© Heiko Muth (2008)

Leptodictyum riparium

Ufermoos

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°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Aufsitzerpflanze (Begrünung von Hardscape), Laichpflanze, Nano-Aquarium
Schwierigkeitsgrad: sehr einfach
Wachstum: mittel
Siehe auch: Drepanocladus aduncus , Leptodictyum riparium "Stringy Moss"
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Populärnamen [?]: 
  • Ufermoos

Synonyme [?]: 
  • Hypnum riparium Hedw.
  • Amblystegium riparium (Hedw.) Schimp.

Pflanzentyp [?]:

  • Aufsitzerpflanze (auf Holz oder Stein)
  • Moos oder Farnprothallium
Botanischer Name [?]: Leptodíctyum ripárium (Hedw.) Warnst.

Großgruppe [?]: Laubmoose (Bryophyta)
Ordnung [?]: Hypnales - Schlafmoosartige
Familie [?]: Amblystegiaceae - Stumpfdeckelmoosgewächse
Gattung [?]: Leptodictyum

Beschreibung: 

Mit dem Namen Leptodictyum riparium (auch Amblystegium riparium) ist in der Aquaristik meistens nicht das in den Fotos oben gezeigte Moos gemeint, sondern das aufrecht wachsende "Stringy moss". Wir meinen aber, dass das "Stringy moss" nicht zu L. riparium, sondern zu Drepanocladus aduncus gehört. Man kann wohl nicht ausschließen, dass es im Hobby auch noch andere ähnliche Moos-Arten gibt, die "Stringy moss" genannt werden.

Dieser Datenbank-Eintrag bezieht sich auf die Art Leptodictyum riparium, wie sie in Moosbestimmungsliteratur (z.B. Frahm & Frey 1992) beschrieben wird. Dieses Moos unterscheidet sich deutlich vom "Stringy moss", wenn es unter gleichen Bedingungen kultiviert wird. Die Triebe vom echten L. riparium wachsen eher horizontal oder "strubbelig" in alle Richtungen, nur bei sehr schwachem Licht eher aufrecht. Die Blätter sind dicht und abgeflacht (fast in zwei Längsreihen) am Stämmchen angeordnet, so ähnlich wie man es bei Vesicularia- und Taxiphyllum-Arten sehen kann.

Das Ufermoos, Leptodictyum riparium, ist fast weltweit verbreitet und neben dem Quellmoos (Fontinalis antipyretica) sicher das häufigste Wassermoos in Mitteleuropa. Es kommt im Uferbereich und im Flachwasser meist nährstoffreicher stehender und fließender Gewässer vor und ist sehr verschmutzungstolerant. Man kann L. riparium auch häufig in Beton-Gießwasserbecken von Friedhöfen finden. In der Landform (emers) wächst es kriechend auf nassem Boden, Baumwurzeln, verrottendem, im Wasser liegendem Holz, Steinen, Beton-Uferbefestigungen usw. und bildet häufig Sporenkapseln. Submers bildet es flutende, wenig bis mäßig stark verzweigte Triebe. L. riparium ist sehr variabel, das Aussehen hängt sehr von den Wachstumsbedingungen ab.

In der Natur gefundenes Leptodictyum riparium wird von Aquarianern häufig nicht als dieses erkannt, sondern z.B. für Fontinalis antipyretica (Quellmoos, "Willow Moss") gehalten. Die Blätter von F. antipyretica sind jedoch dreizeilig (in 3 Längsreihen) am Stämmchen angeordnet, nicht abgeflacht wie bei L. riparium. Fontinalis-Blätter haben keine Mittelrippe, aber meistens eine Längsfalte oder auch einen Kiel in der Mitte.

Bei Leptodictyum riparium haben die Blätter hingegen eine deutliche Mittelrippe, die etwas über die Mitte des Blatts, aber nicht bis in die Blattspitze reicht. Die Blattspitze ist lang ausgezogen und spitz, die Blattzellen sind sehr langgestreckt und schmal (6-20 mal so lang wie breit).

Die Blätter von Drepanocladus-Arten (Krallen- oder Sichelmoos) sind denen von L. riparium sehr ähnlich, unterscheiden sich aber durch deutlich vergrößerte Blattflügel-Zellen (Zellgruppe in den Ecken an der Blattbasis). Außerdem sind die Blätter von Drepanocladus nicht abgeflacht angeordnet, sondern um das Stämmchen herum verteilt oder auch einseitswendig.

(Weiteres siehe unter "Kultur" und "Gestaltung")

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. folgt
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