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Postby Nightmonkey » 20 Jun 2019 09:21
Hi zusammen,

da ich die tägliche Stickstoffdüngung mit Makro Special N mache, frage ich mich zu welchem Zeitpunkt am Tag diese erfolgen sollte.
Momentan gebe ich den Dünger am Morgen, ca. 2 Stunden vor Beginn der Beleuchtungsphase, zu.
Wenn ich alles richtig verstanden habe kann es aufgrund der Urea - Düngung zu erhöhtem Sauerstoffverbrauch kommen?!
Demnach wäre eine Zugabe vor der Beleuchtungsphase eher problematisch?

PS: Ich habe das ganze Thema noch nicht gänzlich Verstanden, wo die Vor- und Nachteile liegen.
Bei Recherchen habe ich z. B. auch diesen Artikel gefunden und bin eher verwirrt als aufgeklärt.

Gruß Marco
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Postby Haeck » 20 Jun 2019 12:28
Moin Marco

Nightmonkey wrote:da ich die tägliche Stickstoffdüngung mit Makro Special N mache, frage ich mich zu welchem Zeitpunkt am Tag diese erfolgen sollte.
Momentan gebe ich den Dünger am Morgen, ca. 2 Stunden vor Beginn der Beleuchtungsphase, zu.
Wenn ich alles richtig verstanden habe kann es aufgrund der Urea - Düngung zu erhöhtem Sauerstoffverbrauch kommen?!
Demnach wäre eine Zugabe vor der Beleuchtungsphase eher problematisch?


Ich habe testweise Urea des Nachts verabreicht, und konnte am Verhalten der Fische nichts negatives feststellen.

Nightmonkey wrote:PS: Ich habe das ganze Thema noch nicht gänzlich Verstanden, wo die Vor- und Nachteile liegen.
Bei Recherchen habe ich z. B. auch diesen Artikel gefunden und bin eher verwirrt als aufgeklärt.


Zum Thema No3/Nh4 und Aquafalsch wirds ab hier, und auf den folgenden Seiten interessant und verweise gerne auf die Beitraege von Robert (Lumpensammler).

Gruss
André
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Postby omega » 20 Jun 2019 14:54
Hi,

Nightmonkey wrote:Bei Recherchen habe ich z. B. auch diesen Artikel gefunden und bin eher verwirrt als aufgeklärt.

der Weisheit letzter Schluß sind diese mit Pöbeleien durchsetzten Ausführungen dort auch nicht. Fische scheiden außerdem Stickstoff hauptsächlich in Form von Ammonium aus und nicht wie dort suggeriert wird als Harnstoff. Also schaden Fische den Pflanzen. Irre, nicht wahr?

Grüße, Markus
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Postby kurt » 20 Jun 2019 15:10
Hallo zusammen,

Nightmonkey wrote:Momentan gebe ich den Dünger am Morgen, ca. 2 Stunden vor Beginn der Beleuchtungsphase, zu.

@ Marco,
Ich dünge 1h vor Beginn der Beleuchtungsphase (täglich alles verbrauchsorientiert), keine Probleme.

Haeck wrote:Zum Thema No3/Nh4 und Aquafalsch wirds ab hier, und auf den folgenden Seiten interessant und verweise gerne auf die Beitraege von Robert (Lumpensammler).

@ ,André
Danke, interessant zu lesen...

aquarichtig.de - Zitat daraus.
Nicht Ammonium sehen wir daher als Faktor für verbessertes Pflanzenwachstum an, sondern dessen Überführung in Nitrat, sollte dieses schon vor Zugabe ein Mangelfaktor gewesen sein.

Meine Erfahrung dazu...
Nitratmangel im Pflanzenaquarium, Düngung mit Ammonium.
Die Überführung zu Nitrat ist hier für mich Sinn der Sache.
Letztendlich ist entscheidend das durch richtige Düngung (am besten täglich) aller Nährstoffe entstehende Aquarienmilieu, also die passende Mikroflora-Fauna.
Algenprobleme bekommt man so sogar in den Griff (Zeitfrage).
Gruß Kurt
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Postby unbekannt1984 » 21 Jun 2019 19:09
Hallo Marco,

Nightmonkey wrote:Wenn ich alles richtig verstanden habe kann es aufgrund der Urea - Düngung zu erhöhtem Sauerstoffverbrauch kommen?!
Demnach wäre eine Zugabe vor der Beleuchtungsphase eher problematisch?

jetzt muss ich dir schon mit Walstad kommen... Unter Aquariums auf ihrer Seite (ja, gerade ein ungültiges SSL-Zertifikat) findet sich ein Abschnitt "SUPPLEMENTAL ARTICLES", dort den Artikel "Nitrogen Uptake in Aquatic Plants" mal durchlesen...

Laut o.g. Artikel nehmen die meisten Aquarienpflanzen bevorzugt Urea oder Ammonium auf, dies deckt sich auch z.B. mit Aussagen von "Methods for Filtration in Planted Aquariums":
... the bulk of nitrogen waste is never transformed into nitrate (NO3) nor nitrite (NO2).

Man sollte jedoch bei Walstads Statistik ggf. Unterarten bereinigen, damit ändert sich dann ein wenig an der Verteilung...

Sofern die Pflanzen Ammonium auch bei Dunkelheit schlucken, braucht man sich da keine großen Sorgen machen, ansonsten wäre der richtige Zeitpunkt für die Düngung (etwa) bei Beginn der Beleuchtungszeit, dadurch würde lediglich die Sauerstoffsättigung etwas verzögert.

Jetzt muss ich aber noch eine Gegenfrage loswerden: Über welches Aquarium sprechen wir? Dein Aquarium mit Soil? In dem Fall würde das Soil sicherlich das Ammonium (Kation) puffern...
Zu Beginn hat man in Aquarien mit (den meisten) Soilböden auch eine Ammoniumdüngung rund um die Uhr - entsprechend würde ich mir da weniger Gedanken drüber machen.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby Haeck » 21 Jun 2019 20:50
Moin,

die Aussagen decken sich vor allem mit den Beobachtungen jener, die Urea oder Ammonium in ihren Becken anwenden. Die instantiven Auswirkungen hinsichtlich des rasanten Wachstums und der Blattgrösse sind kaum zu übersehen, sofern alle weiteren Naehrstoffe ausreichend vorhanden sind.

Grüsse
André
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Postby omega » 21 Jun 2019 22:17
Hi,

Haeck wrote:Die instantiven Auswirkungen

instantiv?`Was'n das? Instantan geht ja noch, aber sowas? Eine eigene Wortschöpfung?

Grüße, Markus
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Postby Haeck » 21 Jun 2019 23:45
Hi,

omega wrote:Hi,

Haeck wrote:Die instantiven Auswirkungen

instantiv?`Was'n das? Instantan geht ja noch, aber sowas? Eine eigene Wortschöpfung?


Gemeint war korrekterweise instantan.
Jeder macht mal Fehler, nicht wahr.

Grüsse
André
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Postby kurt » 22 Jun 2019 11:20
Hallo zusammen,

omega wrote: Eine eigene Wortschöpfung?

Da gerade der Begriff Wortschöpfung im Raum steht.
Gibt es einen Begriff der Elastizität bzw. Sprödigkeit von Wasserpflanzen zusammenfasst?
Gesunde Wasserpflanzen werden immer über Färbung bzw. Habitus beschrieben.
Ich finde dass die Komponente Elastizität Sprödigkeit auch eine wichtige Rolle spielt/dazugehört.
Gibt es darüber Angaben.
Ich finde nichts, richtige Düngung hat aber einen großen Einfluss darauf.
Gruß Kurt
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Postby unbekannt1984 » 22 Jun 2019 14:50
Hallo Kurt,

kurt wrote:Gibt es einen Begriff der Elastizität bzw. Sprödigkeit von Wasserpflanzen zusammenfasst?

Flexibilität? Ist die Pflanze/der Stängel nicht flexibel, dann bricht Sie/Er.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

"Which mindset is right? Mine, of course. People who disagree with me are by definition crazy. (Until I change my mind, when they can suddenly become upstanding citizens. I'm flexible, and not black-and-white.)" (Linus Torvalds)
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Postby Haeck » 22 Jun 2019 15:42
Moin,

kurt wrote:Ich finde dass die Komponente Elastizität Sprödigkeit auch eine wichtige Rolle spielt/dazugehört.


Zustimmung.

unbekannt1984 wrote:Hallo Kurt,
kurt wrote:Gibt es einen Begriff der Elastizität bzw. Sprödigkeit von Wasserpflanzen zusammenfasst?

Flexibilität? Ist die Pflanze/der Stängel nicht flexibel, dann bricht Sie/Er.


Das meint Kurt nicht. Er bezieht sich mit seiner Frage auf das Maß der Zu- und Abnahme der Flexibilitaet, in Abhaengigkeit eines (bestimmten) Naehrstoffniveaus, s. beispielsweise Po4. Ist es reichlich vorhanden, nimmt die Elastizitaet des Staengels oder das Vermoegen sich zu biegen zu.

Gruesse
André
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Postby Wuestenrose » 22 Jun 2019 23:34
'N Abend...

kurt wrote:Gibt es einen Begriff der Elastizität bzw. Sprödigkeit von Wasserpflanzen zusammenfasst?


Starrtracht?


Grüße
Robert
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Postby nik » 23 Jun 2019 08:31
Moin Marco,

Nightmonkey wrote:Hi zusammen,

da ich die tägliche Stickstoffdüngung mit Makro Special N mache, frage ich mich zu welchem Zeitpunkt am Tag diese erfolgen sollte.
Momentan gebe ich den Dünger am Morgen, ca. 2 Stunden vor Beginn der Beleuchtungsphase, zu.
Wenn ich alles richtig verstanden habe kann es aufgrund der Urea - Düngung zu erhöhtem Sauerstoffverbrauch kommen?!
Demnach wäre eine Zugabe vor der Beleuchtungsphase eher problematisch?

das ist im Grunde eine einfache Geschichte, denn es genügt ein halbwegs wüchsiges Pflanzenaquarium um ein erstrebenswert sauerstoffreiches Wasser zu erreichen, was sowieso Ziel ist und dann kann man mit einer ausschließlichen Stickstoffversorgung über Urea schon nicht in Sauerstoffnöte geraten. Wer sowieso Sauerstoffprobleme hat, der sollte erst die lösen, aber in gängigen Pflanzenaquarien trägt Urea als Pflanzenspeed schon zur erhöhten Sauerstoffproduktion bei. Wenn man dann noch auf einen wenigstens neutralen pH achtet, dann muss man Urea schon in völlig praxisunüblichen Mengen, mit Betonung auf Mengen, zugeben um überhaupt ein Problem zu erreichen. Hintergrund ist die Mineralisation von Urea in Ammonium/Ammoniak, die pH-abhängig auftreten.

PS: Ich habe das ganze Thema noch nicht gänzlich Verstanden, wo die Vor- und Nachteile liegen.

die Vorteile kannst du in meiner Sig im Thread zur Düngung nachlesen, die Nachteile auch. Die erwähne ich aber, obwohl ein stark sauerstoffzehrendes Aquarium selbstverständlich zu vermeiden sein sollte. Beim pH ist das nicht so selbstverständlich, denn ein Pflanzenaquarium kann auch einen so hohen pH haben, dass man schon mal über Ammonium/Ammoniak nachdenken sollte. Das sind aber langsame Aquarien und da macht Urea eh schon wenig Sinn, allenfalls aus taktischen, das meint Kalium begrenzenden Gründen Sinn. Kalium-, Kalzium- und Magnesiumnitrat, sind Alternativen.

Bei Recherchen habe ich z. B. auch diesen Artikel gefunden und bin eher verwirrt als aufgeklärt.

Der Schrieb ist schon in der Überschrift Scheiße und es ist geradezu faszinierend, wie mir die weitere, einfach nur gruselige Lektüre die Nackenhaare aufstellen macht. So ein Blödsinn ist mit ein Grund, dass für Urea- oder Ammoniumdüngung über die tatsächlich zu beachtenden Punkte hinaus Problemszenarien aufgebaut werden, die es nicht gibt. Wenn es kein Gammelbecken ist und einen neutralen pH hat, ist es echt schwer mit Urea in Probleme zu laufen! Ich hatte noch nie eins und habe es schon weit über Bedarf zugegeben.

kurt wrote:Gibt es einen Begriff der Elastizität bzw. Sprödigkeit von Wasserpflanzen zusammenfasst?
Gesunde Wasserpflanzen werden immer über Färbung bzw. Habitus beschrieben.
Ich finde dass die Komponente Elastizität Sprödigkeit auch eine wichtige Rolle spielt/dazugehört.

Hallo Kurt, mir fiele nur allgemeines, wie Wüchsigkeit ein. Das hat eine stark subjektive Komponente, die Starrtracht bezeichnet ein Schadbild und verwende ich zu recht als Beschreibung für einen akuten Phosphatmangel. Das Gegenteil wäre mastiger Pflanzenwuchs. Die Pflanzen werden aufgrund fetter Nähstoffvollversorgung "weicher", zeigt aber die starke subjektive Komponente, denn diesen Wuchs erhält man in Turboaquarien - was durchaus seinen Charme haben kann:
11288
Da muss dann jeder für sich selbst seine Grenze ziehen. Das macht auch nicht jede Pflanze mit, z.B. auch die im Becken sitzende M. hirsuta, die vergeilt und neigt zum Riesenwuchs. Ich hatte unter vollfetten Bedingungen schon >15 cm Stiellänge und einen Kopfdurchmesser von 45 mm. Moose wuchern unter den Bedingungen, auch ein schönes Beispiel ob man ungebremstes Wachstum schön findet. Da gibt es schon auch gute Gründe für einen Mittelweg, nicht schnellstes Wachstum, sondern langsames, kompakteres Wachstum oder sogar einen bewusst kompakten Habitus haben zu wollen.

Ich finde nichts, richtige Düngung hat aber einen großen Einfluss darauf.

Yep, und es gibt verschiedene Ansätze.

Gruß Nik
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Postby kurt » 23 Jun 2019 09:07
Hallo zusammen,

kurt wrote:Gibt es einen Begriff der Elastizität bzw. Sprödigkeit von Wasserpflanzen zusammenfasst?
Ich finde nichts,

Wuestenrose wrote:Starrtracht?

@ Robert & Nik, warum nicht...
Der Begriff assimilieren hat sich als Kurzfassung in der Pflanzenaquaristik etabliert und man weiß genau was gemeint ist.
Den Begriff Starrtracht könnte man in der Pflanzenaquaristik auch übernehmen, auf Elastizität bzw. Sprödigkeit beziehen?

Mal Bilder zu Elastizität und Sprödigkeit bei Ceratophyllum demersum.

Gruß Kurt
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Postby nik » 23 Jun 2019 11:10
Hallo Kurt,

kurt wrote:Hallo zusammen,

kurt wrote:Gibt es einen Begriff der Elastizität bzw. Sprödigkeit von Wasserpflanzen zusammenfasst?
Ich finde nichts,

Wuestenrose wrote:Starrtracht?

@ Robert & Nik, warum nicht...
Der Begriff assimilieren hat sich als Kurzfassung in der Pflanzenaquaristik etabliert und man weiß genau was gemeint ist.
Den Begriff Starrtracht könnte man in der Pflanzenaquaristik auch übernehmen, auf Elastizität bzw. Sprödigkeit beziehen?

genau deshalb nicht. ^^ Assimilieren wird, wenn das Perlen gemeint ist, schlicht und ergreifend begrifflich falsch belegt! Kommt noch dazu, dass die verschiedenen Sachverhalte sich korrekt bezeichnen lassen. Es wäre schön, wenn man von diesen Fehlbelegungen wegkommen könnte.

Starrtracht ist die konkrete Beschreibung eines Schadbilds und welchen Sinn machte es, eine gegebene Grenze von Schadbild und dem weiteren Bereich normalen Wuchses aufzuheben um den Normalbereich beschreiben zu können? Ich denke keinen. Starrtracht ist eine P-Mangelerscheinung, die will sowieso keiner haben und das sollte man begrifflich nicht ohne Not aufweichen. Es gibt den Bereich der Nährstoffmangelerscheinungen, dann auch den Bereich unerwünscht mastigen Wuchses und den Bereich normalen Wachstums, das von kompakt bis üppig reichen kann und soweit ich das verstanden habe, geht es um den normalen Bereich, oder?

Gruß Nik
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