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Postby Heinz » 03 Dec 2014 17:15
Hallo zusammen,

einige meiner Pflanzen zeigen K Mangel Symptome, Micrathenum und Ludwigia.
Würde, so glaube ich, jeder auf Kaliummangel wetten. Alle anderen Pflanzen sehen aus als ob sie auf was hoffen.

Es sind die typischen Punkte auf den alten Blätter, aber auch neue sind chlorotisch, hell, rötlich.
Auch findet man Blattrandchlorosen, grüne Blattadern.
Wachstum schwach, kurze Internodien. Mg / Ca in Ordnung, etwa bei 1 zu 2.
P genug, N weiß ich nicht, dünge mit Eudrakon N jeden Tag etwa 3mg N.

Der aktuelle Kaliumtest vom WP sagt jedoch, dass mehr als genug K drin ist. :sceptic:
Weitere K Zugaben lassen das Becken weiter mit den Schultern zucken. :?

Herr Kremser sagt, das ist K Mangel wie im Bilderbuch.

Jetzt hat irgendwer mal geschrieben es gibt etwas, was ähnlich aussieht wie K Mangel.
Ich dachte an Spurenüberschuss. Fe kann ich derzeit nicht messen, dünge reichlich mit KramerDrak.

Jemand ne Idee ?

Gruss, Heinz
Heinz
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Postby Wuestenrose » 03 Dec 2014 17:49
Servus…

Fotos wären nicht schlecht.


Grüße
Robert
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Postby shrimpfarmffm » 03 Dec 2014 17:50
Hallo Heinz,

Gib uns doch mal die Werte von

1. Nitrat
2. Phosphat
3. CO2
4. Eisen
5. Kalium

Wir müssten sonst reichlich spekulieren.
Grüße

Philipp
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Postby nik » 04 Dec 2014 00:33
Hallo Heinz,

das liest sich nach anderen Problemen. Bei einer NO3-Wochendüngung von 21mg/l ist auch bei Eudrakon N ein K-Mangel ziemlich unwahrscheinlich. Der verwendete Kramerdrak führt auch vergleichsweise mehr K zu.

An deiner Stelle machte ich über einen max. Wasserwechsel und Aufdüngung auf Zielwerte einen Reset auf das Wasser. Wenn ein Betrieb über zwei, drei Wochen mit solch einem wöchentlichen Wasserwechsel deutliche Besserung zeigt, dann solltest du dich, nicht ich ;-) , mal näher mit deinem Setup beschäftigen - welches du erstaunlicherweise nicht der Erwähnung für wert befandest.

Zum Licht hast du ja mal auch kein Wort verloren, falls es Starklicht ist, dann macht es Sinn es in der Testphase in Intensität oder Dauer zu reduzieren - um den pflanzlichen Stoffwechsel entlastenderweise zu verringern.

Gruß, Nik
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Postby Heinz » 04 Dec 2014 13:45
Grüß Gott,

so, nachdem meine lahme Leitung die Fotos geschafft hat, hier die Bilder.
Man sieht, es ist LED installiert, 120Watt auf 330 Liter Wasser netto.

Ich glaube an Fe Überschuß. K Mangel KANN es nicht sein, auch wenn es so aussieht.

Wasserwerte: Kann ich fast keine liefern.

Ca: 25mg, Mg: 8-10mg, K: deutlich über 20> Fotometer über Meßbereich, P:1mg,
geschätzt: Fe: min. 0,1-0,2 , No3 min 15mg.

Allerdings weiß ich, dass der Kaliumtest zuviel anzeigt, habe ich per Testflüssigkeit ausgetestet.

Gruß
Heinz

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Postby shrimpfarmffm » 04 Dec 2014 15:50
Hallo Heinz,

Eine Wattangabe ist bei LEDs nicht Aussagekräftig. Die Effizienzspanne ist sehr Hoch.
Wieviel Lumen liefert deine Beleuchtung?
Der Wasserspiegelung nach könntest du Daytime Cluster verwenden?!
Sie hätten 120 Lumen je Watt und damit 14.400Lumen. Damit wäre deine Beleuchtung dann eigentlich sehr gut.

Wieviel CO2 hast du denn?
Grüße

Philipp
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Postby Heinz » 04 Dec 2014 19:11
Hallo,

die Wattangabe ist insofern aussagekräftig, weil eigentlich alle Hersteller sehr ähnliche Lumenzahlen liefern.
Aber Du hast recht, es sind 12 Cluster , also 14400 Lumen.
(Gegenüber der vorherigen Beleuchtung mit 2 x 150 Watt HQI allerdings ein Witz.)

ph Wert 6,9 geregelt bei KH 4, also um 20mg CO2.

Eisen lag, als ich noch gemessen habe nie über 0,2.
Allerdings mag das Becken Phosphat, was mich in der Meinung bestärkt, dass die Fe-Tests weniger anzeigen als drin ist.

Ich frage mich also, ob ein zu hoher, evtl. versteckter Eisenwert solche Symptome auftreten lässt.

Gruß
Heinz
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Postby kiko » 05 Dec 2014 16:43
hallo,
Allerdings mag das Becken Phosphat, was mich in der Meinung bestärkt, dass die Fe-Tests weniger anzeigen als drin ist. Ich frage mich also, ob ein zu hoher, evtl. versteckter Eisenwert solche Symptome auftreten lässt.


Nimm den FE- sensitiv von Anton Gabriel, das ist der genauste Test am Markt, denn der zeigt garantiert alles chelatierte Eisen an. (sogar "superstark" chelatiertes wie das Sprint120/EDDHA o.ä.)

Was Löcher in Blättern + Kalium angeht,
keine ahnung ob sowas wirklich immer K-Mangel ist auch wenn es überall so behauptet wird, denn mit 20mg/L haste mehr als genug! Ich hatte mein 12L Nano mal komplett Kalium leer laufen lassen, also auf 0mg/L runter. (Rest alles weiter gedüngt) Die Pflanzen stockten da erstmal nur im Wuchs und blieben insgesamt kleinwüchsiger . mag aber auch damit zusammenhängen, das Po4 nach paar Tagen ebenfalls was knapp wurde. Bei manchen Arten gabs schlaffe Blätter, mag aber an anderen Konstellationen gelegen haben - nur Löcher in den Blättern gabs keine - zumindest nicht in einem 1wöchigen Testzeitraum ohne K :?
(nach 1Woche hatte ich K & Po4 per Stoß wieder beigedüngt und alles sah dann alsbald auch wieder "größenmäßig normal" aus und einzelne schlaffe Blätter richteten sich wieder auf)
grüße Olaf-Peter
Last edited by kiko on 05 Dec 2014 16:46, edited 1 time in total.
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Postby Frank2 » 05 Dec 2014 16:46
keine ahnung ob sowas wirklich immer K-Mangel ist auch wenn es überall so behauptet wird!


Sehe ich auch so. Ganz sicher nicht bei den Hygrophilias, die können auch im puren Kalium schwimmen und mit Löchern aufwarten.

Grüße
Frank
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Postby Wuestenrose » 05 Dec 2014 16:51
Servus…

Frank2 wrote:Sehe ich auch so. Ganz sicher nicht bei den Hygrophilias, die können auch im puren Kalium schwimmen und mit Löchern aufwarten.

Ja, ist auch meine Erfahrung.

Grüße
Robert
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Postby kiko » 05 Dec 2014 17:09
hallo,
Solchen Löchern liegt wahrscheinlich ursächlich irgendein SE Problem zu grunde wo das Gewebe erstmal nur gelb-chlorotisch wird und im späteren Verlauf halt abstirbt.
Es näher eingrenzen dürfte hingegen schwierig werden, denn das Problem mit Mangelbildern ist ja, das viele der allgemeinen Mangelbilder einfach 1:1 von Landpflanzen abgeleitet wurden und das ist imo nicht auf Wasserpflanzen alles "einfach so" übertragbar.

Was zuviel Eisen angeht,
ich glaube nur mit ganz leichten Düngern auf Eisen(II)Gluconat kann man die Pflanzen mit Eisen "überfüttern", da das Zeug doch ziemlich zügig die Pflanzen durchpassieren kann. Bei manchen Arten wie der Nesea Golden kann sich da allzu üppige Gaben in braunen Blattzonenverfärbungen niederschlagen. In Verbindung mit stärkeren Chelaten habe ich das hingegen dermassen noch nicht beobachten können, denn die Verarbeitung des Chelatkomplex innerhalb der Pflanze unterliegt da wohl auch einem größeren Energieaufwand, wodurch die Gesamtaufnahmerate von komplexierten Eisen letzlich geringer ausfallen dürfte.
grüße Olaf-Peter
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Postby Frank2 » 05 Dec 2014 17:29
Solchen Löchern liegt wahrscheinlich ursächlich irgendein SE Problem zu grunde wo das Gewebe erstmal nur gelb-chlorotisch wird und im späteren Verlauf halt abstirbt.


Sehe ich auch so Olaf. Und da möchte ich auf eine kontroverse Diskussion verweisen, die wir mal hatten. Speziell bei Hygrophilia (und die ist ja hier auch mit abgebildet, wenn ich das richtig sehe) kann ich nur sagen dass sie bei Dünger A keine Löcher bekommt, nicht chlortisch wird und bei Dünger B - egal wie hoch man den schraubt, genau diese Mängel anzeigt. Mit FE hat das mE auch wenig zu tun. Oftmals wird ja eine zu geringe KH/GH bei Corymbosa vermutet aber auch das kann ich nur teilweise bestätigen und da auch nur bei Stricta, nicht bei Siamensis (53B). Es ist klar düngerabhängig. Ich vermute daher auch SE Probleme und ich kann nicht sagen was es genau ist.ich würde es aber gerne wissen. :D Ich glaube wenn man dieses Rätsel Knacken könnte- das wäre ein Meilenstein im generellen Verständnis.

Grüße
Frank
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Postby Heinz » 06 Dec 2014 20:32
Hallo allerseits,

vielen Dank für Eure Meinungen, ich sehe das auch so.

Ich habe in den letzten ca. sieben Tagen immer wieder kleine Wasserwechsel gemacht (20l).
Der Grund dafür ist, mein Wasserversorger arbeitet mit Polyphosphat, und ich bin mir relativ sicher, dass das Becken große WW mit diesem Wasser nicht mag. Andreas Kremser ist überzeugt, dass POx schadet und seit ich keine großen WW mache hat sich etwas verbessert. Was noch nicht klar ist, in welcher Zeit und ob überhaupt POx zu Orthophosphat abgebaut wird. In der Wasserwirtschaft ist POx umstritten und hat keinen guten Ruf.

Eisendüngung habe ich seit 4 Tagen ausgesetzt.
Ich habe bis vor einem halben Jahr mit dem Eisen Sensitiv Werte um 0,1-0,2 gemessen.
Denke, dass sich das nicht wesentlich geändert hat.

Kalium ist nachwievor sehr hoch, bestimmt über 20mg und Phosphat liegt bei 1mg.
Magnesium 8-10, Ca 20.
Stickstoff dünge ich jetzt etwa 2-3mg / Tag zu.
Hygrophila corymbosa zeigt rote Interkostalfelder und wächst auch nicht.

Entweder ist Mg unter die Räder geraten wegen des K Wert oder Phosphat wegen zuviel Eisen.
Nicht unwahrscheinlich, dass mehrere Sachen schief liegen.

Ich werde jetzt weiter Kalium vermeiden und KramerDrak erst morgen oder übermorgen mit den nächsten kleinen WW entsprechend zudüngen.
Werde berichten.

Gruß
Heinz
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Postby Heinz » 21 Dec 2014 17:29
Hallo zusammen,

für die die es interessiert einen neuen Zwischenstand:

Für das Thema Polyphosphat glaube ich herausgefunden zu haben, dass es für das Wachstum der Pflanzen wahrscheinlich nicht problematisch ist. Nach mehreren Rücksprachen mit dem Wasserversorger und dem Hersteller des POx habe ich erfahren, dass diese langkettigen Phosphate nicht stabil sind und innerhalb einiger Tage zerfallen. Ein Chemiker von SERA äusserte sich ähnlich..

Thema Kalium: Es hat sich peinlicherweise herausgestellt, dass der Toni K Test Recht hatte und das Becken war massiv mit Kalium überdüngt, sodass ich jetzt nach vielen Wasserwechsel immer noch mit Verdünnung arbeiten muss.
Der Kaliumgehalt lag schätzungsweise bei 80mg/l und mehr. Jetzt immer noch bei 30, wobei ich vermute, dass die Pflanzenmasse zwecks Erleichterung Kalium ans Wasser zurückgibt.
Dazu kam es , weil das Becken jedesmal nach weiter K Gaben positiv reagierte, warum kann ich nicht sagen.
Vllt. lag eine Fixierung vor.
Weiter ist es möglich, dass mit Eisenvolldünger überdüngt wurde, da bin ich noch dabei zu verifizieren.

Ab nächste Woche kann ich wieder No3 messen, mal sehn was dabei rauskommt.

Insgesamt gesehen hat sich durch alle Maßnahmen das große Becken nicht wesentlich verbessert, der Pflanzenzuwachs ist nach wie vor gestört.

Positiv zu erwähnen ist, dass ich bei meinem kleinen, noch nicht erwähnte 60cm Becken die Blaualgenplage tatsächlich stoppen konnte, sodass kaum non BA zu sehen sind.
Aber auch hier ist K immer noch sehr hoch.

Ich gehe derzeit davon aus, dass der jetzt vorherrschende K Gehalt von ca. 30-40 immer noch Ca und Mg blockieren könnte. (Ca=30;Mg=10).

Ich werde jetzt weiter wasserwechseln. Die Schäden auf den gezeigten Bilder sind definitiv kein K Mangel, hängen aber vermutlich mit der starken K Düngung zusammen.

Insgesamt gesehen sind aber beide Becken recht ordentlich, aber definitiv noch nicht so wie sie sein sollen.

Der K Wert soll auf 10mg fallen.

Werde weiter berichten.

Gruß
Heinz
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Postby Frank2 » 21 Dec 2014 17:33
Die Schäden auf den gezeigten Bilder sind definitiv kein K Mangel,


:D . Ja das ist gewiss :lol:

Na da bleibt dann wirklich erstmal nur eines übrig = Wasser schleppen.

Gut das Du Rückmeldung gibst. Ist immer interessant zu wissen wie es weitergeht.

Grüß Dich

Frank
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