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Postby UZK » 27 Dec 2016 23:17
Gerade habe ich mir, nach dem Lesen der Dünge-Basics und Gebrauch des Licht- und Nährstoffrechners, u.a. eine Portion AR Mikro Basic Eisen und Makro Basic Phosphat bestellt, da lese ich in einem Artikel über die Entstehung des Lebens dies:
For eons, the mineral iron, which once saturated oceans, likely bonded with phosphorous, and sank it down to dark ocean depths, far away from those shallows - also called continental margins - where cyanobacteria would have needed it to thrive and make oxygen. Even today, iron is used to treat waters polluted with fertilizer to remove phosphorous by sinking it as deep sediment.
http://www.terradaily.com/reports/A_fertilizer_dearth_foiled_animal_evolution_for_eons_999.html

Frage: Können die beiden Produkte nebeneinander arbeiten oder hauen die sich gegenseitig raus? Immerhin werden sie ja zum gemeinsamen Einsatz empfohlen, dann müsste es schon klappen, oder bei welchen Formen tritt obiger Effekt ein?

Gruß,
Hartmut
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Postby nik » 28 Dec 2016 06:20
Hallo Hartmut,

UZK wrote:Frage: Können die beiden Produkte nebeneinander arbeiten oder hauen die sich gegenseitig raus?

ja und ja.
Immerhin werden sie ja zum gemeinsamen Einsatz empfohlen, dann müsste es schon klappen, oder bei welchen Formen tritt obiger Effekt ein?

Die Stichworte lauten z.B. Chelate, Chelatierung. Sowohl die, als auch Eisenphosphatfällungen sind mehr oder weniger ständig präsentes und diskutiertes Thema. Da macht der unbeliebte Hinweis auf die Suchfunktion eindeutig mehr Sinn als Wiederholungen und noch ein Thread. :wink:

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby UZK » 28 Dec 2016 11:11
Vielen Dank Nik, die SuFu führt aber nur zu ergebnislosen Diskussionen, die einem nicht die Frage beantworten, ob man diese Produkte nebeneinander verwenden kann.

Gruß,
Hartmut
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Postby Rio-Negro » 28 Dec 2016 11:43
Kurzum jein. Den AquaRebell Mikro Basic Eisen kannst du bedenkenlos sogar gleichzeitig ins Aq geben. Den Mikro Special Eisen und den Flowgrow besser einige Stunden zeitversetzt.
grüße Benedict

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Postby eheimliger » 28 Dec 2016 12:52
Hallo zusammen,
da ich ja in Chemie nicht alles verstehe kommt mir hier doch auch eine Frage.
Rio-Negro wrote:Den Mikro Special Eisen und den Flowgrow besser einige Stunden zeitversetzt.

Wenn ich aber nicht PO4 limitiert dünge und immer zb 0,5 oder mehr (zB nach EI) auf Nachweis habe ist es doch egal wann ich eins von den beiden gebe, oder gehen die dann gar nicht.
Gruß, Frank
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Postby chrisu » 28 Dec 2016 16:38
Hallo,

ich mache es so:

-wöchentlicher 30-50%iger Wasserwechsel
-nach dem Ww PO4 Stoßdüngung, kein Eisen an diesem Tag
-Eisen(Spezial Flowgrow) wird an den restlichen 6 Tagen gedüngt wo nur wenig bis gar kein PO4 mehr nachweisbar ist
Mfg Christian
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Postby Rio-Negro » 28 Dec 2016 16:52
Bei mir geht es viel mehr kann ich nicht sagen. Es geht beim Düngen ja vor allem darum, wenn du Dünger Mi rein gibst und sofort P, so vermischen die beiden sich fast unverdünnt.

Zumal bringt aus meiner Sicht ein dauerhafter Wert von 0,5mg/l keine exorbitanten Vorteile gegenüber einer Stoßdüngung.
grüße Benedict

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Postby eheimliger » 28 Dec 2016 18:11
Hallo zusammen,
solange P vorhanden ist sollte doch das FE ausgefällt werden, egal ob es jetzt 1,0 oder 0,5 oder 0,1 an P ist.
Angenommen ich gebe P nur auf Stoß zu und kein FE, dann habe ich doch trotzdem am ersten Tag nach dem Stoß noch einen wesentlich höheren Gehalt an P als am letzten Tag oder den Tagen dazwischen.
Würde ja bedeuten das ich nur noch FE düngen kann wenn kein P mehr meßbar ist um Ausfällungen zu vermeiden, oder ich lebe halt mit den Ausfällungen bei noch höherem vorhandenem P und gebe halt mehr FE zu als an den Tagen wo kein P mehr vorhanden ist und nichts mehr ausfällt. :?
Also wäre ja die richtige Vorgehensweise das an den Tagen nach P auf Stoß erst mehr FE gedüngt wird, mit abnehmender Tendenz bis auf noch ausreichender Düngung bei keinem P mehr, um einen ständig gleichen verwertbaren FE Anteil zu haben.
Es funktioniert ja bei mir eigentlich ganz gut, aber so ganz verstehen tu ich das noch nicht,.
Gruß, Frank
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Postby Rio-Negro » 28 Dec 2016 18:53
Also Frank jetzt machst du es kompliziert. Ich habe von einigen Minuten gesprochen wo in der Wassersäule quasi Punktuell (bis zur vollständigen Vermischung) am Ort der Zugabe sehr hohe Werte herschen.

Ich dünge halt Morgens die Makro`s plus Basic Eisen und wärend der Beleuchtungsphase Flowgrow :thumbs:
PO gibt es 1-2x die Woche und da mache ich die Mikrodüngung genauso.
grüße Benedict

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Postby eheimliger » 28 Dec 2016 20:12
Hallo Benedict,
Rio-Negro wrote:Also Frank jetzt machst du es kompliziert..

ja stimmt, und ich lass das jetzt. :pfeifen:
Aber es ist schon was dran das nicht ständig die gleiche FE Menge bei gleichmäßiger Zugabe, und P auf Stoß,
vorhanden sein müßte.
Könnte ja durchaus auch sein das bei dem Beispiel gar kein, oder nur minimal verwertbares FE für die Pflanzen da ist und man für die Tonne zugegeben hat, und erst gegen Ende der Woche ist genug FE da und die Pflanzen können sich bedienen, was auch nicht unbedingt als Mangel sichtbar sein muss das es ein paar Tage nichts oder zuwenig gab.
Ob man es so genau braucht steht aber auf einem andern Blatt, funktioniert ja bei mir und hat mich nur interessiert.
Gruß, Frank
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Postby Rio-Negro » 28 Dec 2016 20:20
Tja Frank wer nicht fragt und so weiter...

Ich kann nur sagen da weichen Theorie und Praxis mal wieder voneinander ab.

Wir haben hier Leute wie Wüstenrose. Er kann dir das ganz genau erklären, ich kann dir nur sagen, dass es nicht so kompliziert ist in der Praxis.
grüße Benedict

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Postby PaddyOes » 29 Dec 2016 08:15
Hallo,

Ich sehe das ähnlich, ich dünge Samstags auf Stoß N und P, Montags dann Fe, denn bis dahin haben die Pflanzen das P gezogen und eingelagert - was soll ich sagen: keine Fällungen im sichtbaren Bereich im Filter oder Bodengrund und die Pflanzen gedeihen prächtig.


Liebe Grüße
Patrick
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Postby UZK » 29 Dec 2016 11:32
Hallo,

ich bin ja nun Neuling bzgl. der so detaillierten Einzeldüngung von Komponenten. Bislang herrschte der Glaube, dass das CO2 aus den Kiemen der Fische käme, die übrigen Nährstoffe aus deren Darm und man höchstens mit etwas Eisen (e.g. Plantamin) nachhelfen müsse. Bei manchen Aquarianern klappt das hervorragend, die haben dichten Fischbesatz, mäßige Beleuchtung und Belüftung, kümmern sich überhaupt nicht um die Pflanzen und haben üppigen Pflanzenwuchs. Hat jemand aus der Gemeinde denn mal bei solchen Becken gemessen, wie der Gehalt der verschiedenen Stoffe ist, und mit den Empfehlungen verglichen? Hat jemand mal einen Bach oder Teich vermessen? Manche scheinen die Mittel ja zeitversetzt zuzusetzen - in der Natur ist doch auch alles gleichzeitig da? "Funktioniert" eine Pflanze, wenn sie, mal extrem formuliert, CO2 an einem Tag, Phosphat am nächsten, und Eisen am übernächsten Tag erhält, oder braucht sie alles zeitgleich für den Wachstumsprozess? Warum wächst die Wasserpest in einem kleinen Becken am Fenster, oder sogar in einem Joghurtbecher auf dem Balkon, wo sie nur ohne alles "nass zwischengelagert" werden sollte, und im Aquarium stirbt sie? Sind die Pflegemaßnahmen tödlich? Oder nur zuviel Licht und Belüftung?
Habe heute mein Paket mit Flaschen von AR-Produkten bekommen und werde die Empfehlung des Düngerechners ausprobieren.

Gruß, Hartmut
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Postby Frank2 » 29 Dec 2016 15:41
Hallo Hartmut

Du stellst genau die richtigen Fragen. :thumbs:

Sie sind teils auch einfach zu beantworten, teils komplexerer Natur. In jedem Fall hast du erkannt, dass die jeweils vorliegenden Bedingungen ganz entscheident sind für die Strategie die man wählt für ein üppiges Pflanzenwachstum.

Ich greife mal nur einen Aspekt aus Deinem ganzen Katalog heraus.

CO2


Es gibt hierzu, ebenso wie zu N03, Licht, PH etc. Messungen an Naturstandorten. Sie weichen ERHEBLICH von einschlägigen Empfehlungen ab.
Bei C02 ist es zb in manchen Gewässern so, dass frühmorgens die Konzentrationen hoch sind, sehr hoch, diese dann zur Mittagszeit gen Null tendieren, um dann wieder allmählich zuzunehmen. Einhergehend mit erheblichen PH-Schwankungen. Und das bei üppigem Bewuchs. Dann gibt es üppig bewachsene Naturstandorte mit unter 10 mg/l C02 und solche mit Werten von 40 oder 70. :pfeifen:
Über die Speicherfähigkeit von Makros, Mikros gibt es zudem genug nachzulesen..... .

Grüße
Frank
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