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Postby Fireabend » 05 Oct 2010 19:28
Hallo,
die Tage ist es endlich soweit und mein 2. Becken wird gestartet. Habe bereits ein 120l Gesellschaftsbecken und nun folgt ein 54l Garnelenbecken. Da ich dafür ein Standardbecken mit nur 1x15 Watt (+Dennerle Reflektor) benutzen möchte ist mir klar, dass ich damit kein Pflanzenwunder Aquarium hinbekommen werde, auch wenn hier einige Becken ja richtig zum Träumen verleiten *g*

Dennoch würde ich gerne das Maximum rausholen was die Pflanzen angeht, denn die Garnelen sollen es ja schön haben ;-)

Außerdem möchte ich diesesmal die Algen während der Einlaufphase möglichst eindämmen, denn beim anderen Becken hatte ich so alles an Algen dabei was es bekanntes gibt. Hatte einige Fehler gemacht, vorallem zuwenige Pflanzen drinne. Kaum war die eine Alge weg, kam eine neue Sorte *g*

Mittlerweile ist das aber soweit im Griff, nur soll dieses mal eben einiges besser laufen.

Gefiltert wird garnelensicher per HMF, Co2 wird per Bio Co2 gedüngt.

Das Wasser soll auf unter GH 10 durch verschneiden gebracht werden, da wir sehr hartes Wasser hier haben sind 2:1 Osmose:Leitungswasser geplant.

Hier mal die LW Werte:

13667

Als Dünger vorhanden und auch schon für Garnelentauglich befundenen Volldünger ist Ferrdrakon...

Pflanzen werden diesesmal auch mehr reinkommen, Taiwan Moos für den HMF, Anubias barteri var. nana, Pogostemon helferi und einiges an Wasserpest, zumindest während der Einfahrphase...

Nun meine Frage wie soll ich anfangs düngen und beleuchten? Habe mich hier durch einiges durchgelesen, aber so richtig blicke ich ehrlich gesagt noch nicht durch :-) Soll ich mir auch bei dem wenigen Licht auch noch einen NPK Makrodünger besorgen? Und welche Mengen düngen bei meinen WW? Wasserwechsel dann auch schon in der Einlaufphase, da habe ich auch verschiedenes gelesen...

Ihr seht es ist zwar das 2. Becken, diesesmal will ich einiges besser machen, vorallem besser vorbereitet starten und eben möglichst ohne Algen das ganze schaffen... Habe mich nun informiert, bin aber doch eher verwirrt als erleuchtet und wäre für wirklich jede Hilfe sehr sehr dankbar.

Schönen Abend euch allen.
Gruß Consti
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Postby schnecken-maike » 06 Oct 2010 05:39
Hallo Consti,

du solltest für die Einrichtung zum Start vor Allem schnell wachnsende Stängelpflanzen nehmen. Bacopa, Ludwigia, Hygrophila polysperma, Wasserpest. Anubias und Pogostemon helferi würde ich erst später einsetzen. Die wachsen nicht unbedingt zuverlässig.
Die setzt die Pflanzen einfach in den Kies und gibst täglich etwas Fischfutter ins Wasser. Nicht Dünger - Futter. Aminosäuren, Stärke und Zucker. Das was die Bakterien im Aquarium später fressen sollen. Das brauchen sie zum Anfang, damit sich Populationen aufbauen können, die im Aquarium auch funktionieren. Als Futterverwerter eignen sich Apfelschnecken super. Sie bereiten einen super Pflanzendünger und Bakterienfutter machen sie noch nebenbei. Nach einer Woche machst du WW und wiederholst das Ganze. Dann kannst du auch etwas Dünger zugeben. Nach 14 Tagen kannst du deine Garnelen einsetzen. Fertig.

Liebe Grüße Maike
Viele Infos zu Aquarienpflanzen und Schnecken im Süßwasseraquarium
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Postby Arami Gurami » 06 Oct 2010 07:49
Hallo Consti,
wie Maike schon beschrieben hat, würde ich die Pflanzenmasse noch deutlich erhöhen (vor allem viel schnellwachsendes). Bis auf die Wasserpest hast du nur langsam wachsende Sachen drin.
Zum einfahren kannst du dich prima aus dem Filter von deinem anderen Becken bedienen, einfach einen Filterschwamm mal ordentlich im neuen Becken ausdrücken, damit da ordentlich Mulm reinkommt.
Bei deiner schwachen Beleuchtung kannst du ruhig schon 10-12h Stunden am Tag beleuchten.
Ich würde Düngen nachdem die Pflanzen angewachsen sind, also nach ca. 1-2 Wochen, wenn die ersten Wurzeln da sind.
Wenn du WW machen willst, dann natürlich nach dem WW düngen.
Ein NPK Dünger könnte nicht schaden, da deine Garnelen wohl kaum viel Abfallstoffe produzieren werden.
Liebe Grüße,
Aram
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Postby Wuestenrose » 06 Oct 2010 07:54
Hallo,

schnecken-maike wrote:Die setzt die Pflanzen einfach in den Kies und gibst täglich etwas Fischfutter ins Wasser.
Und was soll das bringen? Ich recykle der Einfachheit halber einfach einen Beitrag, den ich vor längerer Zeit schon mal anderswo geschrieben habe:
  • Die Nitrifikantenflora benötigt den Stickstoff in Form von Ammoniak, als Ausgangspunkt ihrer Stoffwechseltätigkeit. Im Fischfutter ist aber der Stickstoff in den Proteinen gebunden. In einem leeren, gerade einfahrenden Aquarium ist aber nichts, was die Proteine in Ammoniak umsetzt. Also werden sich als allererstes Pilze, deren Sporen überall in der Luft und im Wasser sind, über die Futterflocken hermachen. Und das sieht einfach eklig aus.
  • Selbst wenn es irgendwas im Aquarium gäbe, das Ammoniak produziert, so ändert die Zufütterung keineswegs was am zeitlichen Ablauf des Nitritpeaks. Weder tritt er früher ein, noch wird er früher beendet. Olaf Deters hat hierzu ein paar Simulationen gefahren: http://www.deters-ing.de/Wasser/Einlauffutter.htm. Eine Beschleunigung des Nitritpeaks erfolgt erst, wenn man im richtigen zeitlichen Rhythmus Ammoniak und Nitrit als Chemikalien zufüttert. Das macht aber keiner.
  • Offensichtlich hat sich auch noch niemand Gedanken darüber gemacht, wie wenig ein paar Futterflocken eigentlich bewirken. Ich hab' vor einiger Zeit mal ein paar Trockenfutterflocken auf meine Laborwaage gezählt und komme auf ein Durchschnittsgewicht von 2,5 mg pro Flocke. Über den Daumen gepeilt besteht Trockenfutter (je nach Qualität) aus rund 50 % Rohprotein. Proteine wiederum besitzen einen Stickstoffanteil von rund 7 %. Also erhöht eine Flocke Trockenfutter den Nitritwert in 100 Litern Wasser um s a g e n h a f t e 0,003 mg/l. Um z.B. 0,1 mg/l Nitrit hervorzurufen, müsste man schon einen Teelöffel Futter ins Wasser schmeißen - und gleichzeitig darauf hoffen, daß sich irgendwas findet, das die Proteine ammonifiziert.
  • Also, angenommen, irgendwas ammonifiziert doch unser Fischfutterprotein. Es wird sich eine Nitrifikantenflora heranbilden, deren Populationsgröße auf die Futtermenge zugeschnitten ist. Oder, besser andersrum ausgedrückt: die verarbeitbare Stickstoffmenge hängt direkt mit der Größe der Nitrifikantenpopulation zusammen. Es ist nicht etwa so, daß die Population am Hungertuch nagt, und nur darauf wartet, mehr Futter zu bekommen. Sondern mehr Stickstoffabfall bedeutet, daß die Population an Größe zulegen muß, um sie zu verdauen. Setzen wir jetzt Fische ein, muß genau das passieren: die Nitrifikantenpopulation muß wachsen. Und da die Vermehrungsrate der Nitrifikanten nicht so rasend ist, gibt es einen erneuten Ammoniumpeak mit darauffolgendem Nitritpeak bei jeder nennenswerten Erhöhung des Besatzes.
Was kann man daraus folgern? Erstens, die Zufütterung von ein paar Alibi-Flocken ist vollkommen nutzlos. Genauso sinnlos ist es, erst mal mehrere Wochen zu warten, bis man ein neues Aquarium besetzt. Oft liest man die Forderung: je länger die Einlaufphase ohne Fische ist, desto besser. Das ist aber kontraproduktiv, denn in dieser Wartezeit passiert nichts mit unserer Nitrifikantenflora. Doch, es passiert schon was: wird sie nicht gefüttert, verhungert sie. Wesentlich sinnvoller ist es, nach einer paar Karenztagen vorsichtig mit dem Besatz zu beginnen, immer nur wenige Fische auf einmal. Je kleiner das Aquarium ist, desto geringer die Anzahl, die man gleichzeitig einsetzen sollte. Sparsam füttern. Und das klappt.

Viele Grüße
Robert
PS. OK, das mit den Fischen trifft auf das hier angefragte Garnelenaquarium nicht zu. Aber die Fütterung von ein paar Alibiflocken Fischfutter kann man sich getrost sparen.
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Postby DrZoidberg » 06 Oct 2010 09:48
Hallo,
ich setze auch nach 2-3 Tagen bereits erste Tiere ein. Früher waren es meine "Testguppys" :oops: , mittlerweile meistens Garnelen. Aber nur sehr wenig Tiere anfangs, beispielsweise 2-3 kleine Fische oder 5 Garnelen auf 200l. Nicht eines dieser Tiere ist mir bisher in der Einlaufphase verendet.

Auch dünge ich meine Becken von Anfang an moderat auf. Etwa 10mg/l NO3 aus KNO3, 0,2mg/l PO4 und 0,05mg/l Fe für die erste Woche. Alles bei voller CO2-Dosis (30mg/l) und reduzierter Beleuchtungszeit von 6 Stunden, die ich in 4-8 Wochen auf 10 Stunden steigere.
Gruß Christian :fish: :taucher: :fish:
Last edited by DrZoidberg on 06 Oct 2010 10:01, edited 1 time in total.
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Postby SvenD73 » 06 Oct 2010 09:57
Hallo,

ich kann mich Christian nur anschließen. Denn als ich am Anfang erst gar nicht, und nach 2 Wochen dann ganz wenig
gedüngt hatte, bekam ich massive Algenprobleme, wahrscheinlich wegen Nährstoffmangel, bzw. wegen
Nährstoffungleichgewicht. Daher gleich von Anfang an das Wasser leicht aufdüngen.

PS. Tiere hatte ich erst nach dem gemessenen Nitritpeak eingesetzt, und auch nur nach und nach ein paar Tiere.
Gruß Sven
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Postby Japanolli » 06 Oct 2010 10:42
Moin,

Erstmal zum Wasser:
Dein Wasser zu verschneiden ist schonmal eine gute Idee, 2:1 ist auch ein gutes Verhältniss um Dein Wasser auf gute Werte zu bringen.
Beim Kalium solltest Du allerdings nachhelfen und um ca. 5 mg/l einmalig im Becken und später nur im Wechselwasser anheben, so solltest Du ganz brauchbares Wasser bekommen.
Ab und an, 1- 2 mal die Woche geringe Mengen Volldünger, das sollte ausreichen Deine Pflanzen mit allen Mikros und Makros zu versorgen.

Dein Licht ist wirklich sehr bescheiden, also solltest Du Dich auch auf einfache Pflanzen beschränken, diese dann aber reichlich einsetzen!
Anubien und Moos sind schonmal gut, vielleicht noch ein paar kleinere Cryptos u.ä.
Die Pogos kannst Du vergessen, die brauchen schon deutlich mehr Licht.
Der Tipp mit den schnellwachsenden Pflanzen ist allgemein nicht verkehrt, führt aber bei schwach beleuteten Becken nicht immer zum Erfolg wenn diese dann nicht wachsen.
Wenn es also bei der einen Röhre bleiben soll, musst Du Dich schon deutlich einschränken.

Ich würde das Becken wie gesagt gut mit Pflanzen bestücken, den Kalium- Wert von Anfang an ausgleichen, das Mischungsverhältniss von 2:1 strikt einhalten und auch von Anfang an 50% wöchentlich wechseln, so sollte gewährleistet sein das immer genügend Makros vorhanden sind und sivh auch nichts ansammelt. PO4 wird bei der Beleuchtung sicher auch kein Problem.
Den Volldünger würde ich erst zugeben wenn die Pflanzen sichtbar anfangen zu wachsen. Und lieber etwas zu wenig als zu viel.

Das reicht jetzt aber, guten Start!
Gruß
Olli

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Postby Fireabend » 06 Oct 2010 18:39
Hallo,
danke für die vielen Antworten :-)
Das ich mich stark einschränken muss bei der Pflanzenwahl ist mir bewusst, auf 2 Röhren umrüsten ist mir doch etwas zu teuer und ich habe einfach die Hoffnung, dass auch mit der Beleuchtung ein schöner Bewuchs mit den richtigen Pflanzen klappen wird.

Habe mir jetzt doch noch den Makro NPK Dünger bestellt und hoffe damit wird dann alles ganz gut abgedeckt sein...

Beleuchtung werde ich dann wohl auch nach und nach von 6 auf 10 oder 11 Stunden erhöhen...

Hoffe ich mal, dass die Algen diesesmal etwas besser ausbleiben werden *g*

Schönen Abend
Consti
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