Salvinia molesta

Lästiger Schwimmfarn

°C
°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Wasseroberfläche
Schwierigkeitsgrad: einfach
Wachstum: sehr schnell
Siehe auch: Salvinia auriculata , Salvinia natans
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Verbreitung und Fundorte [?]: 

wahrscheinlich durch Kreuzung in Brasilien entstanden; heute weltweit in wärmeren Regionen


Verfügbarkeit [?]: 
  • oft im Handel erhältlich

Populärnamen [?]: 
  • Lästiger Schwimmfarn
  • Kariba weed

Synonyme [?]: 
  • Salvinia adnata Desv.

Irrtümliche Namen [?]: 
  • Salvinia auriculata
  • Salvinia natans

Pflanzentyp [?]:

  • frei an der Oberfläche treibende Schwimmpflanze
  • Farn
Botanischer Name [?]: Salvínia molésta D.S. Mitch.

Großgruppe [?]: Farne (Monilophyten)
Ordnung [?]: Salviniales - Schwimmfarnartige
Familie [?]: Salviniaceae - Schwimmfarngewächse
Gattung [?]: Salvinia

Beschreibung: 

Salvinia molesta, der Lästige Schwimmfarn, gehört zur Salvinia auriculata-Artengruppe, die ursprünglich in Mittel- und Südamerika heimisch ist. Man nimmt an, dass S. molesta durch Hybridisierung verschiedener südamerikanischer Salvinia-Arten im botanischen Garten von Rio de Janeiro entstanden ist. Sie ist durch den Menschen in viele tropische und subtropische Gebiete der Welt eingeschleppt worden und stellt dort oft ein invasives Wasserunkraut dar. Zum Beispiel vermehrte sich diese Schwimmpflanze explosionsartig im 1958 geschaffenen Kariba-Stausee in Simbabwe, weshalb sie auch als "Kariba weed" bekannt ist.

Salvinia molesta ist vielleicht die Schwimmfarn-Art, die am häufigsten in Aquarien kultiviert wird und im Handel zu bekommen ist, nur meistens nicht unter ihrem richtigen Namen. Diese und eventuell auch weitere tropische Arten wie S. auriculata werden oft unter der irrtümlichen Bezeichnung Salvinia natans als Aquarien- und Gartenteichpflanze verkauft.

Die echte Salvinia natans ist eine andere Art, die sicherlich nicht im Handel erhältlich ist. Sie ist in Europa und Asien heimisch; in Mitteleuropa kommt sie an wenigen Orten vor, meistens in nährstoffreichen, warmen Gewässern wie Altarmen von Flüssen. S. natans zählt zu den stark gefährdeten Arten und steht in Deutschland unter besonderem gesetzlichen Schutz, daher darf sie nicht gesammelt werden.

Bei Salvinia molesta und den anderen Arten aus der Salvinia auriculata-Gruppe (S. auriculata, S. biloba, S. herzogii) sind die Haare auf der Blattoberfläche, die zu mehreren auf kleinen Erhebungen stehen, wie ein Schneebesen zusammengebogen (mit Lupe zu erkennen). Daran kann man diese Artengruppe von anderen Schwimmfarnen wie S. minima und der echten S. natans unterscheiden, bei denen die Haare nicht zusammengebogen sind.

Wird fortgesetzt...

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. folgt
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