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Postby silvioli » 02 Nov 2016 11:03
Hallo Zusammen,

die Hygrophila pinnatifida in meinem 112er Becken zeigt m.E. deutliche Anzeichen für Kaliummangel (viele winzige Löcher auf den Blättern die nach einiger Zeit gelb werden und absterben). Gleichzeitig habe ich an dem Becken aber auch Punktalgen an der Frontscheibe. Nicht zu stark (ich entferne sie ca. alle 4 Wochen mit einer Kreditkarte) aber vorhanden. Den allgemeinen Infos nach ist das wohl wiederum ein Zeichen für Kaliumüberschuss.

Also habe ich mit einem Tropfentest von JBL gemessen (sofern man das wirklich messen nennen kann).
Ende vom Lied ist das ich laut Test ca. 15mg/l im Wasser habe. Das ist m.E. weder zu viel, noch zu wenig, oder?

Mein Becken läuft seit ca. Anfang des Jahres, hat einen Soilboden und ist mit Hygrohila, Javafarn, Kongofarn und versch. Cryptocorynen bepflanzt. Eine CO2-Anlage läuft auch dran und der Dauertest(30mg/l) zeigt grün bis grün-gelb an. Der Außenfilter ist bis auf eine Matte leer.

Irgendwer eine Idee was meine nächsten Schritte sein sollten um die Ursachen einzugrenzen?

Ich sollte evtl. noch ergänzen, das ich täglich Aqua Rebell NPK ca. 4ml dünge und ca. 30-50% Wasser wöchentlich wechsle.

Hier noch ein Foto, eines beschädigten Blattes. Es handelt sich bisher nur um vereinzelte Blätter.


Und hier noch ein paar weitere Fotos vom Becken:




Grüße,
Silvio
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Postby DJNoob » 02 Nov 2016 12:39
Hi Silvio, das kannst du auch wunderbar selbst herausfinden.
statt täglich zu düngen würde ich Wöchentlich den NPK auf stoß düngen:
NPK: 25ml
Täglich düngen:
Eisen je nach dem was du nutzt und täglich noch seperaten Nitrat Dünger.
Grüße,
Bülent

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Postby silvioli » 02 Nov 2016 13:39
Hallo Bülent,

danke für deinen Beitrag,

DJNoob wrote:Hi Silvio, das kannst du auch wunderbar selbst herausfinden.


Ich würde langwierige Experimente und mögliche Verschlimmbesserungen allerdings gern vermeiden und hoffe daher auf Erfahrungswerte der Forengemeinschaft. Möglicherweise bin ich mit meiner Eingangsthese ja total auf dem Holzweg.

Was wäre der konkrete Vorteil der Stoßdüngung pro Woche gegenüber der jetzigen Methode? Ich lese in aller Regel eher, dass - sofern möglich - eine Tagesdüngung zu bevorzugen ist. Der Düngeempfehlung der Aqua Rebell Dünger ist das dort auch aufgedruckt sofern CO2 zum Einsatz kommt. Verstehe mich nicht falsch, ich nehme den Rat gern an, möchte allerdings verstehen, was der Hintergrund ist.

Ich habe hier auch noch den Aqua Rebell Mikro Basic Eisen zur Hand. Den verwende ich allerdings derzeit eher selten, da ich bis vor kurzen auch einen kleinen Pinselalgenbefall hatte.

Grüße,
Silvio
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Postby nik » 02 Nov 2016 14:43
Hallo Silvio,

wenn das Becken mit Soil schon so lange steht, dann lässt sich bei Zugabe des Makro Basic NPK ein K-Mangel ausschließen. Ich ordne das Schadbild einem Mg-Defizit zu, was mit Soil durchaus möglich ist. Was sagt denn deine Trinkwasseranalyse zum Ca und Mg? Korrigierst du da was?

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby Frank2 » 02 Nov 2016 16:35
Hi Silvio

Hygrophila
and
zeigt m.E. deutliche Anzeichen für Kaliummangel


kommt jede Woche im Schnitt 2 mal hier vor. In nahezu allen Fällen hat es sich später als ein Mg-oder Ca-Mangel herausgestellt (oder kombiniert) auf Grund eines relativ zu hohen Kaliumanteils!
Es muss nicht so sein bei Dir, aber kann. Daher schließe ich mich Nik an, dass es eher aus der anderen Ecke kommt.
-> Ca = mg/l ?
-> Mg = mg/l ?

Dasselbe Schadbild häufig auch bei Ludwigia. Aus denselben Gründen. Gf auch Staurogyne aber da bin ich mir noch nicht 100% sicher.

Grüße
Frank
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Postby silvioli » 02 Nov 2016 18:59
Hallo Nik, Hallo Frank,

vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Der örtliche Wasserversorger hat auf seinem Internetauftritt folgende Analysedaten veröffentlicht: http://www.zweckverband-khu.de/docstodown/Wasseranalysen.PDF

M.W. bin ich dem Wasserwerk Kaltenkirchen für das tägliche Wasser dankbar. Demnach füge ich meinem Becken mit einem Wasserwechsel - Calcium(Ca) 63,2 mg/l und Magnesium (Mg) 3,10 mg/l hinzu.

Der AR Makro Basic NPK fügt bei meiner täglichen 4ml Düngung auch nochmal 0,2 mg/l Magnesium hinzu.

Leider kann ich keine Daten zum AQ-Wasser bezüglich der beiden Werte liefern, da mir die Tests fehlen.
Macht es Sinn, sich die noch zu besorgen?

Mir wäre auch nochmal wichtig, wie ihr den anfänglichen Ratschlag von Bülent bewertet. Macht es, in Bezug auf mein Problembild Sinn, auf eine wöchentliche Stoßdüngung umzustellen?

Grüße,
Silvio
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Postby Wuestenrose » 02 Nov 2016 19:12
'N Abend Silvio...

Das Ca:Mg-Verhältnis Deines Leitungswassers liegt massiv auf Seiten den Calciums. Ich würde auf jeden Fall Magnesium zudüngen. Dazu benötigst Du etwa 2 Gramm Magnesiumsulfat-Heptahydrat (Bittersalz) je 10 Liter Wechselwasser.

Grüße
Robert
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Postby silvioli » 02 Nov 2016 20:01
Hallo Robert,

danke. Für mich zum Verständnis: ich füge also wöchentlich ca. 10g (bei einem Wasserwechsel von ca. 50 Litern) Bittersalz hinzu. Laut Nährstoffrechner wäre ich dann bei 11,9 mg/l. Rein rechnerisch wäre ich dann ja immer noch unter dem Idealwert von 4:1, oder hab ich einen Denkfehler?

Wenn das richtig ist, wäre das trotzdem ok?

An meiner derzeitigen Düngung von 4ml AR NPK täglich soll ich nichts ändern?

Grüße,
Silvio
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Postby Wuestenrose » 02 Nov 2016 20:37
'N Abend...

Hm... Hab' ich mich verrechnet oder der Nährstoffrechner? Bittersalz enthält pimaldaumen 10 % Magnesium. 10 Gramm davon also 1 Gramm Magnesium, auf 50 Liter macht das 1 g/ 50 l = 0,02 g/l oder 20 mg/l. Mit den bereits im Wasser vorhandenen 3,1 mg/l kommt grob ein Ca:Mg-Verhältnis von 3:1 heraus.

Was hast Du gerechnet?

Mit gefällt das Nitrat:Kalium-Verhältnis des AR NPK nicht. Ich persönlich würde diesen Dünger nicht verwenden.


Grüße
Robert
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Postby nik » 02 Nov 2016 20:49
Hallo Silvio,

der Nährstoffrechner hilft dir bei der Berechnung des zuzugebenden Magnesiumsulfats. Sollte selbst in der Apotheke nicht allzuviel kosten. Bittersalz aus dem Baumarkt/Gartencenter würde ich sein lassen. Das kann in der Reinheit schon zweifelhaft sein.

Insgesamt schienen mir die Pflanzen sowieso blass, das kann bei Bildern täuschen, aber das Schadbild habe ich schon immer einem Magnesiumdefizit zugeordnet. Ich denke, mehr als das Mg anzuheben ist erst mal nicht zu tun. Die Pflanzen sollten grüner werden es wird allerdings eine Weile dauern bis sich die Schäden ausgewachsen haben. Die schadhaften Blätter erholen sich nicht mehr. Es wäre schön wenn du dich später, wenn du Veränderungen erkennen und einordnen kannst, zurück melden würdest. Ich fahre meine Becken mit relativ viel Mg und sehe das Schadbild nie.
Wenn du insgesamt auf 18 mg/l Mg (oder auch ein bisschen mehr) kommst, dann reicht das.

Den AR NPK kannst du schon nehmen. Den Stickstoffanteil kannst du recht elegant mittels Magnesiumnitrat erhöhen. Weitere Möglichkeiten sind Ammoniumcarbonat und Urea. Letzteres ist ziemlich elegant. In meiner Sig habe ich zur Düngung, auch dazu geschrieben. Du wirst dann eine Feinwaage brauchen, gibt's für kleines Geld in der Bucht. Willkommen im Club. ;)

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby silvioli » 02 Nov 2016 21:41
Hallo Nik,

das klingt nach einem Plan. Dann werde ich in den nächsten Tagen mal Magnesiumnitrat aus der Apotheke besorgen (hoffe die örtliche Apotheke stellt sich da nicht quer). Welche Kauf-Menge macht denn da so Sinn? Wenn ich für das 112er die Daten im Nährstoffrechner eingebe, werde ich wohl wöchentlich ca. 10g hinzufügen müssen. Passt das ungefähr? Wenn ja, wäre eine Jahresmenge bei ca. 500g.

Grüße,
Silvio
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Postby Wuestenrose » 02 Nov 2016 21:43
'N Abend...

Magnesiumsulfat oder Magnesiumnitrat oder beides?


Grüße
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Postby silvioli » 02 Nov 2016 21:49
Hi Robert,

würde stand jetzt nur Magnesiumnitrat versuchen zu beschaffen. Hat Magnesiumsulfat Vorteile gegenüber -nitrat?

Grüße,
Silvio
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Postby Wuestenrose » 02 Nov 2016 21:52
'N Abend...

Ja: Es führt kein Nitrat zu.

Willst Du Dein Ca:Mg-Verhältnis nur mit Magnesiumnitrat auf ungefähr 3:1 bringen, bringst Du gleichzeitig rund 100 mg/l Nitrat ins Wasser.

Wohl bekomm's!


Grüße
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Postby silvioli » 02 Nov 2016 23:45
Hallo Robert,

ich nochmal ;-) So wie es ausschaut, wäre der Bezugsweg von Magnesiumsulfat auch etwas unkomplizierter.
Zumindest, wenn folgendes Produkt dafür brauchbar ist:

https://www.amazon.de/Magnesiumchlorid-Hexahydrat-1000g-Pharma-Qualit%C3%A4t-Ph-Eur/dp/B00I8K2SK4/ref=sr_1_19?ie=UTF8&qid=1478126530&sr=8-19&keywords=magnesiumsulfat

Kann ich das bedenkenlos verwenden?

Grüße,
Silvio
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