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Postby Muckern » 01 Aug 2010 12:48
hallo,

habe mir jetzt ein redox-messgerät gekauft und habe es auch mit einer neuen 220mV Pufferlösung kalibriert, jetzt habe ich festgestellt das unser leitungswasser nur einen redoxwert von 230mV hat, das ist doch soweit ich das gelesen habe ein sehr schlechter wert oder?

Anhang: Trinkwasseranalyse des Versorgers

ich hoffe ihr könnt mir dazu was sagen.

danke Marcel

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Trinkwasser.pdf
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Gruß Marcel
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Postby Tobias Coring » 01 Aug 2010 12:51
Hi Marcel,

bitte keine Crosspostings in mehreren Foren.... ich hab mal den anderen Beitrag gelöscht.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

Bitte sendet mir keine geschäftlichen Anfragen als private Nachricht.
Gerne helfen wir dir telefonisch unter +49 531 2086358 (Mo.–Fr. 9–17 Uhr) oder per E-Mail unter huhu@aquasabi.de weiter.

Lass es wachsen!

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Postby Muckern » 01 Aug 2010 18:35
Hallo Tobi,

danke fürs löschen ich hatte es ausversehen in der Falschen Kategorie eingestellt,
wollte mich diesbezüglich nochmal melden.

Marcel
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Postby Muckern » 02 Aug 2010 16:55
was für ein Redoxwert/Redoxpotential hat euer Leitungswasser?

danke marcel
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Postby kurt » 02 Aug 2010 18:55
Hallo Marcel,

Muckern wrote:habe mir jetzt ein redox-messgerät gekauft und habe es auch mit einer neuen 220mV Pufferlösung kalibriert, jetzt habe ich festgestellt das unser leitungswasser nur einen redoxwert von 230mV hat, das ist doch soweit ich das gelesen habe ein sehr schlechter wert oder?

an der Trinkwasseranalyse kann ich nichts feststellen, prima Wasser.
Was läuft hier falsch, (Leitungssystem, Wasseraufbereitungsanlage, Falschmessung, Kalibrierung)?

Trinkwasser sollte schon einen Redoxwert von wenigstens 300 mV haben, ein hoher Redox-Wert sagt ja aus das es unbelastetes Wasser ist.
Im Aquarium habe ich einen schwankenden Redoxwert von ca. 370 bis 400mV, also relativ hoch
(über Assimilation der Pflanzen).
Ich glaube in alten Aquarienbüchern wird ein Redoxwert von unter 300mV in Pflanzenaquarien empfohlen,
die Nährstoffe werden durch die niedrige Oxidationsstufe nicht so schnell abgebaut.
Heute wird meistens durch Zugabe von guten Mikro u. Makronährstoffen ausgeglichen.
Vielleicht melden sich noch Fachleute die das ganz genau erklären können.
Das Thema füllt Bücher ….
Gruß Kurt
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Postby Muckern » 03 Aug 2010 19:02
kurt wrote:an der Trinkwasseranalyse kann ich nichts feststellen, prima Wasser.
Was läuft hier falsch, (Leitungssystem, Wasseraufbereitungsanlage, Falschmessung, Kalibrierung)?


Hallo,

also eine falsch Kalibrierung würde ich mal fast ausschließen ich habe die Elektrode gut mit dest. Wasser abgespült das metal sah auch sehr blank/sauber aus, die kalib-lösung hatte zimmertemperatur (21°C) :idea:
das gefäs habe ich auch gut gereinigt und mit etwas kalib.-lösung umgeschwenkt und anschließen mit neuer kalib.-lösung befüllt, die kalib.-lösung ist auch ganz neu war noch versiegelt und hat ein produktionsdatum vom 28.06.2010 aufgedruckt.
als haltbarkeitsdatum ist der 31.12.2011 angegeben. :!:
habe die elektrode beim kalibrieren ca 1 1/2 - 2std in der lösung gelassen und beim testen des leitungswassers auch ungefähr die selbe zeit.

habe noch eine frage ändert sich das redoxpotential abhängig von der temperatur oder ist das gering/zuvernachlässigen
ich meine das nur der leitwert temperatur abhängig ist aber nicht der redox-wert. :?:

ich werde mir mal ein paar wasserproben von nachbarn (im hause bzw paar häuser weiter) besorgen und mal sehen was da raus kommt.

ich danke euch 8)
marcel
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Postby kurt » 04 Aug 2010 14:24
Hallo Marcel,

Muckern wrote:habe noch eine frage ändert sich das redoxpotential abhängig von der temperatur oder ist das gering/zuvernachlässigen

Die Temperaturauswirkungen kannst du im Aquaristikbereich vernachlässigen.
nehme mal die Suchmaschine,hier ein Einstiegs-Link

Aufteilung von Wasser über Redoxpotenzial im Bereich (pH 7. bis 8.) bzw. Redox Minus 400 mV bis Plus 800 mV
400 ... 800 mV oxidierende Verhältnisse
0 ... 400 mV teilreduzierte Verhältnisse
-400 ... 0 mV reduzierte Bedingungen

Muckern wrote:ich werde mir mal ein paar wasserproben von nachbarn (im hause bzw paar häuser weiter) besorgen und mal sehen was da raus kommt.

da bin ich auch mal gespannt…kennst du noch jemand mit Redox-Messgerät? ( zum Vergleich).
Das Problem ist ja das sie so träge messen, Ich warte immer bis zum nächsten Tag bis sich alles stabilisiert hat.
Bei mir ist die Elektrode jetzt aber als Dauermessung eingesetzt .
Ich habe mich auch noch nicht mit den Qualitätsunterschieden der Redox-Elektroden befasst. :roll:
Gruß Kurt
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Postby styro » 04 Aug 2010 18:50
Hallo zusammen

Im Buch "Technische Aquaristik" von Selzle steht unter Redoxwert/biologische Richtwerte:
Süsswasser hoch belastet etwa 250-350mV
Süsswasser wenig belastet etwa 350-400mV
Süsswasser fast unbelastet etwa 400-440mV
Schwimmbad (hohes Ozonangebot) bis 600mV
bei einer Elektrodenkombination bestehend aus Platin-Silber/Silberchlorid und einem Eingangswiderstand des Messverstärkers von > 10-12 Ohm, sowie einer Konditionierungszeit von mindestens einer Woche.

Ich habe selbst zwei Redoxelektroden bei mir am laufen.
A) Seit ca. 2 Jahren eine "moderne" Gelelektrode (~ 40 EUR), zur Dauermessung des Redoxwertes im Becken. Die Elektrode befindet sich in einem dunklem, separatem Messgefäß mit gleichmäßiger Anströmung von unten (Bypass von Umwälzpumpe im Filterbecken). Sie hat im Laufe des ersten Jahres recht schnell "gedriftet" (alle 4-7 Tage), der Grund was weißlicher Schmodder der sich regelmäßig an der Messpindurchführung gebildet hat (vermutlich Resultat von austretendem Gel). Nach dem Entfernen, und 12h Konditionierungszeit war alles wieder in Ordnung. Mittlerweile bedarf diese Elektrode nicht mehr dieser regelmäßigen Reinigung. Sie funzt ganz gut, und zeit recht plausible Werte von ~380-420mV.

B) Seit über einem Jahr eine "alte" Selzle Redoxelektrode mit Elektrolytfüllung (3 mol Kaliumchloridlösung), zur Dauermessung/Steuerung meines Wodkafilters. Der Mess/Regelbereich bewegt sich zwischen -300mV und +100mV (Sollwert + 85mV). Diese Elektrode ist von Anfang an so gutmütig wie ein Traktor. Alle 3-6 Monate fülle ich bei der Filterreinigung das Elektrolyt nach; alle 2-3 Monate wird kalibriert (driftet sehr wenig) - mehr nicht.

Meiner Erfahrung nach kann ich die lange Konditionierungszeit (siehe Zitat aus de Buch oben) für meine Elektroden nur bestätigen, nur dann gibt es reproduzierbare & verlässliche Richtwerte. Die läss sich damit erklären, dass eine Redoxdauermessung den Belag an Mikroorganismen als Indikator heranzieht.
Würde meinen, hier liegt der Fehler.

Gemäß der oben genannten Literatur reagiert eine Redoxmessung/Elektrode recht empfindlich auf Medikamente, Wasseraufbereiter, und Algenpräparate. Dies kann ich nicht bestätigen, da ich nichts davon verwende. Nur beim Düngen (Mikros/Eisen) kann ich einen kurzfristigen Abfall des Redoxwertes im Becken (Gelelektrode) beobachten.

Gruß

Georg
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Postby Muckern » 05 Aug 2010 19:42
styro wrote:Konditionierungszeit von mindestens einer Woche....

...Meiner Erfahrung nach kann ich die lange Konditionierungszeit (siehe Zitat aus de Buch oben) für meine Elektroden nur bestätigen, nur dann gibt es reproduzierbare & verlässliche Richtwerte....


Konditionierungszeit hört sich für mich an wie lange die elektrode schon im messmedium ist, ich meine ich habe eine dauermesselektrode aber es gibt ja auch diese test-pens mit denen man das redox potential messen kann und die hält man ja auch nur kurz in das wasser und keine woche, also irgendwie kann ich das nicht ganz nachvollziehen.

meine elektrode hat beim kalibrieren auch direkt nach 3 sekunden 220mV angezeigt ich habe sie aber trotzdem zur sicherheit noch 1 bis 2std in der lösung gelassen.

das gleiche war beim leitungswasser, nach 2-3 sekunden zeigte sie 230mV an was sich auch nach 2 std nicht mehr änderte.

meine elktrode hat einen messpin/messnadel ( I ) also keine fläche ( O )

mein redoxwert hat sich im becken in den letzten 4 tagen so verhalten.

Tag 1: 12uhr 180mV - 20uhr 175mV - 23 uhr 200mV
Tag 2: 5uhr 190mV - 20uhr 175mV - 23 uhr 210mV
Tag 3: 5uhr 210mV - 20uhr 170mV - 23 uhr 220mV
Tag 4: 5uhr 230mV - 20uhr 192mV - 23 uhr 230mV
Tag 5: 5uhr 230mv - 20uhr 218mv (JETZT)

(licht geht von 10uhr bis 22 uhr) also steigt nachdem das licht wieder ausgeht (22uhr) das redoxpotential
Gruß Marcel
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Postby Muckern » 11 Aug 2010 19:42
Hallo,

verhält sich euer Redox-Potential auch so das es wenn das licht eingeschalten ist nach unten geht und wenn das licht aus geht das es nach oben steigt?

Grüße Marcel
Gruß Marcel
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Postby subway » 31 Mar 2013 08:47
Hi zusammen,
Ja eigentlich sollte der Redox Wert im Lichtbetrieb steigen, da der Verbrauch von Stoffen angeregt wird.
Meines Wissens ist der optimale Redox Wert im Aquarium zwischen 250mV - 350mV, also nicht zu hoch und nicht zu niedrig...
Grüße Dietmar
und allen Frohe Ostern :-)
Grüße Dietmar
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Postby kurt » 31 Mar 2013 11:04
Hallo zusammen,

bei mir liegt der Redox auch morgens im höchsten Bereich (Tagesvergleich).
Da Morgens gedüngt Mittags gefüttert wird ist das auch nachzuvollziehen.
Optisch sehe ich morgens das klarste Wasser (Blaulastig) und erholte Pflanzen.
Gegen Abend wirkt das Wasser nicht mehr so frisch bzw. (Gelblastig).
Es sind sehr kleine Unterschiede und die Beobachtungen sind natürlich subjektiv.
Was man im Laufe der Jahre so alles sieht… oder nur Einbildung? :?
PS.
Mein Redox liegt allgemein zwischen 350-400 mV.
Die Elektrode ist ähnlich träge wie bei Georg beschrieben.
Den weißlichen Schmodder hatte ich Anfangs auch (keine Gelfüllung),
ist dann im Laufe der Zeit verschwunden.
Gruß Kurt
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Postby omega » 31 Mar 2013 13:24
Hallo Kurt,

kurt wrote:Optisch sehe ich morgens das klarste Wasser (Blaulastig) und erholte Pflanzen.
Gegen Abend wirkt das Wasser nicht mehr so frisch bzw. (Gelblastig).
Es sind sehr kleine Unterschiede und die Beobachtungen sind natürlich subjektiv.
Was man im Laufe der Jahre so alles sieht… oder nur Einbildung? :?

das könntest Du mit einer Digitalkamera, den Weißabgleich voreingestellt, objektivieren.

Grüße, Markus
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Postby kurt » 31 Mar 2013 19:39
Hallo Markus,

Bis jetzt habe ich mich mit Fotografieren noch nicht groß beschäftigt (nur geknipst),
geht ja alles automatisch.

omega wrote:das könntest Du mit einer Digitalkamera, den Weißabgleich voreingestellt, objektivieren.

hmm…muss mich mal damit beschäftigen, zum Thema hier passt es nicht.
Heißt das den Weiß Abgleich manuell einstellen?
Gruß Kurt
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Postby omega » 31 Mar 2013 22:47
Hallo Kurt,

kurt wrote:Heißt das den Weiß Abgleich manuell einstellen?

genau. Besser vergleichbar wird's, wenn derselbe Bildauschnitt gewählt wird, also Stativ oder Stuhl, Fernauslöser ... und nur das Aq. auf dem Bild ist, also kein Drumrum (wegen unterschiedlichem Tageslicht, täuscht den Bildeindruck).

Grüße, Markus
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