

Klarwasser
Rio Tapajoz: 0,71 - 3,5
Rio Chinipo: 10

Weißwasser
Amazonas: 3,95
Rio Ucayali: 10

Halte ich für ein sehr empfehlenswertes Buch.
Schöne Grüße aus der Hauptstadt
Thomas


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Postby escamoteur » 16 Mar 2015 20:55
Hallo Thomas,

das ist ja fast gar nichts :eek: Wies müssen wir dann CO2 wie die Verrückten ins Wasser pumpen?
Oder liegt es daran, dass viele unserer Pflanzen eigentlich gar keine reinen Wasserpflanzen sind?

Gruß aus der ehemaligen Hauptstadt :lol:
Thomas
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Postby Plantamaniac » 16 Mar 2015 21:36
Hallo, es ist war anscheinend wenig Co2/L aber, dafür ist es sehr viel Wasser und es wird permanent nachgeliefert.
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Postby fischbock » 16 Mar 2015 23:19
Hallo Moni,

gelesen habe ich das auch schon öfters, verstanden noch nie.

Was die Konzentration betrifft, ist es ja egal um wie viel Wasser es geht -mg/l bleiben mg/l.

Was die absolute Menge betrifft, fällt der Verbrauch durch die Pflanzen natürlich weniger ins Gewicht, aber das kompensiere ich im Aq mit der CO2-Düngung.

Habe ich da irgend wo einen Denkfehler?
Gruß,

Dirk.
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Postby Sauron » 16 Mar 2015 23:33
Hallo,

Moni hat recht, und ich denke, dass man generell nicht den Fehler machen sollte, und unsere kleinen Glaskaesten mit unendlich grossen Fliessgewaessern zu vergleichen. In den genannten Fluessen liegt z.B. die KH um die 0, und der pH-Wert zum Teil deutlich unter 5. Ist halt eine andere Hausnummer.
Schöne Grüße aus der Hauptstadt
Thomas


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Postby omega » 17 Mar 2015 00:27
Hi,

fischbock wrote:gelesen habe ich das auch schon öfters, verstanden noch nie.

ich denke, am natürlichen Standort wachsen Pflanzen bei weitem nicht so schnell wie im hervorragend funktionierenden Pflanzenaquarium und sind nährstofflimitiert. Daß sie bei Nährstofflimitierung nicht durch Algen überwuchert werden wie im Aq., liegt wohl an den Gegebenheiten vor Ort, die wir im Aq. nicht nachbilden können - welche auch immer das sein mögen (pH 5, sehr geringer Salzgehalt, KH nahe/gleich null, hoher Fulvosäuregehalt, ...?).

Ich hab' hier ein Fluval Edge 23l mit der originalen LED-Leuchte (Schummerlicht). Kein Dünger, kein CO2, kein Futter, kein Wasserwechsel (verdunstetes mit UOA-Wasser aufgefüllt), keine Filtersäuberung, 8 Stunden Licht (kein Tageslicht), 4 Red Fire, Fissidens fontanus, ein anderes Moos, Hygrophila polysperma, Microsorum pteropus "Needle Leaf", Filter läuft bei Minimalstellung. Das läuft so seit weit über einem Jahr ohne weiteren Eingriff, bis auf leicht braun/graue Beläge an den Scheiben algenfrei.
Ausgestorben ist Rotala rotundifolia. Fissidens fontanus und Microsorum pteropus überleben, wachsen aber kaum bis gar nicht. Das andere Moos und Hygrophila polysperma dagegen dominieren, deren Zuwachs hält sich verglichen mit meinem Turboaq. aber auch sehr in Grenzen.

Grüße, Markus
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Postby fischbock » 17 Mar 2015 00:54
Hallo Markus,

ja, das ist bisher auch mein Erklärungsansatz. Alleine, dass eine Pflanze bei diesen Werten in der Natur vorkommt, sagt ja noch nichts über ihren Zustand aus.
Gruß,

Dirk.
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Postby Wuestenrose » 17 Mar 2015 06:58
Morgen…

Sauron wrote:aus "Aquarienpflanzen" von Christel Kasselmann, 3. Auflage, Seite 565 (CO2 Werte in mg/L):

Ich hab' noch die zweite Auflage und zumindest dort hat sie "vergessen" dazuzuschreiben, ob sie überhaupt und wenn ja, welche und wieviele Pflanzen sie dort vorgefunden hat.

Der botanische Teil des Buches ist gut, der Rest naja. Sie läßt keine Gelegenheit aus, um ihre Spitzen gegen ihren "Intimfeind" H.-J. Krause abzufeuern. Meine Gedanken dazu habe ich schon mal in meinen "Anmerkungen" formuliert.

Grüße
Robert
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Postby Plantamaniac » 17 Mar 2015 10:45
Hallo, so vielleicht?
Wenn die ersten 20 Liter Wasser mit wenig Co2, das wenige Co2 verbraucht ist, kommen sofort die nächsten 20 Liter mit wenig Co2 vorbeigedriftet. Also ist die Konzentration egal. :sceptic: Es ist genug für alle da.
Oder
Stell Dir vor Du sitzt in einem Kühlschrank. in 2 Stunden ist der Sauerstoff leer, Feierabend :nosmile: .
Durch die Dichtungsgummis kommt nicht genug Sauerstoff nach.
Stell Dir vor du sitzt in einem Kühlhaus, da dauert es etwas länger bis Du erstickst.
Draußen an der frischen Luft hast Du kein Problem.

Man muß auch im Aquarium keine hohen Co2werte fahren. Hauptsache es kommt permanent nach und wird in der Beleuchtungsphase niemals leer. Also soviel nachliefern wie verbraucht wird. Das wird in einem stark bepflanzten Becken mehr sein als in einem Becken mit einer Handvoll Moos.


Chiao Moni



fischbock wrote:Hallo Moni,

gelesen habe ich das auch schon öfters, verstanden noch nie.

Was die Konzentration betrifft, ist es ja egal um wie viel Wasser es geht -mg/l bleiben mg/l.

Was die absolute Menge betrifft, fällt der Verbrauch durch die Pflanzen natürlich weniger ins Gewicht, aber das kompensiere ich im Aq mit der CO2-Düngung.

Habe ich da irgend wo einen Denkfehler?
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Postby Plantamaniac » 17 Mar 2015 10:51
Hallo, stell mal einen Miniteich in Deinen Garten und dünge Deine Pflanzen wie im Aquarium.
Co2 Anlage ist seltsamerweise nicht notwendig :sceptic: .
Du würdest Dich im Hochsommer, bei ausreichenden Temperaturen (Nachts 18° Tags 28-35° Lufttemperatur) wundern, welche Geschwindigkeit die Pflanzen hinlegen :eek: Leider herrschen diese Temperaturen in unseren Breiten nur für kurze Zeit. Aber diese kurze Zeit ist sehr beeindruckend :grow:

Gewässer mit gutem Pflanzenwuchs sind allesamt eutroph. Wenn man einen neu eingerichteten Foliengartenteich, ohne Lehm, nur mit Kies, vollkommen in Ruhe läßt, dauert es 2 Jahre bis die Pflanzen einigermaßen wachsen. Erst wenn sich Schlamm mit Depots bildet, geht es ordentlich los und die Algen verschwinden :grow: .
Chiao Moni


omega wrote:Hi,

fischbock wrote:gelesen habe ich das auch schon öfters, verstanden noch nie.

ich denke, am natürlichen Standort wachsen Pflanzen bei weitem nicht so schnell wie im hervorragend funktionierenden Pflanzenaquarium und sind nährstofflimitiert. Daß sie bei Nährstofflimitierung nicht durch Algen überwuchert werden wie im Aq., liegt wohl an den Gegebenheiten vor Ort, die wir im Aq. nicht nachbilden können - welche auch immer das sein mögen (pH 5, sehr geringer Salzgehalt, KH nahe/gleich null, hoher Fulvosäuregehalt, ...?).

Ich hab' hier ein Fluval Edge 23l mit der originalen LED-Leuchte (Schummerlicht). Kein Dünger, kein CO2, kein Futter, kein Wasserwechsel (verdunstetes mit UOA-Wasser aufgefüllt), keine Filtersäuberung, 8 Stunden Licht (kein Tageslicht), 4 Red Fire, Fissidens fontanus, ein anderes Moos, Hygrophila polysperma, Microsorum pteropus "Needle Leaf", Filter läuft bei Minimalstellung. Das läuft so seit weit über einem Jahr ohne weiteren Eingriff, bis auf leicht braun/graue Beläge an den Scheiben algenfrei.
Ausgestorben ist Rotala rotundifolia. Fissidens fontanus und Microsorum pteropus überleben, wachsen aber kaum bis gar nicht. Das andere Moos und Hygrophila polysperma dagegen dominieren, deren Zuwachs hält sich verglichen mit meinem Turboaq. aber auch sehr in Grenzen.

Grüße, Markus
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Postby Epic » 17 Mar 2015 11:01
Hallo,

wenn man eine PH-Regelung benutzt wird doch auch der Co2 Verbrauch direkt wieder aufgefüllt. Ich habe auch schon von einigen Usern gelesen, dass in diesem Fall eines konstanten Co2-Spiegels der Wert garnicht so hoch sein brauch?

LG
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Postby escamoteur » 17 Mar 2015 13:35
Wenn man der Logik folgen würde, das vom CO2 armen Wasser nur genug vorbeikommen muss, dann reicht es schon, frage ich mich nur wie viel am unteren Flußlauf noch übrig ist.
So ganz kann ich mich dem nicht anschließen.
Oder liege ich da ganz daneben?
Gruß Thomas
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