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Postby SebastianK » 24 Oct 2009 15:02
Hi,

mich würde mal interessieren ob ihr euch auf euer Düngesystem verlasst, nachdem ihr es einmal an euer Becken angepasst habt, oder ob ihr immer wieder die Werte messt!? Ich habe nun schon seit weit über einem Jahr keinerlei Wasserwerte mehr gemessen und verlasse mich zu 100% an das "angepasste ADA System" in Verbindung mit AR Produkten. Bei offensichtlichen Mängeln dünge ich per Gefühl nach. Bisher ohne Probleme. Wie macht ihr das?

Gruß

Sebastian
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Postby Tobias Coring » 24 Oct 2009 15:24
Hi,

ich messe nur noch ganz gelegentlich, wenn ich etwas neues Ausprobiere (z.B. neuer Dünger), um mal zu schauen wie der Wert gerade steht. Besondere Reaktionen auf die Messergebnisse führe ich dann aber nicht durch.

Bei mir ist es egal ob 0,1 mg/l PO4 oder 2-3 mg/l PO4, auch bei NO3 kann ich von 5-40 mg/l keine großen Unterschiede feststellen. Einige Pflanzen sind halt bei mehr NO3 grüner, aber das war es auch schon :).

Messen halte ich insgesamt für eine nervige, ungenaue Variante Daten zu erlangen, die einem meistens nicht wirklich dabei helfen sein Becken zu optimieren. Da jedes Becken ganz individuell funktioniert, muss man selber, durch Beobachten der Pflanzen, herausbekommen, was das Becken benötigt.
So lange ich noch nicht dieses "Gefühl für die Pflanzen" hatte, habe ich sehr gute Erfahrungen mit dem Estimative Index gesammelt, der einfach ist und bei beinahe allen Pflanzen sehr gut funktioniert. Aber auch Düngesysteme wie PMDD helfen einem ohne Wassertests einen zufriedenstellenden Pflanzenwuchs zu realisieren. Feintuning kann man dann immer noch durch Steigerung oder Senkung der Düngemenge betreiben.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

Bitte sendet mir keine geschäftlichen Anfragen als private Nachricht.
Gerne helfen wir dir telefonisch unter +49 531 2086358 (Mo.–Fr. 9–17 Uhr) oder per E-Mail unter huhu@aquasabi.de weiter.

Lass es wachsen!

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Postby Christian11 » 24 Oct 2009 18:29
Hallo Sebastian

Ich messe meine Werte immer nur in der Einfahrphase des Aquariums, bis ich eine geeignete Düngung, bezogen auf die Produkte und die Dosierung, gefunden habe und die Pflanzen damit gut wachsen (und die Algen schlecht). Momentan bin ich in einer Messphase.

Ich habe das Gefühl, dass bei der kleinsten Änderung (z.B. Bodengrund, Licht, Pflanzenwahl etc.) die Düngung teilweise komplett umgestellt werden muss. Was im alten Layout super funktioniert hat, kann zum Desaster im neuen Layout werden. Dieser Umstand muss ich gerade bei meinem neuen Aquarium wieder schmerzlich erfahren.

Wenn aber einmal eine passende Lösung gefunden wurde, werden die Testkits in die unterste Schublade verstaut.

Viele Grüsse
Christian
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Postby diditsch » 24 Oct 2009 18:51
Hi,

Ich habe zwar zum Messen alles da, werde aber immer fauler. Inzwischen klappt das Pflanzen- und Algenlesen ganz gut, so das ich nur alle drei Monate mal eine Kontrollmessung mache, bei der ich nicht besonders überrascht werde. Die Düngung erfolgt mit AR-Microbasic und Salzen in trockener und gelöster Form irgendwo zwischen PMDD und EI. Ausserdem gibts noch PMS bei jedem Wasserwechsel.
Die Lage an der Dünge-/Algenfront ist richtig schön entspannt. 8)

Grüsse

Dieter
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Postby pauli » 24 Oct 2009 18:52
Hallo Sebastian,

um das Messen bin ich bisher irgendwie drum herum gekommen. Nicht mal in der Einlaufphase messe ich die Werte.
Ich hab zwar ein paar wenige Wassertests (PH, KH, Nitrit) hier, verwende sie aber so gut wie nie.
Also meine Düngung überwache ich nicht. Taste mich mit den Düngegaben von unten nach oben und das ganze läuft bis jetzt ganz gut.

Mir sind die Tests auch einfach zu teuer.

lG Erik
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Postby flo » 24 Oct 2009 20:27
Hi,



Erik wrote:Mir sind die Tests auch einfach zu teuer.


Dabei sind die doch noch ziemlich billig, im Vergleich zu richtig professionellen Tests ala Merck etc.


lg, Flo
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Postby pauli » 24 Oct 2009 21:49
Hi Flo,

kann sein, aber 10€ allein für den PH-Test sind für mich als Schüler dann doch viel, wenn ich mir für alle wichtigen Werte einen Test kaufen würde.

Und da es ohne Testen bestens funktioniert, werde ich dafür kein Geld ausgeben.

Eine gute Nacht wünsche ich :)

MfG Erik
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Postby bärli » 24 Oct 2009 21:55
Hallo Sebastian!
Ich messe, wie die meisten hier, eigentlich auch nur in der Startphase. Ab und zu wird auch mal eine Kontrollmessung durchgeführt, jedoch eher selten. Ich dünge mit Produkten von Dennerle und AR! Hat bisher immer gut funktioniert :D
MfG, Julian
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Postby Beetroot » 24 Oct 2009 22:16
Hallo zusammen,

ich messe eigentlich auch nicht mehr regelmäßig wenn es nicht gerade um eine Anpassung geht. Verzichten möchte/kann ich aber auch nicht drauf, kleiner Kontrollfreak bin ich ab und an doch schon. Bei meinem Nano hatte ich jetzt eine lange Zeit auch nicht mehr gemmessen und gedacht die regelmäßige Düngung passt, dann doch mal wieder den Kontrollfreak gemacht und :shock: die Indikatoren schlugen ein wie ne Bombe ins zu testende Wasser. :lol: Jetzt muss ich mal schauen ob ich mich da irgndwie beim ansetzen der Düngelösung verhauen habe. :roll:

Man muss seine Tests schon genau kennen, sprich bei einigen evtl. mal eine Referenzlösung ansetzen, wenn dann die funktionierenden benutzt werden ist das schon genau. Mir geht es darum die Nährstoffe ausreichend nachzuweisen, da juckts dann nicht ob z.B. NO3 10, 15 oder 20 mg/l hat. Wie 's sich bei meinem Nano gezeigt hat hin und wieder vielleicht nicht ganz so falsch.

Dabei sind die doch noch ziemlich billig, im Vergleich zu richtig professionellen Tests ala Merck etc.

Ich habe da im Aquariummagazin.de eine Testreihe gelesen, da war ein Profitest für einen unglaublichen Preis mit der schlechteste bei der Genauigkeit.


Gruß
Torsten
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Postby flo » 24 Oct 2009 22:56
Hi,

Torsten wrote:Ich habe da im Aquariummagazin.de eine Testreihe gelesen, da war ein Profitest für einen unglaublichen Preis mit der schlechteste bei der Genauigkeit.


Teuer heißt ja nicht unbedingt, dass es ein Profi-Test ist. Manchmal werden Billig-Tests bloß teuer verkauft.
Bei den validierten Tests renommierter Hersteller ist das eher unwahrscheinlich. Eventuell war der Test zu alt, wurde falsch gelagert (Hitze, Sonneneinstrahlung) oder falsch durchgeführt. Vielleicht wurde auch nicht beachtet, dass das Testergebnis bei Anwesenheit bestimmter Stoffe verfälscht sein kann. In gewissen Fällen müssen nämlich einige Stoffe vor dem Testen aus der Testlösung entfernt werden.

lg, Flo
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Postby Beetroot » 25 Oct 2009 01:29
Hallo Flo,

hier kannst nachlesen wenn du möchtest, dort gab es unstimmigkeiten mit einem Test eines durchaus renommierten Herstellers: http://archiv.korallenriff.de/nitrat2004.html

Daran sieht man auch dass die Produkte nicht auf Jahre oder Jarzehnte immer die gleiche Qualität an Messergebnisen bieten müssen, z.B. durch Änderungen in der Zusammensetzung.

Gruß
Torsten
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Postby LuckyLuke_3011 » 26 Oct 2009 13:11
Hallo zusammen,

ich messe eigentlich nur noch den PH-Wert und gelegentlich die Karbonhärte zur Überprüfung des CO2-Wertes und der Osmoseanlage nach. Alle anderen Werte - tja da hat man von Zeit zur Zeit so die Erfahrungen mit dem Umgang gesammelt. Ich fahre meine beiden Becken zur Zeit filterlos mit etwas höheren Makrowerten, die Verhältnisse werden wöchentlich trocken aufgedüngt nach 80% WW, so das nix großartig kumuliert. Selbstverständlich hat man da sein System mit Abstimmung der Wasserwerte aus der Leitung. Mikros dünge ich nach Angaben und Erscheinungsbild.

Ich finde diese ganzen Wassertests utopisch und galaktisch überteuert, ganz ehrlich, warum müssen 2 x 5ml Küvetten direkt 15,0 EUR kosten ... Dann erhalte ich eine Farbskala und muss mir den Wert mit viel Phantasie zusammenmalen. Das zeigt ganz deutlich, dass wohl nur die Freaks und Anfänger das Zeug kaufen, wer auf Messen steht und vernünftige Werte will, kauft sich früher oder später eh ein Fotometer.
Viele Grüsse,
Lukas aus Ratingen
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