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Postby Corymäus » 06 Aug 2013 10:56
Hallo,

Ich habe ein 38-Liter-Becken, in welchem ich mit der Kultur und Gestaltung emerser Wasserpflanzen experimentiere. Da mir aber Thripse fast den ganzen Bestand an emerser Lobelia zerstört haben und jetzt an meinen Skindapsus und an meine Cryptos gehen :( , habe ich erstmal auf das Substrat das Schädlingsbekämpfungsmittel "Lizetan Combi" getan. Man hört ja immer wieder etwas von Karenzzeiten und dass manche Mittel biologisch abbaubar sind. Das Lizetan wirkt wohl folgendermaßen: Es vergiftet die Pflanze und somit die Schädlinge. Die Karenzzeit für Lizetan soll bei 10 Wochen liegen.
In dem Riparium, welches aufgrund sommerlicher Temperaturen fast kein Wasser mehr hat, leben keine Tiere. Trotzdem will ich das Substrat und den Kies später wiederverwenden, ebenso die Steine und die Pflanzen. Weiß vielleicht jemand, wie so etwas in Wasserpflanzengärtnereien gehandhabt wird? Schließlich will ich nicht, dass mir später meine Fische, Garnelen und Wirbellose sterben, wenn ich die Pflanzen oder den Boden wieder verwende. Normalerweise würde ich alles wegschmeißen, da die Einrichtung aber schon teuer war, und die Pflanzen sich emers so gut vermehren, will ich weiter experimentieren. Sind die Pflanzen dann für immer vergiftet, oder ist das Gift biologisch abbaubar? Ist es dann auch zu 100%. weg? Ich will nur halt kein Risiko für meine paar Fische und Wirbellose eingehen, und meine emersen Pflanzen auch submers wieder einsetzen. BTW, gibt es eigentlich auch Unterwasser-Schädlinge für submerse Pflanzen?

Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine, und könnt mir helfen, oder mir eure Erfahrungen schildern.... :smile:
Grüße, Elias

שטיל וואַסער גראָבט טיף.
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Postby Plantamaniac » 06 Aug 2013 11:30
Hallo, da ich überhaupt nichts von Gift in irgendeiner Weise im Aquarium oder in Verbindung mit den Tieren darin halte, würd ich es auf biologischem Wege versuchen.
Es reicht die Pflanzen einige Tage komplett unter Wasser zu halten. Evt. mehrmals.
Du kannst auch das ganze Becken in eine Tüte packen und Co² reinblasen.
Bei Schildläusen an den Citrusen hab ich schon die Pflanze in eine große Plastiktüte (gelber Sack) gepackt , Spiritusgetränkte Zewas reingeschmissen und ein paar Stunden zu gelassen. Dann wieder ausgepackt und die Pflanze in den Regen gestellt, damit die Schilde mit der Zeit abgewaschen und runtergeschüttelt werden. Das ging sehr gut...
Nur hätte ich es nach paar Wochen wiederholen müssen. Aber aus den Augen aus dem Sinn :ops:

Hatte mal eine Orchidee mit Thripsen geschenkt bekommen. Ich hab gedacht mich trifft der Schlag :eek:
Mit denen hatte ich vorher noch nie zu tun. Konnte die Pflanze aber leider nicht ablehnen :stumm:
Hab sie sofort in den Garten untern Baum gestellt und siehe da...im Herbst waren die Thripse weg und der neue Austrieb gesund :grow: Die hab ich heut noch :D
Thripse sind auch ein Parasit, der Trockenheit mag, so wie Spinnmilben. Mit ehrhöhter Luftfeuchtigkeit und Sprühflasche macht man ihnen auch das Leben schwer. Ein Nebler, oder eben eine Sprühflasche mit Dest. Wasser (wegen unschönen Kalktropfen auf den Pflanzen) tuts auch.

Anderen Zimmerpflanzen, die Deine emersen Wasserpflanzen zurück anstecken können, kannst Du mit systemischen Pflanzensteckern oder genauso wie oben beschrieben behandeln.

Klar gibt es auch unterwasserschädlinge für Wasserpflanzen. zb. den Seerosenzünzler...
Manche Wasserschnecken könnte man noch dazu nennen, aber das ist ehr unwarscheinlich, das man die ohne es zu wissen einschleppt. Auch deshalb ist eine Quarantäne immer zu empfehlen.

Chiao Moni
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