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Postby Walhaifänger » 18 Jul 2015 11:59
Hallo,

ich spiele mit dem Gedanken mir nach langerzeit wieder mal Rotkopfsalmler zuzulegen weil sie nach dem Roten Neon einer meiner Liebling Fische ist. Früher hatte ich jedoch öfter mal weniger Glück mit den Rotköpfen. Bei der Eingewöhnung werde ich wohl die Tropfenmethode nehmen da es ja weniger stressig zu sein scheint. Jedoch Frage ich mich wie hoch der Nitratwert sein darf , da sie ja empfindlich darauf reagieren sollen.

Vllt habt ihr ja Erfahrungen damit


LG Tobi
Gruß Tobi
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Postby Frank2 » 18 Jul 2015 12:28
Hallo Tobi

Nitratwerte von 10-15 kann ich aus eigener Erfahrung sagen war stets unproblematisch. Darüber hinausgehend habe ich keine eigenen Erfahrungswerte.

Problematisch ist einfach die Zeit direkt nach dem Einsetzen. Nicht selten kommt es zu Ichthyo. Ich würde daher heute, wenn ich sie mal selber wieder holen würden, prohylaktisch mit Salz arbeiten ein paar Tage und, sollte Ichtyo auftauchen, zus. mit Temperaturerhöhung aber erst dann. Außerdem Seemandelbaumblätter rein die ersten paar Wochen. Wenn die Rotköpfe mal stehen sind sie ja derart unproblematisch. Das gilt aber für die ersten Tage/Wochen im neuen Zuhause eben nicht. Bei meinem Händler wird mittlerweile den Käufern geraten beim Umsetzen eine halbe Dosis Malachitgrün zu verwenden damit Ichtyo erst gar nicht hochkommt und das nur bei den Rotköpfen. Das halte ich für übertrieben und für das Becken auch für kontraproduktiv.... insb. fürs Pflanzenbecken. Aber das zeigt mir dass diese Probleme nach wie vor in großem Maß bestehen und es auch viele betrifft.

Ein wunderbarer Fisch.

Grüße
Frank
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Postby Walhaifänger » 21 Jul 2015 17:09
Hey,


habe mir heute 10 Rotköpfe zugelegt und vorher noch schnell Wasserwechsel gemacht um den Nitratwert nochwas zu senken damit ich die nächsten Tage nicht groß im Becken stören muss. Nitrat ist jetzt so bei 10-20 mg/l , genauer ist der Test nicht. habe auch mal das Wasser vom Händler Becken getestet , das hatte so um die 40 mg/l.

Habe dann Wasser aus dem Becken in die Tüte Tropfen lassen und noch Schwarzerlenzapfen mit reingetan.
Nach dem einsetzen habe ich dann das Licht ausgemacht und sah nach kurzen einen Sammler auf dem Boden liegen, als ich ihn rausholen wollte bewegte er sich wieder unsch schwam davon, hoffe das bleibt so.

LG Tobi
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Postby Walhaifänger » 24 Jul 2015 19:18
NAbend,

heute Nacht hat es leider zwei meiner Rotkopfsalmler erledigt, hoffe es bleibt bei den beiden.
Gruß Tobi
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Postby omega » 24 Jul 2015 23:56
Hi,

schade.

Rotkopfsalmler habe ich bisher zweimal geholt, jeweils 30, vom selben Händler hier der Moosacher Str. in München. Das erste mal ca. 2002, das zweite mal 2012. "Eingewöhnt" hatte ich sie jeweils auch durch tropfenweise Zugabe von Aquarienwasser, ein paar Stunden. Händlerwasser >600µS/cm, Aquarienwasser ca. 150µS/cm.
Der Händler empfahl mir beidemale ein Mittel zum Eingewöhnen, die seien empfindlich für Ichtyo, ich lehnte aber jedesmal ab. Beidemale hatte ich monatelang keine Verluste zu beklagen.

Von den 30 von 2012 sind heute allerdings nur noch 15 übrig. Von zweien weiß ich: einer Dickbauch, ein anderer fiel durch Verwirrtheit auf, hatte eine kleine Beule am Kopf, schwamm bäuchlings kreuz und quer und rührte sich nicht irgendwann nicht mehr. Von einem Dritten sah ich nur noch sein Skelett. Die anderen 12 Todesfälle geschahen unbemerkt.

An die 30 von 2002 kann ich mich nicht mehr erinnern. Auch schade. Sind so hübsche Fische.

Grüße, Markus
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Postby Walhaifänger » 25 Jul 2015 21:22
Hey,

bis jetzt haben die anderen überlebt, werde mir bald nochmal 5 holen da 7 einfach zu wenig ist und auch nicht gut wirkt. Echt schade das Rotkopfsalmler so anfällig sind .


LG Tobi
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Postby Frank2 » 28 Jul 2015 07:35
Hallo Tobi

bei Rotkopfsalmlern würde ich immer mindestens 15 halten. Der Ausfall von Zweien ist aber sicher nicht aussergewöhnlich.
Ich überlege es mir auch momentan ob ich sie wieder hältern will? Fahre unser kleines Quarantänebecken ein derzeit , die Schmetterlingsbuntbarsche werden demnächst ablaichen und ich werde die aus dem laufenden Becken nehmen. Wenn die nebst Nachwuchs wieder draussen sind eventuell dann 15 Rotkopfsalmler neu aber nur über das Quarantänebecken.
Ich bin auch hin und hergerissen zumal sie in ein Becken sollen, das in der Küche steht und da schon sehr viel Action ist. Andererseits ist der Besatz in diesem Becken allesamt handzahm und alle Fische kleben vorne an der Scheibe bzw im Schwimmraum, das sollte Sicherheit schaffen. Aber ich weiss es noch nicht....

Ja ich finde sie auch toll.

Grüße
Frank
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Postby sabrikara » 28 Jul 2015 09:02
Huhu,

also ich kann überhaupt nicht sagen, dass die Rotkopfsalmler (zumindest die Blehers – ich denke, die hatte ich) empfindlich sind. Ich hatte die in der Zeit, wo ich wild hin und her gedüngt und teilweise horror Nitratwerte hatte. Ich hatte kein richtiges Weichwasser, kein Schwarzwasser. Auch mit Co2 war ich noch nicht geübt und war immer der Meinung ich müsse es "auf Anschlag" halten.
Irgendwie kriegte ich das nicht hin, zu viel oder zu wenig. Die Rotköpfe waren die ersten, die oben an der Wasseroberfläche hingen. So kam es auch und durch einen Unfall hab ich die dann verloren. Da hab ich aber mehr als nur die verloren.
Das passiert mir heute nicht mehr ... hoffentlich.
Jetzt hab ich andere Fische aber vom Schwimmverhalten der Rotköpfe bin ich noch immer begeistert.
Groß eingewöhnt, hatte ich die auch nicht. Gut die erste Zeit sind die immer die vordere oder hintere Scheibe hin und her geschwommen, schönes Bild aber "normal" war das nicht, klar. Haben sich dann aber schnell eingelebt und wenn sich nur einer etwas weiter von der Gruppe entfernt hat, sind alle nach einander nachgezogen. Da sah immer klasse aus.
Hatten schnell rausgefunden, das es sich lohnt morgens den Kongosalmlern zu den "Ablaichstellen" zu folgen.
Hatten also jeden morgen Kaviar zum Frühstück.
... soweit meine Erfahrung.
Liebe Grüße
Sabri
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Postby Walhaifänger » 28 Jul 2015 10:12
Morgen,

habe gerade leider wieder einen Töten Rokopf gefunden. Hoffe die restlichen überleben. Am Nitrat wird es denke ich nicht liegen da das Wasser aus dem Händ!er Becken Stärker belastet war. Echt doof das gerade einer der Schönsten Fische zumindest bei vielen so anfällig ist, das ist wie mit den Schmetterlingsbuntbarschen Super schön aber leben nur 2 Jahre .



LG Tobi
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Postby kurt » 28 Jul 2015 18:50
Hallo zusammen,

Rotkopfsalmler empfindlich?
Man sollte die Hälterungsbedingungen beim Händler mal genauer prüfen.
Die Wasserqualität ist für das Wohlbefinden der Fische entscheidend (Biotop Werte nachsehen).

Es reicht meist schon ein Leitwertvergleich,
= Wasserversorger der jeweiligen Region, Aquarienwasser der Händleranlage.
Bei den oft vorhandenen großen Unterschied fragt man sich schon was da alles zugegeben wird.

Frank2 wrote:Bei meinem Händler wird mittlerweile den Käufern geraten beim Umsetzen eine halbe Dosis Malachitgrün zu verwenden damit Ichtyo erst gar nicht hochkommt und das nur bei den Rotköpfen.

@ Frank,
hmm… was soll man dazu sagen.
Wie kommt man zu Resistenzen?
Im Becken nur/erst medikamentös behandeln wenn nötig, Symptomabhängig und passend.
Umsetzen,
Fische im kleineren Gefäß langsam an das jeweilige Wasser anpassen,
(Zeitlänge den Wasserwertunterschied anpassen) größer = länger, dann ins Quarantänebeckenwasser umsetzen, beobachten.

Frank2 wrote:Fahre unser kleines Quarantänebecken ein derzeit ,

das liest sich schon besser… :thumbs: gute Bedingungen, richtiges Wasser heißt Abwehrkräfte stärken.
Umsetzungs Stress lässt Fische nun mal anfälliger werden…
Im Quarantänebecken kann man Fische besser beobachten.
:wink: Ein Quarantänebecken ist etwas mehr Aufwand erspart aber Ärger, ohne ist/wäre Glücksspiel.

Ichthyophthirius multifiliis (Weißpünktchenkrankheit) wird eingeschleppt!
Vermehrung, der Parasit löst sich (Teilung), Schwärmer in 24h bis zu 1000,
die müssen innerhalb von 48h einen neuen Wirt finden.
Behandlung mit Malachitgrün.
1 Tag volle Dosierung 3 /6 / 9 Tag die Hälfte nachdosieren.
Ende am 12 Tag und nun 50% Wasser wechseln.
Es ist aber ein Unterschied ob ich im funktionierenden Aquarium dosiere (Abbau durch Mikroorganismen)
oder im neu angesetzten belüfteten Quarantänebecken (sinnvoller).
Malachitgrün Oxalat ist hochgiftig, krebserregend.
Farbintensität, Handling, ein danebengehendes Staubkörnchen (= Sauerei),
verfärbt locker 10 l Wasser beim Saubermachen.
Soviel ich weiß ist es mittlerweile nicht mehr regulär erhältlich?
Gruß Kurt
Unterwassergarten

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Postby Frank2 » 29 Jul 2015 11:16
Ja Kurt ich hatte mich auch gewundert über die Empfehlung mit halber Malachitgründosis prophylaktisch. Für mich wäre das ganz sicher nichts aber es gibt wohl bei etlichen nach dem Umsetzen das Problem und zwar ganz gehäuft bei diesem Fisch (in der Anzahl, natürlich können auch alle möglichen anderen Fische Ichtyo bekommen gerade nach dem Umsetzstress).
Ich habe schon lange kein Quarantänebecken mehr betrieben, jetzt läuft es aber ein mit 3 Guppies für die Ramirezis, da werden die dann in Ruhe ihren Nachwuchs betreuen können (so sie es denn auch tun....) und sind nicht den Nachstellungen durch die Salmler im Dauerstress. Danach wäre dann die Gelegenheit für diesen Fisch... . Bin sehr froh seit Jahren keine Medikamente benötigt zu haben im Becken/den Becken und so soll es auch bleiben. Mir ist das Eisen bei diesem Fisch jdf zu heiß auch wenn das mancher für Übertrieben halten mag, ich bin da ein gebranntes Kind. Wenn sie eingewöhnt sind sind sie Anfängerfische, die ersten Tage/Wochen mE nicht und es gehört auch eine Portion Glück mit dazu was man für Fische bekommt.

Grüße
Frank
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Postby Kalle » 08 Mar 2020 18:10
Hallo zusammen,

Häufig liest man, die Rotköpfe reagieren empfindlich auf Nitrat (und Nitrit) - aber was sind die kritischen Werte? Das wäre für Pflanzenbecken mit NO3 Düngung ja mal interessant, da hier Werte mit bis zu 30mg NO3 als ideal gelten. Daher will ich berichten.
Ich habe mich hinreißen lassen und mir ein paar Rotköpfe für mein 330l Becken zugelegt. Die Tiere waren ca. 10 Tage beim Händler und machten dort einen guten Eindruck.

Meine Wasserwerte sind für die Haltung nicht optimal. Zum einen dünge ich mein Pflanzenbecken mit Magnesiumnitrat auf ca. 25mg/L und das Nürnberger Wasser ist relativ hart, auch wenn ich es zu ca. 1/3 mit Osmosewasser verschneide. Es hat einen PH von 7,4, die GH liegt bei ca. 15.

Tag 1 nach dem Einsetzen: Die Tiere sehen gesund aus, kräftige Farbe (im Gegesatz zu gestern). Ein Verlust bereits beim Einsetzen, vermutlich aufgrund einer Verletzung beim Fangen.
... schauen wir mal...

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Postby Kalle » 10 Mar 2020 01:23
Hi,
...Tag 3: Ich habe einen Verlust zu beklagen und Ichthyo an einem anderen Rotkopf entdeckt. Schei...

Ich mache Salztherapie, Temperatur rauf und schließe die UV Lampe an.
Ich mag noch nicht glauben, dass das an meinen Wasserwerten liegt. Die Ichthyo kommt definitiv vom Händler und der Rest hoffentlich vom Stress beim Umsetzen. Nun hoffe ich mal, dass die Maßnahmen schnell greifen und meine Corys keine Probleme mit dem Salz bekommen.
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Postby Öhrchen » 10 Mar 2020 09:07
Hallo,
würde ich spontan auch eher auf die klassischen Umsetzungsprobleme schieben. Stress, neue Umgebung, neue Keime.
Meine Mutter hält schon ewig Rotkopfsalmler unter wechselnden, teilweise suboptimalen Bedingungen. Auch bei ihr sind nach dem Umsetzen immer ein oder zwei gestorben (Ichtyo gabs da allerdings nicht), und der Rest machte jahrelang alles Mögliche mit :stumm:
Viele Grüße
Stefanie

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Postby Kalle » 11 Mar 2020 01:59
Danke, Stefanie, das macht mir Hoffnung...
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