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Postby kunzi » 15 Jan 2013 15:39
Hallo zusammen,

habe gestern unserem Wasserversorger eine Anfrage bzgl. der Wasserwerte gemacht. Das war das 2.Mal, diesmal wurde mir aber mal wirklich geholfen und ich bekam Informationen, die mir aber jetzt nach einem Durchsehen meinerseits doch wieder nicht geholfen haben.

Folgendes:
Die Wasserwerte sind bereits auf der Internetseite vom Versorger zu sehen, ich weiß das schon ein paar Jahre, allerdings wichen die Werte von meinen mit Tröpfchentest gemessenen damals schon immer ab.
Etwas später nutzte ich dann Osmosewasser, so dass die Werte ne ganze zeitlang nicht mehr interessant für mich waren.
Momentan nutze ich aber wieder LW, da ich durch Zufall bemerkte, dass die KH von 14 auf 8 runterging, und ich dann mal neugierig war mal wieder ein Becken damit zu betreiben.

Der aktuell von mir gemessene KH-Wert passt aber nach wie vor nicht zu dem Wert vom Wasserversorger. Dewegen hab ich wieder ne Anfrage gestellt(siehe Oben). Der Herr, der mich kontaktierte, schrieb, dass bis auf ein paar Straßen in meinem Wohnort direkt Wasser vom Werk bekommt, dass recht weich ist dH 6. Das kann ich auch bestätigen, da ich vor Jahren in ner anderen Straße wohnte und dort wirklich das Wasser gut weich war.
Naja, desweiteren gab er mir nen Link, wo man sehen kann , welche Straßen Mischgewässer bekommen, und dort konnte man auch ein Wasserwertgutachten einsehen von nem Trinkwasserlabor.

Trotzdem - dort wird die dH mit 5,9 angegeben, ich habe aber wie gesagt eine KH von 8 aus der Leitung. Normal sollte die GH ja höher als die KH sein, das würde dann also nicht zusammenpassen.

Habt ihr eine Ahnung wieso das dennoch abweicht? Was kann das Wasser noch aufhärten bis zum Wasserhahn?

Es ist halt für mich ein offenes Buch, ich komme zu keinen korrekten WW. Es wäre halt einfach mal toll zu wissen, welche Werte wirklich kommen, ohne immer messen zu müssen, bzw. manches kann man auch nicht messen, bzw. mit den Tröpfchentests nicht so genau, wie dass z. B. in einem Labor gemacht wird.
Mich wunderts halt stark, da hier im Forum die LW-Werte meist korrekt sind, bei uns ist das aber wohl etwas schwierig.

Calcium und Magnesiumgehalt wäre für mich besonders interessant, da ich diese nicht messen kann, und hier absolut keine Richtung habe.

Vllt. ist "mein" Fall ja total simpel und ich stehe einfach auf dem Schlauch, aber für Hilfe wäre sehr dankbar.

Hier noch der Link - In der Tabelle bei d) Lichteneiche, Spalte rechts anklicken, dann kommt das pdf.
http://www.memmelsdorf.de/Startseite/Ra ... s/K185.htm

lg Sebastian
Grüße
Sebastian
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Postby scottish lion » 15 Jan 2013 15:52
Hi,

daß die KH höher ist als die GH, das kann durchaus vorkommen, in unseren Gefielden allerdings schon sehr selten. Im Tanganjika- und Malawisee ist das übrigens auch so.

Trotz der eindeutigen Zuordnung seitens des Wasserwerkes vermute ich, daß dort nach Verfügbarkeit gemischt wird. Je nachdem, von welcher Quelle das Wasserwerk grade mehr oder weniger zur Verfügung hat, verschieben sich die Anteile. Das kann so weit gehen, daß du mal nur das eine - weiche - oder das andere - harte - unvermischt bekommst. Da kannst du leider nichts planen. Ich würde, um auf Nummer sicher zu gehen, zum Osmosewasser zurückkehren.
Liebe Grüße, Bernd

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Postby omega » 16 Jan 2013 00:57
Hallo Sebastian,

laut der Trinkwasseranalyse beträgt die GH 5,5°dH. Die Säurebindungskapazität bis pH 4,3 (SBK) beträgt 5,05mmol/l. Die SBK kann man mit dem Faktor 2,8 umrechnen auf die (aquaristische) KH, macht gut 14°dH.

Trinkwasserversorger bemessen die Wasserhärte nach Calcium- und Magnesiumionen, die Hydrogencarbonat zugeordet haben (das ist die echte KH, nicht das, was wir Aquarianer als SBK titrieren). Hierbei geht es um die Bildung von Kesselstein beim Kochen und Waschmitteldosierung beim Wäschewaschen. Insofern ist dieses Wasser weich.

Aquarianer interessiert bzgl. Härte aber weder die Bildung von Kesselstein noch die Waschmitteldosierung sondern in erster Linie, mit welchem pH-Wert man im Aquarium rechnen kann. Ein Maß dafür ist die SBK * 2,8, das unter Aquarianern auch als KH bezeichnet wird. In Wirklichkeit messen wir mit unseren Tropfentests durch Titration aber nicht die KH sondern die SBK (ein Maß für die Menge des Hydrogencarbonats).
Insofern ist Dein Leitungswasser im aquaristischen Maßstab also nicht weich sondern hart.

Ich schließe mich Bernd an: zurück zur UOA.

Grüße, Markus
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