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Postby Daune » 29 Feb 2020 10:57
Hallo liebe Alle,

Ich bin Franzi und mein erstes Aquarium ist jetzt 5 Wochen alt. :grow:
Nachdem mir hier bei meinem Dünge-Problem gut geholfen wurde dachte ich, ich frage auch noch wegen einem anderen Thema an.

Schon bevor ich wusste was ein Aquascape ist wollte ich immer ein "kleines Aquarium mit Garnelen" halten. Nach einigen Jahren habe ich mich immer mehr damit auseinander gesetzt und jetzt habe ich mein erstes kleines Scape. Da der Nitrit-Wert gerade auf dem Rückzug ist habe ich mich jetzt gefreut bald Garnelen einzusetzen. Generell habe ich mich dazu über die Arten informiert und erstmal gespeichert dass man Neocaridina auch bei Leitungswasser halten kann. In den Online-Shops werden ja meist einsprechende Toleranz-Werte von GH, KH und PH genannt und an denen habe ich mich orientiert.

Jetzt kurz zu meinem Becken. Durch Soil und CO2 sind mein PH-Wert auf 6.5, meine GH und KH auf 4. Mein Leitungswasser hingegen hat eine KH von 8 und eine GH von 9. Auch der PH ist ist bei 7,5.
Über die niedrigen Werte im Becken habe ich mich erstmal gefreut weil ich angenommen habe, dadurch mehr Garnelen halten zu können. Ich habe ein bisschen mit den Blauen Tigergarnelen geliebäugelt und auf Nachfrage in einem bekannteren Online-Shop wurde mir gesagt dass meine Werte erstmal nicht schlecht sind und ich auch in einem eingefahrenen Becken Tiger halten könnte.

Nun aber zu meinem Problem. Ich bin vor ein paar Tagen einer Garnelen-Gruppe online beigetreten um etwas Inspiration zu bekommen. Nachdem ich dort erzählt habe dass ich Soil und Leitungswasser nutze wurden die scheinbar alle aus den Schuhen gehauen. Im Prinzip wurde mir dann gesagt: Neocaridina mit Leitungswasser auf neutralem Bodengrund und Caridina auf Soil mit Osmose-Wasser. Und meine Kombi ist halt Nix. Grund dafür sind die Schwankungen der Werte durch einen Wasserwechsel, was sehr stressig für die Tiere ist. Das macht für mich auch total Sinn. Mir war das nur absolut nicht bewusst, denn in den Online-Shops zb und Artikeln über Garnelen-Haltung standen meist die anzustrebenden Werte und dann bei Neocaridinas, dass sie "unempfindlicher" sind und man Sie generell eher bei Leitungswasser halten kann. Jetzt bin ich ein bisschen traurig da es aussieht, als könnte ich so gar keine Garnelen halten. Eine Osmose-Anlage wollte ich eigentlich nicht. Ich bin (momentan) Studentin und arbeite hauptsächlich für meine Miete und fürs Überleben :D Und Osmose ist jetzt auf die Dauer auch nicht günstig, vor allem nachdem ich mir jetzt erstmal das Aquarium eingerichtet habe.

Wie ist denn eure Einschätzung dazu? Habt ihr vielleicht Tipps für mich, wie ich jetzt vorgehen kann? Oder ist der Garnelen-Traum erstmal vorbei?

Ich freue mich auf eure Antworten.
Liebe Grüße,

Franzi.
Daune
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Postby Kejoro » 29 Feb 2020 11:32
Hi Franzi,

prinzipiell sind Neocaridina sehr tolerant, die können diese (nicht allzu großen) Schwankungen ab. Ein wenig Stress soll auch den Stamm stabilisieren, dass er nicht verweichlicht.
Zu den Tigern müssen sich mal andere Leute melden, ob die auch bei den KH 8°dH haltbar sind. Die KH von 4°dH wird sich nicht dauerhaft einstellen.

Du hast auch die Möglichkeit, den aktiven Bodengrund soweit "auszulaugen", dass er passiv erscheint :wink: Dazu einfach häufiger einen maximalen Wasserwechsel durchführen und das Wasser so aufdüngen, wie es später im Betrieb sein soll. Bei deinen 20l (?) ist das kein Problem.
Irgendwann kann der Boden nichts mehr austauschen, da kein Konzentrationsgefälle mehr vorhanden ist. Damit bleiben die Wasserwerte nahezu konstant.

Vielleicht meldet sich noch jemand, der dein vorhaben schonmal umgesetzt hat. Gibt ja nicht so wenig Becken hier, die Soil + Leitungswasser + Garnelen fahren.

Schöne Grüße
Kevin
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Postby Daune » 29 Feb 2020 11:49
Hallo lieber Kevin,

vielen Dank für deine schnelle Antwort. Das klingt ja schon mal gut, dann habe ich ein bisschen Hoffnung.

Kejoro wrote:Du hast auch die Möglichkeit, den aktiven Bodengrund soweit "auszulaugen", dass er passiv erscheint Dazu einfach häufiger einen maximalen Wasserwechsel durchführen und das Wasser so aufdüngen, wie es später im Betrieb sein soll. Bei deinen 20l (?) ist das kein Problem.
Irgendwann kann der Boden nichts mehr austauschen, da kein Konzentrationsgefälle mehr vorhanden ist. Damit bleiben die Wasserwerte nahezu konstant.


Genau, 20l stimmt, habe ich hier vergessen. Danke fürs Nachschauen :D Meinst du mit "aufdüngen" dann sowas wie aufsalzen um GH und KH wieder anzuheben da ich dann sowieso irgendwann wieder meine Leitungswasser-Werte habe?

Wenn ich es richtig verstanden habe, habe ich also folgende Möglichkeiten:

1. Warten bis der Boden nichts mehr austauschen kann / dem Boden dabei helfen um dann Neocaridina mit Leitungswasser zu halten
2. Caridinas mit Osmose weil mein Trinkwasser eigentlich zu hart ist und GH und KH nicht auf Dauer niedrig sind
[3. Eventuell aber Tiger falls es denn geht]

Macht das so Sinn?

Vielen Dank nochmal & liebe Grüße zurück,
Franzi.
Daune
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Postby Thumper » 29 Feb 2020 11:53
Moin,

Osmosewasser gibt es beim Aquaristikhändler oftmals recht günstig (15-20ct/L). Bei einem 20L Becken ist das überschaubar, sich 2-3 Kanister hinzustellen und diese hin und wieder befüllen zu lassen. Dann kannst du auch Caridina halten, aber auch Neocaridina auf Soil - habe ich auch und das macht denen gar nichts. ;)
Grüße,
Bene


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Postby Daune » 29 Feb 2020 12:12
Hey nochmal, Bene :)

Danke für deine Antwort. Ich checke mal bei unserem Händler die Preise für das Osmose-Wasser.
Nur mal zur Info :D
Habe nur überlegt, dass ich dann auch mehr düngen muss als vorher, da ja nix mehr an Nährstoffen aus dem Trinkwasser kommt. Da muss ich mal überlegen. Ein bisschen was kostet es ja dann schon auf Dauer.

Thumper wrote:aber auch Neocaridina auf Soil - habe ich auch und das macht denen gar nichts.

Gut zu wissen, Danke!

Liebe Grüße,
Franzi.
Daune
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