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Postby MarkusBu » 16 May 2019 10:26
Hallo Aquarianer,
könnt ihr mir einen Bodendünger für Wurzelpflanzen empfehlen? Ich möchte normalen Kiesboden ohne irgend einen Nährboden verwenden, aber trotzdem Wurzelpflanzen einsetzen.

Diese Tonkugeln funktionieren zwar, machen aber eine ziemliche Sauerei, wenn man eine Pflanze Mal aus dem Boden ziehen muss. Oder wäre ein Nährboden wie der JBL Aquabasis plus sinnvoller?

Es sollte eine preisgünstige und sinnvolle Lösung sein. Was könnt ihr mir da empfehlen?

Gruß
Markus
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Postby unbekannt1984 » 16 May 2019 10:43
Hallo Markus,

MarkusBu wrote:Diese Tonkugeln funktionieren zwar, machen aber eine ziemliche Sauerei, wenn man eine Pflanze Mal aus dem Boden ziehen muss. Oder wäre ein Nährboden wie der JBL Aquabasis plus sinnvoller?

du kannst auch Seramis als Tonanteil in den Bodengrund einbringen, allerdings ist es dann ebenfalls Glück, wenn Dieses nicht mit der Zeit zerfällt.
Anders sieht es mit speziellen Tonsubstraten für das Aquarium aus, z.B. JBL Manado oder Tetra Active Substrate - Die sollten nicht zerfallen, aber die Beladung mit Nährstoffen ist fraglich (zumindest beim Manado ist sehr viel Calcium enthalten, teilweise ist das Zeug anfangs ebenfalls magnetisch).

Es sollte eine preisgünstige und sinnvolle Lösung sein. Was könnt ihr mir da empfehlen?

Geht es dir darum Nährstoffe in den Boden zu bringen, oder einen Kationentauscher (Ton oder Zeolith) an den Pflanzenwurzeln? Oder sogar beides?
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby MarkusBu » 16 May 2019 10:53
Moin,
unbekannt1984 wrote:Geht es dir darum Nährstoffe in den Boden zu bringen, oder einen Kationentauscher (Ton oder Zeolith) an den Pflanzenwurzeln? Oder sogar beides?

Da habe ich noch gar nicht nachgedacht, wenn ich ehrlich bin. Hängt das nicht auch mit der Härte des Ausgangswassers zusammen? Ich denke, ohne Kationentauscher wäre es sinnvoller, weil ich das Wasser nicht wesentlich ändern will.

Gruß
Markus
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Postby unbekannt1984 » 16 May 2019 11:08
Hallo Markus,

MarkusBu wrote:Da habe ich noch gar nicht nachgedacht, wenn ich ehrlich bin.

also, Kationentauscher an den Pflanzenwurzeln nehmen Nährstoffe aus dem Wasser auf und geben Diese an die Wurzeln ab (oder auch wieder an das Wasser). Bei den Soils ist das mit einer der Hauptfunktionen (sobald die ursprüngliche Beladung des Soils aufgebraucht ist bzw. sich dem Wasser angeglichen hat).

Nährstoffe kannst du z.B. mit Osmocote in den Bodengrund bringen. Dazu gibt es den Thread Osmocote schädlich für Wasserorganismen, dazu habe ich hier noch etwas geschrieben.

Dein bisheriger Walstad-Bodenaufbau sagt dir jetzt nicht mehr so zu?
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby MarkusBu » 16 May 2019 11:49
Hi Torsten,
nein, das Walstad Aquarium läuft eigentlich bisher gut. Ich brauche das für ein Aquarium für Mollys. Was wäre die Absenkung des pH-Wertes und die Enthärtung für die Fische eher kontraproduktiv.

Es soll ein Low Tech Aquarium ohne CO2, mit relativ wenig Licht, einfachen Pflanzen und mit Leitungswasser. Die Wasserhärte soll dabei nur gering verändert werden.

Wie sieht es denn zB aus mit JBL Ferropol Root?

Gruß
Markus
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Postby unbekannt1984 » 16 May 2019 13:55
Hallo Markus,

MarkusBu wrote:Wie sieht es denn zB aus mit JBL Ferropol Root?

da würde ich schon eher Osmocote verwenden und entsprechend noch Eisenvolldünger, Kalium und Stickstoff düngen.

Ansonsten könntest du auch darüber nachdenken dir eine Bodendurchsickerung zu bauen.

Ein gewisser Anteil Ton im Boden schadet auch nicht - eine großartige Enthärtung benötigt auch eine größere Menge Ton. Gerade bei Seramis sind 200g schon ca. 0,5l, im Vergleich zu literweise Soil ist das aber eine lachhafte Menge.
Bei 200g Zeolith ist die Menge etwas überschaubarer (hier in einem 0,5l Litermaß):

Da hatte ich das Zeolith in 200ml Wasser mit 20g Bittersalz eingelegt. Was genau die Trübung ausgelöst hat ist nicht klar.

Allerdings hat die oben gezeigte Menge Zeolith im Filter meines 54l Aquariums ausgereicht um das Pflanzenwachstum über Wochen auszubremsen.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby MarkusBu » 16 May 2019 14:41
Hi Torsten,
ich hab schon gehört, dass manche Seramis verwenden, aber es soll bei manchen auch schon mal zerfallen sein und dann hat man Matsch im Boden. Weiß man denn, unter welchen Bedingungen Seramis zerfällt? Vielleicht in saurem Wasser eher als in alkalischem oder umgekehrt?

Irgendwie ist das alles ziemlich aufwändig. Ich habe ein Aquarium mit einfachem Kies (ich glaube 0,8-2mm) und ich habe die JBL Düngekugeln verwendet. Bis auf die Sauerei beim rausziehen von Pflanzen funktioniert das eigentlich. In einem anderen Aquarium verwende ich den JBL Nährboden. Wie es da mit der Sauerei und dem Pflanzenwuchs aussieht weiß ich noch nicht. Das Aquarium ist noch zu jung. Ich hab auch keine Ahnung, wie das mit dem Walstad Aquarium ausgeht.

Zeolith würde ich in einem Aquarium nur im Notfall verwenden, um einen Ammoniumpeak abzufangen. Oder ist das langfristig gesehen auch ein guter Nährstoffspeicher? Bin gerade etwas verwirrt

Gruß
Markus
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Postby unbekannt1984 » 16 May 2019 14:53
Hallo Markus,

MarkusBu wrote:Zeolith würde ich in einem Aquarium nur im Notfall verwenden, um einen Ammoniumpeak abzufangen. Oder ist das langfristig gesehen auch ein guter Nährstoffspeicher? Bin gerade etwas verwirrt

es geht um das Kationenaustauschvermögen - das ist eine Eigenschaft die Ton und Zeolith haben.
Zeolith wird in einigen Garnelenaquarien auch im Bodengrund verwendet.

ich hab schon gehört, dass manche Seramis verwenden, aber es soll bei manchen auch schon mal zerfallen sein und dann hat man Matsch im Boden.

Keinen Matsch, aber genau den Staub, Den du bereits von Düngekugeln aus Ton kennst. Zeolith hingegen scheint nicht zu zerfallen, kann also z.B. in Form von Zeolithsand eingebracht werden - staubt nicht, Kationenaustauschvermögen vorhanden.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby nik » 17 May 2019 09:04
Hallo Markus,

MarkusBu wrote:Hi Torsten,
nein, das Walstad Aquarium läuft eigentlich bisher gut. Ich brauche das für ein Aquarium für Mollys. Was wäre die Absenkung des pH-Wertes und die Enthärtung für die Fische eher kontraproduktiv.

Es soll ein Low Tech Aquarium ohne CO2, mit relativ wenig Licht, einfachen Pflanzen und mit Leitungswasser. Die Wasserhärte soll dabei nur gering verändert werden.

Wie sieht es denn zB aus mit JBL Ferropol Root?

Gruß
Markus

was willst du denn bei so einem langsamen Becken für einen unnötigen Aufwand treiben? Der Nährstoffbedarf ist gering, die Mollies bekommen Futter und dann ab und an mal einen Schuss Eisenvolldünger geben, ist der geringste Aufwand. Mein Tipp: keep it stupid simple (KISS)

@Torsten, Kies ist übrigens völlig durchlässig, das Osmocote kannst du auch auf dem Kies verteilen, machte keinen sonderlichen Unterschied. Und den stillschweigend vorausgesetzten Vorteil der gleichmäßigen Nährstoffabgabe hat es nicht. Es ist lediglich eine verzögerte Abgabe, anfangs stärker, dann immer weiter nachlassend. Das könntest du mit einer Menge Osmocote in einer Menge Wasser verfolgen. Hast du schon? Macht Sinn oder suchst du Versuchskaninchen für deine empirische Feldforschung? ^^

Gruß Nik
nik wrote:
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Postby unbekannt1984 » 17 May 2019 09:38
Hallo Nik,

nik wrote:@Torsten, Kies ist übrigens völlig durchlässig, das Osmocote kannst du auch auf dem Kies verteilen, machte keinen sonderlichen Unterschied.

solange sich da kein Mulm oder sonst etwas in die Zwischenräume setzt, kann das Wasser einigermaßen zirkulieren.
Nur oben drauf könnten auch die Tierchen mal von den Kügelchen kosten (je nachdem was so im Aquarium ist), von daher ist das Osmocote im Bodengrund sicherlich besser aufgehoben.
Und den stillschweigend vorausgesetzten Vorteil der gleichmäßigen Nährstoffabgabe hat es nicht. Es ist lediglich eine verzögerte Abgabe, anfangs stärker, dann immer weiter nachlassend. Das könntest du mit einer Menge Osmocote in einer Menge Wasser verfolgen. Hast du schon?

Hier kommt es darauf an, welchen Nährstoff du gerade meinst. Gerade im oben verlinktem Thread zu Osmocote habe ich ja darauf hingewiesen, das Osmocote wohl Kupfersulfat enthält, welches nicht durch eine Harzhülle geschützt ist und hierdurch sehr schnell im Aquarium verteilt wird.
Macht Sinn oder suchst du Versuchskaninchen für deine empirische Feldforschung? ^^

Ich verwende selbst Osmocote im Aquarium - da brauche ich keine Versuchskaninchen. Abgesehen davon verwendet Christian ebenfalls Osmocote... Und zwar im Kies/Sand. Das könntest du z.B. hier nachlesen.

Ansonsten würde ich dich bitten, dich mit deinen Unterstellungen etwas zurück zu halten :P
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby chrisu » 17 May 2019 10:48
Hallo,

also ich betreibe eigentlich schon immer Pflanzenbecken mit ungedüngtem Sand oder Kies und bin damit eigentlich immer sehr gut gefahren.
Doch weil meine Blyxa längere Zeit unbefriedigend gewachsen ist hab ich einen User hier, der prächtige Blyxas pflegt, mal gefragt wie er düngt. Daraufhin hat er mir Osmocotekapseln empfohlen.
Das hab ich dann natürlich gleich mal getestet.
Ab diesen Tag wurde Blyxa täglich größer und fetter.
Obwohl dadurch natürlich allgemein die Nährstoffkonzentration im Wasser anstieg war trotzdem ein deutlicher Unterschied zu erkennen zu den Stengeln die kein Osmocote bekamen.

Ich verwende trotzdem nach wie vor lieber ungedüngte Substrate weil ich keinen Turbowuchs und keine Monsterpflanzen möchte.
Doch als Boost für schwächelnde Pflanzen verwende ich Osmocote weiterhin sehr gerne. Mit anderen Düngetabletten hatte ich nie diesen Erfolg.
Mfg Christian
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Postby MarkusBu » 17 May 2019 10:52
Hi Christian,
danke für den Rat. Klingt nach einer brauchbaren Lösung. Düngst du ansonsten gar nicht oder gibst du etwas Flüssigdünger dazu?

Gruß
Markus
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Postby chrisu » 17 May 2019 10:57
Hallo,

dünge normalerweise nur mit Flüssigdüngern. Funktioniert bestens!
Mfg Christian
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Postby unbekannt1984 » 17 May 2019 11:12
Hallo Christian,

chrisu wrote:dünge normalerweise nur mit Flüssigdüngern. Funktioniert bestens!

ich glaube ich habe damals bei dir zuerst von Harnstoff-/Urea-Düngung gelesen, bekommst du die Lösung flüssig oder bist du davon abgekommen?

Ansonsten warst du doch bei 0,5mg/l PO4 wöchentlich (ja Nik, das ist dir viel zu viel...),... Ich denke eine Aufzählung und inetwa die Mengen dazu bringt Markus mehr.

Hallo Markus,

ich muss in meinen Aquarien mit Osmocote hauptsächlich Kalium, Stickstoff (die typischen 2mg/l NO3-Äquivalent täglich) - inzwischen über Harnstoff - und Eisenvolldünger düngen. Phosphat kommt durch das Osmocote und Wasserwechsel etwa 1,1mg/l pro Woche in die Aquarien. Kalium und Eisenvolldünger habe ich bisher in Form eines kaliumreichen Eisenvolldüngers zugeführt (sera florena), aber eine Flasche Ferrdrakon und Kaliumsulfat liegen bereit.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby chrisu » 17 May 2019 11:27
Hallo Torsten,

ich dünge weiterhin ca. 0,5mg/l Phosphat wöchentlich. Momentan allerdings nicht flüssig sonder mit Eudrakon P Power(Langzeitdünger von Drak).
Die tägliche Stickstoffdüngung weiterhin flüssig mit einer Urea/Ammonium Lösung.
Mfg Christian
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